Thema: Marzipan Popo

  1. #1
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    Marzipan Popo

    Gerundet schön erglänzen weiche Hügel
    Geritzt von einer himmelsgleichen Schlucht
    O Marzipanpopo Du meine Sucht
    Verleihst dem Dichter Leidenschaft und Flügel

    Vernaschen will ich Dich mit meiner Liebe
    Mit Händen kosen Deinen Schokostern
    Die Lippen kosten Deinen Mandelkern
    Verschüttet in den Gluten tiefer Triebe

    Umschmiegen Arme eng die Süssigkeit
    Heiss tropfend in den tiefen Zuckermund
    Verschmilzt mein Leid in Dir in Heiterkeit

    Zerläuft auf Gletscherbahnen in den Schlund
    Wo Zuckerhexen reiten auf dem Besen
    Im Liebesschrei vereinen sich zwei Wesen
    Geändert von Aron Manfeld (25.03.2016 um 00:24 Uhr)

  2. #2
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    @Aron


    Grüße.

    Die Metrik:

    Zitat:“ Heisstropfend in den tiefen Zuckermund“

    Der Jambus geht hier flöten.
    So aber nicht: „heiß tropfend in den tiefen Zuckermund“

    Fantasie:

    Ausgesprochen angenehm, nicht übertrieben aber keinesfalls simpel.

    Zitat:
    „Im Liebesschrei vereint sich Fleisch mit Wesen“



    Vorschlag:

    Im Liebesschrei vereinen sich die Wesen.

    Return+Fazit: Fettes Bienchen, sehr gut.
    der Gedankenspringer

  3. #3
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    huhu aron...
    nur schnell mal kurz hilfe zu der vorgeschlagenen trennung. unserm horstgrosse ging es dabei nicht um grammatik sondern um die metrik. das sind betonungen die da den lesefluss stören. durch das auftrennen des wortes wird es beim lesen anders ( und passender zum restlichen werk ) betont.
    grosses X betonte silbe - kleines x unbetonte silbe
    Heisstropfend
    Xxx
    heiss tropfend
    xXx
    ... hoffe das hilft auf die schnelle
    und schönen ostergruss
    federich

    (sprachlich sind erotikgedichte im allerseltensten fall meins, da bin ich wahrscheinlich zu konservativ. aber deine formgebung des werkes ist wirklich schön. freu mich dass du dir auch bei dem erscheinungsbild gedanken machst.wirkt super!)
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  4. #4
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    Hi Aron,

    einfach geil, das Teil. Lass dir´s nicht zerreden. Die Hebung bringe ich als Leser auch in zusammengesetzte Wörter. Kann ja als Musiker auch ohne Noten spielen. Der Leser als Interpret ist ein Teil des Werks; Das wird dabei m.E. immer vergessen. So als ob man einem Kind genau vorschreiben würde,wie es mit einem Spielzeug zu spielen habe. Die Aufmachung (Farbe, Schriftform) macht was her, erinnert sie mich doch an eine Aufschrift auf einer Pralinenschachtel, das sitzt.

    Sehr gern gelesen

    Arkadier
    Die Wälder wären sehr still, wenn nur die begabtesten Vögel sängen.
    Henry van Dyke

  5. #5
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    arkadier... aber als musiker auch ohne noten solltest du einen rythmus haben und die töne treffen... sonst wirkt es eben nicht so gut. horst und ich wollen nicht zerreden oder "unsere note" einbringen. das sind eben grundlegende mittel die man schon berücksichtigen und umsetzen sollte. ein lied mit schlechtem rythmus wirkt auch nicht.
    so wie das werk hier jetzt da steht ist es ein wirklich rundes sehr schön zu lesendes gedicht und auch das wegfallen des "fleisches" kann ich bildbedingt nur loben. es wirkte zu harrsch zum rest... fast eine spur pervers und fügte sich damit nicht ein. dadurch war der nachhall plumper und lauter. in diesem werk jetzt ohne das fleisch wirkt es leise und tragend irgendwie länger nach.

