1. #1
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    Die Wiederkehr

    Die Wiederkehr

    Sie starrt mich an. Mit Augen, denen jedes Gefühl fehlt. Ich sitze auf dem Sofa, die Arme schutzsuchend um meine angewinkelten, zitternden Beine geschlungen.
    Blanke Angst kriecht tiefer in mich hinein, dabei kann ich spüren, wie sich jedes Haar an meinem Körper aufrichtet. Was will diese Kreatur nur von mir?
    Immer wieder begegne ich ihr, irgendwie ist sie die gleiche und trotzdem jedes Mal eine andere.
    Durch ihre Gestalt geht ein sichtbarer Ruck, als sie näher kommt. Und dann noch näher – zu nahe!
    Ich halte das nicht mehr aus!
    „Willi! Willi! Komm schnell! Da krabbelt eine Spinne über den Teppich!“
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  2. #2
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    Hallo Melete,
    die Idee finde ich ganz witzig und mit der Rubrik hast du mich auch in die Irre geführt.
    Ich kann die Angst des Protagonisten auf jeden Fall nachempfinden, da ich auch irgendwie
    arachnophobisch veranlagt bin, nur wie du es erzählst mag mich nicht wirklich fesseln.

    Mir fehlt das mitreißende was so eine Geschichte haben sollte, vielleicht Details, etwas mehr von dem Gefühl das der Anblick einer Spinne in jemanden auslöst der sich wirklich fürchtet. Ich kann es auch schlecht erklären, aber vom Gefühl her würde ich eher etwas in diese Richtung schreiben.

    Angst.
    In jeder Faser meines Körpers spüre ich diese Angst, eine Angst die sich in den acht kalten Augen meines Gegenüber widerspiegelt und mehr und mehr an Nahrung zu finden scheint. An mir frisst und wächst. Soweit wächst, dass sie keinen Platz mehr in mir findet und anfängt auf meiner Haut zu glänzen. Ich mache mich klein, ziehe meine Beine dicht an den Körper. Klein will ich sein, unsichtbar …. usw.


    Was ich da nun geschrieben habe ist auch nur mal eben ein schnelles Herausschreiben der Angst wenn ich in mich rein höre, aber ich denke ich kann damit am ehesten veranschaulichen was ich meine.

    Auf jeden Fall finde ich den Ansatz gut und habe gerne mal was dazu geschrieben, wobei ich mal
    wieder nicht wirklich umschreiben kann was ich denn meine.

    Einen lieben Gruß
    Lehmann
    Hauptsache du machst was
    .... und wenn du was kaputt machst.

  3. #3
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    Hi, Melete -

    wie ich das nachempfinden kann.
    Ab einer bestimmten Größe (Farbe, Beschaffenheit) gerate ich bei Spinnen in Panik.
    Je dunkler und größer und behaarter, desto schlimmer ist es. Auch diese rasende Geschwindigkeit, mit der sie auf mich zukrabbeln, ist schreckerregend.
    Sie fixieren mich sicher nicht, aber ich empfinde das immer so.
    Die rationale Überlegung, daß Spinnen uns viel mehr fürchten müssen, als wir sie, nützt gar nichts.
    Schon Abbildungen können bei mir Schauder erregen.
    Draußen in der freien Natur sind sie nicht so schauderhaft, aber an der Wand oder gar im Bett....
    So schnell kann ich gar nicht flüchten, wie ich möchte.

    Also, als Arachnophobiker fühle ich mich angesprochen.
    Aber mit dem Titel komme ich nicht klar und das "Grauen" ist mir zu harmlos geschildert.

    Nichts für ungut!

