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  1. #1
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    Gedichtbeiträge des Kooperationswettbewerbs

    Hallo zusammen,

    der Jurorwettbewerb neigt sich nun dem Ende zu. Zuerst möchten wir uns bei "dieLyriker" für die Kooperation bedanken, da es für ein einzelnes Forum verdammt schwierig ist, einen solchen Wettbewerb personell umzusetzen!
    Als nächstes möchte wir uns bei den Juroren bedanken, ohne die ein Juriwettbewerb auch unmöglich zu meistern ist und die einen wunderbaren Job gemacht haben und dazu auch noch zuverlässig waren!
    Ebenso geht ein Dank an all die Einsender, da auch ohne euch ein Wettbewerb nur halb so viel Spaß macht! Wer nicht so gut abgeschnitten hat, sollten den Kopf nicht hängen lassen. Das nächste Mal wird es bestimmt besser.
    Und als letztes möchte ich mich natürlich bei meiner Co-Leiterin yaira bedanken, da ein so umfangreicher Wettbewerb alleine fast nicht zu stemmen ist!

    In diesem Faden werden wir euch nun nach und nach (jede halbe Stunde 5, die letzten drei im 10 Minuten Takt) erst einmal die Gedichte in der umgekehrten Reihenfolge ihrer Platzierung präsentieren. Das "Gedicht Nr." ist die Bezeichnung, mir der die Juroren die Gedichte zuordneten. Viel Spaß!

    Die hier präsentierten Gedichte dürfen ab jetzt natürlich frei veröffentlicht werden.

    Mit freundlichen Grüßen
    Nachteule (WBL Gedichte.com)
    Geändert von WBL (05.11.2013 um 23:25 Uhr)
    Bitte beachte die Richtlinien der Wettbewerbe.

    Hier sind findest du alles, das du zu aktuellen Wettbewerb wissen musst.

    Du findest einen Kommentar gut? Dann schlag ihn doch einfach zur Kritik des Monats vor!

  2. #2
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    Platz 19 belegte Gedicht 11 von zeilenreiter:

    LICHTBLICK


    Mein Blick – er führt geraden Wegs ins Licht
    Alleine, was ich bin - man fühlt es nicht

    Ich lache in den Rahmen, nur zum Schein
    Keine Antwort! Kann das wirklich sein ???

    Ich zwinkere und winke, mach Grimassen
    Da kommt kein Echo! Kann`s nicht fassen

    Ich reibe mir die Hände, weil`s mit der Kälte zugig weht
    Es wärmt nur nicht. Ob dieser Wind noch mal vergeht ???

    Ermüdend war er, dieser Tag - und die davor
    Die Lider sinken schwer, der Geist, er tritt in`s Tor

    Da wird es wohlig und ich kann ALLES fühlen
    nie wieder soll mich Leben derart kühlen

  3. #3
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    Platz 18 geht an Gedicht 5 von PrivatDeath:

    Sterben


    Die Freude starb
    und mit ihr das lachen,
    und die Menschen sind stumm
    wie trauernde Wachen.
    Doch die Sonne sie scheint


    Die Liebe starb
    auch die Zweisamkeit ging,
    der Mensch ist allein,
    sogar das weinende Kind.
    Doch die Sonne sie scheint.


    Das Glück starb
    der Mensch trauerte lang,
    die Verzweiflung fing an.
    Erst Freude, dann Liebe und jetzt das Glück!
    Doch die Sonne scheint weiterhin, ganz entzückt.


    Die Hoffnung starb,
    der Mensch konnte nicht mehr,
    jagte das Leben ohne Gegenwehr.
    Alles verloren, alles gestorben.
    Doch die Sonne sie scheint.


    Das Leben starb
    alles war still,
    Die Welt brannte,
    doch nirgends ein Funkens Will.
    Und die Sonne, die Sonne sie weint.