    also ich bin begeistert. finde es wirklich superschick jetzt. das empfinden von romantik oder erotik ist ja aber auch extremst unterchiedlich. manche brauchen auch nen arschvoll damits "schön" wird ... die welt is komisch *lol*

    lieben ostergruss an alle und noch mal ein kompliment an den verfasser!!!
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  6. #6
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    Hi Federich,

    möglicherweise fehlt mir die Urfassung in der Gänze. Was das Gleichnis mit der Musik betrifft, ist es wohl Auslegungssache. Ich lege mir die Jamben beim rezitieren schon zurecht. Ob ein Wort getrennt ist oder nicht, spielt dabei keine Rolle und so ist´s mit dem Rhythmus der Musik. Der Rhythmus ist das bauchigste daran und selbst in den Lyrics findet man, wenn vorliegend, den allerhöchsten zu Anfang. Darin bin ich´s gewohnt zu verschleifen, notfalls den Text zu rappen. Ich find es schade, dass im Forum keine Funktion des akustischen Erscheinens gibt, in der so mancher Autor seine Vorstellungen ablassen könnte. Die Dramaturgie verlangt aus meiner Sicht sogar manchmal, dass in einem Vers gegen jede Regel abfallend der Jambus übergangen wird, sogar gegen die natürliche Betonung. Das passt für mich in kein bekanntes Schema. Deswegen bin ich in der klassischen Metrik etwas reserviert.

    VG Arkadier
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    Henry van Dyke

  7. #7
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    oh arkadier... diese rubrik gibt es wohl. auch einige künstler haben schon hier ihre werke hörbar gemacht. ich bin sau gespannt auf dein schaffen.
    hier die trennung ist aber nicht wie im kopfreimen frei von form. man liesst es in der regel wie es da steht... oder man verbiegt sich eben weil mans für den lesefluss tun muss.
    würde man dir das so vorsingen wie es fliesst würdest du es dir getrennt notieren . egal... haken hinter, aber auf deine vertonungen bin ich ja mal gespannt. ich poste dir gleich mal die verlinkung noch.
    gruss
    federich

    und hier der link :
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  8. #8
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    Aron, Notiz, vergiss nicht ein Gedicht über Rimming und Felatio zu schreiben: Gecheckt.

    Sehr sinnlich und nett beschrieben.

    Schockostern Metapher für Arschloch? Gute Metaphern. Sehr schlüssig.

    Gefällt mir.

    Gem

  9. #9
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    Danke für den Hinweis. Ich werde es bei Gelegenheit nutzen. Die Tiefen von G-com sind von mir noch lange nicht ergründet. Doch ich bleibe auch bei fremden Werken dabei, die Rezitationshoheit bei mir als Leser zu belassen.

    VG Arkadier
    Die Wälder wären sehr still, wenn nur die begabtesten Vögel sängen.
    Henry van Dyke

  10. #10
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    Huch, der Meister geht nicht auf meine Kritik ein!

    Haha.

    Na is eh OK dein Gedicht.

    Die Wälder wären angenehm, wenn nur die Begabtesten schreiben könnten. Leider hat jemand auch Affen eine Tastatur zum darauf klopfen gegeben.
    Das ist es doch, was deine Signatur aussagt?

    Gem

  11. #11
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    @gem

    volle Zustimmung !
    Die Wälder wären sehr still, wenn nur die begabtesten Vögel sängen.
    Henry van Dyke

  12. #12
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    Meine Güte, endlich erniedrigt sich der Meister.
    Die Hügel die geschlitzten, sind der Venushügel.
    Das Empfangen deute ich als: weiblichen Erguss
    Proust hat glaube ich einmal den Stuhlgang einer Frau beschrieben.
    Irgendwie wie: es kräuselte sich warm dampfend in meine Hand.

    Wenn es so gemeint war, dann ist es stimmig.

    Gem

  13. #13
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    Liebe Freunde,

    gibt es hier eigentlich ein Programm, in dem man konstruktive Kritik zusammenfassen kann?

    Wo seid Ihr alle geblieben? Ich werde kein Wort ändern, aber von diesen Kommentaren doch eine Menge lernen.



    Aron Manfeld
    Geändert von Aron Manfeld (21.12.2017 um 17:17 Uhr)
    Aron Manfeld

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