    Freundlichen Gruß
    von
    Barbarossa
    Geändert von Cyparissos (09.10.2013 um 15:35 Uhr)

  4. #4
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    Hallo, Lehmann,

    die Idee finde ich ganz witzig und mit der Rubrik hast du mich auch in die Irre geführt.
    Ich kann die Angst des Protagonisten auf jeden Fall nachempfinden, da ich auch irgendwie
    arachnophobisch veranlagt bin, nur wie du es erzählst mag mich nicht wirklich fesseln.
    Ich bitte um "Nachsicht". Ganz im Sinne von "Jeder fängt mal klein an". Meine Versuche im Bereich Prosa sind sicher noch mangelhaft.

    Und, apropos "klein anfangen" - genau das wollte ich hier, daher griff ich zu einem Drabble. Da gibt es eine Parallele zu Gedichten, denn hier muss mit genau 100 Worten (ohne Titel) ausgekommen werden. Somit ist es auch eine Übung, bei der ich lernen möchte, Überflüssiges wegzulassen und mich aufs Wesentliche zu beschränken. Zwar bin ich in Sachen "verdichten" schon geübt, aber das lässt sich (leider) nicht wirklich übertragen. Im Moment bin ich nämlich gerade am Herumackern beim Versuch, eine Fabel zu schreiben, wo ich genau das zu meinem Leidwesen feststellen musste: Ich schrieb die "Rohfassung" mit zu vielen und teilweise auch überflüssigen Details. Damit werde ich also noch eine ganze Weile gut beschäftigt sein. Daher werde ich sicher noch einige Drabbles schreiben, um genau da anzusetzen. (Was nicht heißt, dass ich sie alle posten werde. Ich startete hier einen "Versuchsballon", um durch diesen ein wenig ausloten zu können, wo ich "stehe".)

    Deine Rückmeldung, und auch der Beispieltext, den du freundlicherweise geschrieben hast, sind für mich sehr hilfreich, danke.

    Offenbar mangelt es mir noch an der Fähigkeit, auch mit den sparsamstem Mitteln (wie z. B. hier, mit nur 100 Worten zur Verfügung) in einer Geschichte für eine gute, starke "Atmosphäre" zu sorgen. Das habe ich, wie gesagt, zwar selbst bereits vermutet, aber es spielt keine Rolle, wie streng man zu sich selbst als Kritiker ist: Ein Autor ist sich immer selbst der schlechteste/ungeeignetste aller Kritiker. Man kann schließlich sich selbst gegenüber nicht objektiv sein.

    Ich denke daher, dass ich verstanden habe, was du meinst.

    Im Grunde wiederholt sich hier bei mir das "gleiche Spiel", das ich, ganz am Anfang, auch bei Gedichten hatte. Da hilft nur Üben, Üben, Üben. Damit ich, wie bei Gedichten, in ein, zwei Jahren eine einigermaßen gelungene Geschichte schreiben kann (jedenfalls hoffe ich das einfach mal), die zumindest bei einigen Lesern dann auch Anklang findet.

    Von Zeit zu Zeit wird es von mir also noch weitere Versuchsballons geben, damit ich einschätzen kann, wo immer noch Defizite sind und/oder wo ich Fortschritte mache. Und genau dafür brauche ich die Einschätzung anderer, denn ich selbst kann das, wie gesagt, schlecht einschätzen. Nicht alleine aufgrund fehlender Objektivität den eigenen Texten gegenüber, sondern auch aufgrund fehlender Erfahrung und noch mangelhafter Fachkenntnisse im Bereich der Prosa.

    Deshalb kann ich mich nur für deinen Kommentar ganz herzlich bedanken, er hilft mir wirklich weiter.

    LG,

    Melete


    -----------------------------------------------------------------------


    Hallo, Barbarossa,

    wie meine Antwort an Lehmann sicher zeigt, bin ich ja schon froh, wenn das Drabble wenigstens nicht "null gar nichts" ist. Diese Möglichkeit habe ich vor dem Einstellen hier auch mit in Betracht gezogen (ziehen müssen ).

    Ich stimme auch dir zu: Hier fehlt einfach noch einiges, um den Inhalt beim Lesern "lebendig" ankommen zu lassen, von der Wirkung her noch zu "schwach".

