Thema: Anfang 20

  1. #1
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    Anfang 20


    Anfang 20

    Wir sind naive Segler.
    Naive Segler -
    blauäugig & nichtwissend.
    Verkennen die See
    & ihre Gefahren;
    die Stürme, die Wellen, den Wind.
    Voll Neugier nach den Geistern
    in ihren Tiefen.

    Wir sind naive Segler.
    Naive Segler -
    liebend & mutig.
    Haben keine Angst vor der See
    & trotzen der Gefahr;
    den Stürmen, den Wellen, dem Wind.
    Spielen mit den Geistern ihrer Tiefen.

    Wir umfahren keinen Sturm,
    steuern direkt gegen Wellen,
    lassen sie am Bug zerschellen.
    Richten uns nicht nach dem Leuchtturm,
    sondern unser Segel frei in den Wind -
    äußerlich Mann, innerlich Kind.
    Kompassnadel nicht nach Norden,
    niemals weiter als bis morgen.

    Voll Furcht vorm Ankern im Hafen.

    ND9915
    Geändert von Niklas (10.09.2015 um 18:38 Uhr)

  2. #2
    Kohlräble Guest
    Hallo Niklas,

    mir gefällts, vor allem wenn du sagst, dass das dein erstes ist. Die nautische MEtapher, die Parallelität der ersten beiden Blöcke, die dennoch inhaltlich variiert und die "schlicht" gehaltene Sprache tuns mir an. Und der Schlusssatz ist prima gesetzt. Gefällt mir ganz besonders.

    Was mir nicht gefällt ist die "Quasi-Entschuldigung" die du drüber gesetzt hast. Die hat dein Text nicht nötig. Wenn du das dennoch anders siehst, setz sie bitte drunter. Sowas schreckt Leser eher ab, als dass es sie anzieht.

    qtr

  3. #3
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    Vielen Dank für die ehrliche Rückmeldung, Kohlräble! Ich lösche den Satz einfach

  4. #4
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    Hallo Ferdi,

    ich habe versucht, durch die ersten beiden Strophen zwei Perspektiven auf dieselbe Situation zu zeichnen und über den parallelen Aufbau zeigen wollen, dass das lyrische Ich im Verlauf eine andere Sichtweise auf das Leben bekommt.
    Das Trikolon "Sturm, Welle, Wind" klingt für meine Ohren schön und soll einen eingehenden Rhythmus haben. Sie stehen für äußere Einflüsse, die das Leben so mit sich bringt; auf die man erstmal keinen Einfluss hat, mit denen man aber unterschiedlich umgehen kann. Ich will nicht viel erklären, denn jeder soll selbst interpretieren. Ich muss dir zustimmen bei den Schwächen, die du aufgezählt hast.

    Vielen Dank für die Rückmeldung!

  5. #5
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    Zitat Zitat von ferdi Beitrag anzeigen
    ("Neugier nach" ist mir sehr fremd, viel häufiger ist jedenfalls "Neugier auf"?!)
    Würde ich gelten lassen als Analogie zu Gier nach.

    Obstipui steteruntque comae et vox faucibus haesit
    Vergil: Aeneis III, 48

    Ich erstarrte, meine Haare standen zu Berge.
    Und die Stimme blieb stecken mir im Hals.

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