1. #1
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    Kommentarfaden zu Tal der Wölfe

    Dies ist eigentlich nur eine ganz gewöhnlich Fantasygeschichte.
    Es handelt sich um einen alten Streit, der wieder ausbricht, um Liebe, Haß, Verrat, und Kampf.
    Also nichts besonderes.
    Geändert von Maitreya (16.11.2012 um 12:59 Uhr)

  2. #2
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    Hallo. Ich habe mich mal an deine Geschichte gemacht. Ich komme leider nicht damit zurecht. Personen wechseln beliebig und heißen Mann, anderer Mann, Soldat, anderer Soldat, Frau, Mann, Soldat und Mann. Was sie sagen, ergibt keinen Sinn, wie sie handeln, folgt keiner Kausalität. Die Situationen sind nicht nachvollziehbar. Ortswechsel finden einfach so statt. Ich habe keinerlei Orientierung, wo ich mich befinde, in welcher Zeit, in was für einer Welt, mit was für Leuten und warum. Was sind ihre Ziele, was sind die Hindernisse, was sind ihre Gedanken und Gefühle? Was nehmen sie wahr?
    Ich habe Episode 1 durch, aber ich habe jetzt nur die Hälfte der Fehler, die mir aufgefallen sind, mal bearbeitet, weil mir das einfach zu viel ist.
    Ich hoffe, du überarbeitest das alles noch mal und machst deine Geschichte ein wenig plastischer.

