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    It's crime time Nr. 1

    Mein Name ist -Philip Benson-, Interpol-Agent.

    Ich bearbeite zur Zeit einen Fall in Süd - Spanien zusammen mit den dortigen Behörden. Es wurden in den letzten 12 Monaten große Mengen an Rauschgift aus Süd -Amerika hierher gebracht.
    Sollte es Sie interessieren, dann lesen Sie bitte weiter.

    Ich kannte nur ihren Namen, -Isabella-, wer sie in Wirklichkeit war, habe ich erst später erfahren.
    Wir sahen uns zum ersten Mal auf einer spanischen Fiesta.
    Es war ein Sonntag und alle Menschen waren festlich gekleidet, zu Ehren von -Don Antonio de Montoya-, einem edelmütigen Vorfahren der hier ansässigen Montoya Familie.
    Viele der edlen Familien kamen hoch zu Ross, die Pferde waren heraus geputzt und edlen Geblüts.
    Vor mir hielt plötzlich ein Rappe, ein wunderschönes Pferd mit einer noch schöneren, stolzen Reiterin.
    Sie sah mich von oben etwas spöttisch an, ich starrte unverschämt zurück. Ihre Hand, welche die Reitgerte hielt, zuckte etwas, ich zog meinen flachen, schwarzen Sombrero und verbeugte mich tief.
    Ihre Augen blitzten, dann aber gab sie ihr Pferd frei und ritt den anderen nach… Donnerwetter, was für eine Frau.
    Am Abend feierten die Menschen ausgelassen auf der -Plaza del Ponte-, lange Tisch und Bankreihen waren aufgestellt, es wurde gesungen, gegessen und getanzt.
    Die große Hazienda der Montoyas lag etwa eine Autostunde vor der Stadt. Ich parkte meinen roten Jaguar vor dem großen Portal. Ein aufgeregter junger Mann kam gelaufen und rief… ”sie können hier nicht parken”! “So”?, ich warf ihm meinen Wagenschlüssel zu, den er geschickt auffing. “Park ihn bitte vorsichtig”!
    Er nickte mir zu, nun stieg ich die breite Treppe hoch, ein livrierter Hausknecht öffnete mir die Tür. Man nahm meinen Sombrero in Empfang und geleitete mich in einen großen Saal, vorher pflückte ich noch eine rote Rose aus einer Vase voller Blumen.
    Ich war überrascht, ein Saal mit vielen kleinen Tischen, an denen etwa zwanzig junge Damen saßen und -Spanish- Poker- spielten.
    Eine der Damen kam auf mich zu, es war die stolze Reiterin…. "was wollen Sie hier, Senhor"?
    Mit einem leichten Lächeln und einer ebenso leichten Verbeugung, überreichte ich ihr die Rose… “Senhorita, die Rose ist die Edelste unter den Blumen, ich möchte sie hiermit der Edelsten unter den Damen überreichen“.
    Sie sah mich aus blitzenden Augen an… “ Wie können Sie es wagen”? Ich fasse nach ihrer herabhängenden Hand, küsse sie und verlasse - unter diversen Verbeugungen - den Saal, nehme meinen Sombrero und gehe die Stufen der breiten Treppe hinunter.
    Hier stand ich plötzlich einem eleganten Herrn gegenüber. Wir sahen uns an und er fragte mich nach meinen Namen. Ich stellte mich vor und er zog mich am Arm wieder die Stufen der Treppe empor.
    “Heute ist ein Feiertag unserer Familie, ich kenne Sie nicht, aber ich bitte Sie herzlich heute unser Gast zu sein”.
    “Oh, welche Ehre” erwiderte ich, “Ich hatte mich verfahren und landete hier”.
    “Das ist eine Fügung des Himmels” sagte er. “Kommen Sie ins Haus”.
    Er führte mich in einen kleinen Salon, aus einem kleinen, antiken Schrank brachte er eine Flasche Osborne Weinbrand zum Vorschein, den ich einem Cognac vorziehe.
    Er schenkte ein und wir prosteten uns zu, dabei nannte er seinen Namen: “Ich bin - Pedro- Julio de Montoya -, willkommen in meinem Haus”.
    Ich bedankte mich und lobte die prächtige Einrichtung, große Gemälde hingen an den Wänden, Ritter und Beduinen.

    Plötzlich ging die Tür auf und die wunderschöne, junge Dame trat ein. Senhor Montoya begrüßte sie herzlich und stellte sie mir als seine Tochter - Isabella - vor. Sie reichte mir die Hand, die ich galant küsste.

    “Liebes”, wandte sich Montoya an seine Tochter, “ zeig doch unserem Gast sein Zimmer”, und zu mir… ”dort ist alles vorhanden was Sie brauchen, auch passende Garderobe, wir speisen in dreißig Minuten”.
    Isabella nickte mir zu, ein langer Gang mit mehreren Türen, eine davon öffnete sie.
    “Hier bitte”, sagte sie, sie sah mich dabei aber nicht an, sagte aber leise… ”Sie sollten sich vorsehen”.
    Ich sagte ja bereits, dass ich Interpol-Agent bin, ich wurde speziell auf Montoya angesetzt.

