Umfrageergebnis anzeigen: Welches ist das beste Gedicht?

Teilnehmer
11. Sie dürfen bei dieser Umfrage nicht abstimmen
  • flucht

    2 18,18%
  • Februar '45

    1 9,09%
  • Auf dem Weg

    3 27,27%
  • meine Feindin

    2 18,18%
  • Weiße Flächen

    1 9,09%
  • Flucht

    0 0%
  • Kleine Welt

    1 9,09%
  • Flucht vor, mit Zeit

    1 9,09%
  1. #1
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    Abstimmung Wettbewerb März/April 2016

    Hallo zusammen,

    die Schreibphase des diesmaligen Wettbewerbs in Kooperation mit der Redaktion von zugetextet.com ist beendet und somit dürft ihr euch mit der Abstimmung beschäftigen. Es galt Gedichte zu folgendem Thema zu schreiben:

    Thema „Flucht“

    Wir Menschen, die Herrscher der Welt, sind in Wahrheit oft verängstigte Fluchttiere. Seit wir
    in den Savannen Afrikas von den Bäumen stiegen und umherstreiften, ist unser Reflex bei
    Gefahr: Beine in die Hand und ab damit. Wenn man ein Menschenleben nüchtern betrachtet,
    könnte man fast der Auffassung sein, dass es aus einer Aneinanderreihung von kleinen und
    großen Fluchten besteht.
    Unser Thema ist nicht erst aufgrund der heutigen Weltlage aktuell. Es sind durchaus nicht nur
    diese Formen von Fluchten gemeint, die aus der Vertreibung entstehen – aber eben diese
    auch. Erzählen Sie uns von Ihren Fluchten, selbsterlebten, von solchen, die man Ihnen
    berichtet hat, bei denen Sie geholfen, bei denen Sie Ursache oder Opfer waren. Sprechen Sie
    von Aufbruch, von Gründen und Zwängen, Bedrohungen und Unausweichlichkeiten und/
    oder beschreiben Sie das Ankommen und die Schwierigkeiten eines Neuanfangs nach einer
    Flucht. Gehen Sie der Flucht als menschlichem Urtrieb auf den Grund in erstklassigen und
    bewegenden Gedichten. Lassen Sie uns an Ihren Einsichten in das teilhaben, was Flucht für
    Menschen heißt, den Aufbruch, den Schmerz, die Angst, den Zorn, den Verlust, die Rettung
    und das Ankommen.

    Da wir dieses Mal weniger Einsendungen erhalten haben, darf jeder nur ein Mal abstimmen. Denkt bitte auch weiterhin daran, dass ihr nicht für euch selbst abstimmen dürft, sonst aber völlig frei seid.
    Die Umfrage wird wie immer zwei Wochen, also bis zum 15.04.2016 um 23:59, geschaltet sein. Je mehr abstimmen, umso spannender und aussagekräftiger wird das Ergebnis!

    Bitte beachtet bitte auch wieder die Richtlinien für Wettbewerbe!

    Viel Spaß beim Lesen und Abstimmen:
    Eure Wettbewerbsleitung
    Bitte beachte die Richtlinien der Wettbewerbe.

    Hier sind die Sieger des letzten Wettbewerbs .

    Du findest einen Kommentar gut? Dann schlag ihn doch einfach zur Kritik des Monats vor!

  2. #2
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    flucht

    fort...fort....muss gehn
    verlassen diesen ort....ohne umzudrehn
    heimat duzerbombt und zerschossen
    unschuldig blut vergossen
    mutter vater brueder schwestern
    alles das war gestern
    morgen...morgen
    was wird er bringen
    angst und sorgen
    haenderingen
    elend und not
    begleiten mich dauernd
    wasser und brot
    in ecken sich kauernd
    im nacken den tod...
    das weite gesucht
    zu lindern die not
    bin ich auf der flucht
    Geändert von WBL (01.04.2016 um 23:25 Uhr)

  3. #3
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    Februar '45

    "Berlin" - Schriftzug am Bahnsteig im Februarschnee.
    Das Licht hat schon Kraft, tut dem Winteraug' weh.
    In den sabbrigen Fäustlingen hält sie ihr Herz.
    Das stampft im Lokomotiventakt heimatwärts.

