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An einen wunder schönen Sommertag, saßen drei Froschfreunde an einem Teich.
Sie blickten zum Himmel, dorthin wo die Sonne zu ihnen herunter schaute und ihre wärmenden Strahlen die Seerosen auf dem Teich zum blühen bringt.
Sie erzählten sich, wie schön doch das Wetter ist und was sie in den zurück liegenden Stunden so alles Erlebt hatten.
Der Kleinste von ihnen, seine Freunde rufen ihn Regenbogen da seine Haut so bunt wie der Regenbogen ist, erzählt von dem was er am Vortag erlebt hatte und das er fliegen kann.
Seine Freunde lauschten neugierig und gespannt, denn sie konnten nicht glauben das ein Frosch in der Lage wäre zu fliegen. Jedenfalls hatten sie so etwas noch nie gehört.
Aber sie freuten sich auf Regenbogens Geschichte.

Regenbogen fing an zu erzählen.
Gestern Abend, so um die Zeit in der die Sonne unter geht, sah ich am Himmel viele bunte Luftballons aufsteigen. Sie waren genauso bunt wie ich.
Da stellte ich mir vor, wie es sein muss, fliegen zu können.
Ich grübelte eine ganze Weile darüber nach und mir kam eine Idee.
Wir Frösche können doch Blasen machen, die dann aussehen wie kleine Luftballons. Unsere Eltern zeigen es im Frühjahr, besonders dann, wenn sie um einen Partner werben und sie ihre Blasen riesengroß werden lassen.
Und wenn sie Blasen machen können, dann können wir es auch. So kam ich auf die Idee, das mit dem Fliegen auch mal auszuprobieren.
Ich setzte mich auf ein Seerosenblatt und fing an Blasen zu machen.
Ich pustete und pustete und pustete … so lange, bis ich das Gefühl hatte, dass sie groß genug sind.
Ich hüpfte also hoch, um zu sehen wie weit mich die Blasen in die Höhe tragen. Es geschah aber nichts.
Ich überlegte einen Augenblick, wobei mir in den Sinn kam, es muss noch mehr Luft hinein und so pustete und pustete und pustete ich, bis sie fast doppelt so groß waren.
Doch wieder passierte nichts. Ich konnte so oft in die Höhe hüpfen wie ich wollte, es geschah einfach nichts.
Ich schaute noch einmal zum Himmel hinauf und sah wie die Luftballons schon so hoch flogen, dass sie fast die Wolken berührten.
Das kannst du auch dachte ich mir und so pustete ich vorsichtig noch mehr Luft in meine Blasen.
Sie wurden immer größer.
Da plötzlich spürte ich wie sie mich ein winziges Stück hinauf zogen, aber ich hatte immer noch das Gefühl das es nicht reicht.
Ich war schon etwas verzweifelt, denn ich wusste von den Erzählungen meines Opas, dass nicht zuviel Luft in die Blasen darf, sonst würden sie mit einem „riesigen Knall“ platzen.
Da kam mir wieder eine Idee.
An unserem Teich steht ein Steg. Dort, wo die Menschen immer baden gehen und andere sitzen und Fische angeln.
Also schwamm ich hinüber, kletterte hinauf und stellte mich so dicht an den Rand, dass ich hinunter springen konnte. Ich dachte mir, wenn ich erst einmal in der Luft bin, tragen mich die Blasen schon hinauf in den Himmel.
Da kam plötzlich ein Angler. Er stellte einen Fuß direkt neben mir.
Oh, … da hatte ich aber Glück.
Wenn ich nicht bei Seite gesprungen wäre, hätte er mich bestimmt zertreten.
Vorsichtshalber sprang ich auf seine Stiefel, um so seinen Tritten zu entgehen.
Ich pustete noch etwas Luft in die Blasen, wartete bis der Wind etwas stärker wurde und sprang einfach los.
Da passierte es! Ich war in der Luft. Ich flog immer höher und höher, so hoch, bis ich von einem Ende des Teiches zum anderen schauen konnte.
