Thema: Himmelslauf

  1. #1
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    Himmelslauf

    Die Sonne scheint, erhellt den Tag beständig
    Und schenkt uns ihre goldnen Wärmestrahlen,
    In denen wir uns sommers gerne aalen.
    Sie halten den Planeten stets lebendig.

    Der Mond erleuchtet zwar nicht eigenständig,
    Doch kann er silberblau die Nacht bemalen,
    Umrahmt von abertausenden Opalen.
    Getreu umkreist der Erdtrabant uns wendig.

    Sie geben zweimal täglich sich die Hände
    Meist während düsterblauer Stunden.
    Wenn sie sich um den ganzen Erdball jagen,

    Erscheint es fast, als ob sie nichts verbände,
    Doch drehen sie auch manche Ehrenrunden.
    Dann darf der Mond leicht an der Sonne nagen.
    Meine Sydnatur:
    Greis und Greisin miss u <3
    Hier stehe ich! Ich kann nicht anders! Gott helfe mir! Amen!
    (Der Buchstabe)
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  2. #2
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    Hallo lieber Eulerich,
    habe ich jemals ein Sonett von Dir gelesen? Ich kann mich nicht erinnern ...

    Vermutlich hat dich die Mondfinsternis vor ein paar Tagen inspiriert, oder? Auf jeden Fall hast Du den Lauf der für uns auffälligsten Himmelskörper und das Phänomen der Sonnenfinsternis in diese anspruchsvolle Strophenform gefasst und das ordentlich gemeistert. Mit der Gegenüberstellung von Sonne und Mond und ihrer Bedeutung in den beiden Quartetten, ihrer scheinbaren Unverbundenheit bzw. der Unscheinbarkeit ihrer Verbindung im ersten Terzett und der Sichtbarwerdung ihrer Verbindung im zweiten Terzett weist es die dialektische Struktur auf, die von vielen Sonettliebhabern für unverzichtbar gehalten wird. (Du merkst vieleicht, dass ich diese nicht für zwingend halte. Dennoch kann ich sie bewundern und schätzen, wenn sie vorhanden ist.)

    In puncto Klang und "Melodie" gibt's bei mir Abzüge, die größtenteils Geschmacksfragen betreffen und meinen persönlichen Vorlieben entspringen. So liebe ich es z.B., wenn ein Sonett mehr im Hakenstil geschrieben ist. Das empfinde ich als melodischer und eleganter, kann stärker als der Zeilenstil eine gewisse Spannung aufbauen und wirkt m.E. der strengen Form auflockernd entgegen. Dein Sonett weist leider kaum ein Enjambement mit dieser Wirkung auf. (Da die Zeilenübergänge von V1 in V2 bzw. von V9 in V10 trotz der Weiterführung des Satzes mit syntaktischen Einschnitten zusammenfallen, kann man sich m.E. darüber streiten, ob man sie überhaupt als Enjambement bezeichnen kann.) Deshalb und auch wegen der Häufung von Einsilbern an manchen Stellen bleibt Dein Sonett für mich "auf Distanz", fehlen mir hier zum Thema passende Leichtfüßigkeit und Eleganz, um mir ins Blut zu gehen und Begeisterung hervorzurufen.

    Der schwierige und - vielleicht nur im Zeilenstil - auf mich ein bisschen hölzern wirkende Reim auf -endig/-ändig tut ein Übriges dazu. Dass die jeweils ersten Verse der beiden Quartette mit -ständig auf einem identischen Reim enden, halte ich als Stilmittel dagegen für raffiniert, weil es die Sonne als identische Quelle für unser Tag- und Nachtlicht am Himmel sehr passend widerspiegelt. Mit dieser Raffinesse brockst Du Dir aber leider auch die Schwierigkeit ein, einen passenden umarmenden Reimpartner dazu finden zu müssen, der nicht zu reimgesucht wirkt. Bei lebendig halte ich dies für gelungen, bei wendig dagegen nicht, denn den Mond oder seinen Lauf empfinde ich alles andere als schnell, beweglich oder geschickt ... Eine Lösung oder auch nur einen Lösungsansatz weiß ich hier aber leider momentan auch nicht ...

