Thema: Um Stunde

  1. #1
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    Um Stunde


    .

    Mein Schritt dröhnt einsam in den Gassen,
    die wir bislang zu zweit beschritten,
    und wie ein Grabtuch sinkt das Licht
    mit Trauermacht um mich hernieder,
    denn Du bist fort und ich kann es nicht fassen.

    Mein Blick schweift leer durch stille Räume,
    die wir dereinst mit Leben füllten
    - und mir nun Gruft statt Heimstatt sind -
    verpestet jetzt von Moderdüften,
    die mich verfolgen bis in meine Träume.

    Mein Blut fließt eisig seine Runde
    die Hitzeschauer auszutreiben,
    und tiefe Ohnmacht bannt mein Denken
    das nur nach Dir sinnt, unaufhörlich
    seitdem Du fort gingst,
    Stund um Stunde.
    .
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    Geändert von linespur (30.09.2016 um 09:33 Uhr)
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    Jean Paul Sartre

  2. #2
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    Hallo Linespur,

    den Verlust einer wohl nahestehenden Person des LI trägt jede Zeile deines Gedichtes in sich. Das Motiv legt sich damit ebenso wie ein Grabtuch auf den Lesenden, was in diesem Kontext positiv ist. Mir sagt es sehr zu, dass die Schwere in deinen Versen nicht nachlässt und ohne überpoetisch zu werden, einfach wirkt. So gelingt es auch, dass man als Leser sich selbst ein Bild des Ganzen machen kann. Man bekommt nicht alles vorgesetzt. Das Metrum ist auch sauber durchgezogen, was mir schließlich auch zusagt.
    Zwei Textstellen möchte ich jedoch kritisieren: In der ersten Strophe V1: "dröhnt laut" - Ich denke, ein Dröhnen hat in den meisten Fällen etwas mit Lautstärke zu tun, sodass mir dieser Ausdruck zu tautologisch ist. Einfach wäre es wie folgt abänderbar: "Mein Schritt, er dröhnt in diesen Gassen." Mit dem Jambus würde "dröhnt" betont werden, wodurch die Wortbedeutung bzw. das Bild in diesem Vers auch durch das Metrum unterstützt wird. In der dritten Strophe, ebenso V1: "fließt eisig" - Wenn etwas eisig ist, kann es da noch sinnvoll fließen? Klar, man denkt an Flüsse mit Eisschollen oder dergleichen. Aber was da das Fließen bewirkt, ist immer noch der flüssige und nicht eisige Strom. "eisig" kann als Hyperbel verstanden werden. Mir scheint jener Ausdruck aber zu paradox zu sein. Mir ist auch bewusst, dass "eisig" seine Funktion für den Gegensatz zum nächsten Vers hat. Aber vielleicht könntest du da noch etwas daran feilen. Hier will ich auch nichts empfehlen, da der Vers sehr an der Bedeutung bzw. am Gegensatz des zweiten Verses hängt und damit wohl eine kleine Änderung nicht möglich ist.

    Alles in allem: Sehr gerne gelesen, von der Schwere sich anstecken lassend, und gerne kommentiert!

    Greeze
    L.

  3. #3
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    Hallo Liberalis,

    danke für die Einlassung. Für die erste Zeile habe ich eine Änderung eingebaut, um die Tautologie zu bannen; da hast Du nicht unrecht. Dein Vorschlag gefiel mir allerdings nicht, da gleich in der ersten Zeile ein Hilfskonstrukt zwecks Metrumerhaltes zu setzen, das ist nicht so meins. Ich hoffe, Du bist damit einverstanden, wie es jetzt steht.
    Bezüglich des "eisig" denke ich, Du siehst das ein wenig eng. Bist Du noch nie in einen See gesprungen und hast der Freundin zugerufen, das Wasser sei eisig? Oder ein eiskalter Blick, der schleudert ja nun auch keine Eiswürfel hinaus, lächel. Nein, ich glaube nicht, dass eisig unbedingt gefroren heißt und würde es auch ansonsten gern drin lassen; es ist schon so, dass tiefer Schmerz mit einer immensen Kälte des Körpers einhergeht, oder? Mir geht es dann jedenfalls so...