    Wie geht vorwärts leben mit dem Rückwärtsgefühl?
    Die kalte Frau Mutter versackt im Gewühl.
    Eiskalter Schemen trägt den Jutesack, braun.
    Mehr Heimat gibts nicht - auf das muss sie nun bau'n.

    Die Lackschuh - erlaubt nur auf heftigste Bitten -
    hatte der Polack von der Schnur ihr geschnitten...
    "Berlin - Bärlein schau: - Wir sind angekommen!"
    Doch der Bär hat den Blick nach innen genommen
    Geändert von WBL (01.04.2016 um 23:25 Uhr)

  4. #4
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    Auf dem Weg

    Gedrängt, ertränkt in Ecken zusammengezwängt
    Verdammt, versklavt, Handketten fest verschnallt
    Gepeitscht, gebombt, vom Mob in Gräber gedrückt
    Bespuckt, beschimpft, dem Terrorverdacht unterstellt

    Friedliche Werte mit kriegerischen Mitteln
    Meinungsvielfalt in den Medien
    Menschen die Menschen niederschießen
    Mit Worten, Waffen und mit Bildern

    Meere schäumen unter blutigen Wellen
    Leichen stauen an den Stranden
    Helfershelfer bestaunen das Grauen
    Feuermelder läuten gen Osten

    Gedrängt, ertränkt in Ecken zusammengezwängt
    Verdammt, versklavt, Handketten fest verschnallt
    Gepeitscht, gebombt, vom Mob in Gräber gedrückt
    Bespuckt, beschimpft, dem Terrorverdacht unterstellt

    Kinder weinen an den Zäunen
    Schreien vor Hunger, leise in Armen
    Geschunden vom Tragen, seit Tagen am warten
    Von Knüppeln gehalten, zum weiter ausharren

    Der Blick vom Westen nach Osten und zurück
    Verhärtet, verweicht, resigniert zugleich
    Dazwischen die Stummen, die alles geben
    Weil das Herz weiß, was ist taubenweiß

    Gedrängt, ertränkt in Ecken zusammengezwängt
    Verdammt, versklavt, Handketten fest verschnallt
    Gepeitscht, gebombt, vom Mob in Gräber gedrückt
    Bespuckt, beschimpft, dem Terrorverdacht unterstellt
    Geändert von WBL (01.04.2016 um 23:25 Uhr)

  5. #5
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    meine Feindin

    Oh Phobia, oh Phobia
    als wäre ich schneller wie du,
    lauf ich vor dir weg,
    denk nach und erkenn:
    Ich finde vor dir keine Ruh.

    Dein Gesicht ist bekannt,
    deine Werke berühmt
    und doch kann ich dich nicht erfassen.
    Ich denke man kann
    und sollte es auch,
    dich einfach verkümmern nur lassen.

    Oh Phobia, oh Phobia
    begleitest Tag aus und Tag ein.
    Das Leben es könnte
    -wärst du nicht mehr da-
    um so vieles gefährlicher sein.
    Geändert von WBL (01.04.2016 um 23:26 Uhr)

  6. #6
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    Weiße Flächen

    Tausende Argumente
    streifen unser Leben
    und wir versuchen
    zu erkennen.

    Doch dort,
    wo Leben verleumdet wird
    und Liebe ignoriert,
    baut Ignoranz weiße Flächen
    des Verstehens.
    Geändert von WBL (01.04.2016 um 23:26 Uhr)