    Immer wieder mal diskutiert und eigentlich von marginaler Bedeutung, für mich aber immer wieder irritierend sind die Majuskeln zu Versbeginn, die auch dann auftauchen, wenn es sich um Nicht-Substantive mitten in einem Satz handelt. Bei vielen Dichtern tauchen sie auf, weil es die Großen in früheren Jahrhunderten so vorgemacht haben, bei anderen, weil das Textverarbeitungsprogramm sie automatisch zu Beginn jeder Zeile setzt, wenn man es nicht anders einstellt oder sich ans manuelle Ändern gibt, ich weiß! Manchmal haben sie sicher auch eine bestimmte Bedeutung und sind bewusst gesetzt, das erkenne ich hier aber nicht. Wie gesagt, tolerieren kann ich das, anfreunden damit konnte ich mich jedoch bisher nicht.

    Anmerkungen und -regungen zu einzelnen Stellen:

    Die Sonne scheint, erhellt den Tag beständig
    Und schenkt uns ihre goldnen Wärmestrahlen,
    In denen wir uns sommers gerne aalen.
    So hält sie den Planeten stets lebendig.


    Um mehr Fluss zu erzeugen, vll. Der Sonne Schein erhellt ... ?
    gerne empfinde ich als umgangssprachlich und hier im Kontext als unpassend: ... wir uns gern im Sommer aalen. ?
    Einen Einsilber einsparen könnte man z.B. mit Sie halten den Planeten ...

    Der Mond erleuchtet zwar nicht eigenständig,
    Doch kann er silberblau die Nacht bemalen,
    Umrahmt von vielen glänzenden Opalen.
    Getreu umkreist der Erdtrabant uns wendig.


    Hier hängt das erleuchtet ein bisschen in der Luft, ihm fehlt - zumindest auf den ersten Blick - ein Objekt. Vermutlich bezieht es sich auf die Nacht als Objekt, oder? Die hinkt aber ein wenig hinterher. Wenn Du auf zwar verzichtetest, ginge z.B. Der Mond verbreitet Licht nicht ... o.ä.
    Die vielen glänzenden Opale gefallen mir nicht wirklich. Obwohl die Opale sich schön in Szene setzen könnten, klingen sie mir mit diesen Attributen zu gewöhnlich für das Gefunkel da oben. Wenn Opale als solche in Erscheinung treten, erübrigt es sich dann nicht, ihren Glanz zu erwähnen? Was hieltest Du von ... von abertausenden Opalen oder so was?
    Das Wort getreu klingt in meinen Ohren schrecklich steif. Wenn Du die Zuverlässigkeit der Mondbahn beschreiben willst, reichte treu doch auch, oder nicht? Hier gäbe es außerdem die Gelegenheit, ein Enjambement einzubauen, wenn Du nach bemalen einen Punkt setzt:

    Umrahmt von abertausenden Opalen
    umkreist der Ertrabant uns treu und ...
    , wobei - s.o. - ich am liebsten einen Ersatz für wendig sähe ...

    Sie geben zwei mal täglich sich die Hände
    Meist während düsterblauen Stunden,
    Wenn sie sich um den ganzen Erdball jagen.


    zweimal wird zusammengeschrieben und die Präposition während steht mit dem Genitiv.
    Ich würde nach Stunden einen Punkt setzen und einen Strophensprung ins letzte Terzett einbauen, weil das inhaltlich ja wunderbar passt: Wenn sie ... jagen, scheint es, als ob ... Ich seh gerade, so rückt die Betonung unglücklich vom scheint auf das es, also eher in die Richtung:

    Wenn sich die beiden um den Erdball jagen, erscheint es fast, als ob sie nichts verbände. Dir fällt da bestimmt was Gutes ein.