    Anmerkungen:
    - Das Vorwort würde ich kursiv setzen, sonst denkt man, es gehört dazu.
    - "Ein junger Mann lief durch die Steppe und stieß einen lauten Schrei aus, die Wölfe hatten ihn gehört, sofort sprangen sie auf und eilten in seine Richtung." - Zeitform. Die Wölfe hörten ihn, sofort sprangen sie auf...
    - "Er war groß und muskulös, Sein Gesicht war ebenmäßig mit braunen Augen, langes, gelöcktes, schwarzes Haar fiel seine Schultern herab." - muskulös, sein Gesicht, gelocktes, ein "und" hinter "Augen" statt dem Komma, weil man sonst denkt, der Nebensatz sei eine Aufzählung.
    - "Abseits davon suchte eine Frau Heilkräuter. Der Mann hörte eine Frau schreien und legte sich seufzend auf dem Boden, während er die Wölfe kraulte, "die Lehrerin hat schon wieder die ganze Nacht geschrien, weil ihre Maske sich aufgelöst hat! Kommt laßt uns gehen!" - es ist nicht klar, ob es eine oder zwei Frauen sind und warum man sich auf den Boden legt, wenn man eine Frau schreien hört. Der erste Satz in einem Buch ist nicht unwichtig und dieser ist von einem Mann an einen Wolf gerichtet über ein Thema, das weder der Wolf noch der Leser versteht. Auf den Boden, "Die Lehrerin...", geschrieen
    - "Ihr langes, schwarzer Haar fiel ihr offen" - schwarzes
    - Als nächstes rennt der Mann weg und ich frage mich, wozu die schreiende Frau eingeführt und beschrieben wurde, wenn sie dann einfach stehen gelassen wird. Ist sie eine Beobachterin? Beobachtet er sie? Wo steht sie genau? Haben die beiden sich gesehen oder ist die Frau eine parallele Handlung?
    - "Strasse" - Straße
    - "in seinem Blick lag Trauer und Wut" - lagen Trauer und Wut
    - "drei weitere Pfeile abschoß" - abschoss
    - "drehte sich langsam zu dem Soldat um" - zu dem Soldaten
    - "und den Mann in die Schulter traf, so daß dieser zu Boden fiel" - von einem Schulterschuss fällt man nicht um, so dass
    - "Schnell schoß der Soldat" - schoss
    - "Der Soldat lachte verächtlich, ließ sich einen Speer geben und ritt auf den Mann am Boden zu. Als der Soldat nah genug war, ergriff der Mann die Speerspitze, doch der Soldat schob ihn dadurch nur vor sich her. Doch dadurch gab er dem Mann Gelegenheit gab, sich aufzurichten, als dieser schließlich gegen eine Felswand prallte." - Von wem ließ er sich den Speer geben? Wie schiebt man einen am Boden liegenden mit der Speerspitze vor sich her? Wieso gibt man ihm dadurch Gelegenheit, sich aufzurichten? Wer prallt gegen eine Felswand?
    - "Diesen Mann und auch alle anderen umgab ein großes Geheimnis und viele Geheimnisse sollten sie selbst auch erst später erfahren" - Welchen Mann? Was interessiert mich hier das Geheimnis? Mitten im Kampfgetümmel? Wieso hier ein Ausblick auf die Zukunft?
    - "dennoch gab es eine Verbindung zwischen ihnen, dem Kaiser und seiner Lady, wo einst alles begonnen hatte. " - Der Soldat und der Wolfsmann sind also in Wahrheit der Kaiser und seine Lady? Wer ist mit "ihnen" gemeint? Ich steige hier spätestens aus, denn wir haben bisher Indianer mit Schwertern, Straßen in der Prärie, Soldaten mit Pfeil und Bogen und jetzt auch noch einen Kaiser, der eine Lady hat? Es gab nie einen englischen Kaiser. Kaiser haben keine Ladys. Und "wo einst" bezieht sich auf einen Ort. "In Berlin, wo einst die Rote Armee...". Nicht "die Verbindung, wo...", das geht nicht.
    - "Ein Kampf der scheinbar vor zwanzig Jahren endete, begann wieder mit neuer Gewalt zu entfachen." - geendet hatte, entfachte sich wieder, entfachen ist Reflexiv.
    - "In einem Militärlager sagte ein Mann, "fange das Oberhaupt der Nab'Al!"
    - Was für ein Mann? Was für ein Militärlager? Ist das ein Szenenwechsel? Üblicherweise macht man das so: "General Jennings war trotz seiner 54 Jahre noch recht gut beieinander. Gerade inspizierte er das Feldlager der 27. Abteilung seines Heeresteils. Ein Stamm namens Nab'Al machte ihm seit einiger Zeit zu schaffen. Sie waren einfach nicht totzukriegen, er würde das Oberhaupt fangen und hinrichten müssen, um den Kriegern zu zeigen, wer hier das Sagen hatte..." oder so ähnlich. Der Leser braucht Figuren, Räume und Zeiten, an denen er sich orientieren kann.
    "... sagte ein Mann: "Fange..."
    - "Der Mann drehte sich um, "ein Krieger nimmt keine unschuldige Leben" - welcher Mann? Der Mann in dem Militärlager? redet er mit sich selbst oder ist da jetzt schon der vierte Mann, der keinen Namen hat, keinen Titel, keine Funktion, kein Gesicht? "drehte sich um. "Ein Krieger nimmt keine unschuldigen Leben."
    Ich verstehe an dieser Stelle nicht, was Krieger in einem Militärlager machen, warum sie so seltsam sprechen und worum es geht.
    - "Der junge Mann, von den Pfeilen getroffen, sah nur noch verschwommen. Der Soldat war zu den anderen zurückgeritten und zeigte auf ihn, "dieses Rudel Wölfe bewacht das Tal! Keiner wagt es, sie zu jagen! Ich schwöre, heute werde ich sie töten, ihr Fell nehmen und sie meinem Vater schenken!" - Jetzt plötzlich wieder zu dem jungen Mann zurück ist zu abrupt. Der Soldat zeigt auf ihn und redet über "dieses Rudel" statt über "diesen Mann". "ihre Felle nehmen und sie..."
    - "Der june Mann hatte dies gehört. Er nahm seine ganze Kraft zusammen und sprang den Soldat an. Der Soldat blockte den Sprung mit seinem Schild ab. Der Mann kam auf den Boden auf, während die Soldaten nun auf ihn zuritten und einkreisen. Ein anderer Soldat zeigte mit dem Finger auf den Mann und sagte, "töte ihn für mich!" - Welcher Mann kam auf dem Boden auf? Warum haben Bogenschützen Schilde? Wer ist der andere Soldat? Der fünfte Mann mittlerweile, der keinen Namen und keine Geschichte hat.
    sprang den Soldaten an, einkreisten, sagte: "Töte.."
    - "Der Mann wandte sich wütend zu ihm um, riß ihm vom Pferd und biß ihn in den Hals. Der Soldat riß sich schreiend los und hielt sich den Hals, der andere Soldat rief," - Wer dreht sich zu wem? riss, biss, riss, der andere Soldat rief: "Fanoy..."

