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  1. #1
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    Gewonnene Duelle

    Duell 1 yarasa gewinnt gegen Kerlchen34



    Dir zuliebe... 54,55 % der Stimmen

    Dir zuliebe hab ich mich gewandelt,
    denn du mochtest mich viel lieber stark.
    So habe ich das Alte abgehandelt
    und wieder mit dem Leben angebandelt.
    Ja, dir zuliebe wurde ich autark.

    Dir zuliebe wollte ich mich ändern:
    Ich wechselte die grauen Kleider aus.
    Die Haare trug ich lang mit bunten Bändern
    und meine Röcke kürzt' ich an den Rändern.
    Ich wurd für dich zu einem Augenschmaus.

    Dir zuliebe bin ich umgezogen,
    liess alles Altvertraute hinter mir.
    Wie einen frischen, bunten Bilderbogen
    hab ich das Neue in mich aufgesogen;
    kam endlich an in meinem Jetzt-und-Hier.

    Dir zuliebe wurd ich wieder tätig,
    mischte wieder mit in diesem Spiel.
    Dir zuliebe schrieb ich zungenfertig
    meine Werke möglichst hochkarätig.
    Dich zu halten, war zwar erstes Ziel,

    doch dir zuliebe hab ich mich gefunden.
    Ich wagte manchen unbedachten Schritt -
    noch scheidend bleib ich dankbar dir verbunden,
    denn nicht vergebens hab ich mich geschunden:
    Ich nehme das, was ich erkämpfte, mit...

    yarasa



    Blinde Worte 45,45 % der Stimmen

    Du sprichst nur selten von der Liebe,
    fragst mich nicht ständig wie ein Kind,
    denn viele Worte sind auch Diebe,
    zwar zuckersüß, nur allzu blind.

    Dein Lächeln raunt mir Flüstertöne,
    noch unbewohnt in mein Gesicht,
    im Unsichtbaren steckt das Schöne,
    das Schattenland und auch das Licht.

    Du ziehst wie Wasser Deine Kreise,
    spülst mich ans Ufer in den Sand,
    nicht laut, ganz leis ist Deine Weise,
    doch kräftig hältst Du meine Hand.

    Du nimmst den Wind aus vielen Segeln,
    ich schüre ständig neue Glut,
    wir kennen keine dieser Regeln,
    doch tun sie uns unendlich gut.

    Kerlchen34
    Geändert von Kerlchen40 (14.05.2008 um 16:44 Uhr)

  2. #2
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    Kerlchen gegen Behutsalem Duell 2

    Warme Erinnerungen von Kerlchen 34 gewinnt mit 57,14 % der Stimmen

    Wie sagt man denn
    goodbye auf Amore
    und take care
    bis irgendwann.

    Nun gut,
    die Glut lasse ich,
    sie wird in sich
    zusammensinken
    bis keine Rauchzeichen
    mehr aufsteigen,
    die warme Erinnerungen
    in den Himmel schicken.

    Es wird schon,
    bis wohl
    die letzten Herztöne
    begreifen,
    was auch Amore
    uns nie erklären konnte.


    gegen


    Mit dir zum wir von Behutsalem mit 42,86 % der Stimmen

    Das Glück hat uns getragen
    und Hände hielten fest,
    was Träume einst nur wagen
    baut plötzlich uns ein Nest.

    In dem Gefühle lagen
    und Augenblicke ruh´n,
    es stellte keiner Fragen,
    wir wussten was wir tun.

    Als Wärme uns umhüllte
    erstrahlte hell ein Licht,
    das unsre Herzen füllte
    und alle Schranken bricht.

    Zugedeckt vom leisen Wort
    ließen wir´s geschehen,
    trugen himmelhoch uns fort,
    fallen lassend, gehen.

    Erlebt, geliebte Nähe
    und tausend Küsse pur,
    was immer auch geschehe,
    bringt wahre Liebe nur.

