1. #1
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    HILDEGARD VON BINGEN (heiteres Gedicht)

    Hildegard von Bingen

    „Sie wird es zu etwas bringen“,
    sprach der Vater von von Bingen,
    denn als zehntes Kind, von Adel,
    ward geboren einst das Madel.

    Doch zum Abschied musst‘ er zwingen
    sich, von Hildegard von Bingen,
    die - mit Jutta zur Komplizin -
    kam ins Kloster, als Novizin.

    Mit den Schwestern oft am Singen
    war die Hildegard von Bingen.
    Musizieren kann sich lohnen:
    Danach hatte sie Visionen.

    Und die Glocken taten klingen
    bei der Hildegard von Bingen,
    und sie betete bis Ostern
    um die Gründung von zwei Klostern.

    Eingerahmt von schönen Dingen
    war die Hildegard von Bingen,
    und am Abend schrieb sie gerne
    über Liebe, Kunst und Sterne.

    Als die Siechenden anfingen
    bei der Hildegard von Bingen
    ins Skriptorium zu wanken,
    heilte sie hernach die Kranken.

    An den Lippen viele hingen
    bei der Hildegard von Bingen,
    und erklärten sie, ganz eilig,
    schon zu Lebzeiten als heilig.

    Merke:
    Daher heute noch verschlingen
    wir die Bücher von von Bingen.



    Nachzuhören unter (werbefrei, Sprecher: GCP):


    Anmerkung:
    Hildegard von Bingen war Benediktinerin, Universalgelehrte, Komponistin und Dichterin. Als zehntes Kind wurde sie - wie damals üblich - im achten Lebensjahr in ein Kloster gegeben, gemeinsam mit der acht Jahre älteren Jutta von Sponheim („und meine Eltern weihten mich Gott unter Seufzern“).
    Schon als Kind hatte sie Visionen, die sie Jahre später in einem Visionswerk niederschrieb („Scivias - wisse die Wege“). Sie gründete zunächst das Kloster Rupertsberg bei Bingen für Adelstöchter, später noch das Kloster Eibingen, in welches auch Nichtadelige eintreten durften. Sie wurde bereits zu Lebzeiten als Heilige verehrt, allerdings erst viele Jahrhunderte später in das Verzeichnis für Heilige aufgenommen. Aufgrund ihrer medizinischen Abhandlungen wird sie noch heute mit Naturheilkunde in Verbindung gebracht.
    Geändert von Georg C. Peter (03.06.2018 um 00:32 Uhr)

  2. #2
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    Lieber Georg C. Peter,

    das Gedicht sehr ich weniger humorvoll sondern eher als ernstes Loblied. Wenn über einen Menschen im Alter von 8 Jahren in solch gravierender Weise über sein Leben bestimmt wird (Gott geweiht) empfinde ich dies als grausiges Verbrechen. Verbrechen solcher Art waren bei der Kirche früher an der Tagesordnung, wie z.B. die Kastration von Knaben wenn diese eine schöne Singstimme hatten, um sie für den Kirchenchor zur Lobpreisung Gottes zu erhalten.

    LG Hans
    Mein erster Gedichtband Einmal durchs Leben mit Hans Plonka ist nun beim Daniel Gockel Verlag erhältlich. Bei Interesse schaut in mein Profil unter Homepage.

  3. #3
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    Was, lieber Hans, hat die canonizationis der Hildegard von Bingen mit der Kastration von Knaben zu tun, deren Knabensoprane konserviert (klingelt es? "Konservarorium") wurden?

    Lieber Georg,
    wie schon oft mit leisem Lächeln gelesen und dabei zugeschaut, wie so manche Bildungslücke in humorvoller Weise geschlossen wird.
    Was ist aus den beiden Mädels geworden?

    Liebe Grüße,
    Festival
    Geändert von Festival (06.06.2018 um 18:10 Uhr)

  4. #4
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    Lieber Heinz,

    die Kastration, so wie die frühzeitige Weihung für Gott waren eigenmächtige Bestimmungen über das zukünftige Leben von Kindern.
    Bei Beschneidungen trifft dies auch zu.

