Thema: Lyrik mir

  1. #1
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    Lyrik mir

    Lyrik mir

    Laute, sich geformt zum Wort,
    sind eins, hat es einen Sinn.
    Setzt sich dieser sprechend fort,
    mehrend werden mir Gewinn.

    Wird daraus eine Geschichte,
    ist entstanden so ein Satz,
    Geist wird so sich selbst zum Lichte,
    Worte, Sätze mir zum Schatz.

    Manche in bestimmten Formen,
    wirken wie ein Zaubertrank,
    Lyrik nenn ich solche Normen,
    mich gesunden, bin ich krank.

    Nur ein Wort kann mich verführen,
    Sinn wird plötzlich Melodie,
    Himmel, Hölle sich berühren,
    Lyrik, Wunder, mir Genie.
    wenigviel


    Es kann sein, alles ist anders als wir es wahrnehmen und erkennen und doch müssen wir es uns glauben.

  2. #2
    - mu - Guest
    Hallo wenigviel
    Dein Gedicht gefiel mir irgendwie sehr gut,
    aber ich hatte doch gleichzeitig das Bedürfnis
    einige Worte umzustellen oder zu ändern........
    Es war mühsam, denn Du zielst ja wirklich auf ein
    ganz eigenartiges Wortgefüge, das schon mit dem eigenartigen Titel angestimmt wird
    und es lohnt sich bestimmt noch weiter zu feilen.............
    Ich war überrascht, dass sich in der letzten Zeile plötzlich der Titel wieder einbauen ließ !

    Lyrik mir

    Laute, sich geformt zum Wort,
    sind eins und machen Sinn, >>> oder : sind eins, ergeben Sinn,
    setzt sich dieser sprechend fort,
    sie werden mehrend mir Gewinn.

    Anwachsend zur Geschichte,
    entstanden Satz für Satz,
    wird Geist sich selbst zum Lichte,
    sind Worte mir ein Schatz.

    Manche in bestimmten Formen,
    wirken wie ein Zaubertrank,
    Lyrik jenseits enger Normen,
    lässt gesunden, bin ich krank.

    Nur ein Wort kann mich verführen,
    Sinn wird plötzlich Melodie,
    Himmel, Hölle sich berühren,
    Lyrik mir ein Wunder und Genie.

    Nicht locker lassen !
    - mu -
    Geändert von - mu - (06.05.2014 um 20:49 Uhr)

  3. #3
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    Hallo - mu -,

    - mu -:
    Dein Gedicht gefiel mir irgendwie sehr gut,
    aber ich hatte doch gleichzeitig das Bedürfnis
    einige Worte umzustellen oder zu ändern........
    Es war mühsam, denn Du zielst ja wirklich auf ein
    ganz eigenartiges Wortgefüge, das schon mit dem eigenartigen Titel angestimmt wird
    Dieses, wie Du sicher richtig schreibst, *eigenartige Wortgefüge* ist mir hier in und bei meinem Gedicht eine empfundene Notwendigkeit, durch die für mich eine Art Steigerung an harmonisierender Übereinstimmung zwischen Form und Inhalt sich ergibt. Sei mir bitte nicht böse, wenn ich daher nicht auf Deine überlegten Anregungen eingehe.

    Mit liebem Dank für Deinen Besuch und einem ebensolchen Gruß, wenigviel
    wenigviel


    Es kann sein, alles ist anders als wir es wahrnehmen und erkennen und doch müssen wir es uns glauben.

