1. #1
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    Interpretation zu diesem kurzen Gedicht

    Moin moin

    Habe momentan dieses Gedicht fuer ein eigenes Projekt ausgewaehlt, jedoch werde ich aus dem kurzen Ding nicht wirklich schlau


    Hans Arnfried Astel: Telefonüberwachung

    -Text wegen Urheberrechts entfernt. Mod-


    Aber ich kann leider allgemein nicht wirklich viel aus Astels Werken herausfiltern, weder Grundaussage noch das Gedicht irgendwie interpretieren

    Bitte um Rat
    Geändert von Dr. Üppig (20.03.2015 um 00:13 Uhr)

  2. #2
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    - der lauscher an der wand hört seine eigne schand (sprichwort)
    - der statt bespitzelt dich, weil du einen bespitzelnden staat nicht toll findest.
    - du wirfst dem staat das vor, was der staat nur tut, weil du ihm das vorwirfst, was er nur tut, weil du ihm das vorwirfst, was er nur tut, weil usw. usw. ad infinitum. die katze beisst sich in den schwanz.
    - meine mami haut mich, weil ich gesagt habe: bitte, mami, hau mich nicht.
    - "verfassungsschutz" ist überdeutlich zwischen anführungszeichen gesetzt, damit jeder merkt: dieser staat schützt nicht die verfassung.
    - er schützt nur sich selbst mit der absurden verdächtigung und überwachung von leuten, deren einziges "vergehen" ist, dass sie diese verdächtigung und überwachung für zweifelhaft halten, für verdächtig halten, dem verdacht ausgesetzt, dass unlautere oder verfassungswidrige absichten dahinterstecken.

    das sogenanne gedicht lebt von nichts als dieser spielerei mit wörtern. gehört eigentlich in die kategorie der witze. denn seine aussage ist so plakativ und banal, dass man sie nicht zur lyrik rechnen darf.
    formal kann ich eine sanfte rhythmisierung feststellen, indem auf einen zweizeiligen satz ein einzeiliger folgt und dies nochmals wiederholt wird. zudem eine, die darin besteht, dass zuerst vier zeilen mit je drei betonungspunkten kommen, dann eine mit zwei und darauf eine mit vier. dies ergibt einen gewissen drive zum schluss hin. weil ja da dann auch die pointe sitzt (die da ist: der verdächtiger rechtfertigt seine verdächtigungen damit, dass die verdächtigten die verdächtigungen verdächtig finden).

    als gedicht finde ich das ziemlich kindisch.
    als witz und wenn ich den witz zu erklären versuche, kann iich ihm bisschen was abgewinnen.

    hoffentlich war das ein wenig hilfreich.
    wilma27

  3. #3
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    -In die Bibliothek verschoben-

    mfG Mod

  4. #4
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    Hallo SODIMM,

    technisch betrachtet, wie eine Rückkopplung aufgebaut.
    Aufs Telefon bezogen wie in eine unpersönliche Endlosschleife gehängt, aus der man nicht mehr gut aufgelegt raus kommen kann. Der letzte Satz verstärkt den ersten wieder usw.
    Verfassungsschutz mit Ohren - hm, ja, da fällt auch mir eine alberne Redewendung ein, aber Verfassungsschutz hat keine Ohren. Was mir wiederum gefällt - dass er "eigene Ohren" hat.
    Es sind also auch rhetorische Figuren rauszuhören.
    Dein Feedback hierzu?

    Ney

  5. #5
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    Erstmal Hallo

    Ja, es ist nicht immer richtig was der Mensch macht (der staat)
    Allerdings muss er/sie/es auch etwas unternehmen, eine Gegenwehr sozusagen.
    Wenn mehr wüssten, würde es auch vieleicht weniger zu schützen geben (vieleicht)
    "Er" versteht, was gesagt wird und er zeigt mit sicherheit auch Einsicht, denn er reut es selber.
    Aber es gibt kein aber....irgendwann muss man seine Ziele verfolgen und zu seinen Taten stehen.
    Der Staat kann sich nicht einefach einem Recht bedienen, das ihm eigentlich auch nicht zusteht, ungefragt derer die überwacht werden, ist es moralisch sehr verwerflich.
    Allerdings muss man auch immer die Gründe hinzuziehen und bedenken, wieso, weshalb, warum.
    Nichts passiert ohne Grund und vieles, hat lange Vorreiter.
    deshalb sollte man Gnade vor Recht ergehen lassen (wer nicht verzeiht, dem kann nicht verziehen werden).
    Und da zumindest "ich" an das Gute in Jedem glaube, denke ich auch, das alles seinen Frieden finden wird.

    Schönes Gedicht, aufschlussreich gelesen.

    lg der Barde

  6. #6
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    Moin.

    „TELEFONÜBERWACHUNG“
    Ist Nonsens.

    Sinn gebend so wie: „Ich bin wichtig“

    Seht her, ich bin wichtig!

    Return und tschüss.

  7. #7
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    Ich musste das ganze im Rahmen meiner Literaturkursbelegung "verfilmen"

    Hat auch geklappt, und ist sogar noch eine 1 geworden

    Danke euch

    MfG

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