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  1. #31
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    Hallo A.D.

    Was sind Tafeln?

    Wie auch immer...

    es interessiert die Studenten einfach nicht, da sie nur auf ihr eigenes Wohl bedacht sind
    Ja, das kann sein. Habe mir das auch überlegt. Ich selber glaube, dass dies an der Bildung liegt. Hast du schon einmal vom "homo oeconomicus" gehört? Dieses Konzept besagt, dass die Wirtschaft dann funktioniert, wenn jeder für sich selber schaut. Bringe das einem Schüler bei und er wird sich so verhalten. Oder hast du schon mal vom Überleben der Stärksten gehört? Kein Wunder, gibt es Schlägereien. Die Begriffe, welche Schülern mit auf den Weg gegeben werden, prägen diese Schüler.

    LG

    Ali

  2. #32
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    Hallo Ali

    SpeiseTAFELN für Bedürftige. Gibt es in so ziemlich jeder Stadt. Diese Tafeln werden hauptsächlich durch Spenden finanziert. Dort bekommen die Menschen eine warme Mahlzeit- und je nach Notlage auch Lebensmittel, die sie mit nach Hause nehmen können. Geführt werden diese Tafeln durch ehrenamtliche Mitarbeiter. Auch hier glänzen die Studenten durch Abwesenheit. Es sind meist Rentner, die sich dort engagieren. Morgens gehen sie los und kaufen von Spendengeldern bei den Discountern Ware ein, die kurz vor dem Verfallsdatum steht. Darüber hinaus gibt es Supermärkte, die kostenlos solche Ware...die sie ansonsten entsorgen müssten, zur Verfügung stellen - teilweise auch anliefern.

    In Frankreich sind die Supermärkte sogar verpflichtet solche Ware zu spenden, anonsten droht eine sehr hohe Geldstrafe. Gibt auch extra staatliche Kontrolleure...die das überwachen...also die Mülltonnen der Märkte durchsuchen. Auf der einen Seite ein tolles System...auf der anderen Seite schlimm...dass es so weit kommen musste. Macron wird von vielen Franzosen inzwischen gehasst...gerade in den ländlichen Gegenden. Deshalb ist er auch so sehr an einer europäischen Haftungsunsion interessiert - was in der Realität nichts anderes heißt...als dass die Deutschen mit ihren Steuergeldern die Misswirtschaft in Frankreich ausgleichen sollen. Diese Haftungsunion wird kommen...so viel ist sicher. Für jene deutsche Bürger...die heute zwischen ein und dreißig Jahre alt sind wird das heißen...dass sie später mal definitiv keine Rente bekommen werden. Schon nach heutigem Stand ist ihre Rente mehr als nur fraglich. Das sage nicht ich, das sagen alle unabhängigen Experten-einzig die Politiker erzählen etwas anderes. Funktioniert nur deshalb...weil unsere Volk ziemlich verblödet ist und es keine wirklichen Kontrollorgane mehr gibt. Bis in die 80er gab es noch die Boheme....Intellektuelle...meist Künstler und links orentiert...die in Szene-Kneipen die Köpfe zusammensteckten und gesellschaftliche Fragen erörterten. Sowohl die Politiker...als auch die Gesellschaft...hörte auf diese Leute. Das gibt es heute nicht mehr- die Intellektuellen halten sich aus der Politik entweder raus...oder vertreten extreme (links wie rechts) Positionen. Die Boheme war eine moderate Szene.