  7. #7
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    Flucht

    Eine Flucht ohne Ende
    [11.Juni.1969 - März 2016]
    Sechzehn (1986)
    Denn alles kommt und geht so schnell,
    verliert sich mit dem Tageshell:
    kein Strahl kann mich erreichen,
    kein Schein ist mir ein Zeichen.
    Mein Boot liegt jetzt auf Grund:
    darüber alles rennt und schreit,
    oh je, wieso war ich nicht so gescheit,
    zu leben in solch goldner Zeit?
    -
    Siebzehn (1987)
    Drogen, Sex und Alkohol
    Alles fährt Karussell
    dreht sich schnell
    leicht und schwer
    ohne gehts nicht mehr
    -
    Mutter (1993-1996)
    Quält mich
    zerreisst mich
    oh verlasse mein Gehirn
    zerschlage meine Stirn
    -
    Kokain
    Es summt
    keine Stimme je verstummt
    nur die Sehn-Sucht hält mich zurück
    dem Un-Glück
    -
    Alkohol kreuzwider
    Der Schmerz verschwimmt
    nicht mehr abgestimmt
    -
    Alleinver(b-)raucher
    Heroin
    Mitmenschen verbrennen
    und dann vielleicht bekennen
    Verbrenne!
    verbrannt
    erlöst und frei
    -
    Sex zuwider
    Wieder und wieder
    muss ich wieder
    ohne Liebe
    zuwider
    -
    Frauen
    Aus Steinen Formen schlagen
    sie müssen es ertragen
    tausend Winde und nicht umgedreht
    tausend Wasser und der Stein steht
    ich treffe jetzt Schatzi-Maus
    die Kälte zieht kurz hinaus
    und viele wollen abermals
    doch meine Frau kommt niemals
    -
    Gebrauchsanweisungen (1996)
    Sonnenschein
    komm herein
    mein Kopf tut so weh und geh
    Schuldfrage
    keine Klage, bitte!
    ich werde bezahlt...
    -
    Weggespült
    Jetzt möchte ich sterben
    heute wieder, bis zum Exzess
    -
    Zuhause
    Gedanken
    zanken
    Vergangenheit
    nie bereit
    Unendliche Sicht
    erreicht ist das Licht
    Breite wird Weg
    Tiefe Steg
    und im goldnen Land
    ich mich kurz befand
    -
    Harmonie
    In diesen Farben
    und diesem Gesang
    sich auflöst
    zusammenfindet
    Zeit und Raum
    Welt und Traum
    -
    Entschuldigung (1997)
    Gefangen in dieser kranken Geborgenheit
    nicht gewachsen, von ihr erdrückt
    Was kann ich noch alles ertragen?
    Jetzt stehe ich an der Kreuzung
    führt ein Weg ins Paradies
    zum inneren Frieden
    wäre da die Möglichkeit zu sterben
    für einen Neuanfang
    -
    Über den Berg (2001)
    Wenn mein Herz weint
    wenn Tränen meine Seele ertränken
    wenn meine Venen, meine Welt und ich
    nach Betäubung dürsten
    alles zuviel und alles zuviel ist
    dann fliege ich der Sonne entgegen
    dann lacht dieses Kind in mir
    und ich erwache

    Heroinentzug (April 2003)
    -
    Augentrunk
    Das Gute wählen
    keine Frauen quälen
    die Liebe ertragen
    selber danach fragen
    den Wahnsinn sehen
    doch nicht mit ihm gehen
    -
    Haare über den Augen
    Könnte ich lieben
    würde ich fliegen
    alles wieder umbiegen
    und im Frieden
    abliegen
    Gesprungen
    der Kummer abgeklungen
    Ruhe gefunden
    mit den Vöglein gesungen
    und endlich ist alles gut
    -
    Entweder oder
    Im Suff ertrinken
    den anderen nachwinken
    hinkend
    und weiter trinkend
    -
    Zuerst die Frau
    Bedrungen werden
    ein und aus pferden
    alles und jede zählt
    spielend ausgewählt
    Sich einlassen
    zärtlich anfassen
    fühlen und lieben
    beide zufrieden
    -
    Auswanderung (Mai 2003)
    -
    Ameisen erteilen eine Lektion
    Frau am Anfang
    Frau am Ende
    Werdegang
    keine Wende
    Durchhaltewillen
    -
    LIEBE MICH (2004)
    taub
    Höre Liebe sein
    blind
    Sehe Liebe mein
    verstopft
    Rieche Liebe dein
    zerspalten
    Schmecke Liebe ein
    einmalig
    Taste sie allein
    -
    Heirat (Oktober 2005)
    -
    Alles heilt zu seiner Zeit
    Im Schlamm
    ein aufgerichteter Mann
    ein verstörter Knabe
    und ein verendeter Rabe
    Das Kranke zelebriert
    explodieren
    und
    gesund
    Vergehen
    -
    Der Mann im Mond
    Ich sehe verdorbene Gesundheit
    und verwelkte Schönheit
    alles muss ich sehen
    immer und immer wieder
    und es ist kalt
    grau und trostlos
    Und trotz allem
    ich sehe die Schönheiten
    und ich erfahre Gesundheit
    -
    Wenn die Liebe
    Mich scheinen gemacht
    zum Lieben gebracht
    und zusammen aufgewacht
    -
    Selbstporträt
    Wer steht mit dem Rücken zur Wand
    Reflektieren
    Wer hat umgedreht ins goldene Land
    -
    Wie das Wirrwarr der Ehe der Un- und Abhängigkeiten
    oder mein Weg (2006)