Euch habe ich auch sitzen sehen, sagte er mit erhobener Stimme.
Seine Freunde schauten ihn mit großen Augen fragend an! Wie! .. du hast uns gesehen?
Wir haben doch dort im Schilf gesessen und Fliegen gefangen!
Ja, sprach Frosch Regenbogen. Ja, ich habe euch dabei beobachtet.
Boa .. riefen sie, dann warst du aber wirklich ganz schön hoch oben in der Luft.
Die beiden staunten nicht schlecht, sie konnte es kaum glauben.
Regenbogen erzählte weiter.
Ihr glaubt gar nicht wie hoch und weit ich noch geflogen bin.
Ich schwebte unglaublich lange in der Luft, sogar einen Vogel traf ich.
Er begrüßte mich mit einem; .. Schiep schiep, schiep schiep .. ein fliegender Frosch … oh wie süß, oh wie lieb!
Und er flog „drei mal“ um mich herum, weil er es nicht glauben wollte.
Ich flog immer weiter und weiter, über den ganzen Teich hinweg.
Dann sah ich unter mir einen Bach der sich durch eine Wiese schlängelte.
Zwei Störche die dort nach Essbarem suchten, sahen mich.
Da bekam ich etwas Angst, sie könnten mich fangen und als Speise für ihre Jungen mitnehmen. Aber ihr könnt es glauben oder nicht. Sie kamen zu mir hinauf und flogen neben mir her. Einer der beiden fragten mich wie es denn sei als Frosch die Welt von oben zu sehen, so wie sie.
Ich erzählte ihnen, das es wunder schön ist und ich gerne noch viel mehr sehen würde, jedoch gleich wieder nach Hause muss, sonst vermissten meine Freunde mich.
Einer der beiden Störche flog vorsichtig unter mir und sagte, ich solle mich auf ihn setzen, er zeigt mir in windes Eile noch etwas von dem schönen Land. So ließ ich mich auf den Storch hinab. Er flog mit mir noch viel höher und noch viel viel weiter.
Irgendwann sagte ich ihm, dass es schon spät ist und ich nun wirklich zurück muss.
Die Störche bedankten sich dafür, dass sie erleben durften wie ein Frosch fliegen kann.
Und sie sprachen; .. Weil du ein besonderer Frosch bist versprechen wir dir, dass wir nie wieder in der Nähe des Teiches nach Fressen suchen werden. Sie klapperten mit ihren Schnäbeln und verabschiedeten sich von mir mit den Worten; .. es würde uns freuen wenn wir dich bald mal wieder sehen.
Auf dem Weg nach Hause, traf ich den Fischreiher, der immer an unserem Teich sitzt und auf Fischjagd ist. Der machte Augen als er mich sah!
Er kam dich an mich heran geflogen und sagte; .. he, dich kenn ich doch! Du bist doch dieser bunte Frosch von dem Teich da unten.
Ja, rief ich ihm stolz zu. Das bin ich.
Dann sprach er weiter. Einen Frosch der fliegen kann, dass habe ich noch nie erlebt. Du musst ein ganz besonderer Frosch sein. Und weil du das bist, verspreche ich dir, dass ich dich und deine Freunde nie wieder verjagen werde wenn ich auf Fischjagd bin und ihr in meiner Nähe sitzt. Er lächelte mich an und flog wieder fort.
Ich freute mich, denn ich hatte das Gefühl das wenn man fliegen kann, alle Tiere ganz lieb zueinander sind.
Mit diesem schönen Gedanken flog ich weiter.
Ich sah unseren Teich und freute mich schon auf zu Hause.
Als ich unseren Teich erreicht hatte, ließ ich langsam etwas Luft aus meinen Blasen heraus. Ich gleitete hinunter und landete mitten im Teich.
Da war ich glücklich und zufrieden meinen ersten Flugversuch so gut überstanden zu haben.
Als ich gerade an Land schwimmen wollte, ergriff mich plötzlich etwas am Bein und zog mich unter Wasser. Ich hatte panische Angst davor, dass mich irgendein Untier fressen will.
