Umfrageergebnis anzeigen: Welches Gedicht ist das beste?

Teilnehmer
17. Sie dürfen bei dieser Umfrage nicht abstimmen
  • Fastnacht (1)

    4 23,53%
  • Mummenschanz

    1 5,88%
  • Fastnacht (2)

    1 5,88%
  • Dr Böögg vrbrönne

    1 5,88%
  • Maskerade

    1 5,88%
  • Die Maske (ein Fasnachtsgedicht)

    5 29,41%
  • Menschensfest

    4 23,53%
  1. #1
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    882

    Abstimmung Wettberwerb Januar/Februar 2015

    Hallo zusammen,

    wieder einmal ist es Zeit, über die Wettbewerbsgedicht abzustimmen. Leider hatten wird diesmal einen Rückgang der Beiträge zu verzeichnen. Das heißt aber nicht, dass die Gedichte nicht gut wären.
    Das Ende der Umfrage ist der 13.02.2015 um 23:59.
    Es gilt wie immer, dass jeder User eine Stimme hat, die er aber nicht für sich selbst abgeben darf!
    Wir hoffen natürlich, dass die Beteiligung an Gedichten durch die der Abstimmung ausgeglichen wird und wünschen euch viel Spaß bei der nächsten Phase des Wettbewerbs!

    Mit freundlichen Grüßen
    Eure Wettbewerbsleitung
    Das Thema des aktuellen Wettbewerbs findest du hier, findest du hier.

    Bitte beachtet die Richtlinien der Wettbewerbe.

    Ihr findet einen Kommentar gut? Dann schlagt ihn doch einfach zur Kritik des Monats vor!

  2. #2
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    882
    Fastnacht (1)

    Nimm meine Hand! Im dunklen Nebelreigen
    Verschwimmen Ascherauch und Rosenduft.
    Begleite mich zum Tanz auf grauser Gruft
    Wo die Gespenster ihre Fratzen zeigen!

    Der Tod durchbricht sein oktroyiertes Schweigen
    Und stimmt sein Tamborin auf Sündenrausch
    Dazu Skelette aus den Gräbern steigen
    Vom Mond geleitet! Spitz dein Ohr und lausch!

    Komm in die Stadt, das loderne Fanal
    Aus dessen Docht Konfettiflammen züngeln.
    Nimm endlich teil am Freudenzug der Qual
    Dem finstre Engel Halleluja klingeln.

    Zur Fastnacht schmeckt gewohnte Ordnung schal
    Und mag sich selbst im Zuckerguss ertränken!
    Komm in die Stadt, das lodernde Fanal
    Um dich der Lust am Lustigsein zu schenken!

  3. #3
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    882
    Mummenschanz

    In dieser fünften Jahreszeit
    treibt so mancher seine Possen;
    hört, hört, ein Faschingsnarr der klagt.
    Stunden, die er wild genossen,
    an seinem Herzen Wunden nagt.

    Will sie sanft desinfizieren,
    gut ausspülen mit echtem Korn,
    mit einem Trostpflaster verzieren -
    das hat er ernsthaft sich geschwor'n.

    Unerkannt durchs Dunkel huschen,
    denn fällt die Maske, fehlt der Schwung
    Möchte dieses gern vertuschen,
    sein Narrenbild hat einen Sprung.

    Ein Sündenbock wird Opferlamm
    im närrischen Theater dieser Welt.
    Ernüchternd, wer sich dran erinnern kann,
    wenn Aschermittwoch der Vorhang fällt.

  4. #4
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    882
    Fastnacht (2)

    Da laufen paar Typen, mit krankem Gesicht.
    Sie grölen und blöken gehirnlos Verzicht.
    Die Weiber exzentrisch, die Jungen so dumpf
    Ich kanns nicht begreifen ich bleibe nur stumpf.

    Denn Fastnacht ist Abschied, adieu stiller Schnee.
    Adieu ihr Gespenster ihr Raben nun geht.
    Sogleich wirds erwachen das Jahr es beginnt.
    Nach Fastnacht wird’s wärmer das weiß jedes Kind.

    So steige ich auf, denn fast Nacht war mein Sinn.
    Der Winter war dunkel, er war nicht mein Ding.
    Es klettert die Sonne sie steigt immer mehr.
    Ich weiß lieber Morgen ich freu mich schon sehr.

  5. #5
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    882
    Dr Böögg vrbrönne

    Vo wytem‘s trybt än ysige
    Wind ä Jomerlut dür d‘Gasse,
    um mänge-n Egge-n ume-n und
    so zaghaft brüchig, as me zytwys
    chönnt mëyne, är göy i ne-n angery Richtig.

    Dië aute Dachvorboute
    zucke mit ker Schpryße-n und
    dr Uhrturm schtöut sech unbetëyligt
    zwüsche s‘Hotel und dr Läbesmittulade,
    wo hütt nid lenger off hett.

    Doch dië, wo ume Platz schtöh, wüsse
    Bschëyd, si schtoße-n iri Füschtlig
    no chly töyfer i Mantusack und si
    lyre sech s‘Haustuëch no ëynisch
    meh um Nase-n und Ohre.