    Später vielleicht mehr, das ist wirklich zu viel Arbeit.
    LG, 101010

  3. #3
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    Danke für den Hinweis, mir fielen die vielen Schreibfehler gar nicht auf, danke, daß du dir die Mühe gemacht hast.
    Den Satz, "die Lehrerin hat schon wieder die ganze Nacht geschrien, weil..." Schrieb ich allerdings so. Und wenn man jemand 20 Jahre jeden Tag schreien hört, rennt man nicht mehr los und man erkennt ihre Stimme.
    Zwischen, abseits davon suchte eine Frau Heilkräuter. Der Mann hörte eine Frau... macht ich jetzt einen Absatz ich denke dadurch wird deutlich, daß es zwei verschiedene Frauen sind, naja hoffe ich. Die Frau, welche schrie, ist tatsächlich mit eine der Hauptpersonen, deshalb beschrieb ich sie. Aber sie fällt nicht gleich zu Anfang mit der Tür ins Haus, auf ihr beruht tatsächlich fast die ganze Geschichte, welche sich erst nach und nach enthüllt und auch sie weiß zu dieser Zeit selbst noch nicht die ganze Wahrheit.
    drehte sich langsam zu dem Soldat um" - zu dem Soldaten Da sehe ich irgendwie keinen Fehler, es heißt ja der Soldat und nicht der Soldaten, in dem Fall also Einzahl nicht Mehrzahl, er wandte sich nur zu einem um und nicht zu allen.
    Daß ich ß anstelle von ss benutze, ist, daß ich die alte Rechtschreibung beibehalte und nicht die neue annehme.

    Man schiebt jemand mit einem Speer vor sich her, indem man ihn dem Gegner in die Brust oder Arm rammt, dann kann man ihn auch vor sich herschieben, auf einem Pferd natürlich leichter als zu Fuß oder auch wie ein Hähnchen damit hochheben. Und wenn man jemand eine Handbreit unter den Rippen ein Schwert oder Speer hineinstößt, ist dies eine Stelle, wo man nicht tödlich getroffen werden kann. Der Mann auf dem Pferd, denke ich mal, rannte bestimmt nicht gegen die Felswand.

    Den Satz, "Doch dadurch gab er dem Mann Gelegenheit..., änderte ich mit dem Zusatz unbewußt um. Da man einen Kampf leider nie alles voraussehen kann und selbst einen Gürtel oder Hemd als Waffe benutzen kann. diesen Mann, fügte ich verletzten hinzu, womit auch klar sein sollte welcher gemeint ist. Es sollte auch leicht zu ersehen sein, wer auf dem Boden lag und wer nicht, da es nur immer nur einen Gegner gab und keine zwei Armeen.

    In einem Militärlager sagte ein Mann, "fange das Oberhaupt der Nab'Al!" Das Wort fange schrieb ich doch so. Es ist auch eher eine Art asiatisches Sprichwort.
    Das du nicht weiß, worum es hier geht, ist mir klar, da ich dies auch beabsichtigt hatte und sich erst im Lauf der Geschichte nach und nach enthüllt. Sogesehen könnte man bei jeden Abschnitt hundert Fragen aufwerfen, aber die Antwort darauf wird dennoch erst später klar. Und Krieger und Militärlager hat hier einen anderen Sind, zu der Zeit hatten die Menschen in Asien ihre eigenen Privatarmee und eigene Krieger zu ihrem Schutz. Man kann es also nicht mit der heutigen Zeit noch mit der von Europa vergleichen.
    Jetzt plötzlich wieder zu dem jungen Mann zurück ist zu abrupt.
    Gut der Übergang war vielleicht etwas zu kraß.
    Welcher Mann kam auf dem Boden auf? Warum haben Bogenschützen Schilde? Wer ist der andere Soldat? Der fünfte Mann mittlerweile, der keinen Namen und keine Geschichte hat.
    Es gab nur zwei Parteien bei dem Kampf, der verletzte Mann mit den Wölfen und die Soldaten und da der Mann mit den Wölfen auf dem Boden lag, denke ich, ist es logisch, daß er es war. Mir fiel keine andere Alternative ein, außer sonst immer, der Mann mit den Wölfen zu schreiben, da ich an dieser Stelle noch nicht seinen Namen preisgeben möchte, ebenso wie die der beiden Männer im Militärlager und der Lehrerin die schrie, noch warum sie jeden Tag schrie. Der andere Soldat war ein wahllos aus der Gruppe unbedeutender Soldaten in der Geschichte und ich sehe wenig sinn darin, hunderten von unbekannten Soldaten der nur einmal erwähnt wird, einen Namen zu geben. Die Bogenschützen hatten Schilde, weil sie in erster Linie mit Speeren kämpften. Ausnahme, Jagd und Hinterhalt, wo man Pfeil und Bogen benutzt. Da wenn man aus versehen in einem Kampf gerät mit Speeren oder Schwert kämpft und nicht mit Pfeil und Bogen; es sei denn, man will aus versehen seine eigenen Männer gleich mit erschießen und so dem Gegner die Arbeit abnehmen. Sollte doch eigentlich ziemlich logisch sein, oder? Naja, zumindest für mich ist es logisch, bei einem echten Kampf keine Pfeile einzusetzen.
    Und bevor du weiterlesen willst, kann ich dir jetzt schon sagen, daß die ganze Geschichte noch sehr viel mehr verwirrenden wird, als sie bis dahin ist. Ansonsten würde ich sagen, laße den ersten Teil von Yun Xi weg und lese diese, die ist weniger kompliziert. Nur beim ersten Teil kam ich da leider selbst ins schleudern und schrieb ziemlich wirr, kann es aber leider nicht mehr ändern, sonst hätte ich es rausgelöscht. Aber auf jeden Fall ist Yun Xi nach dem ersten Abschnitt, welcher nur aus Daten besteht, einfach und für jeden ziemlich verständlicher geschrieben. Naja, hoffe ich.
    LG Maitreya
    Geändert von Maitreya (11.04.2013 um 12:19 Uhr)