  4. #4
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    Platz 17 geht an Gedicht 1 von Benschiri:

    Elisabeth


    Sie war jung und gut gebaut,
    ihr Gesicht war wunderschön.
    Sie war mehr als nur versaut
    und sie konnte so gut stöh'n.
    Sie hat die Männer heißgemacht
    und ließ sie wieder fallen.
    Hat sie um den Verstand gebracht,
    doch sie ließen's sich gefallen.


    Elisabeth ist ihr Name,
    sie war klar all Zeit bereit.
    So was nennt man nymphomane,
    war der Grund für jeden Ehestreit.
    Keine Frau konnte sie leiden,
    war ihrer Zeit sehr weit voraus.
    ich will jetzt auch nicht übertreiben,
    doch sie sah so sexy aus!


    Heute hat sie schon drei Enkel,
    Hängetitten, dicke Schenkel,
    trägt eine Brille und ist alt
    und ganz sicher stirbt sie bald.
    Die Zeit wird sie nie vergessen,
    hat die Männer aufgefressen,
    ihr verlangen ist noch da
    doch nichts mehr ist wie's einmal war...

  5. #5
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    Platz 16 wurde von Gedicht 15 erreicht, das Moni B. einreichte:

    Vereint bis in den Tod …

    Mein Name trägt die Bürde
    der Last in meiner Seele.
    Er rettet seine Würde
    und schnürt in meiner Kehle.

    Die Liebe meines Lebens
    wohnt tief in meinem Herzen.
    Er tötet sie vergebens
    mit meinen Sehnsuchtsschmerzen.

    Ich schaue in den Spiegel
    aus Schmuck und Edelsteinen.
    Mein süßer Luxus-Riegel
    lässt gold’ne Tränen weinen.

    Ich sprenge nun die Ketten
    in diesem irdisch Leben
    und nasche die Tabletten,
    die mir der Tod gegeben.



    Als Mensch wurd‘ ich geboren.
    Als Mensch bin ich gegangen.
    Ich wurde auserkoren,
    die Liebe aufzufangen.

  6. #6
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    Platz 15 ist Gedicht 2 von horstgrosse2:

    Nie frei


    Erwartungsvoll schaut Sie dich an.
    Begierde Du, für jedermann.
    Die Haut so frisch, so frisch die Lust.
    Dein Leben lebt, doch voller Frust.

    Erwartungsvoll für jeden Mann.
    Begierlich so schaust du dich an.
    Warst niemals glücklich, nur in Not.
    Bist Leben pur, der Schönheit Tod.

    Und all die Jahre stolz, nie frei.
    Das Laster war nie einerlei.
    Hast Abenteuer nie gezählt
    und all die Küsse nie gewählt.

    Doch Liebe war für dich nur Spiel.
    Der letzte Vorhang niemals fiel.
    So selbstverliebt siehst du dein Ich.
    Der Todesgarten ist für dich.

  7. #7
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    Platz 14 erzielte Gedicht 3 von Elocin 87:

    Ich, die Blume


    Eine schöne Frau, ja, dass bin ich.
    Viele Männer, begehren mich.
    Mein Spiegel reflektiert die Traurigkeit.
    Verdeckt wie Make Up, meine Schönheit


    Ich lächle mich an, makelloses Weiß.
    Mein Haar glänzend und wunderbar weich.
    Die Finger wandern, über Nase und Wange.
    Elfenbein - artig, so glatt, Perfekte Maße!


    Während ich hier vor dem Silber sitze,
    wartet dort draußen der den ich nicht liebe.
    Mich wählt er? Er hat mich einmal erblickt!
    Hat denn nur mein Liebreiz ihn entzückt?


    Das Lodern der Kerze. So wild, so lebendig.
    Doch ist Ihre Flamme gefangen am Docht.
    Ich fühle mich wie sie, wild und doch gebändigt.
    Wie sie, werde ich gefangen an diesem Ort.


    Mit feinem Pinsel, zeichne ich mein Gesicht.
    Die Wangen gerouget , die Lippen rot.
    Duftendes Parfüm, das Kleid, verführerisch.
    Wahre den Schein! Male die Tränen fort!


