Auf einem Segelboot treibst du vorraus
und ich sitze hier fest verwurzelt in einem Haus
auf stillem Gewässer bewegst du dich
unerfüllt bewege ich mich
halbe Bewegungen lassen mich gehen
halbe Augen lassen mich sehen
deine Segel hast du aufgespannt
ich schaue zu dir ganz gebannt
wie dein Schiff leuchtet in der Ferne
du blinkst so schön wie all die Sterne
und dein Lachen hallt durch die Atmosphäre
mit meinen Augen suche ich dich in der Leere
du segelst weiter richtung Horizont
auf einem Wasser rein und besonnt
wir wissen auch Zeit bekommt Risse
ich weihe dich ein in meine Geheimnisse
und was wir dann sehen
ist was wir verstehen
wie wir uns zu erinnern beginnen
an Mondsteine und Bienenköniginnen
wie wir in den Schnee Herzen malten
und heller als die Sonne strahlten
jetzt hast du Tausend Rosen gepflückt
und damit dein Segelboot geschmückt
mit gesenktem Haupt hängen sie an Deck
und bieten die ein farbenfrohes Versteck
so treibst du weiter auf deiner Reise
und ich sitze auf dem Fensterbrett und weine ganz leise