    Das Abendessen verlief in einer ruhigen, aber angespannten Atmosphäre, auch Isabelle sprach kaum.
    Aber dann fragte Montoya: “Wie sind Sie mit dem Wagen zufrieden”?
    “Meinen Sie meinen Wagen , den Jaguar”?
    “Ja, genau den, den haben Sie doch gebraucht gekauft, von “Angelo Nerosa” , in “Tossa del Mar”.
    “Ja” sage ich, ”das stimmt”… “Es war vorher mein Wagen”!, sagte Montoya.

    Wieder auf meinem Zimmer, ging ich ins Bad, sah in den Spiegel… ja jetzt fiel es mir auf, es bestand eine gewisse Ähnlichkeit mit Montoya und mir.
    Wir waren etwa gleich groß, hatten beide dunkles Haar… in der Dunkelheit hätte man uns leicht verwechseln können.
    Aber wie läuft das Spiel?
    Am anderen Morgen sagte Montoya zu mir… "Sie können sich aus dem Schrank ein paar Kleidungsstücke von mir aussuchen, wir haben ja beide die gleiche Figur, da ist sicherlich etwas dabei, das ihnen gefallen wird".
    Ich dankte und sagte… "ich will heute noch runter nach Malaga, bin aber gegen Abend wieder hier".
    Na dann… Montoya wünschte mir eine gute Fahrt, Der Jaguar stand schon bereit und ich grübelte die ganze Fahrt… was geht hier genau vor?
    In Malaga suchte ich das geheime Quartier von Interpol auf, eigentlich war es nur eine Person die ich aufsuchte, “Leutnant Juarez”, er sagte mir, dass im Hafen die “Silverstar” festgemacht hat, ein kleines, schnelles Handelsschiff, welches zwischen Süd-Amerika und Spanien verkehrte.

    Als ich wieder zu meinem Wagen ging, sah ich zwei Männer, die scheinbar auf mich warteten.
    “Hallo Sanhor Montoya, dürfen wir Sie sprechen”?

    Ich war stehen geblieben und sah sie erwartungsvoll an… ja bitte?

    “Senhor Montoya, Sie wissen warum wie Sie sprechen wollen, kommen Sie bitte mit zu unserem Wagen.”. Dabei zeigte er mir eine Pistole die er in der Hand hielt. Natürlich ging ich mit -wie hätte ich mich auch weigern können-?
    Wir fuhren zum Hafen und direkt zur -Silverstar-.
    Unter Deck erwartete man uns bereits.
    “Hallo Senhor Montoya, wir wollen es kurz machen, wir bekommen noch 400.000 Euro von Ihnen, wie und wann wollen Sie zahlen”?
    Ich überlegte krampfhaft und sagte: “Das Geld habe ich natürlich nicht bei mir, aber könnten wir das nicht mit der neuen Ware verrechnen”?

    Es war ein Versuchsballon den ich los lies, der aber ins Schwarze traf.

    “Das wären dann 1,2 Millionen, wie und wann können Sie zahlen”?

    Ich sagte: “Geben Sie mir drei Tage, nach Erhalt und Prüfung der Ware, die hoffentlich so gut ist, wie die letzte Lieferung, bringe ich Ihnen das Geld direkt hier aufs Schiff”.
    “OK Senhor Montoya, Sie wissen ja was passiert, wenn Sie uns warten lassen”.

    Ich durfte in Begleitung das Schiff verlassen, man fuhr mich zurück in die Stadt.
    In einer kleinen -Tappa -Bar- bestellte ich mir erst einmal ein Glas von dem braunen, klebrigen Malaga-Wein, ich trinke ihn sehr gern, er ist zwar sehr süß, aber ich genieße ihn.

    Von Malaga fuhr ich nach -Rhonda- einem kleinen Bergdorf, dort hatte -Senhor Romano - einen kleinen Laden für Computerbedarf, wir arbeiten zusammen.

