1. #1
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    Es hält mich nicht

    In den stillen See der Himmel fiel
    mit seinen weißen Wattewolken.
    So wankend, wie ich steh,
    es hält mich nicht,
    als sollt ich ihnen folgen.

    Es zieht dahin der Vogelzug
    mit sehnsuchtsschwerem Schrei,
    folg mit den Augen ihrem Flug,
    es hält mich nicht,
    wie gern wär ich dabei.

    Es weht der Wind so ungestüm,
    er lässt durch nichts sich fangen,
    doch stell ich mich entgegen ihm,
    es hält mich nicht,
    wär mit ihm so gern gegangen.

  2. #2
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    Mich hält es schon. Ich wäre gern mit dem Wind gekommen. An Plätze die mir verschlossen sind, in Herzen, die ich kennenlerne möchte, falls der sehnsuchtsschwere Schrei das meint und der stille See nichts für den in ihn hineinfallenden Himmel kann.

    LG RS
    Der Roman: "Verballistik"
    Die Gedichte: "Auf dem Silbertablett"

  3. #3
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    Lieber Robert...der erste Vers drückt eine vorübergehende Sehnsucht aus, einfach zu verschwinden.
    Der 2. Fers eine Sehnsucht nach der Ferne,
    der 3.Vers das Verlangen nach einem Verbündeten.
    Eingefallen ist mir das Ganze auf unserem Bootssteg, als ich die Wolken, die sich spiegelten, betrachtete und ich das Gefühl hatte, es zieht mich in die Tiefe.
    Herzlichen Gruß
    Traumweberin

  4. #4
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    Für mich klingt dieses Gedicht nach einem grauen Herbsttag an dem es mich fortzieht, aber mir das 'mitfliegen' verwehrt bleibt. Was aber nicht traurig, sondern schön sehnsüchtig klingt.

  5. #5
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    Hallo, Katzentanz!
    Weiße Wolken, die sich im See spiegelten, haben mich inspiriert,....aber jeder Leser sieht ein anderes Bild vor sich...ist ja nicht verkehrt!
    Liebe Grüße
    Traumweberin

  6. #6
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    Liebe Traumweberin - es steht ja auch "weißen Wattewolken" - jetzt wo du es sagst, kann ich sie sehen da hat sich meine eigene Stimmung eingeschlichen und das Bild mit gezeichnet. Jedenfalls hat es mich angesprochen.

    LG
    Katzentanz

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