Umfrageergebnis anzeigen: Welches Gedicht ist das beste?

Teilnehmer
23. Sie dürfen bei dieser Umfrage nicht abstimmen
Multiple-Choice-Umfrage.
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  1. #1
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    Abstimmung Wettbewerb September/Oktober 2016

    Hallo zusammen,

    die Schreibphase ist beendet. Somit beginnt heute die Abstimmphase. Wie immer habt ihr 14 Tage, diesmal bis zum 14.10. 23:59 Zeit, die aus eurer Sicht besten Gedichte zu dem unten stehenden Bild zu küren. Da es stolze 16 Beiträge gab, hat jeder User bis zu 3 Stimme, die er allerdings nicht für sein eigenes Gedicht verwenden darf. Die Stimmen müssen auf einmal abgegeben werden. Beachtet bitte, dass zwei Gedichte auf die zweite Seite rutschen mussten!


    https://commons.wikimedia.org/wiki/F...r_File0416.jpg (von User Wernersen04)

    Wir wünschen euch viel Spaß mit den Gedichten und hoffen auf viele Stimmen!

    Mit freundlichen Grüßen
    Eure Wettbewerbsleitung
    Geändert von WBL (01.10.2016 um 00:00 Uhr)
    Bitte beachte die Richtlinien der Wettbewerbe.

    Hier sind findest du alle Gedichte des aktuellen Wettbewerbs.

    Du findest einen Kommentar gut? Dann schlag ihn doch einfach zur Kritik des Monats vor!

  2. #2
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    Der Schwarm

    Ein neuer Morgen erwacht
    in all seiner Pracht
    Er führt sie alle fort
    an einen fernen, schöneren Ort.
    Sie alle ziehen in Scharen dahin
    doch wo bleibt der Sinn.
    Wir sehen Sie von dannen ziehen,
    es scheint als würden sie vor uns fliehen.
    Ist es unser Leid, das sie von dannen treibt?
    Voller Inbrunst mein Herz schreit: Bleibt!
    Denn ihre Schar
    macht es klar:

    ALLEIN ist nichts mehr wunderbar!

  3. #3
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    Bei sinkendem Licht

    Gänse, ich sehe
    Graugänse im Flug
    die Spannung der Körper
    die wilde Kraft ihrer Schwingen
    dunkel gegen den sanften Widerschein
    des Abendlichtes in den Wolken
    eine Leuchtkulisse über den Silhouetten
    der Sträucher, Bäume, Hügel, so friedlich
    als gäbe es die Stille

    Sie sind es nicht, ich weiß
    nicht still, nicht friedlich
    im Landeanflug auf der Suche
    nach Ruheplätzen
    schnattern zänkisch bis der Einbruch
    der Nacht ihr Mütchen kühlt
    Bald werden sie sich zum V formieren
    in den höheren Lagen der Luft
    entschlossen ihren Routen folgen
    von weit oben hörbar
    ihr vielstimmiger Gleichklang

    Nils Holgersson winkt mir zu
    von einem Gänserücken und mit einem Lächeln
    bin ich wieder Kind, kleine Schwester
    von Lasse und Bosse in Bullerbü
    liege im Heu, suche nach Schätzen
    mache ich mir die Welt in bunten Strümpfen
    dann einen Sprung durch meine Zeit
    und bin zurück

    Die Schnüre der Freileitungen
    hangeln sich vom Blau ins Grau
    welch einsame Reise
    gäbe es nicht hin und wieder
    die Gesellschaft der Schwalben
    doch die sind fortgezogen
    bevor der Nordwind sich aufbläst
    durch die Luft jagt, mit grober Stimme
    der Landschaft die Farben raubt
    und der Frost seine Saat ausbringt

    Wer wird für mich den Winter urbar machen
    wer wird mich halten
    wer deckt mein Dach mit Gras und Blumen
    wenn Fortgehen unabwendbar ist
    und Weite sich Verflüchtigen bedeutet
    entlang des Horizonts
    bei sinkendem Licht

  4. #4
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    Bild ohne Zeit

    Da wird kein Ende sein
    nur immer Bewegung
    in die Tiefe des Lichts.

    Brennendes Goldorange
    formt die fliegenden
    Schatten des Daseins
    zu einem Bild.

    Schwärme suchen Wärme,
    folgen Lichtgestalten
    in Himmelsweiten.

    Alles bewegt sich
    im Strom von Gezeiten
    Und Zyklen…

    Sanfte Geborgenheit,
    tiefer Frieden
    fliegt in den Augenblick
    zeitloser Gegenwart.