  4. #4
    - mu - Guest
    Hallo wenigviel
    ich finde du drückst dich !
    Ich WEISS dass Du auf dieses spezielle Wortgefüge zielst
    eben weswegen mir das Gedicht ja so gefiel :
    es ist bereits dein Stil !
    Aber ich finde, dieses Wortgefüge kann schwer so weit gehen,
    dass es grammatische Fakten verletzt
    und die Metrik unterdrückt !
    Vielleicht bist Du schon so in Deinem Duktus drin,
    dass Du selbst die Grammatikhaken gar nicht mehr bemerkst,
    aber "von außen" gelesen bemerkt man sie !
    z.B.
    Laute, sich geformt zum Wort,>>> "Laute" = Plural
    sind eins, hat es einen Sinn. >>>> "Hat es einen Sinn ?" = das ist eine Frage für sich !
    ---------------------------------sie ist durch Komma mit dem Vorhergehenden verbunden
    ---------------------------------hat aber sprachlich keinerlei Zusammenhang, das SCHMERZT !
    Setzt sich dieser sprechend fort,> "Setzt sich dieser" = Singular
    mehrend werden mir Gewinn. >>>>"werden" = Plural : es gibt NICHTS worauf sich dieser Plural beziehen könnte !
    ---------------------------------- nichts was ihn rechtfertigt ! "mehrend wird er mir Gewinn" wäre richtiger.
    Wird daraus eine Geschichte,>>>> hier versagt die Metrik, man betont ungern "eine" und "wird" = Singular
    ist entstanden so ein Satz, >>>>> "so" in dieser zweiten Zeile + "so" gleich wieder in der 3. Zeile
    Geist wird so sich selbst zum Lichte,>>> "wird" = Singular
    Worte, Sätze mir zum Schatz. >>> "Worte, Sätze werden mir zum Schatz
    ---------------------------------- wenn Du "werden" weglässt, spielt das "wird" der Vorzeile hier herein,
    ---------------------------------- aber als Singularform passt "wird" eben nicht zum Plural "Worte,Sätze" !!!
    Ich hör da auf,
    denn solche grammatikalischen Begründungen sind Dir wahrscheinlich total zuwider, weil Du gefühlsmässig vorgehen willst und genau deshalb habe ich ganz ohne Begründungen einfach direkt variiert, was ich quasi "anstössig" fand.....
    Wenn Du wirklich nur gefühlsmässig vorgehen willst, dann muss sich Dein Gefühl für Singular-und Pluralformen von
    Substantiven und Verben und deren Zusammenhänge unbedingt noch verbessern..........
    Ich fände es schade, wenn Du Dein Gedicht nicht nocheinmal unter die Lupe nimmst,
    denn es hat wirklich so viel Qualität dass es jede Mühe wert ist !
    - mu -

  5. #5
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    Hallo – mu -,

    -mu -:
    Hallo wenigviel
    ich finde du drückst dich !
    Ich WEISS dass Du auf dieses spezielle Wortgefüge zielst
    eben weswegen mir das Gedicht ja so gefiel :
    es ist bereits dein Stil !
    Aber ich finde, dieses Wortgefüge kann schwer so weit gehen,
    dass es grammatische Fakten verletzt
    und die Metrik unterdrückt !
    Vielleicht bist Du schon so in Deinem Duktus drin,
    dass Du selbst die Grammatikhaken gar nicht mehr bemerkst,
    aber "von außen" gelesen bemerkt man sie !
    z.B.
    Laute, sich geformt zum Wort,>>> "Laute" = Plural
    sind eins, hat es einen Sinn. >>>> "Hat es einen Sinn ?" = das ist eine Frage für sich !
    ---------------------------------sie ist durch Komma mit dem Vorhergehenden verbunden
    ---------------------------------hat aber sprachlich keinerlei Zusammenhang, das SCHMERZT !
    Also, hier mit mein Versuch, Deine berechtigt klingenden Vorhaltungen durch Erläuterungen vielleicht tolerierbar zu machen:
    Ein Wort besteht für mich aus mehreren Lauten, die es bzw. sich zu einem Wort formen.
    Sind sie so zu einem Wort geworden, ergeben sie und somit hat es einen Sinn.
    Das ist hier also keine Frage sondern eine Feststellung.


    -mu -:
    Setzt sich dieser sprechend fort,> "Setzt sich dieser" = Singular
    Der Sinn des Wortes wird dadurch, dass es ausgesprochen wird, in die Freiheit entlassen und so in Bewegung gesetzt.