    Wie Grausam- und Zärtlichkeiten
    wie Nüchternheit
    wie Freiheit und Besessenheit
    wie unabhängig und abhängig
    Meine Ehe
    wie nehmen und geben
    wie unterstützen und loslassen
    wie treu und leidenschaftlich
    -
    Ohne Saat keine Ernte
    Ich erkenne und ertrage nun die Kräfte
    mein Drogenmissbrauch
    in meiner traumatischen Vergangenheit
    meine Kunst und meine Belohnung
    in meiner reichen Gegenwart
    ich habe das Leben angenommen
    Ehepartner
    -
    Sie hat die schönsten Pickel der Welt
    Urkraft
    reine Triebe und guter Instinkt
    sind gesund und stark und begehrenswert
    und sie ist einzigartig wunderschön
    Urheimat
    für die Liebe und das Eheglück
    mit meinem Mädchen
    es ist das Paradies auf Erden
    -
    Das Ende der Krankengeschichte
    Gefangen im sinnbetörenden Gebäude
    einer traumatischen Kindheit
    auf der tragischen Suche nach Geborgenheit
    und einer Freiheit
    für immer verhedderte Marionetten
    gefesselt in Eisenketten
    dieses Rollenverhalten endet in Verbitterung
    dem Dürsten nach Vergeltung
    und ist der Schauplatz für die Selbstzerstörung
    Eine Befreiung und ein Durchbruch
    sind die Früchte der Vergebung
    das ist ein unerschütterlicher Glaube
    an das Gute
    -
    Meine Zeit ist gekommen
    Und ich mache mich auf den Weg
    tief in diesem Wald
    überall das Unheil und die Kälte
    und ich bin wachsam und stark
    überall Kraft und Leben
    und ich bin wieder zuversichtlich
    dass die Sonne überall scheinen kann
    und dass ich sie heute geniessen darf
    die gewonnene Freiheit und Liebe
    und ich gehe weiter
    die glücklichen Zeiten
    -
    Christi Dualismus einfach
    Mit Leib und Seele
    vom Quell zur reichen Ernte
    alles bedeutungsvoll
    verständlich
    Über Beherrschung zu Kraft
    so sei aufrichtig und zugänglich
    aufmerksam und zuverlässig
    geduldig und zuversichtlich
    und aller Leidensweg endet
    und alle Welt steht dir offen
    -
    Ein Syndrom des Herpes Simplex
    Sie steht am Strassenrand
    beim Zigarettenstand
    ich sehe ihr Schamhaar
    alles feucht und wunderbar
    animalische Triebe
    fleischliche Liebe
    -
    Ich ichte
    Ich bin ein Kind
    ich versuche taub und blind
    dann trinken und Drogen
    alles Lüge und verlogen
    eine falsche Freiheit
    Leben hat Vergangenheit
    Was soll ich jetzt nur tun
    um in Frieden zu ruhn
    Mich reich und schön
    dichten
    oder mich aufrichten
    neu ausrichten
    Wie nur die Gegenwart ichten?
    -
    Durchhaltewillen (2015)
    Flucht
    in eine Sucht
    doch zu guter Letzt
    das Übel mit Gesundheit ersetzt
    mit der Liebe vernetzt
    all die Qual
    letztlich egal
    schliesslich
    glücklich
    -
    Kaputtgemacht
    Täte sie so sehr quälen
    würde ich den Freitod wählen
    Jetzt weiss ich nichts mehr zu tun
    Nur unser Tod macht alles ruhn
    -
    Der Preis der Ehe
    Meine Nachbarin
    ein wirklicher Wahnsinn
    ein wunderschönes Spiel
    aber mit dem klaren Ziel
    mein Glied in sie zu treiben
    und in ihr drinnen zu bleiben