    Im Fluss der Zeit liegt
    Durchreise und Ankunft
    in einem Zug…

  5. #5
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    Natürlich

    Zu einem Takt, der keinen klaren Rhythmus kennt,
    der nur ein Fühlen in den schlanken Leibern ist
    und sich in Sonnensog und Winterwehen misst,
    erweckt ihr Flügelschlag das weite Firmament –

    im Morgenrot erstarken ihre Silhouetten.
    Matt, müde blüht der junge Tag, sie ziehen
    schon weiter, fast als wollten sie entfliehen –
    ein schwarzes Meer am Himmel, Onyx-Ketten,

    sich windend, wechselnd, wandelnd ohne Pause,
    voran, voran, voran in wärmere Gefilde.
    So fliegen sie in Richtung dieser Milde,
    die ihnen Auftrieb ist und manchmal ein Zuhause.

  6. #6
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    Utopia

    in safrangelben Feuern flammt der See
    er wirft den Glutball in den jungen Tag
    der Wind verrauscht, denn Flügelschlag auf Schlag
    flieht ahnend vor dem ersten Hauch von Schnee

    und lärmend stiebt ein tausendfacher Ruf
    ins helle Licht, durchstößt die Himmelsplane
    des Heeres Grau hängt flatternd seine Fahne
    an Schatten, die der Federtanz erschuf

    nun liegt die Weite öd, verlassen da
    ein Liebeslied, das klanglos trotzig schweigt
    ein wilder Kuss, der sich dem Ende neigt
    ist alles, was vom Sommer bleibt - Utopia

  7. #7
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    Vogelschwarm

    Flipp flapp Knochenklappern
    Jedes Vieh in Position
    Wir schneiden Luft mit scharfen Federn
    Reißen Strudel, Wirbel, Löcher
    Saugen Strömungen durch Schnäbel
    Und lassens hinten wieder raus

    Es kommt Inspektor Sonnenschein
    Wirft auf die Erde schwarzes Zucken
    Klatscht Farbe an den Horizont
    Lässt graue Wolken alt ausgucken

    Auf den Leitungen mach Pause
    Dann führen sie dich nirgends hin
    Lass Gefiederbrüder schnattern
    Sie schnattern doch nur ohne Sinn

    Wir fliehen jetzt nach Südistan
    Machen Urlaub in Zitronen
    Und träumen in den Nächten dann
    Dass wir dort für immer wohnen

  8. #8
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    Eifersüchtiger Einzelgänger

    Am Leben der Gruppe teilhaben

    und es mit der Truppe geil haben

    ein vergnügtes Schnattern und Geküsse


    In diese Idylle knattern seine Schüsse

    sich im Zorn mit den Krisen beschäftigen

    sein Ego durchs Gänsebeschießen kräftigen

  9. #9
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    Federnd wie glänzend!

    Viele Wünsche lernen fliegen.
    Damit Sie vogelgleich
    uns als Flügelschlag sprechen sehen
    was wie hier
    in gemalter Erfüllung verharrt.

  10. #10
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    Zugvögel

    Das Grün eines Sommers wird gelblich und blass
    und all seine Früchte sind längst schon verschenkt.
    Im Wettlauf der Zeit hat der Träumer verloren,
    ein Flüchten ist zwecklos, das Jetzt hält dich fest.
    Mein Blick streift durch Felder, durch Wälder und flieht.
    Flieht fernwärts so schnell, wird noch schneller als Wind.
    Es reißen die Bilder, die Farben so blind,
    dann hält es abrupt und so staunend vorm See,
    und sieht einer Schönheit von Gestern still zu.

    Der Bergsee so reinlich, mit dampfendem Schal,
    das planschende Bild einer Nixe so zart.
    Mein Blick ist gebannt von der Schönheit der Nackten,
    jetzt winkt sie mir zu und ich folge ihr blind.
    Im Küssen so steigt ein Verlangen so hoch,
    besiegt mich so kampflos und macht mich zum Mann.
    Wie spielende Fische umringen sich Körper,
    im Tanz einer Liebe erlöschen die Sorgen.
    Wir kosten das Spiel aus Begehren und Lust.

    Doch plötzlich ein Schnattern, ein Schnattern vom Himmel,
    ich schaue nach oben da ziehen die Schwäne.
    Die Schwingen zerteilen so rauschend die Luft.
    Das sinnliche Spiel hat der Herbst aufgefressen.
    Ach Zeitenlauf sag mir, was könnte dich stoppen?
    Das Jahr hat so eilig dem Zielstrich erstrebt,
    und ich, ich muss folgen, dem Tage, der Nacht.
    Doch sehnsüchtig schaue ich suchend zurück,
    der See kommt nie wieder doch Nixen bestimmt.