    Es scheint, als ob die beiden nichts verbände,
    Doch drehen sie auch manche Ehrenrunden.
    Dann darf der Mond leicht an der Sonne nagen.


    Die Ehrenrunden kenne ich als zusätzliche Runden, in unterschiedlichen Zusammenhängen , haben die was mit Sonnenfinsternissen zu tun? Das wär mir bis jetzt unbekannt, ich lass mich aber gern eines Besseren belehren. Für mein Empfinden klingen sie nicht ganz passend und daher reimgesucht, alternativ so was wie: Doch kreuzen sich zuweilen ihre Runden, darf unser Mond ... Nicht so schön ist die Senkung auf dem leicht, dafür fällt mir aber grad nix ein.

    Sodele, ich habe fertig. Liest sich nach viel Gemecker, hab ich aber gern gemacht . Im Ernst, mir gefällt Dein Sonett, meine aber, dass es schon noch gewinnen kann durch Überarbeitung.

    Angesichts der Uhrzeit verstrahlte Grüße - witch
    Geändert von the witch (21.09.2016 um 23:50 Uhr) Grund: Formatierung
    .........................................
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  3. #3
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    Hallo the witch,

    Sonett habe ich erst eines geschrieben. Aber das mehr so zum Schauen, wie es geht. Also nicht lesenswert.

    Ich weiß von keiner Mondfinsternis vor ein paar Tagen. Das muss an mir vorbeigegangen sein. Das letzte solche Spektakel von dem ich weiß, war Mitte März. Das Gedicht entstand vor ca. 4 Monaten als Teil einer Gruppenaufgabe. Der, der die Monatsaufgabe stellt, kann eigentlich nur Sonette und so wurde die Aufgabe ein klassisches Sonett zu schreiben. Für das klassische Sonett sind These, Antithese und Synthese halt notwendig. Und da ich kein 08/15-Sonett schreiben wollte, wurde es halt das Thema. Wie genau ich dann darauf kam, weiß ich aber nicht mehr.

    In puncto Klang und "Melodie" gibt's bei mir Abzüge, die größtenteils Geschmacksfragen betreffen und meinen persönlichen Vorlieben entspringen. So liebe ich es z.B., wenn ein Sonett mehr im Hakenstil geschrieben ist. Das empfinde ich als melodischer und eleganter, kann stärker als der Zeilenstil eine gewisse Spannung aufbauen und wirkt m.E. der strengen Form auflockernd entgegen.
    Kannst du mir mal ein Beispiel per PN zusenden, damit ich vergleichen kann?

    Deshalb und auch wegen der Häufung von Einsilbern an manchen Stellen bleibt Dein Sonett für mich "auf Distanz", fehlen mir hier zum Thema passende Leichtfüßigkeit und Eleganz, um mir ins Blut zu gehen und Begeisterung hervorzurufen.
    Ja, mit den Einsilbern habe immer mal wieder meine Probleme. Ich arbeite auch daran, das zu verbessern, schaffe es aber nicht immer.

    Der schwierige und - vielleicht nur im Zeilenstil - auf mich ein bisschen hölzern wirkende Reim auf -endig/-ändig tut ein Übriges dazu. Dass die jeweils ersten Verse der beiden Quartette mit -ständig auf einem identischen Reim enden, halte ich als Stilmittel dagegen für raffiniert, weil es die Sonne als identische Quelle für unser Tag- und Nachtlicht am Himmel sehr passend widerspiegelt.
    Es freut mich, dass mein kleiner Kniff bei der Beständigkeit auffiel. Sonst versuche ich ja, keine Reime doppelt zu verwenden. Aber hier war es gezielt, zumal sie unterschiedliche Bedeutungen haben.

