1. #1
    zwiebelchen Guest

    philosophierendes selbstgespräch eines mörders



    alles was ich tat, tat ich als mensch. jeder kuß,
    doch auch jeder druck auf den abzug, bin ich selbst
    gewesen. als der mensch, der ich bin. es gibt keine
    „entmenschlichung“! wir menschen können das
    schrecklichste & das schönste - quasi zeitgleich tun:
    möge er/sie in frieden ruhn bzw. krepier, du wixer
    oder eben: cherie, ich liebe dich: kein problem. dazu
    braucht es nicht mal eine persöhnlichkeitsstörung,
    kein trauma/ta, es reicht: einfach ein mensch zu sein.


  2. #2
    mooney Guest
    Leider, Zwiebelchen, ist an diesem vorgeblichen „Selbstgespräch“ keinerlei filosofischer Ansatz erkennbar – ganz im Gegenteil: Die recht banale Frage, warum es subjektiv bessere und schlechtere Menschen gibt, wird gar nicht gestellt, sondern, noch viel banaler, die Behauptung erhoben, Mensch sei halt Mensch.

    So simpel und unfilosofisch geht’s ja nicht mal bei den Viecherln ab! Da steht das Glücksschweinchen neben der dummen Sau und der Hornochs neben der blinden Kuh. Tipp: Sich Immanuel Kants „Kategorischen Imperativ“ reinziehn. Oder unter dem Schlagwort „Philosophie“ guhgeln.

    Das könnt Dir vielleicht weiterhelfen!

    Heitere Grüße

    mooney

  3. #3
    zwiebelchen Guest
    liebe/r moony,

    vielen dank für dein kommentar. freut mich, dass dieser text erheiternd auf dich wirkt, da habe ich
    wohl die falsche rubrik erwischt ... hmm ... ich finde allerdings, mein text passt duchaus zum thema: "krimi, horror, gruseliges". die leicht düstere ironie, die im text mitschwingen sollte, ist anscheinend auch nicht bemerkbar ...

    wahrscheinlich ist der titel tatsächlich irreführend - denn philosophisch ist hier natürlich als "herunphilosophieren" gemeint. naja, ich finde, der text sagt genau das aus, was er sagen soll - die
    tatsächlich banal/alltägliche gewalt der menschen - etwas "zugespitzt" in der verwendung der schlimmsten straftat: mord.

    lg, zwiebelchen

  4. #4
    mooney Guest
    Mein liebes Zwiebelchen,

    es wird kaum jemand Vernünftigen geben, der die Tristesse der inzwischen fast ausschließlich aus Mordserien bestehenden Füllsel deutscher Fernsehabende nicht beklagte.

    Man hüte sich, diesen Mist als typisch für die menschliche Gesellschaft anzusehen. Die Sumpfneger, die für die Programme der öffentlich-rechtlichen Bedürfnisanstalten verantwortlich sind und sich an den Zwangsgebühren gütlich tun, produzieren längst nur noch für Minderheiten, nota bene kurz vor der völligen Vergreisung stehende. Sie wissen nichts Besseres.

    Wenn Dir das Beispiel aus der Tierwelt nicht deutlich genug war, dann vielleicht noch ein bisschen einfacher: Eine Konservenbüchse definiert und qualifiziert sich nicht durch ihr Blech und ihre Rundung, sondern vermöge ihres Inhalts. Zwischen einer Linsensuppe und einem Pfund Beluga-Kaviar liegen Welten! Da ließe sich's filosofieren! Über Blech eo ipso aber eher nicht.

    Heitere Grüße

    mooney

  5. #5
    zwiebelchen Guest
    liebe/r mooney,

    Da ließe sich's filosofieren! Über Blech eo ipso aber eher nicht.

    in diesem sinne,

    lg, zwiebelchen


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