1. #1
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    Die Welt brennt

    „Die Welt brennt, mein Freund. Sie brennt, wie Rom zu Neros besten Zeiten. Sie haben ein Feuer gelegt, um sich zu wärmen und die Kontrolle über genau dieses Feuer haben sie längst verloren.
    Jetzt stehen wir vor diesem Feuer. Du, ich und der Rest von uns und denken: Scheiße!
    Wie sollen wir mit dem, was man uns hinterlassen hat, umgehen? Sie stehen nur da und belächeln unsere Versuche, unsere Ideen und geben unbewusst ihr Bestes, um uns aufzuhalten.
    Vielleicht stimmt es, dass wir zu jung sind, um die Geschichte zu kennen, um die Gründe zu verstehen, warum dieses Feuer so außer Kontrolle geriet. Aber was wir sehen, das hier und jetzt, das jagt uns eine scheiß Angst ein. Darum verfallen wir in blinden Aktionismus, handeln oft paradox und wirken auf sie wie Querdenker. Darum fällt es uns so schwer uns anzupassen, wie sie zu leben und uns einzureihen. Es versteht sich von selbst, warum wir so geworden sind.
    Wir wollen nicht so sein, wie sie es waren und nicht so werden, wie sie es sind. Deshalb ist alles was uns übrig bleibt gegen dieses Feuer zu kämpfen. Vielleicht können wir es löschen, vielleicht werden wir scheitern, aber wir werden nicht nur schweigend zusehen.
    Die Welt brennt, mein Freund, und wenn am Ende nur noch Asche bleibt, dann werden wir es sein, die auf den Überresten ihrer Denkmäler eine neue, bessere und reinere Welt erschaffen.“

  2. #2
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    Ich habe mal ein Gedicht mit ähnlichem Gehalt geschrieben.

    Eine neue Welt auf den Trümmern von gestern
    gebaut auf den Träumen der alten Welt.


    Ich mag diese Art von Monologen. Ebenfalls lese ich es gerne, wenn Kraftausdrücke verwendet werden, aber auch nur dann, wenn sie dem Kontext entsprechen. Hier verlieren die Kraftausdrücke jegliche Wirkung und wirken peinlich.
    Glaube mir, die Erfahrung habe ich in Dutzenden meiner eigenen Texte auch schon machen müssen.

    Ansonsten gefällt mir der Versuch der Paraphrasierung von "Sie", "die", "jene", womit zweifelsfrei die herrschende Klasse gemeint sein dürfte.

    Optisch hätte der Text ein wenig besser in Form gebracht werden können, aber das ist Makulatur, da es mit dem
    geschriebenen Wort nicht viel gemein hat bzw. haben sollte.
    Die Freiheit ist eine Standarte, errichtet auf einem Berg von Toten.

    Fremdverlinkung entfernt
    Nachteule
    -Moderator-

  3. #3
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    Ich finde auch, dass der Text, der mir eigentlich gefällt, durch die Einsprengsel von Umgangssprache nicht gewinnt.
    Er ist außerdem in der falschen Rubrik gepostet. Es ist ein Prosatext und kein Drama, auch wenn es ein Monolog ist, denn die formalen Kriterien werden nicht eingehalten.
    Die Anführungszeichen kennzeichnen den Text als Zitat, vielleicht um den Autor als Autor zu verschleiern, denn wer zitiert wird, bleibt unklar. Man könnte darauf verzichten.

    LG, 101010

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