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    Ein Lebenslied

    Willkommen in der Zukunft. Obwohl ihr die Vergangenheit seht und hört bin ich doch immer stets Gegenwart. Formvollende die Performance, die mich dazu führt, wie ihr es findet und während es von mir zu euch wandert, ist es hier, bei mir, schon passiert.
    So bekommt ihr mit, was mich nicht mehr tangiert. Wiederum erhalte ich die Resonanz die in mir erneut wirkt. Mich inspiriert zu neuen Taten, die wiederhallen. Eine Entwicklung. Ein auf und ab und dazwischen ist Ruhe vorhanden.

    Figuren bastele ich aus Papier und Stiften oder aus Tastatursignalen und Bildschirmflackern. Fange ein Situationsballaden. Stimmen die klagen oder vor Freude Klangschalen nachahmen. Lächelnde Mimen oder Tränenkuller, die langsam und leise, herabperlen. Fließende und stockende Bewegungen. Parallelen die nebeneinander existieren. Sie vibrieren und explodieren und schmelzen zusammen. Trennen sich erneut zu vielen Farben und bekennen sich zu ihresgleichen. Ein Lied das laut schweigt. Eine Rede, dass überzeugt. Was bereits da lag. Aufzubrechen aus der Schale der Einsamkeit.

    Ich singe die Rebellion, die das Leben liebt. Kämpfe mit weißen Papierseiten um schwarze Flecken zu entfernen. Mit schwarzer Tinte auf weißen Flächen. Schon ist es wieder passiert. Eine Bewegung im Raum zittert. Ein Fingerzeig zählt runter die Meinungen, die sie sorgsam notiert. Eine Beste-Liste-Ovation orientiert sich seilgenau, chronologisch und regelgetreu. So ist die Orientierung eine rettende Hand. Sie beruhigt. Schläft und träumt von der Ordnung außerhalb der Grenzen. Weit weg hinter dem Horizont.

    Für immer unterwegs. Mal von Wachsflügeln getragen. Mal ein Fels, zum auf die Spitze des Berges zu tragen. Mal mit ausgestochenen Augen oder mit tauben und stummen Affen zusammen. Eine Waagschale in den Händen. Stets bereit mit Signalen die richtige Welle zu erwischen. Ein Fingerschnipsen zum Takt. Ein Rhythmus das bewegt. Ein Stoppschild, das ermahnt. Eine Warnung, stehen zu bleiben. Ein lautes Schreien. Ein Weinen. Ein Verlangen. Verrat. Dunkelheit…

    Bleich liegt es im Schnee. Kalt und flockenleicht. Vom Winde aufgehoben. Erst leise. Still und heimlich. Um die anderen nicht zu wecken. Die alten Riesen, die uns unten halten wollen. Im Unsichtbaren Boden gefangen. Bis tosende Winde zu Böen sich versammeln. Die alte Asche zu neuem Leben entfachen. In Hochgeschwindigkeitsbahnen noch schneller fahren. Die Lebensströmungen starten herauf zu pulsieren. Kulminieren zu Höchstformkämpfern. Bizepsprall angespannt. Zum Aufschlag bereit. Dann. Der Knall…

    Das Aufeinanderprallen war laut. Ich spüre es noch. Auf der Haut. Wie kleine Gänsefüßchen die im Viervierteltakt wandern. Sie sind wieder zusammen. Die schwarzen Zeichen auf weißem Untergrund. Sie erzählen wieder singend. Ein Lied, das vom Leben erklingt...
    Geändert von facelle (28.11.2016 um 19:52 Uhr)

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