Es kriecht herauf, will sich seinen Weg bahnen
bis in meine Seele.
Das Dunkel kommt leise.
Ganz ruhig:
Ganz langsam, aber stetig.
Ich fühle die Kälte,
beginnend an den Füßen,
ein eisiger Schauer durchdringt mich,
durchläuft meine Knie, wandert weiter.
Ich kämpfe dagegen an,
das Dunkel lässt nicht von mir ab,
es will mich besitzen,
es will mich beherrschen,
es will mich...ersetzen.
Ich zittere vor Kälte,
dennoch merke ich, wie mir der Schweiß von der Stirn rinnt.
Das Dunkel steigt und steigt,
es ist an meinem Hals.
Ich habe Angst,
die Kälte droht mich zu erwürgen.
Ich bin betäubt, meine Sinne beraubt,
Mein Körper ein Stück Fleisch,
ein Stück Mensch,
nicht imstande sich zu kontrollieren.
Ich schließe meine Augen.
Ich fühle nichts mehr.
Kein Schmerz.
Gedankenflut.
Unüberschaubar.
Ich nehme all meine Kraft zusammen.
Ich sehe meine Mutter,
meinen Vater,
meine Geschwister,
meine Familie,
ich sehe die Menschen,
sehe Dich...
Nein, das Dunkel besiegt mich nicht.
Das Dunkel kann nicht meinen letzten Funken
Licht zum Erlöschen zwingen.
Es ist DAS Licht,
das Licht, das ich in mir trage,
das Licht, welches Leben symbolisiert,
Hoffnung, Zuversicht, Liebe.
Es ist das Licht welches erhaben ist über alle Dunkelheit.
Das Dunkel muß einfach weichen
und es weicht, langsam aber stetig.
Es ist fort.
Ein jeder trägt ein solches Licht in sich.
Bei vielen leuchtet es blendend hell und weist den Weg, der zu gehen ist.
Bei manchen ist das Licht nur noch ein Schimmer seiner selbst.
Lasst das Dunkel nicht die Herrschaft erringen,
lasst euer Licht niemals erlischen...