1. #1
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    Mein Herz war ummantel von Trauer,
    als du starbst,
    zuerst war mein Herz wie zugeschnürt,
    ich konnte nicht weinen,
    noch darüber sprechen,
    noch fühlen.
    Dann kam die Depression,
    ziemlich heftig in mein Leben,
    grausame Dunkelheit,
    zerstörerische Leere,
    die,
    die Kraft zum Leben raubt.

    Oft habe ich mich gefragt,
    warum,
    das alles so kommen mußte,
    warum,
    ich es nicht verhindern konnte,
    warum,
    ich nicht fähig war,
    dir zu helfen,
    dich von der Flasche wegzubringen,
    durch meine Liebe.

    Diese Art zu sterben,
    diese Art zu leben,
    machte mir furchtbare Qualen,
    ich fühlte mich so schuldig,
    mitschuldig,
    trotz allen Steinen,
    die uns gemeinsam in den Weg gelegt wurden.

    Jahrelang weinte ich um dich,
    jahrelang wollte ich mich selbst dafür bestrafen,
    wollte dir nachfolgen,
    dachte,
    daß mein Leben keine Berechtigung mehr hat.

    Beziehung eingehen,
    das war zum Scheitern verurteilt,
    jeden habe ich verglichen,
    und keiner hielt dem Vergleich stand,
    ich hatte so Angst,
    zu lieben,
    und wieder zu verlieren.

    Doch jetzt,
    hat sich mein Leben verändert,
    ich kann und will wieder lieben,
    und geliebt werden,
    doch du bist immer noch da,
    ich habe mir immer gewünscht,
    daß ich dir noch Dinge sagen hätte können,
    die mir so sehr wichtig waren,
    ich habe dich geliebt,
    ich wollte mein Leben mit dir teilen,
    und die Vorstellung,
    daß du im letzten Moment,
    gedacht haben könntest,
    ich hätte dich verarscht,
    hat mich fast verrückt gemacht.

    Manchmal schließe ich die Augen,
    und sehe noch immer dein Bild vor mir,
    ich liebe dich noch immer,
    und wenn du mich jetzt sehen kannst,
    will ich dir sagen,
    daß du immer ein Teil meines Lebens sein wirst,
    du bist tot,
    ich lebe,
    und ich möchte dich bitten,
    laß mich los,
    ohne mich zu verlassen,
    ich möchte wieder neu lieben.
    claudia

  2. #2
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    176
    Ich finde das Gedicht sehr traurig und trotzdem voller Mut. Niemals den Glauben an sich selber zu verlieren ist sehr schwer, aber nur der Glaube an uns selber macht uns stark. Nicht mehr weinen um jemanden, heisst nicht ihn zu vergessen. Zu lachen um zu leben, heisst auch nicht das man den anderen vergessen hat. Jeder von uns hat nur ein Leben, auch Du hast nur eines, es ist zu schade um nur traurig zu sein. Für mich bist Du sehr stark. Ich wünsche Dir alles Liebe
    DRAGONHEART

  3. #3
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    302

    liebe clauia

    Du musst dir verzeihen, Du musst loslassen, niemand anderer kann dies für DICH tun! Dann ´bist du frei. Sei nicht selbst so hart zu dir, erteile dir die Absolution und nehme dich an in Liebe! Dazu wünsche ich dir Kraft und Mut und du wirst es schaffen!

    Alles Liebe
    Luna
    Die eigentlichen Geschenke des Lebens werden zumeist in der Stille überreicht.
    Freundschaft und Liebe,
    Geburt und Tod,
    Freude und Schmerz,
    Blumen und Sonnenaufgänge.
    Und das Schweigen;
    als eine tiefe Dimension
    des Verstehens!

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