    Mit dieser Raffinesse brockst Du Dir aber leider auch die Schwierigkeit ein, einen passenden umarmenden Reimpartner dazu finden zu müssen, der nicht zu reimgesucht wirkt. Bei lebendig halte ich dies für gelungen, bei wendig dagegen nicht, denn den Mond oder seinen Lauf empfinde ich alles andere als schnell, beweglich oder geschickt ... Eine Lösung oder auch nur einen Lösungsansatz weiß ich hier aber leider momentan auch nicht ...
    Das "Wendig" sollte sich eher auf die wirkliche Bewegung und weniger auf die gesehene beziehen. Und schaffe du es mal, unter 28 Tagen und ohne Hilfsmittel um die Erde zu kommen. Und dann noch in der Zeit so viel zu und wieder abzunehmen. (Aber klar, wenn es ein passenderes und offensichtlicheres Reimwort gäbe, würde ich das nehmen. Aber "-ein" oder so reimen kann doch jeder. )

    Immer wieder mal diskutiert und eigentlich von marginaler Bedeutung, für mich aber immer wieder irritierend sind die Majuskeln zu Versbeginn, die auch dann auftauchen, wenn es sich um Nicht-Substantive mitten in einem Satz handelt.
    Mache ich halt so und kriegt man aus mir nicht mehr raus. Aber die Technik beherrsche ich gut genug, um das auszustellen. Habe ich, glaube ich, auch gemacht. (Falls du es ausstellen willst, aber nicht kannst -> PN an mich. )

    Um mehr Fluss zu erzeugen, vll. Der Sonne Schein erhellt ... ?
    Da bin ich mir noch nicht ganz sicher. Es verändert den Sinn schon etwas, hat allerdings den Vorteil, dass die Versanfänge der beiden Quartette sich ähnlicher werden... Schwer...

    gerne empfinde ich als umgangssprachlich und hier im Kontext als unpassend: ... wir uns gern im Sommer aalen. ?
    Das würde es halt noch einsilbiger machen...

    nen Einsilber einsparen könnte man z.B. mit Sie halten den Planeten ...
    Das überzeugt mich schon eher.

    Hier hängt das erleuchtet ein bisschen in der Luft, ihm fehlt - zumindest auf den ersten Blick - ein Objekt. Vermutlich bezieht es sich auf die Nacht als Objekt, oder? Die hinkt aber ein wenig hinterher. Wenn Du auf zwar verzichtetest, ginge z.B. Der Mond verbreitet Licht nicht ... o.ä.
    Ja, das hängt etwas in der Luft, aber ich wollte den oben erwähnten ähnlichen Zeilenbeginn und fand es ohne Bezug gar nicht so schlimm, weil er ja nicht nur die Nacht erleuchtet, sondern auch die Straßen und so weiter. (Ja, klingt jetzt etwas komisch... XD)

    Die vielen glänzenden Opale gefallen mir nicht wirklich. Obwohl die Opale sich schön in Szene setzen könnten, klingen sie mir mit diesen Attributen zu gewöhnlich für das Gefunkel da oben. Wenn Opale als solche in Erscheinung treten, erübrigt es sich dann nicht, ihren Glanz zu erwähnen? Was hieltest Du von ... von abertausenden Opalen oder so was?
    "Vielen" geviel... gefiel mir auch nicht wirklich, war aber notwendig, weil ich auf "abertausend" nicht kam.

    Das Wort getreu klingt in meinen Ohren schrecklich steif. Wenn Du die Zuverlässigkeit der Mondbahn beschreiben willst, reichte treu doch auch, oder nicht? Hier gäbe es außerdem die Gelegenheit, ein Enjambement einzubauen, wenn Du nach bemalen einen Punkt setzt:
    Das macht das ganze halt wieder noch einsilbiger.

    zweimal wird zusammengeschrieben und die Präposition während steht mit dem Genitiv.
    Das zweimal wurde bereits bei der "Gruppenbesprechung" angezeigt, allerdings zweifelnd. Und bei dem Wort bin ich mir immer unsicher... :/ Also zusammen.
    Der Geninitiv heißt in dem Fall "düsterblauer Stunden"?