    So fühlten wir geborgen
    uns im erlebten Sein
    und freuen uns auf Morgen,
    sind wir auch heut´allein.
    Geändert von Kerlchen40 (15.05.2008 um 00:42 Uhr)

  3. #3
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    Duell 3 Sturmherz gegen °Jala°

    Bittersüß von Sturmherz gewinnt mit 55,56 % der Stimmen


    Es ist so schön, mit dir die Mondnacht zu verleben,
    denn immer können wir den Morgen bunter färben.
    Du sollst auch heute wieder um den Dienst der Falter werben,
    mit süßem Honig, und sie mir in weite Augen geben.

    Der Baum, um den wir allzu oft bis zur Erschöpfung tollten
    - Ich schmecke noch die letzten Kirschen an den Lippen kleben -
    kann meinen müden Geist doch immer wieder neu beleben
    und zeigt mir Bilder, die schon immer mir allein' gegolten.

    Mir scheint, die Engel spielen wieder auf Trompeten,
    denn wo zunächst im ruhigen Puls die Wolken grollten,
    entwich die Spannung wild und hat vergolten,
    dass alle Tage sich nur träge drehten.

    Vor Blitzen sicher ritz’ ich tiefe Kerben,
    ein Schnitzherz, in den Baum, gleich dem Poeten
    und ernte alle Schatten, die wir säten.
    Es ist so schön, ich könnte sterben.

    gegen

    Schläfriger Vormittag von °Jala° mit 44,44 % der Stimmen



    Letzte Nacht warst du bei mir, und war ich auch, dacht‘ ich, allein.
    Getröstet von dir tat ich dann den letzten Atemzug,
    bis bald der leichte Schlaf dein Bild in weite Ferne trug,
    um nirgends außer tief in meinem Herzen fortwährend zu sein.


    Schläfrig ist der Vormittag, an dem ich nicht mehr reden kann.
    Dann sei bei mir und leg' mir Blumen nieder zu den Füßen
    und nur um mich weit weg von dir, wo ich nun bin, zu grüßen.
    Weinen sollst du niemals mehr, wir sind zusammen – irgendwann.


    Bald vergisst du was geschah, die Zeit wird dafür Sorge tragen,
    Noch ehe meine Uhr für dich zum Trost die Zwölf anschlug.
    Und wann genau der Wind einst deine Trauer mit sich trug,
    wird im Frühling, wenn du wachst, dein neuer Morgen flüsternd fragen.
    Geändert von Kerlchen40 (25.05.2008 um 23:29 Uhr)

  4. #4
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    Duell 4 EvaAdams gegen Kerlchen

    Gestrandet II von EvaAdams gewinnt mit 58,33 % der Stimmen


    Auf einmal ist alles
    schon viel zu weit weg,
    um darauf beständige
    Träume zu bauen.

    Lind ist der Kuss
    von salzlosen Lippen
    und strähnig das Haar,
    ohne Wind.

    Kein Wein bringt das Lachen
    der Nächte zurück,
    Oliven gefangen
    in luftdichten Gläsern.

    Am Strand treiben Dosen
    mit knittrigen Dellen,
    staubige Kippen und Cellophan.
    Keine Spur mehr von uns.

    gegen

    Es ist verrückt von Kerlchen34 mit 41,67 % der Stimmen


    Es ist wie verhext,
    weil kein Sommer
    mich hat vergessen lassen.

    Noch immer fahre ich
    ganz früh in Supermärkte
    und kaufe Dinge
    die nach früher riechen.

    Du sitzt an allen Kassen
    und fragst nach meinem Befinden,
    weil ich wieder
    einen ganzen Karton
    Abendsonne
    in den Wagen lege.

    Dann fahre ich heim,
    dein Lächeln im Gepäck,
    trage ich dich
    in mein kleines Zuhause.

    Dort spukst du weiter,
    aus den Schränken
    und Schubladen
    und lässt mir keine Ruhe.
    Geändert von Kerlchen40 (16.05.2008 um 10:21 Uhr)

  5. #5
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    Duell 5 "Thema Völkerverständigung"

    Ein paar Minuten Menschlichkeit
    von Lailany gewinnt mit 86,87 % der Stimmen

    Vier Stunden Waffenruhe, endlich schweigen die Geschütze,
    die Luft ist trüb und staubgeschwängert, macht das Atmen schwer.
    Wie Geister huschen Sanitäter zwischen Mauertrümmern.
    Er liegt im Schützengraben, hält im Anschlag das Gewehr.