    Mit Titeln, damit hatte und habe ich sowieso ein Problem. Eigentlich hätte ich hier ja am liebsten "Sie" als Titel genommen, aber damit ist mir Stephen King bereits zuvorgekommen. Und ich wäre mir lächerlich vorgekommen, bei einem Profiautor einen Titel zu klauen - nee, kam nicht in Frage. Dann fiel mir hier, zu meinem Leidwesen, nichts Besseres ein ...

    Kein Grund für "Nichts für ungut", denn bei mir gibt es nie ein "ungut". Solange jemand meinen Text kritisiert (und nicht meint, mich als Autorin persönlich angreifen zu müssen, aus welch unerfindlichen Gründen auch immer), darf dieser ruhig auch mal einen Verriss ernten. Alles im grünen Bereich. ^^

    Auch bei dir möchte ich mich für deine Rückmeldung bedanken. Sie bestätigt die Ansicht deines Vorkommentators und ist in diesem Sinne ebenfalls wertvoll für mich. Je klarer, desto besser.

    LG,

    Melete

    P.S.: Ich habe keine Angst vor Spinnen, Ratten, Mäusen, Fledermäusen, Eidechsen, Schlangen etc. Aber meine Mutter fürchtet sich auch sehr vor Spinnen.

    P.P.S.: Du hast deinen Kommentar versehentlich 2x eingestellt.
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  5. #5
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    Hallo, Barbarossa,

    ein kleines Missverständnis. Ich meinte nicht, dass ich deinen Kommentar als Verriss sehe, sondern nur, dass ich auch (ganz generell) keine Probleme habe, wenn einer erfolgt. Und auch der Hinweis auf "Autoren und Angriffe" war nicht auf dich gemünzt, sondern nur eine Erklärung dazu, in dem Sinne, dass ich dann Probleme habe, wenn ein Kommentar keiner ist, sondern nur den Autor/die Autorin angeht. Das gibt es ja leider auch. Ich hoffe, ich konnte das Missverständnis jetzt ausräumen. Ich wollte nur veranschaulichen, dass ich mit Kritik umgehen kann, egal, wie sie ausfällt, solange sie textbezogen ist.

    LG,

    Melete
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  6. #6
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    Hi Mele (ich kürz mal so ab wenn es recht ist),
    erst puuuh, du schreibst immer so viel .
    Was ein Drabble ist weiß ich, nur wäre ich niemals drauf gekommen und zählen, nu ja, Zahlen sind
    nicht meine Welt.^^

    Ich bitte um "Nachsicht". Ganz im Sinne von "Jeder fängt mal klein an". Meine Versuche im Bereich Prosa sind sicher noch mangelhaft.
    He da betreibt aber jemand anderstäitment, du hast es schon drauf und wer sich mit Alexandrinern
    und wie die anderen unaussprechlichen Dinger alle heißen auseinandersetzt, bekommt locker auch eine
    Spinnengeschichte hin, eine zum Angsthaben meine ich.

    Und, apropos "klein anfangen" - genau das wollte ich hier, daher griff ich zu einem Drabble
    Nu ja, ich denke (was aber nicht viel bedeutet), dass du hier vielleicht das Pferd von der falschen Seite
    her aufzäumst, im Vordergrund sollte die Geschichte stehen, wenn die denn steht und gefällt, kann man
    mal schauen was man so an Füllwörtern und Adjektiven in die Tonnen kloppen kann.
    Vielleicht auch mal den Kopf nicht so im Vordergrund laufen lassen und mehr auf die Gefühlsebene lauschen. Wenn ich mir vorstelle, die ganze Zeit darauf aufpassen zu müssen die "Hundertwortgrenze" nicht zu überschreiten, würde ich gar nichts auf die Kette bekommen.
    Von daher meinen Respekt hast du.