  4. #4
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    Hallo.

    Zitat Zitat von Maitreya Beitrag anzeigen
    Den Satz, "die Lehrerin hat schon wieder die ganze Nacht geschrien, weil..." Schrieb ich allerdings so. Und wenn man jemand 20 Jahre jeden Tag schreien hört, rennt man nicht mehr los und man erkennt ihre Stimme.
    Dann schreib das doch so. Erkläre es dem Leser. "Wenn man wenn man jemanden 20 Jahre lang jeden Tag schreien hört, rennt man nicht mehr los und man erkennt die Stimme."

    Die Frau, welche schrie, ist tatsächlich mit eine der Hauptpersonen, deshalb beschrieb ich sie. Aber sie fällt nicht gleich zu Anfang mit der Tür ins Haus, auf ihr beruht tatsächlich fast die ganze Geschichte, welche sich erst nach und nach enthüllt und auch sie weiß zu dieser Zeit selbst noch nicht die ganze Wahrheit.
    Dass man nicht am Anfang schreibt: "die ist in Wahrheit eine wichtige Figur und wird noch viele tolle Abenteuer erleben" ist klar. Aber der Leser muss sich für sie interessieren und darf sie nicht vergessen. Sie ist also wichtig. Sie braucht einen Namen und irgendein Merkmal. Beispiel: "Tina war für ihr Alter sehr klein und sah beinahe noch wie ein Kind aus. Man hätte nie gedacht, dass sie die diejenige war, die alles über Heilkräuter wusste und von der sich sogar die Alten behandeln ließen."
    Jetzt habe ich mir Tina gemerkt, sie ist klein und eine Kräuterhexe, ich stelle mir sofort meine Bekannte Andrea vor oder ich stelle mir Jodie Foster vor, die auch klein sind, in dieser Rolle der Tina. Die Figur wird plastisch, denn ich habe sie jetzt in meinem Kopf mit einer Schauspielerin besetzt. Und darum merke ich mir die Figur.
    Du hast am Anfang sehr viele Figuren und musst prägnante Namen, Merkmale und Titel finden.

    drehte sich langsam zu dem Soldat um" - zu dem Soldaten Da sehe ich irgendwie keinen Fehler, es heißt ja der Soldat und nicht der Soldaten, in dem Fall also Einzahl nicht Mehrzahl, er wandte sich nur zu einem um und nicht zu allen
    |Kasus.............Singular...............Plural
    |Nominativ........der Soldat...........die Soldaten
    |Genitiv............des Soldaten.......der Soldaten
    |Dativ..............dem Soldaten.......den Soldaten
    |Akkusativ........den Soldaten........die Soldaten


    Daß ich ß anstelle von ss benutze, ist, daß ich die alte Rechtschreibung beibehalte und nicht die neue annehme.
    Das ist nur erlaubt, wenn die Geschichte im Tagebuchstil ist und der ich-Erzähler in Deutschland vor der Rechtschreibreform diese Geschichte erlebt. Es ist ein Stilmittel, die Authentizität von gefaketen Tagebüchern aus einer bestimmten Epoche zu erhöhen. Kein Verlag akzeptiert das ansonsten, höchstens in der Schweiz vielleicht.