    So mahne ich mich und vollende meine Kunst.
    Ein letzter Blick. Einmal prüfend gedreht.
    Aufrecht, gehe ich meinen ungewählten Weg.
    Ich, die Blume die das Welken ersehnt!

  8. #8
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    Platz 13 wurde Gedicht 8 von Helmut:

    Davor

    Ich seh dich
    Ich weiß

    Du bist
    Der

    Der mich zurückwirft auf mich
    Ich
    Werde
    Zu mir zurück gekommen
    Sein
    Das macht mich ruhig

    Wir sehn uns

    Doch hätt ich schon
    Gern einen Blick hinter dich geworfen

    Unaussprechlicher

    Vor der Stille

  9. #9
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    Platz 12 geht an Gedicht 14 von Eremit:

    Gedanken vor dem Spiegel

    Was scheint mir richtig bei all den Wichtigkeiten?
    Was ist nur wichtig von all den Nichtigkeiten?
    Bin ich noch ich -
    das Original?
    Ein Bild an sich,
    das marginal
    im Sein erscheint
    mit der Vision
    der Reflexion
    von Illusion?
    Erweist sich, was heut wichtig sei,
    schon morgen nur als Flüchtigkeit?
    Und ist manch große Wichtigkeit
    letztendlich nichts als Nichtigkeit?
    Mein Gott, mein Gott! Ich muss mich sputen,
    mein Date beginnt in fünf Minuten!
    Geändert von WBL (02.11.2013 um 13:33 Uhr)

  10. #10
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    Platz 11 schrieb in Gedicht 9 wenigviel:

    Belebende Leichenschau

    Versteckt, in jedem Spiegel wirkt ein Geist,
    der tötet jeden unauffällig, ohne Frist,
    wer ihn besucht; den, gleich wie gleich, schickt er zurück,
    doch völlig anders als er war, jetzt ist.
    Zu schwer erkennbar ist und bleibt dies auch,
    hat er dazu getauscht doch alle Seiten,
    doch wir, wir lassen uns, trotz Mord an uns, verblendet
    noch zum Dank an ihn verleiten,
    weil jeder so, sein eignes Totenbild, kann endlich
    bis zur oft ersehnten Schönheit schmücken,
    doch die, obwohl nur Trug als Spiegelbild,
    schenkt Wunder, totbelebendes Entzücken.

  11. #11
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    Platz 10 belegte Gedicht 10 von gingkobaums lächeln:

    Siehst du?

    Ich seh, was in mir ist: Seh Tod und Leben
    im Spiegel meiner eigenen Gedanken –
    bin, wachen Auges, auch Verfall und Ende,
    und, enden wollend, schon unendlicher Beginn.

    So wirken Zeit und Ewiges im Wesen
    der Dinge durch das Wechselspiel der Kraft.
    Wohin ich blicke: Stets bin ich umgeben
    vom Widerspruch, der in sich trägt den Sinn.

    Ich weiß nur, dass ich nicht weiß,
    doch:
    Ich bin.

  12. #12
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    Platz 9 erreichte Gedicht 16 von anamolie:

    Der Spiegel

    Ehrbar ich, in bestem Lichte,
    ein Glimmerlicht, in endlicher Geschichte!
    Der Silberrund,
    ein Mondlichtspiegel.
    Und,
    ein Einhorn dort, und Elfenflügel.

    Ein Blick, so tief, in alle Nächte,
    o wenn er doch, Erlösung brächte!
    Der Silberrund,
    und tausend Tiegel.
    Und,
    Schönheit, dort, hinter dem Spiegel.

  13. #13
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    Platz 8 wurde in Gedicht 19 von Valenice eingereicht:

    Lady Vanity,

    du siehst mir täglich in die Augen, Kleines.
    Aus tiefen Höhlen glotze ich Dich an.
    Du Ahnugslose wiegst
    vor Stolz und Glück
    vor meinem Angesicht
    das Haupt so töricht.