    Im Moment bin ich nämlich gerade am Herumackern beim Versuch, eine Fabel zu schreiben, wo ich genau das zu meinem Leidwesen feststellen musste: Ich schrieb die "Rohfassung" mit zu vielen und teilweise auch überflüssigen Details. Damit werde ich also noch eine ganze Weile gut beschäftigt sein.
    Hmm, ein Fuchs ist ein Fuchs .

    Deine Rückmeldung, und auch der Beispieltext, den du freundlicherweise geschrieben hast, sind für mich sehr hilfreich, danke.
    Die Rückmeldung ist gerne geschehen und der Text hab ich nur geschrieben, weil ich mal wieder nicht die
    Worte zum Erklären hatte .

    Im Grunde wiederholt sich hier bei mir das "gleiche Spiel", das ich, ganz am Anfang, auch bei Gedichten hatte. Da hilft nur Üben, Üben, Üben.
    Da liegt dann wohl der Unterschied zwischen uns, ich mag nicht üben, ich kann mir Fachtermini nicht merken und breche für mein Leben gerne Regeln, aber es ist schon gut, wenn man weiß, was man da macht oder anders, welche Regel man da gerade bricht.
    Für mich ist es bei einem Text/Gedicht in erster Linie wichtig, dass es gefällt bzw. irgendwie berührt (und ich höre sie schon alle schreien ).
    Aber ich habe schon oft erlebt, dass hier User ankamen die wirklich wundervoll geschrieben haben und dann, als sie in die Metrix gegangen sind, war alles .... anders .

    Soviel dazu und ich freue mich schon auf weitere Texte von dir.

    Lieben Gruß
    der
    Lehmann
    Hauptsache du machst was
    .... und wenn du was kaputt machst.

  7. #7
    mooney Guest
    Wenn man sich - zum eigenen, nicht zum Pläsier Dritter - beim Entwerfen von Kürzestprosa an die Vorgabe einer beliebigen Anzahl von Wörtern richten möchte, sollte man nicht deren exaktes Volumen als oberstes Richtmaß im Auge haben, sondern wie bei jedem anderen Text, den man zur Kritik stellen möchte, den Inhalt und die Ausdrucksweise.

    Und da fehlt's bei diesem Versucherl leider noch arg.

    Sie starrt mich an. Spinnenaugen können gar nicht starren. Es sind Facettenaugen und/oder reine Lichtrezeptoren ohne Pupille und Iris und bestenfalls unter dem Mikroskop zu orten. Sie sitzen nämlich nicht am "Kopf" der Spinne (so einen hat sie nicht), sondern andernorts, z. B. an den Kiefern oder an den Beinen. Korrekt wäre daher gewesen " ...scheint mich anzustarren". Mit Augen, denen jedes Gefühl fehlt Quark! (s. o.). Ich sitze auf dem Sofa, die Arme schutzsuchend um meine angewinkelten, zitternden Beine geschlungen Bei den eigenen Beinen hat noch niemand Schutz gesucht und gefunden. Gemeint war wohl "schützend". Dass jemand mit gestreckten Beinen auf dem Sofa sitzen kann, ist eher unwahrscheinlich. Auch das "abgewinkelt" also nur sinnlose Spachtelmasse.
    Blanke Angst kriecht tiefer wieso "tiefer"? War die Angst denn schon vor der Spinne da? Angst vor "Willi" vielleicht? in mich hinein, dabei kann ich spüren, wie sich jedes Haar an meinem Körper aufrichtet die Haare halten sich wirklich am Körper fest, um nicht umzufallen? Gemeint waren wohl die Körprehaare. Was will diese Kreatur nur nur? was heiß hier "nur?" Quark! von mir?
    Immer wieder begegne ich ihr Falsch. die Spinne bewegt sich, nicht das Sofa und seine abgewinkelte Insassin. Richtig hieße es " ... begegnet sie mir" , irgendwie irgendwie ist immer Quark ist sie die gleiche und trotzdem jedes Mal eine andere.
    Durch ihre Gestalt geht ein sichtbarer Ruck Unsinn. Spinnen haben ein per se unbewegliches Außenskelett; durch ihre "Gestalt" (ächts!) kann also nie ein "Ruck" gehen. Das Viech kann bestenfalls einen Ruck machen , als sie näher kommt. Und dann noch näher – zu nahe!
    Ich halte das nicht mehr aus!
    „Willi! Willi! Komm schnell! Da krabbelt eine Spinne über den Teppich!“
    Merke, Mylete: Auch kleine Mädchen sind Mädchen. Und: Wenn einem die Form wichtiger wird als der Inhalt, hat man nicht nur bei den Gedichten verloren, sondern fällt, so wie hier, auch bei popeliger Kürzestprosa hin und schlägt sich das (abgewinkelte) Knie auf. Tipp: Nicht immer so viel schreiben, sondern besser und genauer. Dann wird's schon noch!

