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    Herbst. Maria Wolkowa. (Aus dem Russischen)

    Ich beklage nichts, was mir genommen, -
    Alles, wie es geschieht, nehm´ ich an,
    Nichts davon, nein, rein gar nichts, gekommen,
    Was die Seele vorzeiten ersann!

    Vor der Tür raschelt lange das Laub,
    Eine riesige Leere beschleicht
    Mich nunmehr, doch trotz alledem glaub´
    Ich gar nicht, dass das Ende erreicht.

    Hinterm Glas kahle Arme der Bäume,
    Dräuen, mahnen und schicken sich drein,
    Hinter mir - heimatloses Gestreune,
    Und vor mir - die Freistätte, kein Heim.

    Und der Wind rührt in mir eine Saite,
    Und ein Schauer durchläuft mich im Nu,
    Was denn suchst Du, mein Herz, immer weiter?
    Wieso kennst Du, mein Herz, keine Ruh´?

    Ist das Leben vorbei? So geschwinde?
    Der Hingang kommt nunmehr auf mich zu,
    Vor der Türe das Rauschen des Windes...
    Herbst mein - Du?
    Geändert von Tali (22.03.2016 um 23:24 Uhr)

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