Thema: Warum ich?

  1. #1
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    Warum ich?

    Ich sitze hier und schreib auf ein weißes Blatt Papier
    Mir fehlen die Worte, ich weiß nicht wie ich es beschreiben soll
    Diese Gefühle, diese Erinnerungen tun weh, sie sind zu schmerzvoll
    Langsam versteh ich die Welt nicht mehr
    Wenn ich in den Spiegel schau, blicke ich in leere braune Augen
    Sie sind leer von Gefühlen, kalt und alt
    Kein Mensch spricht mir Mut zu und gibt mir Halt
    Jeder wird falsch, und verspottet mich
    Oft blicke ich in den Himmel und frage, wieso ausgerechnet ich?
    Ich weiß, ich war nie ein Engel
    Ich hab Menschen viel Leid zugetragen
    Doch jetzt brauch ich nen Schutzengel
    Es sind die Schuldgefühle die mich bis heute jagen
    Ich will doch nur frei sein
    Ich will doch nur glücklich sein
    Ich spühre, ich hab ein Herz aus Stein
    Ich bin so bitter und kalt geworden
    Für mein eigenes Glück, würde ich sogar jemanden ermorden
    Verdammt ,ich erkenn mich selbst nicht mehr wieder
    Ich bin nicht mehr ich, ich will mein Lachen wieder
    Wieder zurück, denn viele Menschen haben mich enttäuscht
    Sie haben mir Liebe und Freundschaft bloß vorgetäuscht
    Als es hart auf hart kam, machten sich alle aus dem Staub
    Ich denk dran zurück und mein Kopf platz gleich, es wird in meinem Kopf so laut

  2. #2
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    Beiträge
    9.208
    Hallo Impulsiv,

    Dieses Gedicht hat ein paar Schwächen, die dein "Ohne Titel ;) auch hat, weswegen ich hier eine Art Doppelkommentar machen werde. Die konkreten Aussagen werden sich aber auf dieses Gedicht beziehen. (Soetwas mache ich normal nicht, also verzeihe mir bitte, wenn ich irgendwo einen kleinen Fehler bei den Bezügen einbaue)

    Die Gedichte sind beide nicht in Strophen eingeteilt. Das muss man nicht machen, aber du nimmst dich um eine Chance und setzt dich einem Risiko aus.
    Die Chance ist die Einteilung in Sinnabschnitte. Das Gedicht wird so mehr strukturiert und der Leser merkt leichter, wenn es Veränderungen gibt.
    Das Risiko ist, dass der Leer so vor einem großen Block und bricht den Versuch, das Gedicht zu lesen vielleicht ab. Durch die Einteilung in Strophen ist das Gedicht übersichtlicher.

    Was mir auch bei beiden Gedichten aufgefallen ist, die Sätze enden meist am Versende. Dadurch bekommt man das Gefühl, sie hingen nicht zusammen, was du ja sicherlich verhindern möchtest. Für mich steht jeder Vers für sich, statt ein ganzes Gedicht zu formen. Das unterstützt meinen Drang, einfach aufzuhören das Gedicht zu lesen.

    Manchmal stehen einzelne Verse ohne Reim das. Das scheint mir nicht beabsichtigt zu sein, stellt mir aber die Frage, was das soll. Und ich komme nicht dahinter. Darum würde ich versuchen, alle oder keine nicht zu reimen, wenn ich reime. (oder bewusst, nach einem bestimmten System...)
    Einige Reime reimen sich auch mit sich selbst. Das nennt man identische Reime und ist auch nicht sonderlich toll, da sie dadurch auch nicht so schön klingen.

    Sie sind leer von Gefühlen, kalt und alt
    Leer von Gefühlen klingt für mich sprachlich nicht wirklich richtig, allerdings kann ich dir auch nicht sagen, wie es besser wäre...

    Doch jetzt brauch ich nen Schutzengel
    Hier Frage ich mich, weshalb du die Worte verkürzt hast? Das ist in der Lyrik zwar erlaubt, aber unschön. Gerade das umgangssprachliche "nen" stört mich.

    Verdammt ,ich erkenn mich selbst nicht mehr wieder
    Das Komme muss nach vorne, also ohne Leerzeichen an das "Verdammt". Zum Glück schreibst du hier "wieder" richtig...

    Naja, das sollte vorerst reichen.

    nächtlicher Gruß, gutes nächtle und carpe noctem
    Nachteule
    Meine Sydnatur:
    Greis und Greisin miss u <3
    Hier stehe ich! Ich kann nicht anders! Gott helfe mir! Amen!
    (Der Buchstabe)
    Du verstehst Nachteules Kommentar nicht? Lyrisches Lexikon der Nachteule; für Einsteiger: der Kommentarfaden; wenn dir ein Kommentar besonders gefällt, kannst du ihn zur Kritik des Monats nominieren
    Drama: Das Gericht; Prosa: Fernreise als Kurztrip, Krieg im Frieden, Die Tote

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