    Als ich am Abend wieder auf der Hazienda eintreffe,
    herrscht große Aufregung, irgend jemand hatte den Computer-Code geknackt und wichtige Dateien kopiert, Montoya war außer sich.
    Nach dem Abendessen setzten wir uns in sein Büro, …"Senhor, können Sie sich das erklären"?
    Nein, ich war nicht informiert, konnte mich auch nicht äußern. Die Ereignisse überschlugen sich plötzlich.
    Es klopfte an der Tür und seine Tochter trat ein,… "Papa, draußen ist ein Anruf für Dich".
    Montoya entschuldigte sich und ich goss mir noch einen Brandy ein.
    Montoya war sehr erregt als er zurück kam, es war der Anruf eines Unbekannten, der 100.000 Euro verlangte für die Rückgabe der Raubkopien.
    “Sind es für Sie so wichtige Dateien“?
    “Aber ja, meine wichtigsten Geschäftsverbindungen“.
    Isabelle trat wieder ein, “Papa, draußen ist Richter Valdes, er will Dich sprechen“.
    Das Gespräch zwischen den beiden Männern wurde etwas lauter, als Montoya wieder zurück kam, war sein Gesicht gerötet.
    Er trank hastig seinen Brandy, “ Senhor, bitte helfen Sie mir, ich weiss wer Sie sind, ich werde erpresst, man will mich total ruinieren”.
    Wer Senhor?
    “Es ist Richter Valdes, er will mein Schiff, die -Silverstar- und den gesamten Kokain-Handel übernehmen, er geht über Leichen”.
    Es waren die letzten Worte die er sprach, ein Schuss fiel, die große Fensterscheibe splitterte und Montoya sackte tot zu Boden.
    Ich stürzte hinaus aber in der Dunkelheit war nichts zu erkennen.
    Als ich wieder ins Zimmer trat, kniete Isabella neben ihrem Vater, ihr lautloses Weinen erschütterte ihren Körper.

    Die inzwischen alarmierte Polizei traf ein, mit ihr auch Richter Valdes. Als er mich sah wurde er blass,
    …" Montoya… ich dachte"…. er zerrte einen Revolver aus seiner Tasche.
    Ich nahm ihm die Waffe ab, übergab sie einen der Beamten, "lassen Sie untersuchen, ob mit dieser Waffe Senhor Montoya erschossen wurde".
    Es klärte sich alles auf.
    Richter Valdes hatte ein ( nein, beide ) Augen auf Isabella de Montoya geworfen, außerdem hatte er hohe Spielschulden.
    Aus polizeilichen Unterlagen, - zu denen er Zugang hatte -, ging hervor, dass Montoya groß im Kokain-Geschäft tätig war, das wollte er übernehmen.

    Die -Silverstar- wurde beschlagnahmt und die Besatzung verhaftet,

    Einige Tage später kam
    Isabelle de Montoya zu mir und überbrachte mir die Nachricht, dass sie Alleinerbin des riesigen Vermögens war.
    Sie sah mich spöttisch an und sagte… "jetzt möchte ich Sie bitten, sofort mein Haus zu verlassen, ich will Sie hier nie mehr sehe"!
    Ich starrte sie unverschämt an… "Senhorita Isabella de Montoya, ich verhafte Sie wegen Mithilfe am Tod Ihres Vaters. In der Nacht, als Ihr Vater erschossen wurde, übergaben Sie Richter Valdes - der im Garten wartete - Ihre Pistole. Dummerweise hatte er sie nicht entsorgt, unsere Untersuchungen haben ergeben, dass es Ihre Waffe ist, sie selbst haben die Waffe geladen, dabei ist etwas von Ihrem Mace-up übertragen worden".
    "Valdes und Sie wollten alles übernehmen, dabei haben Sie alles verloren".
    Isabella brach laut weinend zusammen.

    Hier zerbrach der Stolz einer angesehenen Familie.

    Richter Valdes hat sich im Gefängniss von Madrid das Leben genommen.
    Isabella de Montoya sitzt ihre lebenslange Gefängnisstrafe im Gefängnis von Barcelona ab.


    Manchmal hasse ich meinen Job, aber er muss getan werden

    Philip Benson
    Geändert von Twiddy4you (05.09.2013 um 14:08 Uhr)

  2. #2
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    Hallo, Twiddy4you -


    die Geschichte ist so reizend "naiv" - erinnert mich an frühere Jerry-Cotton-Krimis - , daß sie mir trotz aller Vorbehalte gefällt.
    Weil die Humor-Prisen wie bei Bond eingestreut sind.

    Vorbehalte:
    Ungünstige Gliederung.
    Nicht immer korrekte Kennzeichnung der wörtlichen Rede.
    Tippfehler.

    Insgesamt bin ich angetan.
    Kommen Folge-Geschichten?
    Dann achte auf meine Anregungen, bitte.

    Herzlichen Gruß
    von
    Barbarossa (alias Romulus)

  3. #3
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    Ein liebes -Hallo Barbarossa-,
    danke für Deine Anregungen, ja, ich bin noch immwer etwas schusselig (altermäßig bedingt).
    Ja, es gibt noch ein paar -Crimis-, werde mal versuchen, den hohen Ansprüchen gerecht zu werden.

    Liebe Grüße von mir...Twiddy...

  4. #4
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    @ almebo: Ich habe deinen Beitrag sowie Twiddy4yous Antwort gelöscht, da dein Beitrag Spam darstellt. Hätte dafür nicht eine PN gereicht? *

    * Rhethorische Frage. Es ist keine Antwort notwendig.

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