Liebe Leser, lasst es mich gleich zu Beginn sagen, es gibt nicht viele Gründe, weshalb Päpste sterben müssen. Genauer gesagt sind es nur drei. Aber darauf kommen wir später zu sprechen. Zuerst sei einmal gesagt, dass Gott bei weitem nicht unfehlbar ist. Um einmal ein Beispiel aus dem Thema des Artikels zu nennen: Weshalb sollten sonst zwei aufeinanderfolgende Päpste in wichtigen Kernfragen des Glaubens unterschiedlicher Meinung sein? Merken wir uns diese Information. Wir werden sie noch brauchen. Ebenso erinnern wir uns daran, dass der Papst der Stellvertreter Petri auf Erden ist. Als solcher gilt der Papst als unsterblich. Es sei denn…
Nach dem Auffrischen dieser Informationen beginnen nun wir mit dem ersten und weitaus häufigsten Grund, weshalb ein Papst stirbt: Gott ist mit seinem Verhalten oder seiner Arbeit unzufrieden. Da Gott seine Stellvertreter auf Lebenszeit beruft, nimmt er sich die Chance, einen Papst selbst abzuberufen, wenn er deren Leben nicht beendet. Somit kann jeder schwere Fehler, den ein Papst begeht, sein Leben beenden. Doch hierbei hat Gott das letzte Wort. Manchen Päpsten ließ er mehr Fehler durchgehen, als anderen. In extremen Fällen kann es sogar nach nur einem Fehler aus sein mit dem Papst.
Doch dies ist nicht der einzige Grund. Wir erinnern uns, dass noch zwei weitere fehlen. Diese betreffen direkt die Person Gottes. In manchen der Fälle tritt Gott selbst von seinem Amt zurück. Da es sich bei der katholischen Kirche um eine rund 2000 Jahre alte Institution handelt, die ihren wesentlichen Aufbau im alten Rom erfuhr und die in all der Zeit recht wenig reformiert wurde, ist die Staatsform die einer parlamentarischen Erbmonarchie, mit einem ältesten Rat, dem Senat, als parlamentarische Organisation. Das Gesetzt erlaubt es nur ehelichen Kindern Gottes, seine Nachfolge anzutreten. Sollten keine ehelichen Kinder vorhanden sein, tritt der Senat zusammen und wählt einen Nachfolger. Da Gott keinen Körper besitzt, somit also keine Kinder mehr zeugen kann und um Rechtssicherheit zu schaffen, geschieht dies kurz nach der Amtserhebung. Diese Zusammenkunft nennt man „Konklave“ und wird so lange durchgeführt, bis es zu einem eindeutigen Ergebnis kommt. Weil die katholische Kirche es seinen Amtsträgern nicht gestattet, zu heiraten, kommt dieses Konklave bei jedem Amtswechsel zustande. In vielen der Fälle dieser Art dankt Gott freiwillig ab. Hierbei sind die Gründe jedoch vielfältig. Meist aus Altersgründen, selbst erkannter Fehler in der Amtsführung, oder da das Golfhandycape sich in einer nicht mehr zu verantwortenden Weise verschlechtert hat. In diesen Fällen muss natürlich der Papst sterben, da er als Stellvertreter für die Nachfolge ausersehen wurde, Gott aber keinen Köper mehr besitzen darf.
Für den dritten Grund erinnern wir uns an die vorhandene Fehlbarkeit Gottes. Allein schon durch den häufigen Wechsel des Staatsoberhauptes sollte sich dies von selbst verstehen. Auch an die römischen Wurzeln der Organisation „katholische Kirche“, der im vorangegangenen Abschnitt erläutert wurde, kann sich der geneigte Leser sicher erinnern. Diese Wurzeln haben zur Folge, dass der Senat genug Macht inne hat, Gott aus seinem Amt zu entheben. Da dies aber der Zweidrittelmehrheit bedarf, passiert dies relativ selten. Etwa jede 12 Amtsentnahme Gottes wird auf diese Weise getätigt. Allerdings wird diese Methode auch verwendet, wenn ein Kardinal sich große Chancen auf die Wahl zum neuen Papst errechnet und dafür den Thron Gottes lehr sehen muss. Brutus lässt grüßen.
Ich hoffe, liebe Leser, Sie können mit diese Informationen in Ihrem zukünftigen Leben verwenden und wissen nun besser, was geschehen sein muss, dass der jeweils aktuelle Papst gestorben ist. Den wirklichen dieser drei Gründe werden wir Normalsterbliche allerdings nie erfahren. Leider Gottes.