Thema: Erfüllung?

  1. #1
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    Erfüllung?

    Es ist besser niemanden
    zu lieben,

    weil das auch nicht besser ist,
    als jemanden zu lieben.

    So oder so,
    sollte man sich zerstreuen,

    damit keine Erkenntnis
    ins Wanken gerät.

    Auch wenn es besser wäre,
    jemanden so zu lieben,

    als würde man ihn nicht so lieben,
    dass es besser wäre.
    Der Roman: "Verballistik"
    Die Gedichte: "Auf dem Silbertablett"

  2. #2
    sarna Guest
    Beim Lesen deines Gedichts, Robert Schulz, empfand ich die unbestimmen Worte: "niemand", "jemand" und zum Schluß - "man" als störend, die an sich interessante Aussage verwischend - es sei dass diese Wirkung von dir beabsichtigt wurde?

    Klarer und deutlicher würde für mich dieser Text sprechen ohne diese für mich eher leeren Begriffe. Ich habe mir erlaubt, eine Version, in der ich sie weggelassen habe, zu erstellen, um es sichtbar zu machen, was ich meine:

    Es ist besser nicht
    zu lieben,

    weil das auch nicht besser ist,
    als zu lieben.

    So oder so,
    sich zerstreuen,

    damit keine Erkenntnis
    ins Wanken gerät.

    Auch wenn es besser wäre,
    so zu lieben,

    als würde nicht so geliebt,
    dass es besser wäre.


    So erreicht mich diese Aussage unmittelbarer, aber, wie gesagt, ich schließe es nicht aus, dass die Verwischung/Verwirrung (in Sache der Liebe) durch die benannten Worte, auch zu ihr gehören könnte.

    L.G. sarna

  3. #3
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    Na gut, dann gehst du davon aus, dass es jeder generell unterschreiben könnte. Vielleicht ist aber die Natur des Jemands und Niemands entscheidend, wenn das man nicht unbedingt LI sein müsste?

    Vielen Dank + LG RS
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  4. #4
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    Hallo, RS -

    liegen nicht doch zwei Seelen, ach, in der Brust des LI miteinander im Clinch?
    Das Ergebnis wäre vorhersehbar:
    Keine fände Erfüllung.
    In meinen Augen.
    Aber immerhin: Es bleibt Erkenntnis.

    Habe ich das dornige Mißkommatische wieder einmal fehlinterpretiert?

    Gruß
    Barbarossa

  5. #5
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    Keine Erfüllung in welchem Sinn? Es gibt keine Fehlinterpretation. Zu stark und zu schwach werden wohl ewig kämpfen. Aber das Grundgefühl bleibt, wenn man sich dafür entscheidet. Und daran ist jeder soweit selber schuld, wie er sich aufgibt oder zu ernst nimmt.

    Vielen Dank + LG RS
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  6. #6
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    Und daran ist jeder soweit selber schuld, wie er sich aufgibt oder zu ernst nimmt.
    diese Erkenntnis habe ich gemeint.

  7. #7
    sarna Guest
    Zitat Zitat von Robert Schulz Beitrag anzeigen
    Na gut, dann gehst du davon aus, dass es jeder generell unterschreiben könnte. Vielleicht ist aber die Natur des Jemands und Niemands entscheidend, wenn das man nicht unbedingt LI sein müsste?
    Ich glaube, ich verstehe, was du damit meinst..
    Doch Ähnliches könntest du vielleicht auch anders erreichen - ohne "niemand", "jemand" und "man" - indem du z.B. den Text als eine Frage formulierst, und damit dem Leser einen Raum öffnest, in dem er die Aussage für sich realtivieren/individualisieren kann. So würde dein Text mit "Ist es besser nicht zu lieben.." anfangen und mit einem Fragezeichen enden.

    Das nur als eine spontane Idee oder Anregung von mir. Mir ist es klar, dass es für dich, deine Absicht in diesem Text nicht stimmig sein muss.

    L.G. sarna

  8. #8
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    Dadurch würde der Text in meinen Augen nivelliert.
    Der spezifische Blick des LI geriete ins Abseits und es entstünde ein x-beliebiger Text.
    Warum also den Text auf Teufel-komm-raus verändern, auf eine bestimmte "Linie" bringen?
    Geändert von Cyparissos (29.12.2013 um 14:34 Uhr) Grund: Ergänzung

  9. #9
    sarna Guest
    Zitat Zitat von Barbarossa Beitrag anzeigen
    Der spezifische Blick des LI geriete ins Abseits
    Genau das hat für mich Robert Schulz in seiner Antwort auf meinen ersten Vorschlag als etwas genannt, was er sich in seinem Text wünscht, Barbarossa, - dass es unspezifisch wirken soll. Deshalb mein zweiter Vorschlag. Aber das wird er schon selbst erkennen und entscheiden.

  10. #10
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    Oh, dann habe ich das falsch gelesen.
    Damit sind dann meine Kommentare im Grunde Makulatur.
    (Ich frage mich nur, warum er dann seinen Text nicht entsprechend geändert oder neugefaßt hat).

    Gruß an RS

    B.

  11. #11
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    Ich verstehe euch beide nicht mehr. Das man ist doch Entschuldigung und nicht lyrische Person. Deshalb bleibt der Text auch so. Niemand und Jemand ist eigentlich dasselbe wenn Liebe transzendiert wird, also scheinbar ohne Grundvoraussetzung existiert, diese bzw. nicht anerkannt wird, von den Leuten, an die man solche Zeilen richten könnte.

    LG RS
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  12. #12
    sarna Guest
    Zitat Zitat von Robert Schulz Beitrag anzeigen
    Niemand und Jemand ist eigentlich dasselbe wenn Liebe transzendiert wird
    Dem stimme ich auch zu, Robert Schulz, und auch aus diesem Grund erscheinen mir diese zwei Bezeichnungen überflüssig. Das wollte ich dir nur als eine Anregung in meiner Rückmledung anbieten.
    Ich kann es auch nachvollziehen, dass sie für dich eine Bedeutung im Text haben, und du sie dort lassen willst, denn sie zwingen den Leser dazu eben, ihre transzendente Un-Bedeutung zu suchen.. So verstehe ich dass, und wenn ich mich irre (was durchaus sein kann), dann ignoriere einfach meine Aussagen.

    L.G. sarna
    Geändert von sarna (29.12.2013 um 16:56 Uhr)

  13. #13
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    So ist gut.

    LG RS
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  14. #14
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    Naja, ich hatte epistemologisch abgegrenzt, mit Transzendenz bin ich als bodenständiger Altrealist rasch überfordert, aber das ist jetzt auch hinfällig.

    S is, wie s is.

    LG
    B.

  15. #15
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    Ich versteh schon, aber Wissen ist nur eine Vorstufe.

    LG RS
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