    Ins eigene Fleisch schneiden
    und für immer leiden
    -
    Mitmachen!
    Ein Flugzeugabsturz!
    kurz!
    und schmerzlos!
    nichts wie los!
    lass uns weggehen!
    das Paradies sehen!
    die Chancen sind gut!
    Bomben sind Standard-Gut!
    -
    Wahre Trugbilder
    Alles wird gut ausgehen
    doch plötzlich kann ich mich sehen
    verängstigt und allein und alt
    wegen mir wurde allen bitterkalt
    -
    Die Sonne
    Und die Blume
    Und alles geht auf
    Ich wäre gerne der Führer
    doch in der Regenzeit ist es föhnig
    und mein Kopf schmerzt mich dumm
    eine Welt der gesunden Verführer
    denn alles Kranke wie ich ging endlich drauf
    -
    Ein Sekundenbruchteil
    Allen auf den Wecker gehen
    dieses Dasein ist nicht zu verstehen
    mein letztes Kitzeln
    über das Leben witzeln
    trieb groben Unfug
    Lug und Trug
    keinen Missbrauch mehr treiben
    flügellos bleiben
    denn ich werde siegen
    in der Not frisst der Teufel Fliegen
    -
    Zum Kotzen
    Mit Frauen assoziierte ich Mutter
    Unruhe und fürchterliche Ängste
    ein verhängnisvoller Stein kam ins Rollen
    die Liste meiner Eroberungen war die längste
    ihre Körper und Seelenwärme nur ein Futter
    kotze und weiter zur nächsten Fotze
    -
    Die neutrale und saubere Schweiz
    Angela hat den Vogel abgeschossen
    erfolgreich den Kreis geschlossen
    !!!Heil und geil!!!
    -
    Und es ward Licht
    In einer Kirche in Thailand
    der Teufel hält mich in der Hand
    erhebt Gebühren
    will mich und sie hinters Licht führen
    doch sein Einfluss bricht
    sie zerrte mich ans Licht
    meine Gemahlin ist das Wunder und das Schöne
    für sie klingen aus meinem Herzen liebevolle Töne
    -
    Der Glückliche
    Also nackt auswandern
    von einem Tag zum andern
    Habe meine bessere Hälfte gefunden
    lache viel und geniesse leichte Stunden
    -
    Krumme Bananen:
    Die Fortsetzung der Evolution
    Männer sind weibstoll und tun nichts fruchten
    das Gehirn die Ärzte verzweifelt suchten
    Verbotene Früchte
    Sünden des Fleisches
    -
    Ein Hundeleben
    Es war einmal ein bunter Hund
    lebte bissig und ungesund
    Dann wurden seine Augen glasig
    die Zähne und das Fell lausig
    er zog seinen Schwanz ein
    und starb allein
    -
    Vor Gottes Stuhl gerufen werden
    Es handelt sich um eine Verwechslung
    sie sitzen ohne Makel im Stuhl
    sie sollen jedoch verantwortlich sein
    Beichte.
    Der Tag des Jüngsten Gerichtes:
    Urteil und Strafe Gottes.
    -
    Chronologisch von A bis Z
    Chamäleon
    Das Zuhause ein Chaos
    Chargieren
    In der Schule ein Clown
    Camouflage
    Gegensätzliche Charaktere
    Raucht Heroin und Crack
    Chaot und Casanova
    Alles Cervelat
    Kämpft und wird clean
    -
    Zeitbomben
    Menschliche Bomben
    wuterfüllt
    leiden dann an Verstopfung
    streben nach Erleichterung
    explodieren
    Ich leide jeden Morgen an Durchfall
    platze vor Wut
    und bin meinem Misserfolg so müde
    will einen stabilen Stuhlgang erlangen
    Seelenfrieden finden
    also in Ruhe scheissen oder sterben
    Kriege
