Umfrageergebnis anzeigen: Welches ist das beste Gedicht?

Teilnehmer
15. Sie dürfen bei dieser Umfrage nicht abstimmen
Multiple-Choice-Umfrage.
  1. #1
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    Abstimmung Wettbewerb Januar/Februar 2016

    Hallo zusammen,

    die Schreibphase des diesmaligen Wettbewerbs ist beendet und somit dürft ihr euch mit der Abstimmung beschäftigen. Es galt Gedichte zu folgendem Bild mit dazugehörigem Bildtitel zu schreiben:

    Die begrabene Zeit

    von heimlicheFeder

    Die Anzahl der Beiträge ging erwartungsgemäß zurück, weswegen ihr nach dem neuen Verteilungsschlüssel zwei Stimmen zur Verfügung habt. Die stimmen müssen wieder beide auf einmal abgegeben werden. Denkt bitte auch weiterhin daran, dass ihr nicht für euch selbst abstimmen dürft, sonst aber völlig frei seid.
    Die Umfrage wird wie immer zwei Wochen, also bis zum 12.02.2016 um 23:59, geschaltet sein. Je mehr Abstimmen, umso spannender und aussagekräftiger wird das Ergebnis!

    Bitte beachtet bitte auch wieder die Richtlinien für Wettbewerbe!

    Viel Spaß beim Lesen und Abstimmen:
    Eure Wettbewerbsleitung
    Das Thema des aktuellen Wettbewerbs findest du hier, findest du hier.

    Bitte beachtet die Richtlinien der Wettbewerbe.

    Ihr findet einen Kommentar gut? Dann schlagt ihn doch einfach zur Kritik des Monats vor!

  2. #2
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    Die begrabene Zeit (1)

    Der Augenblick, aus Zukunft Zeit,
    befreit sich von der Ewigkeit,
    schlüpft werdend aus der Zukunft Hülle,
    wird Wirklichkeit durch Zahlenfülle.

    Reiht sich, wird zu lebendiger Zeit,
    und stets in Angst vor Ewigkeit.
    Wenn er sie auch als Zeit betrachtet,
    Leben er als sein Ziel erachtet.

    Als Gegenwart aus Zukunft geboren,
    Vergangenheiten kennend verschworen.
    Obwohl schon verlebt, sie bleiben am Leben,
    des Augenblicks Erfüllung durch Streben.

    Als Wiedergänger, gelebter Zeiten,
    aus ihrem Grab ins Leben gleiten,
    in das sie sich stets wieder legen,
    wenn waren neuem Leben Segen.

    Wenn das Erinnern einst erlischt,
    das Leben stirbt ohn ihre Pflicht.
    Die Ewigkeit, nimmt sie dann auf,
    Grab aller Zeiten, Platz zuhauf.

    Ein Stein soll dann Gedanken lenken,
    begrab‘ner Zeit, Gedenkzeit schenken.

  3. #3
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    Die Zeit...begraben?

    Euch ist das Morgen, uns das Heute,
    das Gestern war, wem es gegeben,
    wir alle gehen in den Spuren
    aus anderen, vergangnen Leben.

    Auch wenn, die Namen unbekannt
    und lang verloren manches Lied,
    es ist doch alles, was einst war,
    ein Teil von dem, was noch geschieht.

    Gleichwohl schon unter Staub verborgen
    und dem Vergessen fast geweiht,
    das Abbild jener fernen Tage,
    begraben ist sie nicht, die Zeit.

  4. #4
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    Die begrabene Zeit (2)

    Zu diesem Bild ich will Euch sagen,
    Es war kalt in diesen Tagen.
    Einsam auf den Straßen,
    so manches mal kann man dieses Wetter nur hassen.
    Der Kirchturm liegt in einer Nebelmasse,
    So dicht, das ich es doch kaum fasse.
    Doch lichtet sich der Nebel,
    Liegt es auf mir wie ein Knebel,
    Es scheint als bliebe die Zeit stehen,
    Das kann man an der Umgebung sehen.
    So viele alte Gebäude und Ruinen,
    Vielleicht sind irgendwo auch noch Minen.
    Im 16. Jahrhundert erbaut,
    Wenn man auf die alten Dächer schaut,
    Dann sieht man noch die vergangenen Strukturen,
    Auf manchen Dächern und auch Mauern findet man noch Skulpturen,
    Einsam liegt der Friedhof am Park,
    So viele Geschichten liegen da ganz arg.
    Begrabene Zeiten, begrabene Leiber, begrabene Gebeine,
    und jeder hat seine eigene Geschichte, wie auch die Meine.
    Ein Meer aus Laub,
    bald verfällt es zu Staub.
    Der Wechsel der Jahreszeiten ist sehr gut erkennbar,
    dreht man sich um, schon ist der Winter in vollen Zügen da.
    Zum Ende des Herbstes ist die Zeit meistens trist,
    so dass es manchen die Seele zerfrisst.
    Aber bei den meisten ist diese Zeit auch wohlig warm,
    so hat jede Zeit für einen selbst seinen Charme.
    Doch kommen wir zurück auf die begrabene Zeit,
    hält diese doch auch noch zu erforschen vieles bereit.
    Denn was ist in dieser Zeit passiert?
    Diese Frage hat schon so viele Fasziniert.
    Möchte man doch wissen, was haben Bäume und Mauern zu erzählen,
    gesehen haben sie schon so viele Seelen.
    Doch diese Geheimnisse von einzelnen Schicksalen bleiben verborgen,
    auch was hatten diese Menschen wohl für Sorgen.
    Übermittelt von der alten Zeit,
    bleibt alles was nicht Niedergeschrieben in Verborgenheit.
    So kann nicht die ganze Neugier gestillt werden.
    Somit hält die begrabene Zeit,
    stets Geheimnisse und nie entdecktes in Verborgenheit.