    Zurück zu den Tafeln: sie sind nur ein Beispiel...es gibt sehr viele karitative Einrichtungen dieser Art - und Millionen von Menschen in Deutschland, die darauf angewiesen sind - die ansonsten nicht überleben könnten. Dazu kommen etwa 500.000 Obdachlose...in zwei Jahren werden es eine Million Obdachlose sein. Die genaue Zahl kennt niemand, da sich gerade Frauen nicht registrieren lassen...bzw heute hier und morgen da gegen Sex übernachten und nicht als Obdachlose geführt werden.
    Die Not ist immer dort am größten, wo Linke, SPD oder Grüne das Sagen haben-wo also "linke Politik" betrieben wird. Berlin und Bremen z.B. sind mehr als nur pleite - wäre es eigenständige Staaten...würden sie sich im internationalen Ranking im letzten Drittel wiederfinden.
    Sie werden alleine durch den Länderfinanzausgleich am Leben gehalten- was ich schade finde, denn so wird Misswirtschaft auch noch belohnt. Wo Linke regieren, da herrscht Armut - das ist nicht nur in Deutschland so...sondern auf der ganzen Welt. Und nicht erst seit heute...sondern seit es linke Politik gibt.

    Gruss, A.D.
    Der Abschied entziffert die Handschrift einer Begegnung

  3. #33
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    Hallo A.D.

    Ich finde das sehr interessant, was du hier für Ausführungen machst. Leider kann ich dir nicht kompetent antworten, da ich mich wenig mit Politik befasse. Ich orientiere mich politisch gesehen vor allem an Rudolf Steiner, der die Gesellschaft unterteilte in Geistesleben, Rechtsleben und Wirtschaftsleben. Diese sollten gemäss Steiner getrennt sein. Wenn nun die Idee existiert, dass alle Menschen genug zu essen haben sollten, so würde das wohl zum Rechtsleben gehören. Wenn nun das Rechtsleben der Wirtschaft vorschreibt, wie sie mit den von ihr produzierten Esswaren umzugehen hat, so könnte man darin einen Übergriff sehen vom Rechtsleben auf das Wirtschaftsleben, was Steiner wohl eher ablehnen würde. Allerdings ist das eine rein theoretische Überlegung. Das Problem ist ja wohl, dass unsere Gesellschaft eine so komplexe Sache ist, dass man nie ganz klar wissen kann, welche Massnahme welche Wirkungen nach sich ziehen wird. Und so geht es zum Teil wohl auch den Politikern. Nicht einmal unsere Profi-Politiker können genau wissen, welche Massnahmen geeignet sind und welche nicht.

    LG

    Ali

  4. #34
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    Hallo Ali,

    warum nicht auch ein Rudolf Steiner - man kann gar nicht genug Meinungen heranziehen, wenn es um komplexe Fragen geht.
    Ich interessiere mich gar nicht so sehr für Politik...wie das vielleicht den Anschein hat-ich interessiere mich mehr für Gesellschaftsfragen - die aber werden von der Politik begleitet...weshalb ich gar nicht drum herum komme mich auch mit Politik zu befassen-zudem ließ mir mein Elternhaus gar keine andere Wahl...als mit Politikern aufzuwachsen. Ich lernte einige persönlich kennen...darunter auch Spitzenpolitiker aus dem Aus-und Inland. Schon deshalb weiß ich, dass vieles ganz anders ist als es scheint. Der für mich aktuell interessanteste Mensch...wenn es um Gesellschaftsfragen geht...ist der Philosoph David Precht. Obwohl er, in einem kommunistischen Elternhaus aufgewachsen, ein "Linker" ist...höre und lese ich ihm sehr gerne zu. An ihm könnten sich Linke und Grüne ein Beispiel nehmen...denn Precht kommt auch ohne erhobenen Zeigefinger aus-seine Ideen sind von dieser Welt und praxistauglich. Anders Indset (Wirtschaftsphilosph) ist der zweite Name...den man sich unbedingt merken sollte!

    Gruß, A.D.
    Der Abschied entziffert die Handschrift einer Begegnung

  5. #35
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    Hallo A.D.

