Thema: Zwischen dir

  1. #1
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    Zwischen dir

    Da ist die Stimme
    die sagt
    dass du bist

    Da ist das Herz
    das dir zeigt
    dass du fühlst

    Da ist der Wille
    der schreit
    dass du es kannst

    Da ist das Gewissen
    dass flüstert
    dass du es weißt

    Da ist der Kopf
    der dich sehen lässt
    dass du deine Zeit vergeudest

  2. #2
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    ein unbedeutender, nasser Planet nah am Zentrum des Dunklen Universums
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    Oh ja, das ist mein Gedicht des Tages und jetzt logge ich mal aus und mache meine Arbeit
    Gefällt mir sehr.

    LG, 101010

  3. #3
    Jazemel Guest
    Hallo Bernicki,

    erst einmal willkommen im Forum.

    Ich finde das Gedicht auch ganz gut, nur hat es mich sofort sehr an das Gedicht 'Was es ist' von Erich Fried erinnert.
    Ähnlich in Aufbau und z.T. auch in der Aussage.

    Ein Auszug:

    Es ist lächerlich
    sagt der Stolz.

    Es ist leichtsinnig
    sagt die Vorsicht.

    Es ist unmöglich
    sagt die Erfahrung.

    Es ist was es ist
    sagt die Liebe.

    (Quelle: Erich Fried "Es ist was es ist. Liebesgedichte, Angstgedichte, Zorngedichte", Berlin 1996.)

    Dass meine Erinnerung dabei gleich den Faden zum Friedgedicht zieht, ist aber eher mein Problem.

    Was mir aufgefallen ist, ist dass die erste und letzte Strophe für mich weniger aussagekräftig sind, als die anderen drei Strophen.
    In den mittleren Strophe wird von Herz, Wille, Gewissen gesprochen, also Gefühl, Bewusstsein, Unterbewusstsein. Da fällt für mich Stimme und Kopf raus. Auch, dass der Kopf 'sieht'. Ich würde das Wort Kopf, durch das Wort Verstand ersetzen.
    Was die Stimme angeht, bin ich momentan ratlos, vielleicht weil gerade die erste Strophe für mich eher schwammig ist. Ich spreche, also bin ich, oder ich höre meine Stimme, also bin ich. Da wird eher über Sinne gesprochen. Um im Faden von Gefühl, Bewusstsein, Unterbewusstsein zu bleiben, wäre eventuell das Wort Erkenntnis stimmig.


    Trotz der Mäkelei, hab ich mich gerne mit dem Gedicht beschäftigt.

    Gruß,

    Jazemel

  4. #4
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    Beim Lesen musste ich auch an das Gedicht von Fried denken
    Aber es ist doch auch anders.
    Manchmal machen auch kleine Makel das Gedicht perfekt so wie es ist (Das bilde ich mir bestimmt nur selbst ein )

  5. #5
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    Erst einmal bedanke ich mich bei euch für die lieben Kommentare und die konstruktive Kritik.

    Ja, richtig, die erste und die letzte Strophe haben eine schwächere Aussagekraft, als die drei mittleren und das hat auch einen Grund:

    Die erste + die letzte Strophe bilden die äußeren Einwirkungen auf den Menschen; die drei mittleren Strophen sollen das Geschehen im Menschen darstellen darstellen. Sozusagen ein Kampf mit dem Inneren des Menschen. Dieser Text soll den inneren Kampf, den eine Person mit sich hat herausstellen.

    @Jazemel: Du hast recht; "Kopf" ist in dem Fall wirklich keine sehr gute Formulierung. Ich wollte auch zuerst Verstand einsetzen, hab mich aber doch dagegen entschieden.

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