    Man schiebt jemand mit einem Speer vor sich her, indem man ihn dem Gegner in die Brust oder Arm rammt, dann kann man ihn auch vor sich herschieben, auf einem Pferd natürlich leichter als zu Fuß oder auch wie ein Hähnchen damit hochheben. Und wenn man jemand eine Handbreit unter den Rippen ein Schwert oder Speer hineinstößt, ist dies eine Stelle, wo man nicht tödlich getroffen werden kann. Der Mann auf dem Pferd, denke ich mal, rannte bestimmt nicht gegen die Felswand.
    Der andere rannte aber auch nicht, er war ja aufgespießt.
    Das alles habe ich so nicht gelesen. Dass es eine Stelle gibt, an der man nicht tödlich getroffen werden kann, wusste ich auch nicht. Dieser Vorgang muss ausführlicher erklärt werden, damit der Leser versteht was passiert.

    Den Satz, "Doch dadurch gab er dem Mann Gelegenheit..., änderte ich mit dem Zusatz unbewußt um. Da man einen Kampf leider nie alles voraussehen kann und selbst einen Gürtel oder Hemd als Waffe benutzen kann. diesen Mann, fügte ich verletzten hinzu, womit auch klar sein sollte welcher gemeint ist. Es sollte auch leicht zu ersehen sein, wer auf dem Boden lag und wer nicht, da es nur immer nur einen Gegner gab und keine zwei Armeen.
    Man blickt trotzdem nicht durch. Ich will beim Lesen nicht nachdenken, wer wer ist, sondern darüber, was der oder jener für Absichten oder Gefühle hat. Üblicherweise, wenn man 2 Männer hat, die beide "Mann" heißen, gibt man ihnen Namen wie "der Dicke", "der Alte", "der Junge", "der junge Krieger", "der Offizier", "der dünne Soldat", "der Pockennarbige", "der Einäugige", "der Hellhäutige", "der Blonde", "der mit der hässlichen Nase" oder "der mit dem grauen Pferd".
    In dieser Szene weiß ich auch nicht, warum die kämpfen und was passiert, wenn der eine oder der andere gewinnt. Ein Kampf an sich ist nicht spannend, wenn man nicht weiß, worum es geht.

    In einem Militärlager sagte ein Mann, "fange das Oberhaupt der Nab'Al!" Das Wort fange schrieb ich doch so. Es ist auch eher eine Art asiatisches Sprichwort.
    Du schriebst: In einem Militärlager sagte ein Mann, "fange das Oberhaupt der Nab'Al!"
    Ich schrieb: In einem Militärlager sagte ein Mann: "Fange das Oberhaupt der Nab'Al!"

    Das du nicht weiß, worum es hier geht, ist mir klar, da ich dies auch beabsichtigt hatte und sich erst im Lauf der Geschichte nach und nach enthüllt. Sogesehen könnte man bei jeden Abschnitt hundert Fragen aufwerfen, aber die Antwort darauf wird dennoch erst später klar.
    Dagegen habe ich nichts, aber du musst nicht das Rad neu erfinden. Schon tausende Menschen vor dir haben sich Gedanken darüber gemacht, wie Informationsvergabe so erfolgen kann, dass die Spannung sich steigert und der Leser nicht überfordert wird.
    Dein Problem Nummer eins: Zu viele Figuren müssen am Anfang eingeführt werden. Deine Lösung:
    - bei jedem etwas länger bleiben
    - Schauplatzwechsel erst nach einer halben Seite (Roman ist nicht Drehbuch, "kurze Schnitte" am Beginn funktionieren nicht)
    - Namen und/oder Merkmale umreißen, jeder Handelnde muss wiedererkennbar sein.
    - Kausalität: Weil A gefangen wurde, bekommt B einen Orden und seine Frau C geht los, um ein Festmahl zu kochen. Auf dem Markt trifft C auf D, dessen Marktstand gerade zerstört wurde von E, der im Auftrag von F handelt, welcher der Bruder von G ist und auch der Schwager von H.
    So hat man alle schon mal erwähnt, ohne zuviel von der Handlung zu verraten.
    - Das Prinzip des Establishers: Wir führen erst in das Universum ein, dann in die Welt, in die Szene, in die Figuren. Das, was beim Theaterstück auf der ersten Seite steht (Handelnde) gehört beim Roman in das erste Kapitel. (Kapitel ist ein dehnbarer Begriff und später auftauchende Figuren gehören natürlich nicht ins erste Kapitel)
    - Wenn viel in der Zeit gesprungen wird, sollten Orte und Personen möglichst überschaubar sein. Wenn viel von Ort zu Ort gesprungen wird, sollte die Zeit chronologisch ablaufen und die Personen sollten überschaubar sein und wenn viel von Person zu Person gesprungen wird, sollte die Zeit chronologisch ablaufen und die Schausplätze sollten überschaubar sein.
    - mehr als 4 verschiedene Parallelhandlungen/ -schauplätze kann ein normaler Mensch nicht erfassen.
    - die Parallelhandlungen müssen sich sonst über Figuren vernetzen (A geht von Szenerie 1 in Szenerie 2 über)
    - Nebenhandlungen führen immer irgendwann im Haupthandlungsstrang zu einem Resultat