    Als Rudolf Steiner-Fan bin ich etwas entrüstet, dass du David Precht in diesem Zusammenhang ins Feld führst, denn meiner Meinung ist Rudolf Steiner doch in einer anderen Liga als David Precht. Diese Behauptung muss ich sogleich wieder zurücknehmen, da ich David Precht nur wenig kenne. Was ich von ihm gesehen habe, deutet für mich aber darauf hin, dass David Precht sehr wohl gewisse Erscheinungen in der Welt wertet und damit indirekt auch bestimmte Massnahmen verlangt, mit erhobenem Zeigefinger! Auch hatte ich den Eindruck, dass David Precht einzelne Missstände zwar erkennt, sich aber wenig mit Ursachen solcher Missstände befasst, weshalb seine Kritik dann an den eigentlichen Problemen vorbeigeht, da sie nur oberflächlich ist. Aber eben, ich kenne David Precht nicht sehr gut und werde mich möglicherweise auch gar nie gross mit ihm befassen. Um ehrlich zu sein, habe ich ihn schon in dem Moment abgeschrieben, als ich herausfand, dass er ein Buch mit dem Titel Wer bin ich und wenn ja wieviele verfasst hat. Ich kann mir diesen Titel nur so erklären, dass David Precht die Aufmerksamkeit der Leute gewinnen will, was ich persönlich für manipulativ halte und deshalb ablehne.

    LG

    Ali

  6. #36
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    Tja, da diese Klagen über Jugend und Studenten seit Jahrhunderten zu hören sind, kann man AD nur dazu beglückwünschen, dass er "hellwach auf die massiven Untiefen unserer Zeitläufte" blickt.

    Apokalyptische Rhetorik in Rahmen anderer Dimension behält immer Recht: Unerbittliche Absage an Gegenstimmen und deren blauäugig-naive Performer erzeugt nämlich den Unmut der Kritisierten. Die melden sich dann in Foren, zum Beispiel.

    Da diese tappigen Gutmenschen und oder Weichlinge offensichtlich nichts Besseres zu tun haben als in Literaturforen herumzuhängen und da natürlich nur Leute aufschreien, die man zurecht angeht, kann man sicher sein, dass die Situation so ist, wie sie ist. Würden die Typen sonst /wenn es anders wäre... so hektisch reagieren wie sie reagieren?

    Standing Ovations für den Seher und Propheten sind daher in Texten der anderen Dimension feste, eingebaute Zugabe.

    ww
    Geändert von Willibald W (31.05.2019 um 15:30 Uhr)
    alis nil gravius, o nycticorax

  7. #37
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    Zitat Zitat von AndereDimension Beitrag anzeigen
    Was kann Deutschland tun um wieder einigermaßen brauchbare Bürger heran zu züchten? Junge Menschen, die für irgend etwas stehen und im besten Fall auch einstehen. Rächt es sich jetzt, dass da seit vielen Jahren nur noch blutleere Pfeifen unsere Universitäten bevölkern?
    Die Mutter aller Probleme ist die Emanzipaton der Frauen...
    Optimismus ist Pflicht (Sir Karl Raimund Popper)

  8. #38
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    ... der Frauen, die dann "auf blutleere Pfeifen" stehen.
    greetse
    ww
    alis nil gravius, o nycticorax

  9. #39
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    Hallo Ali

    Als Rudolf Steiner-Fan bin ich etwas entrüstet, dass du David Precht in diesem Zusammenhang ins Feld führst, denn meiner Meinung ist Rudolf Steiner doch in einer anderen Liga als David Precht.
    Wozu der Vergleich? Descartes verfolgte ja auch ganz andere Ansätze als Kant...um nur mal ein Beispiel zu nennen. Eine gesunde Gesellschaft lebt vom Diskurs und der Auseinandersetzung-nichts ist gefährlicher...als wenn alle einer Meinung sind. In der Philosophie gibt es ohnehin kein "richtig" oder "falsch". Würden Philosophen in solchen Kategorien denken...wäre das eine Sackgasse. Ob Steiner, Müller, Maier oder Precht...alle haben sie ihre Daseinsberechtigung. Und wessen Gedanken man gerne folgt...das wird u.a. auch von der eigenen Vergangenheit...bzw. von persönlichen Zielen beeinflusst.

    Gruß, A.D.
    Der Abschied entziffert die Handschrift einer Begegnung

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