Ich paddelte um meine Leben. Doch ich wurde immer tiefer hinunter gezogen.
Sollte mein Leben, dass gerade so voller Freude war, plötzlich zu Ende sein?
Ich wollte doch noch einmal fliegen und die Welt erkunden und nun plötzlich das.
Aber ich spürte wie ich immer weiter, immer tiefer hinunter gezogen wurde.
Ich musste etwas tun und wollte nicht einfach aufgeben.
Ich drehte mich um und sah ein riesig großes Maul mit einem Bart. Es war der Wels, dieses Ungetüm, vor dem jeder am und im Teich Angst hat. Er hatte mich an einem Bein gepackt und wollte mich fressen.
Da kam mir doch wieder einmal eine Idee.
Wenn die Erwachsenen Frösche Luft in die Blasen pusten und sie mit etwas Schwung hinaus lassen, dann entstehen sehr laute unüberhörbare Töne und genau solche wollte ich machen. Vielleicht konnte ich damit den wels erschrecken, so dass es von mir ablässt.
So tat was ich mir vorgenommen hatte und ließ die Luft mit etwas Schwung aus meinen Blasen heraus.
Oh … ihr glaubt gar nicht wie laut das unter Wasser war! Und wisst ihr was dann geschah?
Frosch Regenbogen machte eine Pause.
Seine Freunde die wie versteinert das saßen, konnten nicht verstehen wie ihr Freund Regenbogen an so einer spannenden Stelle eine Pause machen konnte.
Oh man Regenbogen, erzähle weiter, los mach schon, drängelten sie ihn.
Ja ja .. ich erzähl ja schon … Regenbogen schmunzelte.

Also! .. als ich so die Luft raus ließ und diese lauten Töne zu hören waren, kamen alle Fische aus dem Teich angeschwommen. Sogar der alte Hecht kam mir zu Hilfe.
Alle schwammen um mich herum und tuschelten miteinander. Das sie mir unbedingt helfen müssen. Denn ich sei ein Held! Einer der fliegen kann und die Welt gesehen hat. Ein Vogel hat es ihnen erzählt und auch die Störche.
Selbst der Fischreiher hat heute keinen Fisch gefangen. Er hat sich in den Teich gestellt und jedem davon berichtet, wie er mir dort oben begegnet ist und das er mit mir gesprochen hat.
Nach einer Weile kam der Hecht zu mir geschwommen.
Ich hielt mich an ihm fest und er brachte mich zurück an die Oberfläche.
Dort erzählte er mir, dass der hässlich Wels die Flucht ergriffen hat, als er die vielen Fische um sich herum sah.
Ich habe mich dann herzlich bei dem Hecht bedankt, dass er so lieb zu mir war und mir geholfen hat.
Bevor er wieder in der Tiefe verschwand sagte er noch; es war mir eine Freude für dich da zu sein und ich verspreche dir, dich nie wieder zu erschrecken wenn du mit deinen Freunden baden gehst.
Danke sagte ich, dass ist sehr lieb von dir und ich freue mich sehr darüber.
Und schon verschwand der Hecht.
Ich schwamm nun zu den Seerosen und setzte mich auf ein Blatt.
Ich war erschöpft und doch überglücklich darüber, dass ich fliegen konnte und so viel Schönes erlebt und gesehen hatte. Und neue Freunde hab ich jetzt auch, sprach er freudig.
Seine Freunde lauschten immer noch voller Spannung.
Sie waren so begeistert von dieser Geschichte, von den Erlebnissen und das ihr Freund Regenbogen fliegen kann.
So nahmen sie sich vor, es am nächsten Tag selbst auszuprobieren.
Ihr Freund Regenbogen machte ihnen den Vorschlag.
Wisst ihr was!
Wir machen die nächste Reise gemeinsam und ich glaube, wir werden viele schöne Abenteuer erleben.
Oh ja .. oh ja .. riefen seine Freunde .. das war richtig klasse.
So redeten sie noch den ganzen Abend über diese Geschichte und über das, was sie erwarten wird.


Uwiwa280709