    Heitere Grüße

    mooney

  8. #8
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    Hallo, Lehmann,

    Hi Mele (ich kürz mal so ab wenn es recht ist),
    erst puuuh, du schreibst immer so viel .
    Was ein Drabble ist weiß ich, nur wäre ich niemals drauf gekommen und zählen, nu ja, Zahlen sind
    nicht meine Welt.^^
    kein Problem, Mele oder MyLete(le) oder Melete (generell, nicht speziell auf dich bezogen). Ist ja nur ein Nick. ^^ Also, ich finde, so viel schrieb ich doch hier gar nicht. Aber insgesamt kommt es vielleicht daher, dass ich 2000 Seiten dicke Wälzer ebenso gerne wie Kurzgeschichten und Gedichte lese, bin wohl für das 21. Jahrhundert ein bisschen aus der Art geschlagen. Nein, tatsächlich ist es so: Ich bekomme hier etwas - Textarbeit. Also versuche ich meinerseits, ebenfalls etwas zu geben. Ist wohl leider der Zeitgeist (vorbeugend: Ich meine nicht dich oder jemand Bestimmtes!), der mir automatisch den Stempel der Selbstdarstellung aufdrückt. In Wahrheit ist es Interesse und natürlich auch gleichzeitiges Üben - ganz klar, immer auf dem jeweiligen "Level", auf dem ich mich beim Schreiben eines Kommentars befinde.

    He da betreibt aber jemand anderstäitment, du hast es schon drauf und wer sich mit Alexandrinern
    und wie die anderen unaussprechlichen Dinger alle heißen auseinandersetzt, bekommt locker auch eine
    Spinnengeschichte hin, eine zum Angsthaben meine ich.
    *Lach* "Anderstäitment", das gefällt mir. Ich mag Wortspielereien. ^^ Auch hier: Das hat mit der Qualität meiner Texte nichts zu tun. Klar, ich habe mittlerweile einiges gelernt. Trotzdem gilt, dass das eine nicht das andere bedingt. Ich stelle mein Licht gar nicht unter den Scheffel, sondern bin tatsächlich bemüht, mich selbst und meine "Schreibqualitäten" so realistisch zu sehen, wie ich kann. Ich glaube daher nicht, dass meine Texte krottenschlecht sind, aber ich stelle mein Licht auch nicht auf das Dach eines 40-stöckigen Hochhauses. Im Moment sehe ich mich so ungefähr im 1. Stock, wobei es in Einzelfällen auch vorkommen kann, dass ich den 2. Stock erreiche. Für mich gibt es nur Ansporn, und zwar durch Lob und Kritik gleichermaßen. Denn ich sage mir, dass eines feststeht: Durch Lernen und Üben ist noch nie jemand schlechter geworden. Mal sehen, ich versuche es beim nächsten Mal "frei" (also ohne Beschränkung wie z. B. beim Drabble hier), dann vergleiche ich, wie's besser ankommt.