    LG Hans
    Mein erster Gedichtband Einmal durchs Leben mit Hans Plonka ist nun beim Daniel Gockel Verlag erhältlich. Bei Interesse schaut in mein Profil unter Homepage.

  5. #5
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    Lieber Hans,

    Hildegard von Bingen lebte um 1100 und damit im Hochmittelalter, die Lebenserwartung lag dabei unterhalb von 40 Jahren. Schule für Kinder gab es kaum, die meisten waren Analphabeten. Bereits im frühen Kindesalter wurden die Zöglinge zum Arbeiten geschickt, sei es auf dem Feld, im Bergwerk oder in der heimischen Stube. Selbst adelige Kinder wurden im Alter von acht Jahren als Pagen an einen fremden Hof geschickt. Den Eltern von Hildegard von Bingen muss man zugute halten, dass sie erstens zu diesem Schritt gedrängt wurden (Der „Zehnte“ war grundsätzlich Gott geweiht, dies wurde auch von der Gesellschaft so akzeptiert und erwartet), zweitens ihrer Tochter eine ältere Freundin (Jutta von Sponheim) zur Seite stellten.
    Insofern: Ja, es war ein Verbrechen. Aus heutiger Sicht. Aber im Hochmittelalter galten – leider – andere Regeln.

    Der Begriff „heiter“ leitet sich aus den häufig „flapsigen“ Versen ab.

    Vielen Dank für den belebenden Kommentar und herzliche Grüße,
    Georg


    Lieber Festival,

    vielen Dank für den aufmunternden Kommentar, habe mich sehr gefreut!

    Liebe Grüße von Georg

    PS: Gehe davon aus, dass Du mit den „beiden Mädels“ NICHT Hildegard und Jutta gemeint hast.
    Insofern: Zweiter Preis und Dritter Preis (allgemeine Freude und Erleichterung!). Ich hoffe, Eurer Treffen war schön! Lg
    Bei AMAZON + Infoverlag erhältlich:
    KAISER BARBAROSSA RIEF AUF EINMAL "HOSSA"
    Heitere Historische Heldenepen (Georg C. Peter/ Infoverlag)

  6. #6
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    Hallo Georg,
    eine gelungene Präsentation der von Bingen, es ist sehr gut gesprochen. Habe doch glatt eines dieser Bücher von von Bingen zur Hand genommen und gelesen, dank deiner Inspiration. Hildegard Strickerschmidt -Streit um Hildegard von Bingen- Hildegard Forum Verlag. Ein Thema daraus: Hildegard und ihre Schau, unsere Schwierigkeiten mit Visionen. Lg aus dem Norden fietje

  7. #7
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    Hallo Fietje,

    habe mich sehr über Deine Anmerkungen und Dein Lob gefreut, um so mehr, als dass ich Dich sogar zur Lektüre ermuntern konnte.

    Zum Thema "Schwierigkeiten mit Visionen":
    Habe mich mit einigen Theologen darüber unterhalten.
    Entscheidender Punkt war hier wohl das Zeitalter der Aufklärung (Beginn um 1700), aus der sich mehr oder weniger die Europäischen Demokratien entwickelt haben. Es ging u.a. um Menschenrechte, Menschenwürde aber auch um die schlichte Trennung von Staat und Religion, sowie die Bekämpfung des Aberglaubens.

    Hier vertreten einige Theologen die Meinung, dass in dieser Epoche auch ein wenig die „Spiritualität“ verloren gegangen ist, das heißt: Die Menschen glauben nur noch, was sie sehen und was irgendwie empirisch belegbar ist. Dagegen ist erst mal nichts einzuwenden, allerdings finden viele Menschen auch Trost in der Religion, dazu gehört oft auch das „Visionäre“, das Unbeschreibliche sowie das Unergründliche.