    Und Krieger und Militärlager hat hier einen anderen Sind, zu der Zeit hatten die Menschen in Asien ihre eigenen Privatarmee und eigene Krieger zu ihrem Schutz. Man kann es also nicht mit der heutigen Zeit noch mit der von Europa vergleichen.
    Ich weiß aber nicht, dass ich in Asien bin. Ich denke, ich bin bei Prärieindianern. Und wenigstens das sollte ich doch wissen. Das muss wenigstens durch die Namen sofort erkennbar sein.
    Der Leser muss sich in der Welt des Romans orientieren können. Wo bin ich? Wer sind die?
    Wenn ich das nicht weiß, will ich da nicht sein in dieser fremden Welt. Stell dir mal vor, du wirst da einfach rein gebeamt und weißt gar nichts. Dann empfindest du Angst und nicht Interesse.
    Oder stell dir vor, du wirst da rein gebeamt und der Erzähler nimmt dich an der Hand und erklärt dir erstmal, wo sind wir, wer ist der und wer ist der und was ist sein Problem und was für Soldaten sind das und wem gehört das Land, auf dem wir stehen und muss man vor den Wölfen Angst haben...

    Es gab nur zwei Parteien bei dem Kampf, der verletzte Mann mit den Wölfen und die Soldaten und da der Mann mit den Wölfen auf dem Boden lag, denke ich, ist es logisch, daß er es war. Mir fiel keine andere Alternative ein, außer sonst immer, der Mann mit den Wölfen zu schreiben, da ich an dieser Stelle noch nicht seinen Namen preisgeben möchte, ebenso wie die der beiden Männer im Militärlager und der Lehrerin die schrie, noch warum sie jeden Tag schrie.
    Sind es so wahnsinnig bekannte Namen wie Jesus, Siddharta oder Dschingis Khan, dass man an dieser Stelle den Namen nicht preisgeben möchte?
    Denn falls nicht, macht es dramaturgisch überhaupt keinen Sinn. So erzeugt man keine Spannung, sondern Verwirrung.
    Dass man erst später erzählt, warum die Frau immer schreit, ist gut. Das ist spannend, das will ich wissen. Aber wie der Typ heißt, ist mir völlig egal, ich weiß ja noch nicht mal, dass ich in China bin, in einer früheren Zeit.

    Der andere Soldat war ein wahllos aus der Gruppe unbedeutender Soldaten in der Geschichte und ich sehe wenig sinn darin, hunderten von unbekannten Soldaten der nur einmal erwähnt wird, einen Namen zu geben.
    Ja genau darum gibt man wichtigen Personen Namen, damit man die unwichtigen durch "anderer Soldat" (=nur ein Soldat, den musst du, Leser, dir nicht merken) kennzeichnen kann.

    Die Bogenschützen hatten Schilde, weil sie in erster Linie mit Speeren kämpften. Ausnahme, Jagd und Hinterhalt, wo man Pfeil und Bogen benutzt.
    Dann sollte man so einen Soldaten mal beschreiben. Es sind Speerkämpfer, die auch Bögen mitführen. Für Europäer ist das ungewöhnlich, man muss es erklärt bekommen. Bei "Soldat" denkt ein Europäer an alles andere als an eine Speer/Bogen- Kombi.

    Und bevor du weiterlesen willst, kann ich dir jetzt schon sagen, daß die ganze Geschichte noch sehr viel mehr verwirrenden wird, als sie bis dahin ist.
    Ich habe nichts gegen eine verwirrende, vielschichtige Handlung, wenn Ort, Zeit, Situation, Personen, Ziele, Hindernisse klar sind. Man kann auch mal jemanden einführen, dessen Namen man erst später nennt, aber nicht alle. Man kann auch mal eine Szene einfügen, die erst mal keinen Sinn zu ergeben scheint, denn das ist mysteriös, wenn ich die anderen Szenen mit den Zielen der Handelnden in Einklang bringen kann. Lauter mysteriöse Szenen hintereinander über Seiten - da steigt jeder Leser aus.