  5. #5
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    jemals

    jemals
    ist eine fadenscheinige Zeit
    gewebt aus niemals und wahrscheinlich nicht

    tut sich
    hervor in Fragen ohne Frage
    schnappt sich herrisch das Gewicht der Töne

    springt nicht
    in den Punkt, suhlt sich
    lustvoll in Bedeutsamkeit, nimmt Wohnung

    nahe
    der Behauptung oder auch
    jenseits des Horizonts in dunkler Hellsicht

    hinter
    ob beziehungsweise falls
    Orte, wie geschaffen für ein Mausoleum

  6. #6
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    herkulesgrab

    -an den mont klamott-

    oh, hügel voll geschichte
    grünst heute hübsch im herzen
    der großen, meiner lieben stadt
    aus krieg hast frohmut du gemacht

    du gestrig große ära
    verborgen und doch sichtbar
    als narbe unsrer alten stadt
    fandst du in diesem berg ein grab

    verwich'ne zeit in trümmern
    berichtest stumm von damals
    bleibst ewiglich teil dieser stadt
    ein mahnmal, das auch hoffnung bracht

  7. #7
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    Die begrabene Zeit (3)

    Große Grabsteine stehen viele herum,
    auf unserem Friedhof dort still und stumm.
    Doch vieles zeigen sie mir an,
    wer dort liegt, ob Frau, ob Mann.

    Wie viele es sind die hier ihre Ruhe fanden,
    Eltern, Kinder, ja und die anderen Verwandten.
    Auch sind die ganzen Zeiten erfasst
    Ihre Geburtstage und die Todestage die man hasst

    Schön geschmückt sind diese Steine meist,
    mit viel Muse und schönem Erfindergeist,
    Einfach Lebens Zeit ist hier begraben an diesem Ort.
    Doch jetzt sind die Menschen alle fort.

    So stehe ich da und sehe Sie mir an,
    weil ich meistens gar nicht anders kann,
    und denke, wann ist es wohl bei mir so weit,
    wann bin ich auch nur eine begrabene Zeit.

  8. #8
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    Steinreihen

    Die Zeit heilt unsre Wunden nicht.
    Du bist fort... sie ist vorbei.

    Hinter Schatten scheint die Sonne,
    durch die Trauer freundlich warm.

    und Hoffnung blüht auf deinem Grab,
    denn wir glauben zu verstehn


    ...und vergessen.

  9. #9
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    Das Schweigen der Klänge

    Türen, Tritte, Taumel, Tumult
    Städte streben steil zu Stagnation
    Zeit zeigt zunehmend Zeitmangel
    Ziele ziehen zu Zügellosikeit

    Wütend wogt Wortlosigkeit
    hektisch hastet Hoffnungslosigkeit
    Sehnsucht sucht Sorglosigkeit
    Müde Menschen mahnen Menschlichkeit

    Erst Erde erträgt ehrlich
    endlose Endlichkeit...

  10. #10
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    Heute sieht alles anders aus


    Ein verlassenes Fabrikgebäude
    Ohne Freude
    Und der Friedhof daneben
    Ohne Leben
    Waren sein Zuhause

    Er wanderte durch die leeren Räume
    Ohne Licht und Träume
    Alles grau und verdreckt
    In düsterer Stimmung und bedrückt

    Die Zeit kam hier zum Stehen
    Und am Tag lag alles aufgedeckt
    Die Vergangenheit nie weggesteckt
    Und der Ausgang schien festzustehen

    Er ging von Grabstein zu Grabstein
    Ohne Kraft und Sein
    Der Lebenswille verreckt
    In Gedanken verloren und verrückt

    Nach Ursachen und Sinn fragend
    Weinend und klagend
    Oder sich in den Arsch beißen
    Und alles abreißen
    Und so stellte er sich unter die Brause

