1. #1
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    Meine Gedanken

    Über den Tod mache ich mir überhaupt keine Gedanken. Für mich ist es das Natürlichste der Welt. Man sollte mehr auf sein Leben bedacht sein, denn wer richtig lebt, braucht den Tod nicht zu fürchten. Abgesehen davon, ist der Tod die Krönung jeder Geburt.
    Geändert von almebo (26.03.2014 um 18:07 Uhr)
    Lieber ein eckiges Etwas,
    als ein rundes Nichts.

  2. #2
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    Hallo almebo,
    Zitat almebo: ".... wer richtig lebt, braucht den Tod nicht zu fürchten.
    Abgesehen davon, ist der Tod die Krönung jeder Geburt. "
    Daumen hoch, das hast du wunderbar und zutreffend in die Worte gefasst!

    Trotzdem schadet es niemals, wenn man sich auch tagtäglich Gedanken über den Tod macht.
    Denn nur dann kann man leichter unterscheiden, was wichtig im Leben ist.
    Nur dann lernt man leichter die Prioritäten zu setzen und - wie man als Mensch leben soll.

    viele Grüße
    Tau
    Geändert von Tau (26.03.2014 um 12:38 Uhr)
    Alles ist nichts, ohne Liebe.

    Wer nicht glauben kann, der kann das Wesentlichstes nicht sehen.

  3. #3
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    Hmm, wunderbar?

    Ich finde den Text eher sonderbar. Einen Fließtext, in dem Verse dadurch angedeutet werden, dass nach einem Komma groß geschrieben wird, scheint mir als hybrider Versuch von Poesie und Prosa. Dazu ein philosophischer Inhalt, der recht unausgegoren erscheint. Dabei geht es nicht um ein anderes Verständnis des Themas, sondern der Text selbst stellt sich mehrfach ein Bein.


    Über den Tod mache ich mir überhaupt keine Gedanken, Für mich ist es das Natürlichste der Welt,
    Ich hoffe, dem Autor/der Autorin ist die doppelte Paradoxie bewusst: Ein recht kurzer Text mit dem Titel "Meine Gedanken", in dem das Wort "Tod" dreimal vorkommt, beginnt mit der Feststellung, sich darüber "überhaupt keine Gedanken" zu machen und reicht dazu eine fragwürdige Begründung nach: "es" wäre "das Natürlichste der Welt". Abgesehen davon, dass hier das Pronomen maskulin sein müsste ("er" statt "es"), erscheint es mir nicht unbedingt plausibel, warum man sich über Natürlichkeiten keine Gedanken zu machen braucht. Auch misstraue ich der Aussage, denn hinter der Beurteilung als Natürlichkeit stecken ja bereits eine Menge Erfahrungen und Überlegungen.


    Man sollte mehr auf sein Leben bedacht sein, denn wer richtig lebt, braucht den Tod nicht zu fürchten.
    Das hört und liest man zwar sehr oft, und es hat auch seine Wahrheit. Allerdings werden dabei Verpflichtungen und Verantwortlichkeiten übersehen. Das Zitat, einem Versorger einer sechsköpfigen Familie an den Kopf geworfen, könnte zynisch wirken, auch Sterbenskranke werden sich von diesem Spruch wohl nicht erholen.

    Abgesehen davon, ist der Tod die Krönung jeder Geburt.
    Abgesehen? Welch alberne Argumentation wird hier nun aufgezogen?
    "Die Sklaverei ist ein Verbrechen! Abgesehen davon auch viel zu teuer!"

    Hier dreht ein Argument seinem Vorgänger die Luft ab. Wurde gerade noch auf die Bedeutungslosigkeit des Todes hingewiesen und davon abgeraten, sich zu sehr darauf zu konzentrieren, so gilt - davon mal ganz abgesehen, dass der Tod zugleich "die Krönung jeder Geburt" ist. Tatsächlich? Dann sollten Hebammen dies zum Standesmotto erheben!

    Angesichts solch schöngeistiger Poesiealbumbeschlagenheit, die nicht einmal bemerkt, wo sie sich selbst auf die Füsse tritt, erhärtet sich mein Verdacht, dass es hier um das sprichwörtliche Singen im dunklen Walde geht, mit dem sich der Autor/die Autorin selbst Mut machen möchte.

    Wohlgemerkt: Das Thema Tod wurde damit noch gar nicht berührt. Hier geht es weder um Natürlichkeit noch um Krönungen. Das Wesentliche hat dazu bereits vor über 2000 Jahren der griechische Philosoph Epikur bemerkt:

    Zitat Zitat von Epikur
    Gewöhne dich daran zu glauben, dass der Tod keine Bedeutung für uns hat. Denn alles, was gut und alles, was schlecht ist, ist Sache der Wahrnehmung. Der Verlust der Wahrnehmung aber ist der Tod. Daher macht die richtige Erkenntnis, dass der Tod keine Bedeutung für uns hat, die Vergänglichkeit des Lebens zu einer Quelle der Lust, indem sie uns keine unbegrenzte Zeit in Aussicht stellt, sondern das Verlangen nach Unsterblichkeit aufhebt. Das schauerlichste aller Übel, der Tod, hat also keine Bedeutung für uns; denn solange wir da sind, ist der Tod nicht da, wenn aber der Tod da ist, dann sind wir nicht da.
    Dem ist wohl kaum etwas hinzuzufügen, außer vielleicht: Vor dem Tod kommt das Sterben - und damit beginnen zumeist auch die Probleme und Ängste ...