    Nu ja, ich denke (was aber nicht viel bedeutet), dass du hier vielleicht das Pferd von der falschen Seite
    her aufzäumst, im Vordergrund sollte die Geschichte stehen, wenn die denn steht und gefällt, kann man
    mal schauen was man so an Füllwörtern und Adjektiven in die Tonnen kloppen kann.
    Vielleicht auch mal den Kopf nicht so im Vordergrund laufen lassen und mehr auf die Gefühlsebene lauschen. Wenn ich mir vorstelle, die ganze Zeit darauf aufpassen zu müssen die "Hundertwortgrenze" nicht zu überschreiten, würde ich gar nichts auf die Kette bekommen.
    Von daher meinen Respekt hast du.
    Ja, aber da bin ich ein bisschen anders. Ich bin generell gut darin, Strukturen zu erfassen, das fällt mir leicht. Als ich meine allerersten Texte schrieb, ohne Form und ohne entsprechende Kenntnisse, wurde das gar nichts. War Murks. Zwar schreibe ich jetzt immer noch (und das glaube ich wirklich) Durchschnitt, aber ich bin doch beträchtlich besser geworden. Ich bin der Typ, der zuerst eine Form verinnerlichen muss, oder auch Regeln etc., um dann, wenn etwas wirklich "drin" ist, die "Sprache fließen lassen zu können". Das ist eine Erkenntnis, die ich gewann. Bei mir funktioniert es besser "andersherum". Aber braucht natürlich alles seine Zeit.

    Die Rückmeldung ist gerne geschehen und der Text hab ich nur geschrieben, weil ich mal wieder nicht die
    Worte zum Erklären hatte .
    Veranschaulichungen und Beispiele sind, so finde ich zumindest, immer gut.

    Da liegt dann wohl der Unterschied zwischen uns, ich mag nicht üben, ich kann mir Fachtermini nicht merken und breche für mein Leben gerne Regeln, aber es ist schon gut, wenn man weiß, was man da macht oder anders, welche Regel man da gerade bricht.
    Für mich ist es bei einem Text/Gedicht in erster Linie wichtig, dass es gefällt bzw. irgendwie berührt (und ich höre sie schon alle schreien ).
    Aber ich habe schon oft erlebt, dass hier User ankamen die wirklich wundervoll geschrieben haben und dann, als sie in die Metrix gegangen sind, war alles .... anders .
    Mich hat die "Forenwelt" gelehrt, dass es immer welche gibt, die "schreien". So herum und so herum. Ich glaube, dass jeder seinen individuellen Weg gehen sollte. Es kann ja auch gar nicht "eins für alle gelten". Und, wie gesagt, für mich ist es nicht richtig, in die Metrix zu gehen. Man könnte sagen, für mich ist es richtig, von dort zu kommen. ^^

    Soviel dazu und ich freue mich schon auf weitere Texte von dir.
    Dankeschön.

    LG,

    Melete


    -------------------------------------------------------------------------------


    Hallo, mooney,

    Wenn man sich - zum eigenen, nicht zum Pläsier Dritter - beim Entwerfen von Kürzestprosa an die Vorgabe einer beliebigen Anzahl von Wörtern richten möchte, sollte man nicht deren exaktes Volumen als oberstes Richtmaß im Auge haben, sondern wie bei jedem anderen Text, den man zur Kritik stellen möchte, den Inhalt und die Ausdrucksweise.

    Und da fehlt's bei diesem Versucherl leider noch arg.
    stimmt, weiß ich auch. Ich sag ja, kein Problem mit Verrissen bei mir. Denn ich stelle tatsächlich Texte zur Kritik. Damit sie im Laufe der Zeit besser werden. Ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Da ich aus Freude am Schreiben schreibe und nicht glaube, dass ich die Welt mit Meisterwerken beglücke, tut's auch nicht weh.