  11. #11
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    Die begrabene Zeit (4)

    Er singt und singt
    die Welt, sie swingt,
    in dieser unbeschwerten Zeit..
    er ist ganz nah und schreit
    sein Glück hinaus in alle Welt,
    die eben noch zusammenhält;
    Der "FRÜHLINGSVOGEL"


    Er flattert und flattert,
    ein wenig Glück er sich ergattert
    in dieser wechselhaften Zeit.
    Er ist ganz nah und schreit.
    Zweifelnd doch voller Überschwang
    kreist er um des Berges Kamm.
    Der "SOMMERVOGEL"

    Er krächzt und krächzt,
    hat´s Glück wohl überschätzt
    in dieser turbulenten Zeit.
    Er ist ganz nah und schreit.
    Unruhig mit den Flügeln schlagend
    am letzten Quäntchen Glück sich labend.
    Der '"HERBSTVOGEL"

    Er schreit und schreit,
    die Welt, sie liegt im Streit,
    antworten wird die Zeit.
    Er ist ganz nah und schreit.
    Ihr hört ihn nicht? Er kreischt!
    Nach uns´ren Leben heischt
    der WINTERVOGEL"

  12. #12
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    Wie man mit schlechten Fotos was gewinnen kann

    Ich hab ein Foto, damit bring ich Oma glatt zum Weinen,
    bestimmt, ich habe fett nen Trauerrand darauf gestrichen.
    Ansonsten sieht man wenig scharf, man könnte sogar meinen,
    das vorne ist ein Parkplatz. Ha, ist alles was verblichen,
    das ist der Trick. Oma wird natürlich richtig sehen,
    das ist ein Friedhof! Glaubt sie jetzt, die Heimat zu erkennen,
    dann hab ich sie. Sie wird! Das Bild ist ja so fehlbelichtet,
    sie wird mir danken für das tolle Foto und dann flennen.
    Das tut sie immer, wenn nur irgendwas sie dran erinnert,
    wo ihre Wiege stand. „Ach Jungchen“, wird sie dankbar sagen,
    „so gute Bilder gibt’s heut gar nicht mehr. Es ist doch spinnert,
    wie die Leut heut alles knipsen. Ach, wie sie sich plagen,
    und nutzt doch nix, weil Totenhemden keine Taschen haben.
    Mit mir werd nicht nur ich, es wird auch meine Zeit begraben.“
    Lang lebe Oma! Trotzdem, sie hat Recht, sie wird mal sterben.
    Dann kriege ich den Preis für mein scheiß Foto. Ich werd erben.

  13. #13
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    Friedhof der Kuschelliebe

    Niemals Vergessen der perfekte Traum,
    tiefer als jede erlebbare Realität.

    Vermutlich deshalb nach Zeile eins den Stift hingeworfen,
    und sich dem Nichts zugewandt;
    denn schlimmer als die unvollendete Geschichte,
    ist zweifellos jene mit zu klischeehaftem Ende.

    Was bleibt ist Unerfüllung;
    notfalls selbst erschaffen,
    weil ich zu menschlich bin
    das absolute Glück zu ertragen.

    Lieber richtete ich den Blick auf das Unerreichte
    nur eine Armeslänge entfernt,
    als mich mit dem unmöglich Erreichten zu rühmen.

    Tränen laufen die Kehle hinunter,
    während der Schmerz mir leise lächelnd
    die vollkommene Freiheit schenkt.

    Und da liegt sie, lebendig (,) begraben.
    Die erste Liebe.

  14. #14
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    Hallo zusammen,

    nicht vergessen abzustimmen! Ihr habt noch bis 6 Tage Zeit, eure Stimme für eure zwei Lieblingsgedichte abzugeben.

    Mit freundlichen Grüßen
    Eure Wettbewerbsleitung
    Das Thema des aktuellen Wettbewerbs findest du hier, findest du hier.

    Bitte beachtet die Richtlinien der Wettbewerbe.

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  15. #15
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    Hallo zusammen,

    leider mussten wir wieder eine Stimme löschen, da der Autor für sich selbst abstimmte, obwohl wir darauf hinwiesen. Nichtsdestotrotz dürft ihr natürlich weiterhin abstimmen! Ihr habt noch Zeit bis morgen Nacht 23:29, für eure bis zu zwei Lieblingsgedichte zu stimmen, falls ihr es noch nicht habt. User, die noch nicht abgestimmt haben gibt es jedenfalls genug. Es ist also noch potenzial da.

    Mit freundlichen Grüßen
    Eure Wettbewerbsleitung
    Das Thema des aktuellen Wettbewerbs findest du hier, findest du hier.

    Bitte beachtet die Richtlinien der Wettbewerbe.

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