    Ansonsten würde ich sagen, laße den ersten Teil von Yun Xi weg und lese diese, die ist weniger kompliziert. Nur beim ersten Teil kam ich da leider selbst ins schleudern und schrieb ziemlich wirr, kann es aber leider nicht mehr ändern, sonst hätte ich es rausgelöscht. Aber auf jeden Fall ist Yun Xi nach dem ersten Abschnitt, welcher nur aus Daten besteht, einfach und für jeden ziemlich verständlicher geschrieben.
    Du kannst natürlich Beiträge dann nicht mehr einfügen, aber du kannst sie ändern. Die ersten Seiten sind sehr wichtig, das ist der "Anfixer". Warum sollte ich dieses Buch lesen? Weil ich wissen will, warum die Frau immer schreit (zum Beispiel). Weil ich wissen will, wie es mit dem Wolfsmann weitergeht (zum Beispiel). Der kommt zuerst, er sollte also die Hauptfigur sein, die mit allen anderen irgendwas zu tun hat oder mal zu tun bekommt.


    Ich meine das alles übrigens nicht böse. Ich habe ja schon mal gespitzt, wie es weiter geht und da ist ein ganzer in sich geschlossener Erzählkosmos. Da könntest du die nächsten 50 Jahre drüber schreiben, wenn du es schaffst, Leute in deinen Kosmos hineinzuziehen mit ein paar Tricks (siehe oben). Mach es dem Leser einfach nicht so schwer.

    LG, 101010

  5. #5
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    Hi 101010, ich ließ den ersten Abschnitt von Yun Xi, da ich damit bereits schon einmal alles löschte und dabei leider alles schon geschriebene gleich mitlöscht. Zum Glück war der Mod so freundlich und stellte sie wieder her. So denke ich, daß man den ersten Abschnitt, der eh nur auf geschichtlichen Daten beruht überspringen kann. Ansonsten müßte ich den ganzen ersten Abschnitt löschen. Deshalb schrieb ich lieber auch gleich beim den ersten Sätzen, daß man dies überspringen kann, zumal dies wirklich eine Katastrophe ist, da ich dabei selbst ganz wirr wurde.
    Und Kritik ist immer gut, nur wenn man weiß, was man falsch macht, kann man es besser machen. Der Soldat der den jungen Mann angriff, ist für die Geschichte nicht so wichtig, ich gab ihm zwar noch einen Namen, weil er der Sohn des Prinz war, aber er starb ja dann auch gleich, einen asiatischen Namen.
    Die neue Rechtschreibung ist für mich nicht so wichtig, da ich ja kein Schriftsteller oder Autor werden möchte, sondern nur aus Spaß schreibe. Irgendwie fehlt, wenn ich nicht aufpaße auch oft F bei, da die Tst manchmal hängt und manchmal sind auch meine finger etws schneller als mein Verstand, wie ich gestehen muß.
    Mit Asien stimmt wohl auch nicht so ganz wie ich schrieb, eher ein Fantasyasien. Mit den 20 Jahren schrieb ich ja und änderte es auch einigrmaßen so, um wie du geschrieben hast. Und so gesehen hast du eigentlich auch recht. Er ist im Grunde die Hauptfigur, nur spielt seine Lehrerin fast eine ebenso große Rolle, war also wieder mal etwas unklar von mir ausgedrückt, da viele Personen darin ein große Rolle spielen, aber im Grunde stimmt es, er spielt ein größere Rolle in der Geschichte, als die Lehrerin.
    Uff, da kommt aber eine Menge zusammen. Allein bei den Punkten mit den tödlichen Angriffen, je nach Ansicht, besitzt ein menschlicher Körper, relativ gesehen, nur oder so viele 258 wirklich tödliche Angriffpunkte. Die Speer/ Bogen Kombi, glaube ich kaum, daß man die Bogen in Nahkämpfe auch in Europa einsetzte, da das Risiko dabei zu groß wäre seine eignen Leute zu erschießen. Bogen sind für Nahkämpfe immer unbrauchbar. Angst braucht man in dieser Geschichte nicht vor den Wölfen haben, die Gefahr ist das Tal selbst aus. aber wenn ich hier die Gefahr das Tals beschreibe, dann greife ich schon wieder ein ganze Stück der Geschichte voraus. Der rapide Wechsel der Szene liegt auch daran, daß vieles sich zu Beginn zeitgleich abspielte.
    Allerdings entging mir selbst ein Fehler auf, ich schrieb, "die Frau war groß und...", damit meinte ich nicht das Aussehen der Lehrerin, deshalb verbesserte ich es durch "die junge Frau, die Kräuter sammelte...." Siehst du, ohne deine Kritik hätte ich den Fehler überhaupt nicht bemerkt.
    Die Beschreibung von der Lehrerin kommt erst im nächsten Abschnitt und da griff ich eigentlich schon etwas voraus, da selbst der junge verletzte Mann nicht wußte, wie das Gesicht seiner Lehrerin aussah, auch wenn er 20 Jahre bei ihr lebte. Es gab nur eine Frau in ihrer Nähe, die als einziges ihr Gesicht jemals zu sehen bekam. Deshalb nutze ich dies, um sie dann in dem zweiten Kapizel zu beschreiben. Warum sie immer schreit zu schreiben, da damit würde ich der Geschichte zu weit vorgreifen, auch wenn ich da bereits langsam beginne einen Teil ihrer Vergangenheit preiszugeben, worin allerdings mehrere Personen und auch der Kaiser selbst eine Rolle darin spielen.
    Und im zweiten Abschnitt werden dann auch die Namen bekannt und sind der zweite Hinweis, daß es sich um Asien handelt.