    Abgesehen vom ersten Hinweis, da ein LI mit einer Phobie auch wirklich denken/glauben kann (je nachdem, wie schlimm diese ist), dass es angestarrt wird, sehe ich deine Anmerkungen als richtig an. Das ist auch der Grund, warum ich Kritik möchte.

    Merke, Mylete: Auch kleine Mädchen sind Mädchen. Und: Wenn einem die Form wichtiger wird als der Inhalt, hat man nicht nur bei den Gedichten verloren, sondern fällt, so wie hier, auch bei popeliger Kürzestprosa hin und schlägt sich das (abgewinkelte) Knie auf. Tipp: Nicht immer so viel schreiben, sondern besser und genauer. Dann wird's schon noch!
    Mein lieber mooney, da es mir nicht ums Gewinnen, sondern um Verbesserung geht, kann ich nicht verlieren. Mir ist auch unbekannt, dass ich, um zu schreiben, irgendeine Prüfung bestehen muss. Ich weiß, das ist viel verlangt. Aber stell dir vor, dass jemand auch schreiben kann, ohne seine eigenen Werke selbst als Buch herauszubringen (nie ) und ohne den Wunsch sein kann, berühmt zu werden. ^^ Was möchte ich? Vielleicht in ein paar Jahren soweit sein, dass die Texte, die ich schreibe, den Lesern wirklich etwas geben. Und wenn es auf dem Weg dorthin ein paar Leute gibt, denen ab und an etwas von mir gefällt, dann bin ich zufrieden.

    Danke für deine Textarbeit, die Hinweise nehme ich gerne mit.

    LG,

    Melete
    Geändert von Melete (11.10.2013 um 11:33 Uhr) Grund: Zweite Kommentarantwort.
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    Ich habe jetzt genau das richtige Alter. Muss nur noch herausbekommen, für was.

  9. #9
    mooney Guest
    Noch ein Tipp, Mylete: Nicht nur genauer schreiben, sondern auch genauer lesen; das hülfe weiter auf dem Wege zu Wissen und Wohlstand. Ich schrieb recht klar und deutlich, mein ich, dass, wer zu sehr aufs Beiwerk achtet, bei Gedichten und Prosastückelrn verliert.

    Bei Gedichten und Prosastückerln, nicht bei Slams oder anderen Konkurrenzen.

    Texte sind per se eine Herausforderung. Du bestehst sie, oder du fällst auf die Schnauze. Mit Deiner Spinne war letzteres der Fall.

    Falls immer noch nicht verständlich: Denk Dich als WasserspringerIn, die einen einfachen Salto vorwärts machen möchte. Der Bauchplatscher, den du ggf. produzierst, ist immer ein Bauchplatscher, ganz egal, ob wer zuguckt oder nicht. Ich hab Deine Spinne nicht bewertet. Sondern gesagt: „Hey, schau mal, Dein Kerf da hat einen Bauchplatscher gemacht. Du hast zu viel Anlauf genommen!“

    Ist doch eijentlich janz einfach, oder?

    Lg

    mooney

  10. #10
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    Ach, mooney, mooney,

    ab und an versuche ich, auf deine Kommentare einigermaßen ernsthaft zu antworten. Aber, sei's drum. Ich wiederhole daher ebenfalls:

    Ich habe keinen Bauchplatscher gemacht, sondern der Text. Und dir gesagt, alles klar, kein Problem.

    Tja, und da ich noch nie auf einem Poetry-Slam oder anderen "Konkurrenzen" war, da ich gar nicht konkurrenzdenke, kann ich nur sagen: Ja, danke für den guten Ratschlag, der mich gar nicht betrifft.

    Und ebenfalls nochmal, sozusagen zum Mitschreiben: Wer nicht gewinnen will, kann nicht verlieren. "Auf dem Weg zu Wissen und Wohlstand" - hm. Wie war das mit genauer lesen? ^^

    Ist doch auch ganz einfach, oder?