    Und allezeit ein leichter Sieg...

    Die Furcht wächst mit der Zeit
    von Ebenbild zu Ebenbild
    bis Deines meinem gleicht.
    Bis Flehen Deinem lächeln weicht

    grüßt dich getreu
    Dein Tod

  14. #14
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    Platz 7 geht an Gedicht 17 von Erlenschatten:

    ”ALLES IST EITEL”

    Lächeln, hecheln, die Hüfte fecheln …
    Gehen, drehen, ins Leere sehen.
    Augenaufschlagtraining eilig.
    Catwalke die Challenge, der walk ist heilig
    Und wenn Du umknickst, lächle stylish,
    denn Du bist ein Profi, Schmerz zeigen ist tödlich.
    Auch wenn unterm Piercing gelb-lecker und rötlich
    der Eiter suppt – ja, lächle fröhlich.
    Lass Träume fliegen! – Sag: alles ist möglich!
    Du bist heiß, Du bist jung, Du bist ungebrochen.
    Du lässt den Kalk in Gehirnbahnen kochen.

    Hinter dem walk – aus den Kleidern gekrochen,
    taumelst Du, zarter Komet aus Knochen.
    Und womit willst Du Deinen Hunger belohnen?
    Deine Muskeln sind zart aus Creme und Zitronen.
    Du träumst von Brüsten, groß wie Melonen.
    Du willst begehrt sein, in Marmor wohnen…
    Darfst nicht schwitzen, nicht schnaufen,
    musst die Schultern verkaufen,
    täglich gut drauf sein, verführerisch laufen …

    Zur Aftershowparty bist Du noch das Smarty
    und züchtige Unschuld für jeden Papi.
    Drapier dich instinktvoll in Nappa-Sesseln.
    Sie gieren und stieren. - He, Mädchen mit Puderfesseln.

    Du bist heiß, Du bist jung, Du bist ungebrochen.
    Du lässt den Kalk in Gehirnbahnen kochen.
    Doch hinter dem walk – aus den Kleidern gekrochen,
    taumelst Du, zarter Komet aus Knochen.

    Nach dem Jetlag der Fete, im Schminkspiegel bricht
    die Sonne geronnen im koksgrauen Licht
    Kein Glanz mehr im Auge, nur raschelnde Haut,
    ein faltiges Lid hat dein Leben versaut.
    Du kannst so gut laufen, dich optisch verkaufen,
    … doch kaufen jetzt and’re. - … Und andere laufen,
    die Jagt nach dem Jungsein macht keine Pausen.

    Dein Herz lebt unterm Kleiderhaufen!
    Deine Träume sind Leichen.
    Deine Bilder verbleichen
    im Netz und im Alk.
    … - Gehirnbahnen-Kalk.

  15. #15
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    Platz 6 erzielte Gedicht 18 von Lehmann:

    Motteninselschein

    Wie ungetrübt die Endlichkeit sich zeigt,
    ein Ebenbild scheinschöner Wirklichkeit
    das bleibt, wenn leergeträumt der Tag sich neigt.
    Der Gesternglanz, er reicht kein Leben weit.
    Nur Motteninselschein in tiefster Nacht.
    Ein Ebenbild scheinschöner Wirklichkeit.
    Kein Zauberspruch, der Zeit vergessen macht,
    kein Feueratem züngelt mehr die Glut.
    Nur Motteninselschein in tiefster Nacht.
    Im Festungstrakt der Einsamkeit zerkocht zu Sud,
    was einst für Freude, Leben, Liebe stand.
    Kein Feueratem züngelt mehr die Glut.
    Nur manches mal, da zeichnet der Verstand
    ein Bild von dem was sicher Flamme war,
    was einst für Freude, Leben, Liebe stand.
    Nun sitz ich hier, bin einsam und erkenne,
    wie ungeübt die Eitelkeit nun schweigt.
    Ein Bild von dem was sicher Flamme war,
    das bleibt, wenn leergeträumter Tag sich zeigt.

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