Also ich schreibe es diesmal als Geschichte auf. Nur damit hinterher kein Missverständnis entsteht, ob eine darstellende Logik nicht eventuell aus billigen Motiven zweckentfremdet wurde. Wie man ja so manches zweckentfremden kann ohne überhaupt verstanden zu werden. Aber ich will ja auch nicht noch ablenken sondern mal postulieren, dass Freunschaft, wenn sie mehr ist als eine Art Kontaktstatus, ziemlich gefährlich werden kann, wenn man das standardisierte Durchdrehen der Zivilisierten verabscheut. Das äußert sich natürlich immer im unpassendsten Moment, z.Bsp wenn eine bewusstlose Frau in der Strassenbahn den Fahrplan durcheinanderbringt und die Polizei erstmal glaubt das wäre eine Säuferin, obwohl sie ja blasser nicht hätte sein dürfen. Jedenfalls für meinen nicht ganz unerheblichen Geschmack, der schon das Sexuelle der Situation auslotete, während die andern sich lautstark wunderten wie man so etwas auf die Bank legen kann, wo doch die Sonne raufknallte wie nichts. Eigentlich ziemlich inversromantisch, aber wie Taras sagen würde, kein lyrischer Moment als solcher, wenn die Lyrik denn im Gegensatz zu dieser Geschichte mir vielleicht ein Amulett aus ihrer durchwühlten Tasche vor die Füsse geworfen hätte. Sie hieß übrigens Julia und einer der Polizeiromeos hat auch nicht ihren Puls gemessen. Wäre zu einfach gewesen, denn schließlich ist Schleichwerbung für Ärzte auch nicht gerade lyrisch, wenn man easy going Landstrasse erwartet wie meine neue Flamme das wohl schon zu oft erlebt hat. Naja, alles Weltenseele eben und der sind meine Motive egal, wie mir übrigens auch, aber das bleibt unter uns liebe Freunde!!!

LG RS