    Und wi sy warte, chunnt‘r
    nodisnoh dië längy Gass dürab.
    Wo isch er äch? Bim Nordmann oder bim
    Buëchlade? - Dä truurig Zug mit
    syre-n eländ, eländ schöne Z‘Lychbättmusig!

    Lengscht ziëht mr e-n agnähmy
    Hüëhnerhut dr Äcke-n ab und
    z‘hinderscht i de-n Ouge macht sech
    öppis brëyt, wo wië-n e Glungge
    z‘Nacht ir Schwerzi schpiëglet.

    Mit schwäre Schritte trifft dä
    Truurmarsch y, biëgt um ne letschte
    Pfyler, suëcht dr Wäg zum Böögg, ge-
    mässe schrytet me-n e Durchlass ab, wo
    d‘Mängy ehrfüchtig offe b‘hautet.

    Wo dië schluchzende-n Inschtrumänt dr
    Tritt im Krëys um e Richtplatz gfunde
    hëy, zünglet uf em Schyterhuufe-n es Flämmli;
    nid lang, so knischteret‘s und flackeret‘s
    fasch fröhlech um d‘Füeß vo däm Böögg.

    Und ig schtoh dört und luëge,
    wië Fätze, wo brönne, id‘Nacht use
    flüge-n und d‘Muure-n und d‘Fänschter
    föh afo tanze-n im gschpängschtische Schyn
    vo däm närrische Schyntod.

    I de Schoufänschterschybe-n, im Bläch vo
    dr Musig und ou i de-n Ouge z‘ringsum
    gseht me d‘Flamme sech legge-n und d‘Funke
    verände-n und plötzlech sëyt nöyme-n es
    Ching: „Isch fertig? Chöy mr jetz hëy?

  6. #6
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    Maskerade

    Den Narren habe ich gegeben,
    war närrisch unter lauter Narren,
    die ganze Vita ist ein Schmarren,
    ein Witz der Zeit – mein ganzes Leben.

    Wie viele Masken musst ich kleben
    auf all die Masken meiner Zeit
    und hatte ich Gelegenheit,
    sie alle abzuheben,

    dann staunte man ob mein Gesicht
    und glaubt‘, es naht schon wieder mal
    die Narrenzeit, der Karneval.

    Nee, Fasching wäre heute nicht,
    doch was du trägst, das ist ja steil –
    ein affengeiles Narrenteil.

  7. #7
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    Die Maske (ein Fasnachtsgedicht)

    Ich trag ne Maske mit mir rum,
    Ein Mal pro Jahr setz ich sie auf.
    Der Rest der Zeit geht dennoch um,
    Die Welt nimmt immer ihren Lauf.

    Dank dieser Maske bin ich frei
    Ein Mal im Jahr mich selbst zu sein.
    Der Rest der Zeit geht auch vorbei,
    Und wenn die Welt erlogen scheint.

    Nun bitte ich: Versteht mich gut!
    Ich habe alles schon erreicht,
    Was unsereins erreichen tut:
    Ich hab Erfolg - ich bin sehr reich.

    Doch wissen tu ich eins allein:
    Ich würde gern ein Adler sein.

  8. #8
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    Menschensfest
    (in Erinnerung an den Kölner Karneval)

    Singen, springen, Narretei-
    macht manchmal die Gedanken frei:
    So zeigt sie ihr wahres Wesen
    reitend auf dem Hexenbesen!

    Oben auf dem bunten Wagen
    stehn tabulos offne Fragen,
    doch so lustig und mit Witz
    sind sie nur ein Geistesblitz.

    Der Polizist ist heut Ganove
    und der Schlaue ist der Doofe...
    Mariechen kess die Beine schwingt,
    derweil der Richter Bänkel singt.

    Der Mittellose ist hier König,
    all die Masken stören wenig,
    denn der große Mummenschanz
    ist Sinnbild für den Lebenstanz.

    Heute feiern wir das Leben
    bis dann alle Grenzen beben,
    denn mit einem wilden Lachen
    kann der Narr es möglich machen:

    dass wir uns als Wesen sehen,
    die sich selbst oft nicht verstehen,
    aber mit dem bunten Fest
    zeigen, wie sich's leben lässt!-

  9. #9
    Registriert seit
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    882
    Ihr habt nur noch zwei Tage und wenige Minuten Zeit euch für ein Lieblingsgedicht zu wählen!
    Das Thema des aktuellen Wettbewerbs findest du hier, findest du hier.

    Bitte beachtet die Richtlinien der Wettbewerbe.

    Ihr findet einen Kommentar gut? Dann schlagt ihn doch einfach zur Kritik des Monats vor!

  10. #10
    Registriert seit
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    Beiträge
    882
    Hallo zusammen,

    unter Umständen kann es aufgrund eines Wochenendurlaubs und dem anstehenden Valentinstag zu Verspätungen bei der Veröffentlichung der Sieger kommen. Die anderen Eckdaten bleiben bestehen. Wir bitten dies zu entschuldigen!

    Mit freundlichen Grüßen
    Eure Wettbewerbsleitung
    Das Thema des aktuellen Wettbewerbs findest du hier, findest du hier.

    Bitte beachtet die Richtlinien der Wettbewerbe.

    Ihr findet einen Kommentar gut? Dann schlagt ihn doch einfach zur Kritik des Monats vor!

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