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    Edward „Ed“ Snowden: Das Interview Teil 1

    Ein Interview mit dem Prism-Enthüller, geführt von: George Newman

    George: Hallo, Herr Snowden.
    Ed: Wo sind wir?
    George: In einem Restaurant.
    Ed: Haben Sie eine Speise gewählt?
    George: Gerne die Nummer 2001, in der elften Zeile auf der neunten Seite.
    Ed: Hallo, Herr Newman. Was möchten Sie wissen? Entschuldigen Sie die seltsamen Fragen. Sie wissen ja...
    George: Nur zu verständlich, bedenkt man die polarisierende Entwicklung in ihrem Fall, raus aus dem Transitbereich hinein in den Schoss des Kommunismus. Wie stehen Sie dazu?
    Ed: Ich bin dankbar dafür, dass mir Unterschlupf gewährt wurde. Was den Schoss des Kommunismus angeht, kann ich nur immer wieder betonen, dass ich nicht vorhabe, den USA zu schaden.
    George: War Russland der letzte Ausweg vor der Auslieferung in die Staaten?
    Ed: Die Entwicklung der letzten Tage hat gezeigt, welchen Einfluss die Vereinigten Staaten Amerikas haben. Die Kremlregierung hat sich diesem zumindest vorläufig entzogen.
    George: Ihr Asyl ist an die Bedingung geknüpft, ihre Enthüllungen einzustellen. Ein Rückschritt, was die Mission anbetrifft, eine öffentliche Diskussion über die Internet-Überwachung anzustossen?
    Ed: Manchmal müssen kleinere Rückschritte in Kauf genommen werden, um grössere Fortschritte erzielen zu können.
    George: Denken Sie, Sie haben das Richtige getan?
    Ed: Ich habe das Notwendige für die Demokratie getan.
    George: Was macht Sie da so sicher? Sie begründeten Ihr Handeln mit dem Unwillen, nicht in einer Welt leben zu wollen, in der jeder Schritt überwacht wird. Was, wenn Sie und Ihre Fürsprecher eine weltliche Minderheit darstellen?
    Ed: Darum geht es mir nicht. Ich möchte lediglich dem Volk die Chance geben, über ein Thema, das geschickt vertuscht wurde, oder einzig manipulierte Fakten an die Öffentlichkeit gelangt sind, zu entscheiden.
    George: Was entgegnen Sie Leuten, die Ihr Handeln als egoistisch bezeichnen? Sicher, Sie setzen sich für das Volk ein. Dennoch waren es Sie allein, der das Bedürfnis hatte, diesen Schritt zu gehen.
    Ed: Niemand konnte im Vorhinein sagen, wie die Kräfte zwischen Befürwortern und Gegnern in dieser Sache verteilt sind. Ich bin nicht egoistischer als diejenigen, die ungeniert die Interessen eines Staates über die eines Volkes stellen.


    ...
    Geändert von Cobra (02.08.2013 um 22:56 Uhr)

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