    Nochmals danke und liebe Grüße
    Nina
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  4. #4
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    hallo, Nina,
    dein Gedicht hat mich sehr bewegt. Es kommt für mich mit einer solchen Wucht der Trauer daher, dass ich "schlucken" muss.
    Ich kann die Gefühle des LI so gut nachvollziehen: das leere Heim,das plötzlich verödet und die ständigen Gedanken an eine Person, die
    - aus welchen Gründen auch immer - verschwunden ist.
    Doch diese Gedanken, die unablässlich um einen geliebten Menschen kreisen, sollten mit der Zeit an Intensität und Häufigkeit verlieren.
    So wichtig sie sind, sie können auch krank machen.

    gern, aber traurig gelesen,

    LG, Cara

  5. #5
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    Hallo linespur,

    mir ist da ein touch too much Gothic drin. einsam dröhnende Schritte / wie ein Grabtuch mit Trauermacht sinkendes Licht, Pestduft in der Modergruft.

    Sorry, das ist nicht mein Ding.

    lG

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  6. #6
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  7. #7
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    Hallo linespur,

    dem Glücklichen, sagt man, schlägt keine Stunde. Dem Unglücklichen aber ganz offensichtlich schon, und wie!

    Das ist traurig und kein bisschen tröstlich, was ich grundsätzlich schon einmal schade finde. Ein Erinnern an gemeinsam gelebte und geliebte Zeiten beinhaltete für mich immer auch einen gewissen Trost, dass nie so jemand ganz für sich allein stirbt oder nachbleibt. So aber ist es eher wir bei Poe, nur Verzweiflung, keine Erlösung.

    Und so hebt das ja auch in jeder Strophe an mit dröhnendem Schritt in einsamen Gassen, leeren Blicken in stille Räume und - etwas schwachbrüstiger - eisigem Blut in fließender Runde. Im Gegenvers lauert dann auch gleich die böse Vergangenheit, böse, weil sie die Gegenwart so unerträglich macht: die Gassen wurden ehedem zu zweit (das schreibt man klein, meine ich) beschritten (abgeschritten klingt mir zu steif), die Räume mit Leben gefüllt und - wiederum schwach - in den Adern waren Hitzeschauer. Was bleibt, zeigt der jeweilig dritte Vers: Grabtuch, Gruft und tiefe Ohnmacht; was daraus folgt, der vierte: Trauermacht (sorry, das ist ein verunglücktes Kompositum), Moderdüfte (auch noch verpestende- erinnert an Gryphius‘ wütender Nebel-Pest aus zerplatzten Leibern, sorry) und unaufhörliches Sehnen.

    Warum das so untröstlich ist, erklärt sich (für mich) in den Strophenabschlüssen: Das lyrische Du ist fort und das erst so kürzlich, dass das lyrische Ich es noch nicht fassen kann. Die Erinnerung verfolgt es rund um die Uhr bis in die Träume. Die besondere Betonung des Fortgangs in der Abschlussstrophe erschien dir wohl erforderlich, um die Irreversibilität zu betonen (hier ist jemand nicht gegangen, sondern gestorben). Und das erst kürzlich, was die Intensität und ausweglose Übermacht des Gefühls erklärt. Es handelt sich „um Stunde“n.

    Das ist gekonnt serviert und sprachlich zumeist auf der Höhe. Es gibt aus meiner Sicht wenig zu kritisieren, wie so häufig ist das auch rein geschmäcklerisch. In S1V2 empfinde ich die Auslassung in Kombination mit der Inversion als etwas too much, „die wir so oft zu zweit beschritten“ würde mir, denke ich, besser gefallen. Das in V3 wie ein Grabtuch sinkende Licht ist ein anspruchsvolles Bild, weil es spitzfindig ja nicht das Licht ist, welches sinkt, sondern das Grabtuch sinkt/sank über das Licht (des Lebens), aber das macht Lyrik aus, finde ich. Mit der Trauermacht in V4 mache ich vielleicht doch noch meinen Frieden, aber grundsätzlich kommst du in dem Gedicht mit einfacher, nicht verschwurbelter Sprache aus - und das ist ein Zeichen von Stärke! - so dass ich die Suche nach etwas Überzeugenderem lohnend fände. Die Betonung auf „es“ in V5 ist auch gewöhnungbedürftig, was aber vielleicht allzu beckmesserisch ist.