    Er senkt den Lauf und zielt, der Finger liegt gekrümmt am Abzug,
    Kontur wird Form, aus vagen Schatten schält sich ein Gesicht,
    verzweifelt, die gehetzten Blicke panisch, auswegsuchend.
    Die Uniform ist braun - 'Erschieß ihn' - doch er kann es nicht.

    Er zerrt ihn hoch und sieht in todesangsterstarrte Augen,
    ein kleines Lächeln streift sein Innerstes wie warmes Licht.
    "Hier nimm schon, teilen wir uns meine letzte Zigarette.
    Bin nur ein einfacher Soldat, doch Mörder bin ich nicht.

    Genau wie ich hast du zuhause Schwester, Vater, Mutter,
    du sprichst nicht meine Sprache, doch unser aller Blut ist rot.
    Wir dienen als Kanonenfraß für andrer Hirne Wahnsinn,
    zwar auf verschied'nen Seiten, doch im selben lecken Boot."

    Sie rauchen schweigend aus, ein Handschlag setzt ein helles Zeichen
    der Menschlichkeit, inmitten der bornierten Ignoranz.
    Im Takt des Kriegs marschieren sie, Minuten nur, im Gleichschritt -
    ein Maßstab vor dem Richterstuhl der höheren Instanz.

    gegen

    Verständnislos von Volker LL mit 13,33 % der Stimmen

    Mir ist der Anglizismus schnurz.
    Falls der uns wirklich weiterbringt,
    kommt selbst der Ami nicht zu kurz,
    der wehend seine Fahne schwingt.

    Es werden Indianer,
    bis rauf nach Kanada,
    kaum zum Amerikaner.
    Selbst wenn man sie dort sah.

    Wenn Menschen sich begegnen,
    in Ost, in West, selbst Österreich,
    darf es nur Liebe regnen.
    Wem hilft Kulturvergleich?

  6. #6
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    Duell 6 "Thema www"

    World Wide Weg... von Halbe Frau gewinnt mit 58,82%

    Zur blauen Dämmerstunde leuchtet mir ein Licht.
    Ein Mausklick, und schon liegt die weite Welt vor mir.
    Das Web, es zeigt mir Menschen, Pflanzen und Getier.
    Ich lese Klatsch und Sport und einen Kriegsbericht.

    Im Chat begrüß ich dich: "Hallo, wie geht es dir?"
    Schick dir im Mondschein eine Mail und ein Gedicht.
    Ich liebe dich, ich drück dich, und vergiss mich nicht!
    Ach, was würd ich drum geben, wärst du nur bei mir!

    Ich sitze ganz verloren hier und du bist dort.
    Uns beide trennen mehr als hundert Meilen.
    Ein jeder sitzt trübsinnig rum am andern Ort.

    Kann dich nicht sehen, kann nicht zu dir eilen.
    Um wieviel lieber wär mir ein gesprochnes Wort
    als nass geweinte, unlesbare Zeilen!

    gegen

    www von Kerlchen34 mit 41,18% der Stimmen

    mein schwanzvergleich.de
    Unten geil und oben ohne,
    werd’ gelistet, trag die Krone.
    Maskuline Männerwelt,
    ungehemmt und ungestellt.
    Freilich kopflos, undurchdacht,
    doch sorgenfrei, ja handgemacht.
    Moralapostler meinen gar,
    der Seite Zuspruch ist nicht wahr.
    Mein www, was tut mein Gen
    bin primativ und megaven.
    Was ehrlich ist, das braucht hier keiner,
    mein www, mein Sorgenkleiner.
    Ich fühle nicht, ich wähle nur,
    was mir verspricht die Tastatur.
    Mein www ist meine Welt,
    mein www, mein Wunderheld

  7. #7
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    Duell 7 "Im Namen der Liebe"

    Im Namen der Liebe 2 von Kerlchen34 gewinnt mit 70,59 % der Stimmen

    Du sagst,
    ich möge halt fliegen,
    durch den Atlantik schwimmen,
    in die Arktis soll ich
    und durchs Feuer laufen.