    LG,

    Melete
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    Ich habe jetzt genau das richtige Alter. Muss nur noch herausbekommen, für was.

  11. #11
    mooney Guest
    Ich habe keinen Bauchplatscher gemacht, sondern der Text. Und dir gesagt, alles klar, kein Problem.
    Sorry. Missverständnis!

    Ich hatte gedacht, der Text stamme von Dir.

    Nichts für ungut!

    mooney

  12. #12
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    Hallo, mooney,

    kein Problem.

    Auch nichts für ungut!

    LG,

    Melete
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    Ich habe jetzt genau das richtige Alter. Muss nur noch herausbekommen, für was.

  13. #13
    Dr. Üppig Guest
    Gut gemacht.
    Der ersten Kritk von Lehmann kann ich mich nicht anschließen. Der Text, seine Rubrikplatzierung und sein Aufbau spitzen sich auf die Pointe zu - und das finde ich in diesem Fall durchaus gelungen. Es ist sicherlich eine schreckliche Angst für Leute mit einer tatsächlichen Arachnophobie, aber davon gibt es doch nicht sooo viele. Was ich hier lese, ist eine schauerliche Situation, die, wie gesagt, in eienr Pointe aufgelöst wird - was mich jedenfalls zum Grinsen gebracht hat.

    mfG

  14. #14
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    Hallo, Taras,

    wenn der kleine Text dich zum Grinsen gebracht hat, dann hat er ja sein "Ziel" erreicht. Du siehst das auch ganz richtig, so etwas konnte ich natürlich nicht im Humorbereich einstellen. Wie ich bereits schrieb, habe ich zwar persönlich keine Angst, aber ich erlebte es meine Kindheit und Jugend hindurch hautnah mit. Meine Mutter kam einmal Hals über Kopf und geradezu panisch aus dem Schlafzimmer gerannt - sie erschrak fürchterlich, als sie schlafen gehen wollte, die Bettdecke zurückschlug und da eine richtig dicke, große Spinne auf dem Leintuch saß. Sie rief nach meinem Vater, und ich stand natürlich auch auf, um nachzusehen, was los ist. Meine Mutter hatte Augen, so groß und rund wie Teetassen. Mein Vater erzählte mir das natürlich brühwarm, was meine Mutter, klar, dann wieder sauer machte. Und ging dann die Spinne kichernd beseitigen. Warum sie Angst vor Spinnen hat, das weiß meine Mutter übrigens selbst nicht. Meine Großmutter, das bringt mich heute noch zum Schmunzeln, hatte keine Angst vor Spinnen, aber fürchterlich vor Mäusen. Immer, bevor sie auf den Dachboden ging, um Wäsche aufzuhängen, schickte sie mich (oder meinen Großvater, oder wer eben gerade greifbar war) als "Vorhut" voraus, damit jemand ein bisschen in die Hände klatschen und mit den Füßen aufstampfen sollte. So wollte sie sichergehen, dass sich keins der kleinen "Monster" blicken lässt. Tja, das sorgte dafür, dass ich nie Ratten halten konnte, was ich mir oft (insgeheim) wünschte, denn vor Ratten fürchteten sich beide. ^^

    Es freut mich, wenn dir der Aufbau der Geschichte zusagt. Ich persönlich weise die Kritik von Lehmann nicht zurück. Aber so geht es mir bei allem, was ich schreibe. Zwar bin ich zufrieden (sonst würde ich nicht posten), aber ich denke trotzdem jedes Mal, dass es bestimmt noch besser sein könnte. ^^ Ich hoffe auch, dass das so bleibt. Ist mir ein ständiger Ansporn, an meiner "Schreibe" zu arbeiten und verhindert, dass ich stehen- bzw. steckenbleibe.

    Danke für deine positive Rückmeldung.

    LG,

    Melete
    Geändert von Melete (11.10.2013 um 23:11 Uhr) Grund: Ergänzung.
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