    Das „doch“ in S2V2 kommt mir zu arg füllwortartig daher. „dereinst“ wäre wohl zu altbacken, vielleicht käme „zuvor“ infrage? In V3 würde ich dann das „doch“ dem „und“ vorziehen und „mir nun“ klingt für mich auch etwas weniger umständlich, als „nun mir“. Albern? Ja, vielleicht. V2S4 ist für mich der schwächste Vers, weil ich die pestenden Moderdüfte als viel zu starkes und mit Abscheu besetztes Bild empfinde, wo sonst eher dumpfe Leere und Lichtlosigkeit herrschen. Hinzu kommt, dass mit dem „jetzt“ auf das „einst“ aus V2 und das „nun“ aus V3 noch ein Temporaladverb in diese Reihe kommt, jedoch den Zeitstrang wieder dreht. Vielleicht ist das aber auch gerade der Clou?

    Okay, das Bild in S3 hatte ich auch schon erwähnt. Ich kann mir nicht helfen, wenn das eisige Blut „seine“ Runde dreht, dann ist es nicht die erste und dann gibt es immer noch Hitzeschauer? Ja, ich weiß, das ist vermutlich sehr engstirnig gedacht, weil die Hitze natürlich so stark war/ist, dass sie immer wieder in Schauern auflodert, bis das unterkühlte Blut sie endlich zum Schweigen gebracht hat. Du magst daran nur erkennen, dass ich dein Gedicht insgesamt als so ansprechend empfinde, dass selbst solche Kleinigkeiten mich stören. Warum sollten wir aber Perfektion nicht wenigstens anstreben?

    Formal hast du es nachgerade perfekt gestaltet. Da gibt es jeweils ganz klare, schlichte Paarreime als umarmende Klammer in den Strophen. Die Binnenverse jedoch sind ohne Reim, denn darin wütet die Trauer. Das Paar ist ja auch tatsächlich getrennt und wie um das zu unterstreichen, schaltest du zu allerletzt dann auch noch einmal die Zeile und brichst symbolisch endgültig das Paar. Wie nebenbei unterstreichst du dabei auch die Stunde, kommst auf den Titel zurück und darin liegt am Ende doch noch so etwas wie ein Trost. Denn heißt es nicht, die Zeit heilt alle Wunden und so vielleicht mit Stund um Stunde auch diese…?

    By the way: Guter Titel!

    Lieben Gruß
    Manfred

  8. #8
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    Respekt... für mich ist das Gedicht rund, vollendet und nachvollziehbar. Es zeigt genau die Phasen der Trauer, die ich kenne.

    Es dauert Jahre, bis diese eine Erkenntnis kommt, und dann ist aus Trauer eine Dankbarkeit, dass uns im Leben jemand gegeben war, der wir begleiten konnten. Es werden warme Momente der Erinnerungen kommen und man lächelt, statt zu weinen.

    Ich wünsche Dir alles Gute und bedanke mich, dass ich Dein Gedicht lesen konnte.
    Herzliche Grüße, sim
    Geändert von sim (29.09.2016 um 18:40 Uhr)