  11. #11
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    Ein Gänsebraten der dritten Art

    Na die da! Diese schöne schwarze Silhouette,
    die flatternd gen des Südens warme Zeiten,
    soll mir, Galyxlo 93, der Schiffskoch zubereiten,
    die Federn, hätt ich gern in meinem Bette!

    Und während dann der Restschwarm, der adrette,
    gen Süden zieht, auf warmen Winden reiten,
    ach, du willst diese, Glaxlo 7? Den Fangstrahl vorbereiten!
    Ja, scheint ja auch ne zähe, leckre, fette!

    Und während dann der Restschwarm, südlich ziehe,
    als Winters, hier die Sonne kälter glühe,
    um dort, sein kleines Vogelleben zu begründen.

    Da ziehn auch wir, die wir den Braten lieben,
    als unsres Raumschiffs Aggregate zünden,
    zurück, zu unsrer Spezies auf Gamma Sieben.

  12. #12
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    Himmel voll Freiheit und Träume

    Sieh in den Himmel
    Was siehst du?

    Siehst du die Sonne?
    Siehst du die Wolken?
    Siehst du die Vögel?

    Was siehst du noch?
    Siehst du deine Zeit?
    Siehst du dein Leben?

    Was siehst du?
    Siehst du deine Zukunft?
    Siehst du dein Leben?

    Was bedeutet der Himmel?
    Was bedeutet dein Leben?
    Was bedeutet deine Zeit?

    Im Himmel siehst du
    was du hattest
    was du hast
    was du willst
    wovon du träumst

    und die Freiheit
    die du hattest
    die Freiheit
    die du hast
    die Freiheit
    die du willst

    in diesem Moment
    ist deine Freiheit
    und dein Leben
    das selbe,
    denn du hast
    die Freiheit
    dein Leben
    zu träumen
    wie du es willst

    schau in den Himmel
    um deine Träume
    deine Wünsche
    und dein Leben
    zu sehen

  13. #13
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    Vom Fliegen

    Vollkommenheit umfängt und trägt mich
    hinauf ins Licht. Der Südwind kitzelt
    mich unterm Bauch; ich hör ihn flüstern
    und atme Zuversicht: Willkommen
    im Paradies, du kleiner Schmierfink!
    Die Flucht aus dem Gedankenkäfig
    gelang, mehr brauchst du nicht zum Fliegen:
    Vollkommenheit umfängt und trägt dich.

  14. #14
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    An dich verspielt

    Und schon fallen Wünsche
    aus den Falten feuriger Kittel

    Ich falte Origamis
    geduldig
    und warte
    auf ein Seufzen
    im Geschrei ohrenbetäubenden Aufbruchs

    Schau wie die Nadel dreht
    Nord-Süd-Süd-West-Nord

    Der Sommer war
    an mich verschwendet
    an dich verspielt
    an Rosenknospen
    an daunenweichen Blütenblättern hängen geblieben
    mein Schwanz ein Landstreicher
    hauste zwischen deinen Beinen

    Und du
    Du hast meine Pobacken wie Brotteig geknetet
    Noch den letzten Tropfen von der Eichel geleckt
    halb verdurstet
    hab ich dich
    gekostet getrunken gegessen
    bis ich satt war
    in deine Augen gesehen
    wenn ich dir die schweißnassen Strähnen
    aus der Stirn strich und befahl
    Sieh mich an
    hab ich dich überflutet
    wie ein Sommergewitter
    In jedem Samen keimte Lust

    Und jetzt
    unsere Münder und Hände sind leer
    und müde
    wir sind es müde
    müde der süßen Tode

    Versuch es
    jage mich fort bevor …
    Strom durch meinen Schwanz
    uns stromabwärts
    nirgend wo hin
    im Kreis
    lauf
    schneit es
    Fetzen
    von versengten Kitteln

  15. #15
    Registriert seit
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    Das Bild

    es hängt ein bild
    an deiner wand
    mit vögeln
    die fliegen nach irgendwo
    im blau
    vielleicht über den horizont
    in eine andere welt

    ich wünschte wir könnten
    unsere schwingen ausbreiten
    und fliegen
    auf uns zu
    und wären nicht so festgenagelt
    wie das bild
    an deiner wand

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