Sie gab den goldnen Kelch in die Vitrine
und hielt ihn fern von Wasser oder Staub.
So stand er jahrelang - versteckt und taub-
und war doch eine sanfte Mandoline,

die tönen wollte, tanzen oder singen,
die Leute freudig stimmend unentwegt,
und doch hat niemand jemals sich bewegt:
Im kalten Schrank verging das süße Klingen.

Und eines Tages als die klare Schiene,
sich aufschob und der Käfig mild verschwand,
da hatte sie den Kelch in ihrer Hand
und er zerrann wie eine Milchpraline.