Beim Lesen Martin Walsers „Muttersohn“ bekam ich das Gefühl, hier schreibt einer mit schweizer-badischem Literaturgefühl. Der Percy aus dem Roman erinnerte mich stark an Hesses entlaufene Klosterschüler oder Figuren aus Frischs Werken. Gemeinsam scheint mir diesen Handlungen das süddeutsche Kloster-Flair mit Esskastanien-Bäumen und Charakteren, die mir verwandt scheinen mit Dostojewkis Idiot.
Ein Lesestoff der auf mich entspannend wirkt, Moral und Weisheit ohne Verbindlichkeit aus märchenhaften Geschichten.

-ganter-