    Querfeldein,
    auf Umwegen
    oder Abwegen
    im Namen der Liebe.

    Im Namen der Liebe
    erreiche ich dich,
    meine Arme lahm,
    das Blut gefroren
    und die Füße verbrannt.

    Im Namen der Liebe
    sagst du,
    liebst du mich,
    das Herz wär wohl intakt.

    gegen


    Im Namen der Liebe 1 von Behutsalem mit 29,41 % der Stimmen

    Oh Liebe, wie preisen wir all deinen Namen
    wie herrlich erscheint deine Anwesenheit Zier,
    gefangen in deinen schon uralten Tagen
    so stehst du in ewiger Jugend vor mir.

    Wie alt du auch sein magst du trägst mit Geduld
    des Waagschalengleichgewichts unendlich Los,
    du pendelst zwischen Hoffnung und heißen Begierden
    und spendest in Traurigkeitsmomenten mir Trost.

    Du zitterst bei Kälte und glühest bei Feuer
    ein Temperaturausgleich, niemals gewehrt,
    du schickst in die Herzen die Glut deiner Stärke
    und löscht sie mit Tränen im unendlichem Schmerz.

    Das Gewicht deines Seins erkennt man im Leben
    im steten Moment dieser Sehnsucht nach dir,
    du lebst in den Träumen, bleibst hoffend bestehen
    und nimmst mir so niemal deine Sein in mir.

  8. #8
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    3er Duell "schlaflos"

    schlaflos 2 von Kerlchen34 gwinnt das Duell mit 42,11 % der Stimmen

    nur gelegen
    nur geschaut
    nur nicht regen
    nur nicht laut
    mag berühren
    auf dich wachen
    dich erspüren
    lachen, lachen
    dich vermissen
    auf der haut
    bleib noch, geh`nicht
    vertraut, vertraut
    dich zu küssen
    schöne nacht
    küss dich, halt dich
    nur gedacht
    es ist Sommer
    Sommernacht

    gegen


    Schlaflos 3 von Waldgiraffe mit 31,58 % der Stimmen

    Schwarz und weiß
    weiß und schwarz.
    Schlaflos sein und
    sich verzählen.
    Von vorne beginnen,
    die Schafe springen
    über den Zaun.

    Genervt das Licht
    aufdrehen, an die
    Decke sehen.
    Die Uhr schlägt eins.
    Umdrehen und
    aufsetzen,
    gerade im Bett.

    Der Schweiß rinnt
    die Stirn hinab.
    Ein Glas Wasser
    in Reichweite.
    Ein Blick an die
    Decke -
    wann kommt der
    Morgen?

    Dich ansehen.
    Dein Haar streicheln.
    Zuerst zaghaft,
    mit einer Fingerspitze.
    Dein Lächeln sehen.
    In diesem versinken
    und die Schlaflosigkeit
    bis in den Morgen
    zu lieben beginnen.

    und gegen


    schlaflos 1 von badico mit 26,32 % der Stimmen

    Schlaflos,
    Nacht entflieht,
    verweigert
    ihren Trost.

    Kummervoller Stundenton
    tickt in Herz und Ohr,
    ruhelose Hand gestreckt,
    tastend,suchend,
    unerlöst.

    Wartender Nachtmar
    im Halbtraumgebiet,
    stille Schreie
    in leeren Hallen
    ungehört.

    Schwarze Früchte
    vom Mitternachtsbaum
    geerntet,gekostet
    voller Leid,
    vom Dunkel umarmt
    Einsamkeit.
    Geändert von Francine (12.06.2008 um 21:09 Uhr)

  9. #9
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    Duell 9

    Die unerträgliche Langsamkeit des Seins von Woitek endet unentschieden

    Die Autoschlange kriecht auf schwarzem Asphalt.
    Das Radio rauscht durch mangelnden Empfang.
    Mein Geist und mein Gemüt verquirlen nasskalt,
    denn diese Blechlawine wirkt sehr lang.

    Die Streifen auf der Fahrbahn sind recht grade.
    Horch, an der Brücke schreit der Schriftzug: STAU!
    Wie Fastfood wird’s mir pappig, eklig, fade.
    Mein Kinn und meine Wangen stoppeln rau.