    -
    Männer
    Judi judi hui!
    Pfui pfui pfui
    -
    Wenn der Himmel seine Schleusen öffnet
    Es war das Dunkel aus der Kindheit
    jegliche Sonne wurde zugedeckt
    Und dann ein furchtbarer Knall
    Gott schlug das Hausdach ein
    und erleuchtete mein Sein
    -
    Ein Gedicht und etwas ohne Bedeutung:
    Ich bin ja ein grosses Tier
    wie Hitler Adolf fand
    ich bin ja ein Übermensch
    wie ein Wolf
    bin das Tier in den Menschen
    unmenschlich
    -
    Unser aller heutige Seidenstrasse
    Denn das Zuhause gibt es nimmermehr
    für das ankommende Menschenmeer
    und jeder der anders denkt wie Merkel
    ist und bleibt ein verdammtes Ferkel
    -
    Vom Affen abstammen
    Man kann es alles raffen
    doch es gibt eben alle Arten von Affen
    -
    Totaler Schwachkopf
    Ich bin beutegierig
    weibstoll
    ging auf Jagd
    und Gott sagt
    du bist immer voll
    doch nie voll
    ein überflüssiger Kropf
    -
    Alles hinter mir gelassen
    Nichts hielt mich auf
    alle und alles ging drauf
    mein Wahnsinn brach aus
    es wurde zu einem höllischen Graus
    hunderttausende Stimmen und Gedanken
    zanken und zanken und zanken
    und ich begann zu Gott zu beten
    -
    Schneller gehts nicht
    Ich bringe alle zum Sturz
    unterm nächsten Lendenschurz
    -
    Im Grossen einkaufen
    Als ich aufwachte
    und mit meiner Gattin über Mundgeruch lachte
    war ich im Süden von Thailand
    wo ich Seelenfrieden und Glück fand
    -
    Himmelherrgottsakra
    Man tut träumen
    ist befreit von allen Zäunen
    warte also geduldig und gut auf mein Ableben
    dann wird mich Gott gen Himmel heben
    -
    Die begrabene Zeit (2016)
    Habe mich jetzt für immer von ihr befreit
    verwelkt war ihre Schönheit
    es mußte Blut fließen
    jetzt kann ich neu in die Höhe schießen
    Hätte ich nur meine Triebe gehütet
    wieder war alles zu voller Schönheit erblühtet
    wofür nur das ganze Schießen und Gießen
    unter mir kann sowieso nichts sprießen
    -
    Wieder zum Mann
    Nächste Pussy
    nächste Muschi
    -
    Heute sieht alles anders aus
    Er wanderte durch die leeren Räume
    ohne Licht und Träume
    alles grau und verdreckt
    in düsterer Stimmung und bedrückt
    Er ging von Grabstein zu Grabstein
    ohne Kraft und Sein
    der Lebenswille verreckt
    in Gedanken verloren und verrückt
    Oder sich in den Arsch beißen
    -
    Mutterbindung
    Sollte hier und jetzt aufhören
    auf Gott hören
    oder sie und mich zerstören
    -
    Mann futsch wird wert
    Unser Schwanz
    geht auf Distanz
    wir zügeln die Sextriebe
    für die Flügel der wahren Liebe
    hinein in ein erfülltes Leben
    und ewiglich über den Wolken schweben
    -
    Einleitung
    in allem betucht
    doch total verrucht
    habe jede Sünde versucht
    -
    mit aller Wucht
    die halbe Welt besucht
    krankhaft Liebe gesucht
    -
    eine aussichtslose Flucht
    habe dann alle verflucht
    und auf alles geflucht
    -
    eine destruktive Sucht
    meine Sehnsucht
    es gibt dort keine idyllische Bucht
    Geändert von WBL (01.04.2016 um 23:52 Uhr)

