Thema: Basilisk

  1. #1
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    Basilisk

    Du warst einst nur ein unscheinbares Hahnenei
    doch in jenen Tagen trug der schöne Schein
    als Krötenbrut erringst du dir ein neues Sein
    und kämpfst dich frei mit einem grellen Schrei.

    Nun bist du längst nicht mehr derartig klein
    trägst eine scharlachrote Federkrone anbei
    und in deinen Augen liegt die dunkle Hexerei
    unter deren Bann dein Opfer wird zu Stein.

    Nun zittert die Ritterschaft vor dir in Grauen,
    sie zieht es vor Furcht jählings heimwärts
    und verschwunden ist des Volks Vertrauen.

    Das Gift des Wurms frisst jedes Ritters Herz
    der das Übel wollt zerschlagen und zerhauen,
    die Sünde lacht zuletzt, welch grausiger Scherz.
    Geändert von Lazlar (18.08.2012 um 22:32 Uhr)

  2. #2
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    Hallo Lazlar,

    Ich stelle mal in Frage, ob dies ein Sonett ist. Dafür genügt ja nicht das 4 4 3 3 Prinzip mit umarmendem Reim. Ein Sonett hat ebenfalls eine Jambische Struktur, die ich hier nicht sehen kann. These/Antithese lasse ich mal außen vor. Das kann man immer so oder so sehen.

    Das Hahnenei kann ich gelten lassen, auch wenn es nur eine Variante ist, wie der Basilisk auf die Welt gekommen ist. Aber warum muss es alt sein? Aus einem alten Ei schlüpft normalerweise nichts mehr. Da würde ich mir etwas anderes überlegen.
    Formt würde ich in "wandelt" ändern. Man kann ja nichts in Stein formen, da Stein keine feste Form hat.

    Die zweite Strophe passt in meinen Augen, auch wenn das Metrum mir nicht wirklich gefallen mag.

    "Das ganze Mittelalter" gefällt mir gar nicht. Ein Zeitalter als solches kann ja nichts tun.
    In den beiden anderen Versen gibt es dann noch einen Widerspruch und ein Grammatik-/Tippfehler: Warum muss man nah Erz graben, um sich Burgen zu bauen? Die Burgen selbst waren relativ eisenfrei. Und wenn du die Minen meinst, die waren ja nur ein Mittel zum Zweck. Der andere Fehler wäre, dass es "steinerne" heißen müsste.

    Das wäre es nun auch schon mit meinen Anmerkungen. War gar nicht so viel....

    nächtlicher Gruß, gutes nächtle und carpe noctem
    Nachteule
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    Hier stehe ich! Ich kann nicht anders! Gott helfe mir! Amen!
    (Der Buchstabe)
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  3. #3
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    Hallo Nachteule,

    das wird natürlich noch überarbeitet, mir ist klar, dass noch viel verbessert und umgeschrieben werden muss.

    Grüße,
    Lazlar

    Tante Edit: Neue Version ist da
    Geändert von Lazlar (18.08.2012 um 22:32 Uhr)

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