    So sitze ich im Aluschrott gefangen,
    der niemals mich zu neuen Ufern führt.
    So kann ich nicht ans wahre Ziel gelangen,
    weil nichts mich hier in Blech und Plastik rührt.

    gegen

    Asphalt von syranie

    Ergraute Wolken mischen Schneeasphalt
    Steinkälte kriecht und alles wird zu Eis.
    Die Stadt erwacht ich fliege auf Basalt,
    Kobolde glühen meine Haare heiss.

    Die Zeitung presst, ich schwärme: Manito -
    verschweiss mich nun als Gehwegplattenglück,
    und Schwarzdruck sticht mein Fleisch als Sextattoo,
    das Heroin gedrückt macht mich zum Stück.

    Info:

    Aufgrund einer Unachtsamkeit und der zu spät gelesen Regeln hat diese Userin für sich selbst gestimmt. Sie hat sich aber selbst gemeldet und entschuldigt. Eine Stimme wird daher also nicht gezählt!
    Die WBL
    Geändert von Francine (14.06.2008 um 00:16 Uhr)

  10. #10
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    Duell 10

    Schattentänze auf Speed von kerlchen34 gewinnt mit 60% der Stimmen

    In fahlem Licht
    hört eine
    und dort
    eine andere
    Schaufensterpuppe
    ihren eigenen Beat.

    Die leblosen Statuen
    stehen abseits,
    applaudieren dem Blues
    und spielen die Schatten.

    Im Mittelpunkt grooven
    hautfarbene Tänzer
    mit geöffneten Seelenkleidern
    und bluten aus den Augen.

    Wenn die Nacht
    wieder seufzt,
    suchen sie
    gelassen das Weite
    und versinken
    in den kalten Wänden.

    gegen

    What's going on? - Darkness! von Halbe Frau mit 40% der Stimmen

    Blutleere Agonie Jerome
    hinter Spiegelgläsern
    vergilbte Augäpfel getarnt

    Jay-Jay sonniges Kinderlachen
    doch stets alarmbereit
    Gestank kreischender Reifen

    Brenda kokett klimpernd
    unterm Schlapphut
    schönes bronzenes Gerippe

    Cumbas Boot Silverspoon
    inmitten des Polarmeeres
    treibt vorüber sin Dios

    Smitty zieht überlegt doch nutzlos
    Uncle Sam verkündet grimmig
    Chessmate

    Trostloser Totentanz
    der Kapitalismus
    frisst schwarze Kinder
    Geändert von Francine (14.06.2008 um 00:15 Uhr)

  11. #11
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    Duell 11

    Alas, my love von °Jala° gewinnt mit 75% der Stimmen

    Alas, my love


    Alas, my love, if only I could grant to thy request,
    the one thou makest in the smell of lilac.
    But dost thou hear the cry arising from my chest,
    which long'th for my fair lake, so I can ne'er come back?

    'Tis foolish that thou thinkest thou were able
    to keep a drowning body, heavy with its drink,
    from being pull'd to death. O, too unstable
    were those legs of mine to stand but not to sink.

    But - may be - some day thou wilt try to kiss me,
    and breathe thy air into my virgin lung.
    Then newborn eyes and ears can notice thee,
    the day appear'th untouched, for ever young.

    Alas, my love, thou saved my fragile soul!
    Once there were two – but now they've built a whole.





    gegen

    Leaving bond von Sturmherz mit 25% der Stimmen

    Leaving bond


    Thy body lieest heavy in the lake indeed
    and long ago thy soul lost every guiding thread.
    Within thy orb thou goest astray in maze, un-freed
    of memories, which flatter mothlike through thy head.

    Now see’st, with opal eyes, but soon with widen’d:
    Thou never wert and art that riven weeper
    thou thinkest, I’m with thou and hold thou rident.
    Without me I won’t let thou drown much deeper.

    Let’s breathe a life time unto there’s nought more but death,
    when every shaddow flee'th from new beginning
    and only rosebuds wilt grow out of our breath
    since thou and I, a whole, art ever-winning.