  8. #8
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    Kleine Welt

    Kleine Welt
    (… die Welt ist zu klein geworden für Mauern…)

    Gedankengewitter- Schrankengesplitter
    endlose Tränen, die dich verhöhnen.
    Dahinter ein Licht, ein Schemen, neue Sicht-
    Regenbogen im Kopf, an seinem Ende der Topf
    mit den ewigen Farben, wo alle Ängste starben,
    wo alles neu beginnt, weil dort Träume sind:

    Alte und neue
    mutige, scheue
    dunkle und helle
    langsame, schnelle…
    Alles kann sein-
    Alles ist Schein!

    Und doch wird es Leben, kann Hoffnung geben!
    Lass die blassblaue Trauer los,
    die große, graue Mauer ist bloß
    eine alte Illusion! Seit Ewigkeiten schon
    erzählt sie von Enge und von Gedränge!

    Dabei bist du frei! Alles ist neu
    und zugleich alt,- jedoch mit Gewalt
    ist hier nichts zu lösen. Zeit einzudösen
    und loszulassen bis die Narben verblassen
    Und dann loszugehen, um zu verstehen
    was wir wirklich sind:

    Mensch, Mann, Frau, Kind,
    die ihre Fäden verweben
    auf der Suche nach Leben.
    Von Land zu Land
    reichen wir uns dabei die Hand,
    um neue Muster zu finden
    und einzubinden…

    Eine alte Utopie ?
    Ja, wir brauchen sie
    einmal mehr wie nie…
    zuvor…

  9. #9
    Registriert seit
    May 2008
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    1.055

    Flucht vor, mit Zeit

    Entspannt lag in Abrahams Schoß,
    da plötzlich, brach die Hölle los,
    die Wände mich bedrängten, als riefen sie mir zu,
    auf, auf jetzt, du Geselle, beweg Dich, Schluss mit Ruh!
    Wo eben noch viel Raum war und jede Menge Platz,
    trieb Drängen, Engen, Angst zur Flucht in Eile, Hatz.
    Doch auf mir schienen Tonnen zu lagern ihr Gewicht,
    ich strampelte, da plötzlich, ein Loch, von wo kam Licht.
    Das war der erste Lichtblick und Hoffnung meines Lebens,
    der sich bewies, erfüllend, befreiend, nicht vergebens;
    mit jedem Strampeln wuchs er, ward breiter, heller, groß,
    sah Menschen herein schauend und wartend; worauf bloß?
    Es schien, sie wollten reden, ganz dringend mit mir schon,
    doch ich verstand den Sinn nicht, zu aufgeregt ihr Ton.
    Da, wieder ward es enger, mir war‘s nicht einerlei,
    ich wollte einfach weiter; da endlich war ich frei.
    Mir war die Flucht gelungen, hurra, gerade froh,
    hing ich an meinen Beinen, jemand schlug meinen Po.
    Als ich darauf erschrocken und laut vor Schmerzen schrie,
    es hörte auf; vergessen, doch das ich konnte nie.
    Als mir mein täglich Tun bewusst, so wurde auch bekannt,
    wär ich gern oft manch Wegestück wieder zurück gerannt.
    Hab kopfschüttelnd, belustigt mich nachdenklich auch gefragt,
    was ist das nur vor dem Du fliehst, das Dich so ewig jagt?
    Mein Ich, das ist Bereitschaftsdienst, allzeit zur Flucht bereit,
    genauer noch, bin dankbar stets, kann flüchten vor, hab Zeit.

  10. #10
    Registriert seit
    May 2008
    Beiträge
    1.055
    Hallo zusammen,

    ihr habt noch 5 Tage und den Rest von heute, um abzustimmen! Wer noch nicht hat, hat also genug Zeit, alle Gedicht zu lesen und seinem Lieblingstext eine Stimme zu geben.

    Mit freundlichen Grüßen
    Eure Wettbewerbsleitung
    Bitte beachte die Richtlinien der Wettbewerbe.

    Hier sind die Sieger des letzten Wettbewerbs .

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  11. #11
    Registriert seit
    May 2008
    Beiträge
    1.055
    Hallo zusammen,

    jetzt geht die Abstimmung langsam dem Ende zu. Ihr habt nur noch einen Tagt und fast 6 Stunden Zeit, einen Sieger zu ermitteln.
    Leider mussten wir wieder eine Stimme entfernen, da ein Teilnehmer für sich selbst abstimmte.

    Mit freundlichen Grüßen
    Eure Wettbewerbsleitung
    Bitte beachte die Richtlinien der Wettbewerbe.

    Hier sind die Sieger des letzten Wettbewerbs .

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  12. #12
    Registriert seit
    May 2008
    Beiträge
    1.055
    Hallo zusammen,

    ihr habt noch ziemlich genau 15 Stunden Zeit, um für euer Lieblingsgedicht abzustimmen.
    Wer wird auf dem Siegertreppchen stehen?

    Mit freundlichen Grüßen,
    Eure Wettbewerbsleitung
    Bitte beachte die Richtlinien der Wettbewerbe.

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