    Gerne kommentiert.

    Liebe Grüße
    JB
    Meine Sandburg, die ist fein -
    Deine tret ich besser ein!

  4. #4
    - mu - Guest
    Darf ich der Gelassenheit Epikurs eine japanische Geschichte hinzufügen - Bitte :

    Ein alter Familienpatriarch lädt zu einem groooßen Familienfest ein
    ( wahrscheinlich sein 88. Geburtstag ; traditionsgemäß werden eigentlich nur
    der 60., der 70., der 77. und der 88. Geburtstag persönlich gefeiert -
    mehr als 88 war dazumal nicht vorgesehen und ansonsten haben alle Menschen jedes Jahr
    an Neujahr Geburtstag ) Jedenfalls : besagtes Familienoberhaupt kann es sich leisten,
    zu dem feierlichen Anlass vom Abt des nahegelegenen Klosters eine Schriftrolle
    kalligrafieren zu lassen, die dann beim Fest coram publico feierlich entrollt und bewundert wird.
    Der alte Herr bezahlt reichlich, denn ein alter Abt muss angemessen bezahlt werden....
    das Fest naht und so auch endlich der große Moment, da die Schriftrolle geöffnet und
    in der tokonoma ( ehrwürdige Bildnische ) aufgehängt wird
    - Stille -
    die versammelte Großfamilie liest :

    Der Großvater wird sterben
    Der Vater wird sterben
    Der Sohn wird sterben
    Der Enkel wird sterben
    Der Urenkel wird sterben

    Betroffenes Schweigen.
    Der Familienpatriarch ringt mit der Fassung.....

    Am andern Tag geht er sofort zu dem Abt des Klosters und verlangt
    unter endlosen Vorwürfen sein Geld zurück !
    Als der Abt endlich zu Wort kommt, fragt er nur ganz ruhig :
    " Gibt es ein größeres Glück als dass die aufgeschriebene Reihenfolge eingehalten wird ? "
    Keine Antwort - aber tiefste Verbeugungen und mit Tränen in den Augen
    blättert der alte Herr alles Geld hin, das er gerade bei sich hat,
    viel mehr noch als die Schriftrolle gekostet hatte.............

    ( bei traurigem Anlass erzählt bekommen und nie vergessen )
    - mu -
    Geändert von - mu - (26.03.2014 um 12:50 Uhr)

  5. #5
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    verschoben ins Wohnzimmer

  6. #6
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    Verschoben ins Wohnzimmer. Da gehört es auch hin, wenn man am Kaminfeuer sitzt, gemütlich eine Pfeife raucht und sich einen Beaujolais zu Gemüte führt!

    Danke den Kommentierenden!
    Al
    Lieber ein eckiges Etwas,
    als ein rundes Nichts.

  7. #7
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    @almebo

    Grüße.
    Ich hatte mal ein Buch gelesen,:“das Leben nach dem Tod“. Manche Passagen waren derart hochtrabend geschrieben, dass ich das Teil, nach mehren Anläufen gestresst beiseite legte.
    Die Seele wiegt etwas über 30 Gramm usw. war da geschrieben. (genau weis ich es nicht mehr, war lang schon her) Und etliche Nahtod Erzählungen. Ich denke aber, da kommt nichts mehr, außer die letzte Fahrt, der letzte Traum, bevor man geht. Ich denke mal in der Realzeit so eine Minute, aber umgerechnet in Traumzeit, ein ganzes Leben. So ungefähr. Es war noch niemand, da der das bestätigen oder entkräften konnte.
    Naja. Ich habe den Tod und seine Begleiterscheinung beiseite gelegt.
    Ok, tschüss.

  8. #8
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    @Horstgrosse2

    Nun denn, was Du mir da schreibst verbindet sich mit der Tatsache, das du deine Seele auch ad acta gelegt hast!
    Insofern ist das keine Neuigkeit und hat mich auch nicht sonderlich überrascht!

    Gruß
    almebo
    Lieber ein eckiges Etwas,
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  9. #9
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    Ich nehme dir das nicht übel "Cypresse" der Anführer des kommentaristischen Laberfadens ist nun schon hinreichend bekannt. Da haben sich schon manche darüber gewundert, warum Labertaschen weiterhin gewillt sind ihre traumhaften
    Kommentare in gewohnter Form zu verbreiten. So lange du ärztlich psychisch und physisch betreut wirst, wird es dir nicht weiter schwerfallen deine Beschäftigungstheorie auch weiterhin in Zukunft zu pflegen Ich wünsche dir viel Spaß dabei, dich deinem gewohnten Hobby zu widmen.-

    Liebe Grüße

    al

    Geändert von almebo (07.05.2014 um 14:37 Uhr)
    Lieber ein eckiges Etwas,
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  10. #10
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    Zitat Zitat von almebo Beitrag anzeigen


    Abgesehen davon, ist der Tod die Krönung jeder Geburt.
    Oder auch:

    Der Tod ist die Fortsetzung der Geburt mit anderen Mitteln.

    Guy Montag ist ein Feuerwehrmann.

  11. #11
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    Gut, lieber Montag! So könnte man das auch auslegen! Aber wie ich es sage.: Gäbe es keine Geburt, der Tod wäre eine Farce. Deshalb nenne ich auch den Tod als Krönung der Geburt! Aber jeder kann sich sein eigenes Lebenende auslegen, wie er es will.-

    Lb. Gruß
    almebo
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