    By leaving bond I take away thy sorrow
    and some time we wilt swim through bloody morrow.
    Geändert von Francine (14.06.2008 um 00:09 Uhr)

  12. #12
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    Nachtszene von leporello gewinnt mit 75% der Stimmen

    Sag, Liebste, störts dich nicht,
    Wenn uns von draussen heut die Strassenlampe sieht?
    Und samtner Schatten flieht
    Vor ihrem Licht?

    Erkennt sie doch nicht viel,
    Da der Gardinen Tanz ihr doch die Sicht verdeckt,
    Die, durch den Wind geneckt
    In zartem Spiel

    Umschmeicheln sich so leis...
    Und Schultern, suchend Hände dort auf unsern Beinen,
    Hier deine Brüste, scheinen
    In blassem Weiss.

    Alsdann, von Lakenwogen
    Verschlungen, schlingen wir uns selbst, verspielt und wild.
    Ab da wird unser Bild
    Ihr ganz entzogen.

    Der Nachtluft letzter Hauch
    Lässt einmal noch die Stoffe kühlend sich erheben.
    Darauf erlischt das Leben.
    Die Lampe auch.



    gegen


    honignacken von Woitek mit 25% der Stimmen

    in einer vollen bahn stehst du abends auf
    deine schuhe blickend abwechselnd links und rechts
    zuckts dir unbewusst in den lidern wie elfen-
    tänze auf den nervenenden krächzen die ansagen

    monoton blechern scheppernder singsang
    und dann dieser nacken duftet nach honig
    schmilzt dir im gaumen die zitternden härchen

    vibrieren im takt der verschraubungen möchtest
    du auf diesem rücken gen fallenlass reiten


    .

  13. #13
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    Duell 13 "Surreales"

    Die wirre Alte von Woitek gewinnt mit 75% der Stimmen


    Sie steht wie eine Vogelscheuche in der Nacht,
    wippt hin und her, nach vorn und manchmal auch zurück,
    dann kichert sie, man merkt sofort sie ist verrückt,
    weil sie beim Wippen heult und dann wie irre lacht.

    Ihr faltiges Gesicht wirkt ständig maskenhaft verzerrt,
    versteinert klebt ihr starres Antlitz vor dem Haupt,
    ob es, wenn sie jetzt umfällt, kräftig staubt,
    ein Aschehaufen bleibt den man zusammenkehrt?

    Sehr langsam rollt ihr Kopf von ihrem Hals,
    zerbricht am Boden, ihm entfliegen Tauben,
    die flattern und begatten sich, sind in der Balz.

    Der Wind verbläst die Reste der Gestalt,
    ich ahnte schon es würde mächtig stauben,
    nun riecht die Luft verstorben, grauenhaft und alt.



    gegen

    Dir, Churchill! von Lipiwig mit 25% der Stimmen

    Das Gespräch plätschert wie alter Urin,
    Marienkäfer purzeln auf den Tisch.
    ranzig.
    Möwenblicke schlagen kurz am Raum vorbei.
    Dunkle Launen umwölken das Mahl;
    Etwas klopft laut, doch es will gar nicht hinein.
    Spitz, der Kieks...
    "Was für ein infames Selbstbezogensein.
    Dummes Ding!
    Die Ignoranz beherrscht er wirklich gut!"
    Dachte, es sei von Macht umgeben.
    Der kahle Baum erzittert fast vor Wut.

    "Unser stetes Werben scheint ihm einerlei -
    Und freitags gibt es regelmäßig Fisch."



    .

  14. #14
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    Duell 14 "Villanelle"

    halbwertszeiten von Woitek gewinnt mit 62,50% der Stimmen


    die schatten beginnen zu glimmen.
    die silhouette eines weisen gleicht der eines esels.
    erwartungen enttäuschen einander.

    papiermarionetten schichten sich zu türmen,
    genießen die bereicherung der dritten dimension:
    die schatten beginnen zu glimmen.

    der zettel am zeh nennt dich stereotyp,
    auf der rückseite steht dort in leuchtenden lettern:
    erwartungen enttäuschen einander.

