Thema: Das Augenpaar

  1. #1
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    Das Augenpaar

    Sie fühlte sich beobachtet, irgendjemand oder etwas verfolgte sie.
    Wenn sie sich umdrehte, sah sie nur ein Augenpaar... Es war ihr unheimlich.
    Und dauernd dieses Schnaufen, sie bekam trotz des schwülen Abends, jener August nacht, eine Gänsehaut.
    Irgendetwas in ihrem inneren, sagte ihr, sie soll die Beine in die Hand nehmen und laufen.
    Aber sie tat es nicht.
    Zwar schaute sie nicht nach hinten, aber sie spürte trotzdem dieses Augenpaar in ihrem Rücken.

    Wie aus dem nichts, erschienen Sie, perplex blieb sie stehen, war wie gelämt.
    Plötzlich roch sie einen faulen Atem und wusste das war kein Mensch, Sie sah das Augenpaar und wusste ihre Erkenntnis kam zu spät. Den Gedanken nicht zuende denkend, riß das Vieh sein Maul auf...
    Nur noch ein einsamer schriller Schrei zeriss die abendliche Ruhe.

  2. #2
    Dr. Üppig Guest
    Begeistert mich jetzt nicht so. Das Sujet ist nicht sonderlich originell. Gut, das sind die wenigsten. Aber die Umsetzung ist hier ebenso vorhersehbar und fast schon schulbuchmäßig. Dazu kommen ein paar Fehler, die den Eindruck eines flüchtigen Schreibens erwecken. Trotz der auch inhatlichen Kürze kommen einige Ungeremitheiten im Verlauf auf, bspw. die tempöräre Uneinigkeit: Ist das jetzt Abend oder Nacht? Dass die Protagonistin sich umdreht, nur Augen sieht, lässt auf Dunkelheit schließen, die zu einer Nacht zugeordnet würde, aber die abendliche Ruhe passt dann nicht. Oder auch nicht ganz durchdacht: Die Protagonistin dreht sich um, sieht ein Augenpaar. Einige Zeilen später heißt es, sie sieht nicht nach hinten. (Hier vlt schreiben: "Sie schaute nicht mehr nach hinten etc.")
    Das "Vieh" bekommt hier einen zu steilen Auftritt. Vom Augenpaar zum Atem zum Maul ist der Weg etwas zu kurz.
    Andererseits hebt sich das ganz gut ab von den vielen expliziten Beschreibungen. Die Reduzierung der Wahrnehmung auf drei Sinne ist zwar auch nicht neu, aber die Darstellung des Ungeheuers ist durch diese Begrenzung sozusagen durch die eigene Phantasie angepeitscht.

    mfG

  3. #3
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    Gesamtnote?

  4. #4
    Dr. Üppig Guest
    Ne, ich glaube nicht.

  5. #5
    Jazemel Guest
    Hallo Xarlesh,

    ich hab eine ganze Weile gezögert hier einen Kommentar zu hinterlassen und hab mich u.A. auch gefragt, ob es ernst gemeint ist, dass dieser Text als Kurzgeschichte eingestellt ist.
    Im Grunde fehlt dem Text alles, was eine gute Kurzgeschichte ausmacht. Plot-Struktur, Spannungsbogen, erzählerische Elemente, Atmosphäre, Sprache.
    Es liest sich wie eine kurze Zusammenfassung einer Szenenbeschreibung eines Werwolffilms und nicht einmal das ist gut gelungen.

    Eine Geschichte, ob kurz oder lang lebt meist von einem Konflikt. Ganz gleich ob es eine Person, oder mehrere Protagonisten sind, ob es Krimi, Liebesgeschichte, Horror oder Komik ist, der Konflikt ist das treibende Element, welches dann zur (wie auch immer gearteten) Auflösung führt.
    Hier ist der Konflikt denkbar einfach. Die Bestie will Beute schlagen, das Opfer will keine Beute sein.
    Daraus ließe sich eigentlich, obwohl das Thema wirklich altbekannt ist, eine Menge machen. Doch wird der Konflikt nicht wirklich geschildert, sondern man hat das Gefühl, kaum den Anfang gelesen zu haben, schon das Ende präsentiert zu bekommen und alles dazwischen ist verloren gegangen.

    Du bedienst dich fast keiner erzählerischen Elemente, sondern berichtest. Das ist gut für ein Polizeiprotokoll, ein Versammlungsprotokoll, aber nicht für eine Geschichte.

    Ein Beispiel:

    "Es war ihr unheimlich"

    Zu schreiben, dass ihr unheimlich war, transportiert das Gefühl nicht. Der Leser kann sich denken, klar, ist logisch dass ihr unheimlich ist, aber der unheimliche Funke springt nicht über, weil es eine schlichte Feststellung ist, kein narratives Erzählen. Der Leser bleibt unbeteiligt und da dein Text wirklich sehr kurz ist und kaum mehr erzählt als 'Fakten', auch gelangweilt und das ist eigentlich das Schlimmste was man mit einer Geschichte erzielen kann.

    Du hast ja in deinem Vorstellungsfaden geschrieben, dass du leidenschaftliche gerne schreibst, aber diese Leidenschaft sieht man deinem Text nicht an. Ich würde das, was du geschrieben hast als Grundgerüst für die Geschichte nehmen und darauf aufbauen.
    Du könntest Beispielsweise aus zwei Perspektiven erzählen, die der Bestie und die der Beute, bis beide aufeinanderprallen, der Konflikt also seinen Höhepunkt findet und aufgelöst wird.

    Tut mir leid, dass deine ersten Kritiken keine Guten sind, aber sieh es einfach als Antrieb, denn leidenschaftliche Schreiber gibts nie genug.

    Gruß,

    Jazemel

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