    Meine persönliche Meinung hierzu ist ambivalent, ich kann allerdings die Argumentation der „Visionäre“ ein Stück weit nachvollziehen.

    Soviel zu Deiner Anregung über Hildegard von Bingen, vielen Dank für den bereichernden Hinweis.

    Herzliche Grüße in den hohen Norden!
    Georg
    Bei AMAZON + Infoverlag erhältlich:
    KAISER BARBAROSSA RIEF AUF EINMAL "HOSSA"
    Heitere Historische Heldenepen (Georg C. Peter/ Infoverlag)

  8. #8
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    Zitat Zitat von Georg C. Peter Beitrag anzeigen
    Hallo Fietje,

    habe mich sehr über Deine Anmerkungen und Dein Lob gefreut, um so mehr, als dass ich Dich sogar zur Lektüre ermuntern konnte.

    Zum Thema "Schwierigkeiten mit Visionen":
    Habe mich mit einigen Theologen darüber unterhalten.
    Entscheidender Punkt war hier wohl das Zeitalter der Aufklärung (Beginn um 1700), aus der sich mehr oder weniger die Europäischen Demokratien entwickelt haben. Es ging u.a. um Menschenrechte, Menschenwürde aber auch um die schlichte Trennung von Staat und Religion, sowie die Bekämpfung des Aberglaubens.

    Hier vertreten einige Theologen die Meinung, dass in dieser Epoche auch ein wenig die „Spiritualität“ verloren gegangen ist, das heißt: Die Menschen glauben nur noch, was sie sehen und was irgendwie empirisch belegbar ist. Dagegen ist erst mal nichts einzuwenden, allerdings finden viele Menschen auch Trost in der Religion, dazu gehört oft auch das „Visionäre“, das Unbeschreibliche sowie das Unergründliche.

    Meine persönliche Meinung hierzu ist ambivalent, ich kann allerdings die Argumentation der „Visionäre“ ein Stück weit nachvollziehen.

    Soviel zu Deiner Anregung über Hildegard von Bingen, vielen Dank für den bereichernden Hinweis.

    Herzliche Grüße in den hohen Norden!
    Georg
    Ich las, Hildegard hatte eine nicht immer nachvollziehbare Sensibilität, sie sprach selbst von einer "luftartigen Konstitution", die erst die Vorraussetzungen dafür abgab, daß der heilige Geist auf diese Weise in ihr wirken konnte. In ihren frühesten Aufzeichnungen schrieb sie: "Schon als ich im Schoß meiner Mutter heranwuchs, vom Hauch Gottes lebendig gemacht, hat er mir dieses Schauen eingeprägt..." Viele hundert Jahre später, am Rande der europäischen Aufklärung schrieb Hölderlin an den Aether:
    Treu und freundlich, wie du, erzog der Götter und Menschen
    Keiner, o Vater Aether! mich auf; noch ehe die Mutter
    In die Arme mich nahm und ihre Brüste mich tränkten,
    Faßtest du zärtlich mich an und gossest himmlischen Trank mir,
    Mir den heiligen Othem zuerst in den keimenden Busen.

    Sicherlich, den heiligen Othem begegnen wir heute anders, aber er ist doch da, dieser heilige Geist, eben das „Visionäre“, das Unbeschreibliche sowie das Unergründliche. Manchmal steckt es zwischen den Zeilen...
    lg fietje

  9. #9
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    Repetitives Klingen kann durchaus den Äther ersetzen.
    Heute gibt es statt Visionen Audivisionen.
    KP

  10. #10
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    Hi Georg!

    "An den Lippen viele hingen
    bei der Hildegard von Bingen,
    und erklärten sie, ganz eilig,
    schon zu Lebzeiten als heilig."

    Herrlich

    Wieder ein rundum amüsantes und gelungenes Werk von dir, Georg. Prima!