    rasiere dir eine glatze – wenn du magst,
    wirst du gemocht durch die, die du magst.
    die schatten beginnen zu glimmen,

    die fransigen ränder, die zentren: von dort, wo
    sich spiralen loswinden oder dort, wohin sie münden.
    erwartungen enttäuschen einander.

    und etwas, das um die ecke blickt mit einer blume
    im knopfloch; eine margarite, der die blätter entfallen:
    die schatten beginnen zu glimmen.
    erwartungen enttäuschen einander.




    gegen

    Sonnenwende von Medusa mit 37,50% der Stimmen


    Erinnerst du die letzte Sonnwendfeier?
    Als alle tanzten, froh zugange waren?
    Es war der Karl, der dumme Kräftemeier!

    Entriss der Schwester ihren Nonnenschleier,
    zudem ist ihm ein wilder Fluch entfahren.
    Erinnerst du die letzte Sonnwendfeier?

    Er wollte mit dem Bischof einen Dreier,
    sofort mit ihr zum nahen Kloster fahren.
    Es war der Karl, der dumme Kräftemeier!

    Sie schrie so laut, wie unser Königsgeier -
    war schließlich nicht mehr allzu jung an Jahren.
    Erinnerst du die letzte Sonnwendfeier?

    Er kam als wild entschlossner, trunkner Freier.
    Ja, er bekam ein herbes Strafverfahren.
    Es war der Karl, der dumme Kräftemeier!

    Es spielte jemand zaghaft auf der Leier,
    du weißt, wir waren alle unerfahren.
    Erinnerst du die letzte Sonnwendfeier?
    Es war der Karl, der dumme Kräftemeier!

    .

  15. #15
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    May 2008
    Beiträge
    1.077

    Duell 15 "Abendstimmung"

    Abendstimmung von Medusa gewinnt mit 62,50% der Stimmen

    Die Lerche jubelt überm Feld,
    Frau Nachtigall, sie klagt im Tann,
    der Milan droben Ausschau hält,
    ein Fuchs bellt heiser, dann und wann -

    Störche klappern laut zum Gruße,
    Schwalben schießen durch die Lüfte,
    Grillen stimmen ihre Saiten,
    Frösche quaken Liebeslieder,
    Hummeln brummen am Lavendel ,
    Fische springen froh im Bächlein -

    das Reh am Weiher Wasser trinkt,
    der Kranich steht auf einem Bein,
    die Sonne rot am Berg versinkt,
    bedeckt das Land mit goldnem Schein.

    Plötzlich dräuen dunkle Wolken,
    Stille legt sich über Auen.
    Zirpen, Quaken, Sang verstummen.
    Stürme zausen an den Wiesen.
    Blitze zucken, Donnergrollen,
    Regen, Hagel peitscht hernieder.

    Jetzt glänzt das Nass an jedem Ort,
    es tropft vom windgebeugten Baum.
    Der Himmel schließt rasch seine Pfort,
    ein Stern bewacht nun meinen Traum.



    gegen

    Fragmentarisches von Woitek mit 37,50% der Stimmen

    Fragmentarisches

    1
    Nun ein Mofa im Lichtkegel, abgedeckt,
    besitzerlos, wie der Sessel, der Wäscheständer,
    der Wasserkocher, die Brotmaschine und
    all der andere Sperrmüll im gelben
    Licht der Gartenlaterne, diesem weichen,
    von den Büschen absorbiert, reflektiert,
    von den Büschen deren Namen mir fremd
    oder unbekannt sind.

    2
    Wieder angekommen, wie gestern und morgen,
    auf dem Fahrrad, die Nase in den
    Wind gehalten, blickend auf den Flachbau
    Mit den kalten Fenstern, mit den Bäumen
    drumrum, mit der Möwe auf dem
    Dach, die fort ist, im Wind verloren.

    3
    Dann Worte gewechselt, die leicht aus-
    sprechbaren, wenig belasteten, die
    unverfänglichen, die vorbehaltlos zurück-
    genommen werden könnten, barfuss
    auf den Fliesen, denn es ist warm,
    fast schwül, dieser bewegungslose
    Schweiß, der klebt und ein unan-
    genehmes Jucken erzeugt.


    .

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