Da ist ein Ding in dir, das Wort fehlt bloß,
das möchte raus, das fühlt sich eingesperrt,
und manchmal wird es einfach riesengroß -
als ob sich irgendwas in dir empört.

Ein Augenblick. Da bist du nahe dran.
Du greifst danach, dir glitscht was aus der Hand.
Dann hast du Angst: Zerschlägst dir Porzellan.
Im Magen wird dir etwas blümerant.

Und plötzlich weißt du, was in dir rumort:
Dein Alltag ist’s, das Gestern, Heute, Morgen,
der Hunger nach dem leisen Liebeswort.
Wie matt du bist, so schrecklich ungeborgen.

Was schön ist, das suchst du ein Leben lang,
was man nicht sieht, den kleinen Überfluss.
Die Sehnsucht hiernach macht dich fast halbkrank,
fest eingespannt ins graue Tages-Muss.

Ja, die Gefühle. Auch so eine Sache.
Der eine gibt was drauf, der andre nicht.
Dein Dasein hat dich ganz in seiner Mache.
Da draußen aber glänzt das Sonnenlicht.