    -MiauKuh

  11. #11
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    @ Miaukuh:

    Lieber Miaukuh, habe mich sehr gefreut über die aufmunternden Zeilen und das Zitat.
    In der Tat: es ist erfreulich, das sich auf „Bingen“ so viel reimt!
    LG Georg

    @ Kaspar Praetorius:

    Repetitives Klingen kann durchaus den Äther ersetzen.
    Heute gibt es statt Visionen Audivisionen.


    Lieber KP, auch Dir vielen Dank für den Einwurf.
    Dass viele Menschen heute Computer und Fernseher dem Spiritualismus vorziehen, sehe ich – wertungsfrei - genau so.
    Dass „sich wiederholendes Klingen“ den Äther ersetzen kann bleibt für mich in der Aussage etwas unklar. Meintest Du damit: „Audiovision ersetzt das Göttliche“?
    LG Georg

    @Butenlänner:

    Sicherlich, den heiligen Othem begegnen wir heute anders, aber er ist doch da, dieser heilige Geist, eben das „Visionäre“, das Unbeschreibliche sowie das Unergründliche.

    Der „heilige Geist“, der „göttliche Odem“ und die „Visionen“ sind für mich aus heutiger Sicht nicht mehr so leicht nachvollziehbar, ich stelle mir da eher so eine Art „Trance“-Zustand vor, in dem es natürlich durchaus auch zu Bildern und Visionen kommen kann (und – warum nicht? - auch zu göttlichen).
    Leichter tue ich mich da bei starken Emotionen, wie sie beispielsweise in der Kunst (vor allem in der Musik) vorkommen: Hier habe ich oft den Eindruck, dass gerade etwas „überirdisches“, vielleicht sogar „göttliches“ geschieht, wenn musiziert, zu Papier gebracht oder gemalt wird.
    Herzlichen Dank auch Dir für die bereichernden und sehr interessanten Zitate!
    LG Georg

    PS: Hildegard von Bingen hatte ja auch eine eigene Ernährungslehre.
    Vieles daran erinnert an die „Chinesische Heilkunst“ und ist durchaus auf unsere Zeit übertragbar.
    Bei AMAZON + Infoverlag erhältlich:
    KAISER BARBAROSSA RIEF AUF EINMAL "HOSSA"
    Heitere Historische Heldenepen (Georg C. Peter/ Infoverlag)

  12. #12
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    Zitat Zitat von Georg C. Peter Beitrag anzeigen
    @ Miaukuh:

    Lieber Miaukuh, habe mich sehr gefreut über die aufmunternden Zeilen und das Zitat.
    In der Tat: es ist erfreulich, das sich auf „Bingen“ so viel reimt!
    LG Georg

    @ Kaspar Praetorius:

    Repetitives Klingen kann durchaus den Äther ersetzen.
    Heute gibt es statt Visionen Audivisionen.


    Lieber KP, auch Dir vielen Dank für den Einwurf.
    Dass viele Menschen heute Computer und Fernseher dem Spiritualismus vorziehen, sehe ich – wertungsfrei - genau so.
    Dass „sich wiederholendes Klingen“ den Äther ersetzen kann bleibt für mich in der Aussage etwas unklar. Meintest Du damit: „Audiovision ersetzt das Göttliche“?
    LG Georg

    @Butenlänner:

    Sicherlich, den heiligen Othem begegnen wir heute anders, aber er ist doch da, dieser heilige Geist, eben das „Visionäre“, das Unbeschreibliche sowie das Unergründliche.

