1. #1
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    Ich gebe auf, ...

    ... weil alles gar nicht so stimmt, wie es keiner gemeint hat

    und der Beweis dessen daran scheitert,

    dass die Logik erstmal bewiesen werden muss

    und so lange falsch bleibt, bis sie nicht mehr wahr werden kann,

    was zur Folge hat, dass wir Missverständnisse verehren

    und von der Wahrheit krank werden.

    (C)
    Geändert von Terrorist (27.08.2012 um 08:11 Uhr)
    Der Roman: "Verballistik"
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  2. #2
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    Da ich mich irgendwie angesprochen fühle, antworte ich mal. Zum Thema allerdings habe ich nicht viel mehr zu sagen als, dass du nicht aufgeben solltest, unabhängig davon, ob es wirklich um uns beide geht oder nicht, denn auch wenn irgendwann die Logik nicht mehr wahr werden könnte, sollte man dennoch dagegen ankämpfen, weil das Gefühl zu kämpfen einem Kraft gibt und die könnte das lI in der Zeit gut gebrauchen, wo es diese Zeit laut Kategorie als traurig und düster ansieht.

    Ansonsten habe ich an dem Text zu beklagen, nachdem ich seit längerem in einigen deiner Gedichte das Poetische vermisse(, was nicht weiter schlimm ist, weil es durchaus unpoetische Gedichte geben kann), dass ich hier nun auch das Gedichtige vermisse. Ich sehe diesen Text nicht als Gedicht, sondern als prosaischer Text mit Zeilenumbrüchen, die aus den Zeilen aber keine Verse machen und aus dem Text kein Gedicht.

  3. #3
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    Da es an einer eindeutigen Definition des Gedichtbegriffes mangelt, verknüpfe ich das mal mit der Idee des Aufgebens.
    Wahrscheinlich fühlst du dich angesprochen weil die mangelnde Akzeptanz des Unbeweisbaren eigentlich nicht als Stärke umgedeutet werden kann, bzw. shakespearschen(to be or not to be) Tribut fordert.

    LG RS
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  4. #4
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    Wieso sind deine Sätze so verdreht? Sieh mal, so würde ich Ihnen zustimmen:

    Da es an einer eindeutigen Definition des Gedichtbegriffes mangelt, verknüpfe ich das mal mit der mangelnden Akzeptanz des Unbeweisbaren, die eigentlich nicht als Stärke umgedeutet werden kann, bzw. shakespearschen(to be or not to be) Tribut fordert.

    Wahrscheinlich fühlst du dich angesprochen wegen der Idee des Aufgebens.

    Zum 1. Satz: Natürlich fehlt eine Definition, aber es kann trotzdem hilfreich und anregend sein Gedicht-Sein oder Nicht-Gedicht-Sein (oder auf Englisch: to be or not to be a poem) zu diskutieren. Du könntest mir ja erklären, warum du dein Werk für ein Gedicht hältst.

    Zum 2. Satz: Ich habe mich durch die 1. und 5. Zeile an unsre missglückte Kommunikation unter meinem Gedicht "Nerhegeb" erinnert gefühlt und mir kam der Gedanke auf, dass du möglicherweise mir hiermit klarmachen wolltest, dass du es aufgibst, diese missglückte Kommunikation weiterzuführen statt zu versuchen, die Missverständnisse aufzuklären. Daher auch mein Hinweis, dass du nicht aufgeben solltest.

  5. #5
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    Hallo. Du willst es natürlich so einfach wie möglich, aber diese Themen sind sehr anspruchsvoll. Die Kategorisierung zu erstens lehne ich einfach ab, weil es weder beweisbar noch unbeweisbar ist Und zu 2. kann ich dir zustimmen, aber ich halte den Prozess der gegenseitigen Erkenntnis gerne offen, weil "Nehregeb" schon in die Richtung kranker Wahrheit geht. Deshalb habe ich das auch nicht weiter auseinandergepflückt.

    LG RS
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  6. #6
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    Hallo Robert,
    Logik ist ja auch denkende Kunst, was für mich Widerspruch und Ansporn zugleich ist.
    Zwischen "alles" und "keiner", "falsch" und "wahr" lässt es sich trefflich "missverstehen", warum also aufgeben?
    Viellleicht liegt ja in den Gegensätzen der poetische Ansatz, sozusagen das Unpoetische als Spiegelbild der Poesie.
    LG
    Perry
    Geändert von Perry (16.08.2012 um 23:51 Uhr)

  7. #7
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    Hallo Robert Schulz,

    ich interpretiere hier keine aufgabe im sinne von ...es sein lassen wollen;

    weil man z.b. in einer zeitung auch anzeigen aufgibt ( so nennt man das, wenn man auf etwas aufmerksam machen will)

    in dieser rubrik steht es nur deswegen, weil es dich betrübt


    was die gewählte form deines schreibens unterstützt ( keine paarreime, ungebunden und frei)

    mir gefällt es


    lg schokominza00
    bravecto plus und nexgard kann ich empfehlen, damit kommen meine lieblinge stressfrei durch den sommer und müssen sich nicht quälen,
    falls ein haustierhalter nur bernsteinketten, lavendelöl, frontline, advantage kennt, parasiten sind gegen diese mittel schon lange resistent.

  8. #8
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    Hallo

    und vielem Dank euch beiden. Perry hat mit dem Spiegel wahrscheinlich den Punkt getroffen, den Blobstar in "Nehregeb" machen wollte und der hier zu Schokominzas Umdeutung des Titels führt. Was für mich bleibt ist eine Form von Abschied, der sich selbst dann vollzieht, wenn ich weitermache

    LG RS
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  9. #9
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    hallo robert schulz

    ein gedicht will sich einer schönen form befleissigen.
    es will den blick oder das ohr einfangen, indem es irrungen und wirrungen des sprachlabyrinths, i.e. der welt, wie wir sie uns schaffen, fühlbarer macht und so einen kurzen stupor bewirkt.
    beides, scheint mir, gelingt dir mit deiner neuen art von gedichten.

    ich kann aber nicht behaupten, dass ich deinen versen hier einen anderen sinn als den obigen entnehmen kann.
    ist für mich kein manko.

    lg wilma27

  10. #10
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    Der Stupor erfasst es irgendwie mehr als mein von mir selbst aufgehobener Abschiedsgedanke, der jetzt natürlich jedem anderen freibleibend zur Verfügung steht

    VD + LG RS
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  11. #11
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    Hallo Robert,

    ich weiß nicht, ich weiß nicht, aber irgendwie lässt mich das Gefühl nicht los, dass Dein LI alles andere will, als aufgeben ... .

    LG Eremit
    -------------------------------------------
    Weh denen, die dem Ewigblinden
    Des Lichtes Himmelsfackel leih'n!
    Sie strahlt ihm nicht, sie kann nur zünden
    Und äschert Städt' und Länder ein. (F. Schiller)

  12. #12
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    Hallo.

    Ja es ist so eine Art Vordenken des Themas um Abstand zu bekommen, bzw Anregungen zu geben
    Schließlich kann man sich im Nachhinein meistens auf nichts mehr berufen...

    LG RS
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