    -mu -:
    mehrend werden mir Gewinn. >>>>"werden" = Plural : es gibt NICHTS worauf sich dieser Plural beziehen könnte !
    ---------------------------------- nichts was ihn rechtfertigt ! "mehrend wird er mir Gewinn" wäre richtiger.
    Sobald sich die Worten mehren bzw. es mehr Worte werden, werden mir der sich durch die mehr Worte sich weiter vermehrende Sinn zum immer mehr Gewinn.

    -mu -:
    Wird daraus eine Geschichte,>>>> hier versagt die Metrik, man betont ungern "eine" und "wird" = Singular
    Aus mehreren Worten oder einem Satz entsteht eine Geschichte.
    Ich habe mit der Betonung des *eine* hier, auch wenn sie nicht üblich ist, kein Problem.

    -mu-:
    ist entstanden so ein Satz, >>>>> "so" in dieser zweiten Zeile + "so" gleich wieder in der 3. Zeile
    ich fand und finde das schnell folgende *so* als besonderen Hinweis weniger störend als notwendig (beabsichtigt).

    -mu -:
    Geist wird so sich selbst zum Lichte,>>> "wird" = Singular
    Worte, Sätze mir zum Schatz. >>> "Worte, Sätze werden mir zum Schatz
    ---------------------------------- wenn Du "werden" weglässt, spielt das "wird" der Vorzeile hier herein,
    ---------------------------------- aber als Singularform passt "wird" eben nicht zum Plural "Worte,Sätze" !!!
    Das *wird* bezieht sich zunächst auf den *Geist*, doch wandelt es sich und wird und bleibt unausgesprochen zum und steht so still als *werden*, wenn benötigt in der nächsten Zeile.

    -mu -:
    Ich fände es schade, wenn Du Dein Gedicht nicht nocheinmal unter die Lupe nimmst,
    denn es hat wirklich so viel Qualität dass es jede Mühe wert ist !
    Deiner Ermahnung, auch durch Dein Kompliment noch verstärkt, werde ich versuchen, zumindest durch ein nochmaliges kritisches Lesen, nachzukommen.

    Mit Dank für Deine von mir als positiv empfundene Kritik und liebem Gruß, wenigviel
    wenigviel


    Es kann sein, alles ist anders als wir es wahrnehmen und erkennen und doch müssen wir es uns glauben.

  6. #6
    - mu - Guest
    Hallo wenigviel
    D A N K E für Deine LANGE Antwort !
    Es sind aber vorwiegend INHALTLICHE Erklärungen, und mit dem INHALT Deines Gedichts hab ich doch
    keinerlei Probleme, der Inhalt ist wunderbar und verständlich, es ging mir NUR um Grammatik-Details,
    die evtl. gewisse Änderungen nach sich ziehen.....
    "hat es einen Sinn"
    "mich gesunden"
    "Lyrik,Wunder, mir Genie"
    das sind Satzfragmente, die grammatikalisch zu wenig eingebunden sind !
    Natürlich ist die Einbindung bei einem so typisch reduzierten konzentrierten Satzgefüge viel viel schwieriger
    als wenn die Sprache natürlicher dahinplätschert, trotzdem muss dann eben so lang gefeilt werden, bis es geschafft ist ! - - - Oder Du gehst noch einen Schritt weiter und brichst die Grammatik wirklich ganz auf und fügst Satzfragmente frei kubistisch ineinander....
    aber dann müssten konsequenter Weise wiederum auch diese 3 so schön stimmige Zeilen fragmentiert und neu
    mit Sprüngen in der Grammatik gefügt werden
    Nur ein Wort kann mich verführen,
    Sinn wird plötzlich Melodie,
    Himmel, Hölle sich berühren,
    - - - Aber es ist OK. Einfach alles ruhen lassen.
    Schön wäre noch andere Meinungen zu hören !!! - mu -

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