    Der „heilige Geist“, der „göttliche Odem“ und die „Visionen“ sind für mich aus heutiger Sicht nicht mehr so leicht nachvollziehbar, ich stelle mir da eher so eine Art „Trance“-Zustand vor, in dem es natürlich durchaus auch zu Bildern und Visionen kommen kann (und – warum nicht? - auch zu göttlichen).
    Leichter tue ich mich da bei starken Emotionen, wie sie beispielsweise in der Kunst (vor allem in der Musik) vorkommen: Hier habe ich oft den Eindruck, dass gerade etwas „überirdisches“, vielleicht sogar „göttliches“ geschieht, wenn musiziert, zu Papier gebracht oder gemalt wird.
    Herzlichen Dank auch Dir für die bereichernden und sehr interessanten Zitate!
    LG Georg

    PS: Hildegard von Bingen hatte ja auch eine eigene Ernährungslehre.
    Vieles daran erinnert an die „Chinesische Heilkunst“ und ist durchaus auf unsere Zeit übertragbar.
    hi Georg,
    der heilige Geist, der göttliche Odem, vlt der göttliche Hauch-, Atem, -Wind, wie auch immer, das Wort erweitert den Raum (am Anfang war das Wort...), wie das Licht oder die Musik. Das Musizieren, welches eben auch mit körperlicher Aktivität zusammenhängt, bringt mich am schnellsten in diesen rauschartigen Zustand, der meist genau so schnell wieder vorüberzieht. Das Wort, im speziellen eben unsere Lyrik, ist etwas viel langsameres, so langsames, das ich so Recht kein Anfang und Ende zuweisen könnte. Letztendlich ist diese Eroberung innerer und äußerer Räume eine Schau, nenne ich es vorsichtig im Rahmen des Hildegard Kontextes: das Schauen der Werke Gottes. Ob Hildegard diese Ansicht geteilt hätte?
    Aus dem Briefwechsel mit Wibert von Gembloux. Zitat:
    "Seit der Zeit, da ich noch ein schwachwes Knd war, schaue ich mit den Augen meiner Seele bis heute, da ich schon über siebzig Jahre alt bin. So wie Gott will, steige ich in meinem Geist hoch in die Luft bis an das Firmament. Ich sehe dabei auch verschiedene Menschen, auch wenn sie weit entfernt leben. Dies alles empfange ich nicht mit den äußeren Augen und Ohren oder anderen Sinnesorganen, ich bilde es mir auch nicht in meiner Phantasie ein. Dabei bin ich immer bei vollem Bewußtsein und sehe es im wachem Zustand, bei Tag und Nacht. Ich sehe ein Licht, das an keinem Raum gebunden und viel strahlender ist als eine Wolke, hinter der sich die Sonne verbirgt. Und wie sich Sonne, Mond und Sterne im Wasser spiegeln, so erblicke ich den Sinn der heil. Schriften, bestimmte Worte und Kräfte und Handlungen der Menschen. . Sie erscheinen mir in diesem Licht wie in einem Spiegel. So weiß ich nur das, was ich sehe und sonst nichts, weil ich ungelehrt bin. Die Worte, die ich in der Vision höre, klingen nicht wie menschliche Worte, sondern sind einem göttlichen Lichtstrahl zu vergleichen und einer Wolke, die am blauen Himmel dahinzieht."
    lg
    fietje

  13. #13
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    Lieber Fietje,

    vielen Dank für Deine Anmerkungen und den Brief von Hildegard von Bingen.

    Der Brief beeindruckt mich sehr, man hat den Eindruck, dass Hildegard ihn nicht „in göttlicher Verzückung“ schreibt, sondern möglichst neutral – geradezu empirisch – versucht, einen Sachverhalt zu beschreiben. Umso authentischer wirkt ihr Bericht auf mich.

    Auch Deine Beschreibung des „Odems“ oder der „Schau“ gefällt mir sehr gut, wenngleich ich immer den Eindruck habe, dass der Mensch die wahre Schönheit und Vollkommenheit lediglich erahnen kann (vielleicht sogar in einem Gedicht?).

    Übrigens könnte ich mir vorstellen, dass es ähnliche Beschreibungen von Seelenwanderung, eine Art „Schau zwischen den Welten“ – wie sie Hildegard von Bingen beschreibt – auch beispielsweise im Buddhismus gibt.

    LG Georg
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    KAISER BARBAROSSA RIEF AUF EINMAL "HOSSA"
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