    Ich würde nach Stunden einen Punkt setzen und einen Strophensprung ins letzte Terzett einbauen, weil das inhaltlich ja wunderbar passt: Wenn sie ... jagen, scheint es, als ob ... Ich seh gerade, so rückt die Betonung unglücklich vom scheint auf das es, also eher in die Richtung:
    Das gefällt mir.

    Die Ehrenrunden kenne ich als zusätzliche Runden, in unterschiedlichen Zusammenhängen , haben die was mit Sonnenfinsternissen zu tun? Das wär mir bis jetzt unbekannt, ich lass mich aber gern eines Besseren belehren. Für mein Empfinden klingen sie nicht ganz passend und daher reimgesucht, alternativ so was wie: Doch kreuzen sich zuweilen ihre Runden, darf unser Mond ... Nicht so schön ist die Senkung auf dem leicht, dafür fällt mir aber grad nix ein.
    Nun ja, die Ehrenrunde ist jetzt kein wissenschaftlicher Begriff für die Sonnenfinsternis aber ich fand es passend, weil eine besondere Runde ist. Der Sportler (und auch die Vielzahl der Schüler ) macht hunderte, tausende von Runden, ehe er auf die Fans trifft und mit ihnen feiert. (Die Schüler feiern zwar, wenn sie keine Ehrenrunde drehen, aber die Analogie muss dann halt umgekehrt werden. Das traue ich dir zu. XD in dem Fall dann halt statt "feiern" "verbrennen" und es passt wieder. XD)

    Sodele, ich habe fertig. Liest sich nach viel Gemecker, hab ich aber gern gemacht
    Das hätte ich dir gar nicht zugetraut.

    Im Ernst, mir gefällt Dein Sonett, meine aber, dass es schon noch gewinnen kann durch Überarbeitung.
    Durch die Einleitung und die mehr oder weniger Kleinigkeiten, die du herausgepickt hast, habe ich es mir fast gedacht, freue mich aber über die Bestätigung.
    Ich hoffe, obwohl ich manche Zitate aus Platzgründen zusammengeschmolzen habe, nichts vergessen zu haben und dass ich gleich das, das ich verändern wollte, auch wirklich verändere. XD

    Angesichts der Uhrzeit verstrahlte Grüße
    Und sowas vor 12. Tz.

    Danke für deinen sehr ausführlichen und aufschlussreichen Kommentar!

    nächtlicher Gruß, gutes nächtle und carpe noctem
    Nachteules
    Meine Sydnatur:
    Greis und Greisin miss u <3
    Hier stehe ich! Ich kann nicht anders! Gott helfe mir! Amen!
    (Der Buchstabe)
    Du verstehst Nachteules Kommentar nicht? Lyrisches Lexikon der Nachteule; für Einsteiger: der Kommentarfaden; wenn dir ein Kommentar besonders gefällt, kannst du ihn zur Kritik des Monats nominieren
    Drama: Das Gericht; Prosa: Fernreise als Kurztrip, Krieg im Frieden, Die Tote

  4. #4
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    Liebe Eule,

    ja, am 16.9. gab es eine partielle Mondfinsternis, von der zwar nicht viel zu sehen war, die aber durch die Presse geisterte, deshalb sah ich da einen Zusammenhang.

    Ich geb Dir gern ein Beispiel für ein Sonett im Hakenstil, aber warum nicht hier? Tatzenspuren von monalisa darf auf diese Weise ruhig auch anderen Lesern bekannt werden

    Ja, das hängt etwas in der Luft, aber ich wollte den oben erwähnten ähnlichen Zeilenbeginn und fand es ohne Bezug gar nicht so schlimm, weil er ja nicht nur die Nacht erleuchtet, sondern auch die Straßen und so weiter. (Ja, klingt jetzt etwas komisch... XD)
    Sorry, das klingt für mich nicht nur komisch, sondern verstehe ich auch von der Argumentation nicht: a) Was genau meinst Du mit "ähnlichem Zeilenbeginn"? b) Inwiefern wäre der gefährdet, wenn Du nach einem anderen Verb suchtest? Ich will Dich nicht überreden, aber rückmelden, dass mich das "erleuchtet" umso mehr stört, je häufiger ich die Strophe lese. Es hängt nicht nur "in der Luft", sondern lässt außerdem bei mir buddhistische Assoziationen auftauchen, die mir hier unpassend erscheinen.