    Den ersten Hinweis auf Asien enthielt bereits schon der erste Abschnitt, eben wie die beiden Männer aus dem Militärlager und auch, daß sie Brüder waren, da der eine Mann den anderen mit zweiter Bruder ansprach, da man seinen Bruder nicht beim Namen nennt, sondern zweiter Bruder, dritter Bruder, usw. und ebenso ein Hinweis darauf, daß der Mann der zweite Bruder, der jüngere Bruder war. Aber vielleicht fällt dies ja nicht auf, wenn man sich nicht für Asien interessiert, so das man es nicht wißen kann. Leider ein kleines Problem von mir. Einmal benutzte ich Worte wie noto, saya, sageo usw., also ein Freund mir schrieb, ob ich denke, daß ein Leser wißen würde, wa ich damit meinen würde, oder was? Daran hatte ich natürlich nicht gedacht, da es für mich normal war.

    Und die fällt mir durch deine Kritik auf auf, könnte hier bei den Namen vielleicht auch zu Problemen kommen. Da ich z.B. die Namen Yue Di und Yue Ting schrieb, wodurch man verwirrt wird und überlegt, wieso sie den gleichen Vornamen haben, was aber nicht der Fall ist, da Yue der Nachname ist und in Asien immer zuerst geschrieben wird und die Vornamen Di und Ting sind, kommen erst an zweiter Stelle. So schrieb ich schon mal, Admiral Zheng He und ein anderer schrieb dann Admiral He anstelle von Admiral Zheng, das lief natürlich etwas dumm ab. Tatsächlich fiel mir dies erst eben durch dich, daß dies wohl auch zu einem Problem werden könnte. Eine Lösung dafür habe ich leider noch nicht dafür gefunden.

    Das ganze setzte sich eigentlich ganz nach und nach erst wie ein Puzzle zusammen und ergibt am Ende ein ganzes.
    Einen der Soldaten dort nannte ich auch Fanoy, der Name klingt leider eher nach Fatasy als nach Asien, weil er später noch eine Rolle spielen wird. Scheint mit Asien und seinen Namen stifte ich immer Komplikationen.
    Ich denke allerdings, im 2.ten Kapitel und danach, wird schon eher einiges klarer, glaube ich zumindest. Wie ich schon schrieb, es entrollte sich alles eher wie bei einem Puzzle, und keiner weiß auch wirklich selbst nicht einmal alles über seine eigene Vergangenheit. Ich denke da Mal an die Lehrerin, sie denkt, sie kennt ihre ganze vergangenheit, aber sie kennt tatsächlich eben nicht ihre ganze Vergangenheit, da es ein Geheimnis in ihrem Leben gibt, daß selbst sie nicht weiß. Auch die junge Frau, wo Kräuter sammelt, denkt sie kennt ihre ganze Vergangenheit, aber tatsächlich kennt auch sie nicht ihre ganze Vergangenheit. Und der verletzte Mann kennt seine Vergangenheit so gut wie gar nicht. Und so gibt es etliche weitere Personen, wie eben Yue Di, er kannte auch seine ganze Vergangenheit nicht, obwohl er es glaubt.
    Aber wie auch immer, ich bin dir wirklich dankbar für deine Kritik, Hinweise und Ratschläge, nur fällt es mir bei dieser Geschichte etwas schwer es so umzusetzen, zumindet anfang, obwohl ich hoffe, daß es im 2.ten Abschnitt und danach besser wird.
    LG Maitreya
    Geändert von Maitreya (11.04.2013 um 18:55 Uhr)

  6. #6
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