  9. #9
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    Hallo Manfred,
    dass nie jemand ganz für sich allein stirbt oder nachbleibt
    : Das ist ein Satz, über den es sich viel nachzudenken lohnt, finde ich. Eigentlich würde ich widersprechen wollen? Ich glaube, zu sterben ist die einsamste Erfahrung, die ein Mensch machen kann, und zwar unabhängig davon, wie der Tod vonstattengeht. Man kann einen Tod nicht teilen. Und das Zurückbleiben? Auch das wäre nicht teilbar und Linderung verspricht nur die Zeit; eben jene Zeit, die irgendwann erlaubt, wieder zurück zu erinnern und altes Glück aufleben zu lassen – ob dann immer noch Wehmut mitschwingt?
    Dass mit den Hitzeschauern und dem eisigem Fließen markerst Du nicht als erster an. Intensive Beziehungen, intensiver Sex können über Wochen und Monate doch als Schauer in einem hochsteigen, oder nicht? Und dann diese Erstarrung, die Gewissheit, diese Intensität nicht mehr erleben zu dürfen, die Kälte von Ohnmacht etwas zu ändern… das könnte gegensätzlicher im Empfinden nicht sein für mich; und tatsächlich meine ich, will das Ohnmachtsgefühl alles andere Erinnerte erstarren lassen; einfrieren eben. Das liest Du, und wenn man auf Deine Worte achtet, kennst Du wohl auch so. Und dennoch ist es eine „Kleinigkeit“, die Dich stört – hm. Perfektion ist selten authentisch, und ich würde diese Strophe gern inhaltlich so aufrechterhalten, verzeih.
    Das „doch“ in S2V2 kommt mir zu arg füllwortartig daher. „dereinst“ wäre wohl zu altbacken, vielleicht käme „zuvor“ infrage? In V3 würde ich dann das „doch“ dem „und“ vorziehen und „mir nun“ klingt für mich auch etwas weniger umständlich, als „nun mir“. Albern? Ja, vielleicht. V2S4 ist für mich der schwächste Vers, weil ich die pestenden Moderdüfte als viel zu starkes und mit Abscheu besetztes Bild empfinde, wo sonst eher dumpfe Leere und Lichtlosigkeit herrschen. Hinzu kommt, dass mit dem „jetzt“ auf das „einst“ aus V2 und das „nun“ aus V3 noch ein Temporaladverb in diese Reihe kommt, jedoch den Zeitstrang wieder dreht. Vielleicht ist das aber auch gerade der Clou?
    In V1 habe ich geändert – nicht ganz nach Deinem Vorschlag, aber hoffentlich passt es.Das altmodische dereinst (ist das wirklich so altmodisch) habe ich dann in V2 anstelle des doch gesetzt.
    In V3 kann das und aber aus meinem Empfinden heraus nicht durch ein doch ersetzt werden. Ohnmacht und Kälte gehen miteinander einher und widersprechen sich nicht, s.o.. mir nun/ nun mir habe ich geändert – klingt mir eines so gut, wie das andere, aber ich verzwurbel Sprache manchmal schon und glaub Dir da insofern einfach mal.
    Die Abscheu bezüglich der Moderdüfte ist berechtigt, bzw. eigentlich sogar gewünscht. Vertrautheit hängt am Du, nicht an den Dingen, die einen umgeben. Man merkt das meist erst, wenn es leer und damit alles unvertraut scheint; hingegen im vertrauten Arm wird jedes Bett, jeder Schlafsack, jede Wiese zur Heimstatt. Fehlt dieser vertraute Arm, erscheint das alles plötzlich ganz anders, man fühlt sich von der Räumlichkeit geradezu verraten und dies Gefühl münze ich vielleicht in Abscheu um?
    Mir gefällt, dass Deine Antwort keine gerade, durchdachte zu sein scheint, sondern Du nachdenkend einfach herunter geschrieben hast, was Dir so einfiel. Daraus kann man viel lernen und mitnehmen. Ich hoffe, ich habe mit den kleinen Umstellungen jetzt nicht verschlimmbessert.

    Liebe Grüße und also Danke
    Nina
    .
    .

    "gesammelte Empfehlungen" von linespur
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    Genie ist weniger eine Gabe denn aus blanker Not geborener Erfindungsreichtum.
    Jean Paul Sartre

  10. #10
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    Hallo Nina,
    es ist schon so viel gesagt, und jetzt komm ich noch hinterher gewatschelt. Ich lass es bei zwei Anmerkungen: Die Schritte würde ich nicht "dröhnen" lassen - das ginge durch, wenn eine Kompanie im Gleichschritt durch die Gasse marschierte. Vielleicht lässt Du sie "hallen", das würde m.E. besser in eine menschenleere Gasse passen.
    Die verpestenden Modergerüche, die Du Moderdüfte nennst, stören meine ästhetische, überempfindliche Nase.
    Moder und Düfte? Damit es sich reimt, schlage ich "Moderlüfte" vor.
    Den lobenden Worten meiner Vorgänger/innen schließe ich mich gern an.
    Liebe Grüße,
    Festival

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