    Ja, es muss "während düsterblauer Stunden" heißen.

    Nun ja, die Ehrenrunde ist jetzt kein wissenschaftlicher Begriff für die Sonnenfinsternis aber ich fand es passend, weil eine besondere Runde ist. Der Sportler (und auch die Vielzahl der Schüler ) macht hunderte, tausende von Runden, ehe er auf die Fans trifft und mit ihnen feiert. (Die Schüler feiern zwar, wenn sie keine Ehrenrunde drehen, aber die Analogie muss dann halt umgekehrt werden. Das traue ich dir zu. XD in dem Fall dann halt statt "feiern" "verbrennen" und es passt wieder. XD)
    Auch damit tue ich mich schwer, es zu verstehen. Setzt Du jetzt "Trainingsrunden" mit "Ehrenrunden" gleich? Ok? Du wirst schon wissen, was Du willst, ich muss das nicht teilen ...


    Das hätte ich dir gar nicht zugetraut.
    Was genau? Das Fertig-Werden, das Meckern oder das Gern-gemacht-Haben?

    Liebe Grüße
    witch
    .........................................
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  5. #5
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    Hey,

    in unserer Presse habe ich nichts gefunden. Vielleicht nur in der Presse, bei denen man sie sehen konnte? Ich habe nämlich nichts mitbekommen. Weder bei unserer lokalen Tageszeitung, noch bei Googlenews.

    Ich geb Dir gern ein Beispiel für ein Sonett im Hakenstil, aber warum nicht hier? Tatzenspuren von monalisa darf auf diese Weise ruhig auch anderen Lesern bekannt werden
    Weil ich gerade wenig Zeit habe und mir die per PN noch Zeit lassen kann.

    a) Was genau meinst Du mit "ähnlichem Zeilenbeginn"?
    Die Sonne scheint
    Der Mond erleuchtet
    (Bei dem Vorschlag von dir "Der Sonne Schein")
    Das ist Artikel, Himmelskörper, Helligkeit. "Verbreiten" würde da nicht reinpassen.
    b) Inwiefern wäre der gefährdet, wenn Du nach einem anderen Verb suchtest?
    Ist glaub miterklärt.
    erscheinen
    Nicht "erleuchten"?

    Ja, es muss "während düsterblauer Stunden" heißen.
    Ist geändert.

    Auch damit tue ich mich schwer, es zu verstehen. Setzt Du jetzt "Trainingsrunden" mit "Ehrenrunden" gleich? Ok? Du wirst schon wissen, was Du willst, ich muss das nicht teilen ...
    Nee, eben nicht. Die rennen tausend mal im Kreis, bis sie endlich mal gewinnen und eine Ehrenrunde drehen dürfen. Nur bei den Schülern ist es andersrum, dass sie sich nicht über die Ehrenrunden freuen. Aber dennoch ist das etwas relativ seltenes, auch wenn es Schüler gibt, die das öfters machen.

    Was genau? Das Fertig-Werden, das Meckern oder das Gern-gemacht-Haben?
    Das gerne meckern. Fertigmachen und fertig werden sind so nah beieinander.

    Ich hoffe, alle Klarheiten beseitigt zu haben. ^^

    nächtlicher Gruß, gutes nächtle und carpe noctem
    Nachteule
    Meine Sydnatur:
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    Hier stehe ich! Ich kann nicht anders! Gott helfe mir! Amen!
    (Der Buchstabe)
    Du verstehst Nachteules Kommentar nicht? Lyrisches Lexikon der Nachteule; für Einsteiger: der Kommentarfaden; wenn dir ein Kommentar besonders gefällt, kannst du ihn zur Kritik des Monats nominieren
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