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  1. #1
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    Dürfen und sollten wir....

    Dürfen und sollten wir unserem Gott sagen, was er hätte besser machen können?
    wenigviel


    Es kann sein, alles ist anders als wir es wahrnehmen und erkennen und doch müssen wir es uns glauben.

  2. #2
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    Guten Tag wenigviel,

    da ich nicht an einen Gott glaube (oder an mehrere), ist es eigentlich fragwürdig, warum gerade ich antworte, aber ich möchte trotzdem meine Meinung kundtun.

    Ich denke, man sollte alles und jeden kritisieren dürfen, auch wenn es vlt. falsch ist was man kritisiert oder wenn man danach merkt, dass das was passierte doch gut war. Aber wo wären wir ohne Philosophie?, wir könnten nichts, wir wären nichts, da jede Frage die man sich stellt philosophisch ist, selbst die Frage: " Was ist Philosophie? ". Und ohne hinterfragen entsteht letztlich keine Kritik oder sagen wir mal, keine sinnvolle Kritik.

    Genau deshalb finde ich, dass dem, einem oder auch unserem Gott, gesagt werden darf und soll, was verbesserungswürdig ist, auch wenn es eigentlich sinnvoll wäre, dass dieses oder jenes existiert. Und warum sollte man das dürfen?, weil selbst wenn "Gott" "unfehlbar und allmächtig" ist und er so keine Fehler macht, der Mensch nur durch kritisieren und hinterfragen seinen Horizont erweitern kann. Zudem sollte "Gott" diesen Menschen, zumindest wenn er so ein "guter"" Gott ist, wie es immer heißt, nicht deshalb bestrafen, da der Mensch seine Taten nur kritisiert, weil er sie nicht versteht und manche Konsequenzen nicht erkennt.

    Und nur um nochmal meine Ansicht zu Gott/Göttern zu erklären, ich glaube nicht an ihn/sie, weil es für mich nur eine "Übermacht" gibt und das ist die Natur, denn alles was wir tun, was wir sind und was passiert, ist für mich natürlich und ja auch Technik und Kultur, obwohl die Definition von Natur das auszuschließen versucht.

    MfG Herr Snyder
    "Mother is the name for God on the lips and hearts of all children." - William Makepeace Thackeray's Vanity Fair, Eric Draven (Brandon Lee) The Crow, Silent Hill -

    "...Schon als Kind hat man dir eingebläut,
    dass man jede Schwäche bald bereut.
    Als gebranntes Kind, das Feuer scheut,
    hast du verlernt, wie man sich freut...."

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  3. #3
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    Hallo Herr_ Snyder,

    wenigviel:
    Dürfen und sollten wir unserem Gott sagen, was er hätte besser machen können?
    Herr_ Snyder:
    Ich denke, man sollte alles und jeden kritisieren dürfen, auch wenn es vlt. falsch ist was man kritisiert oder wenn man danach merkt, dass das was passierte doch gut war.
    Ich denke, jeder Nichtgläubige muss und kein Gläubiger darf/kann den zur Diskussion stehenden Gott zu Verbesserungen anhalten.

    So glaubend mit liebem Gruß, wenigviel
    wenigviel


    Es kann sein, alles ist anders als wir es wahrnehmen und erkennen und doch müssen wir es uns glauben.

  4. #4
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    Guten Tag wenigviel,

    da stellt sich mir die Frage, warum darf man es aus deiner Sicht nicht?

    MfG Herr Snyder
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  5. #5
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    Hallo Herr_Snyder,
    Herr_Snyder:
    da stellt sich mir die Frage, warum darf man es aus deiner Sicht nicht?
    Wenn jemand an Gott glaubt, dann muss er ihm den Gott glauben und das bedeutet, er muss glauben, dass der alles weiß und alles kann und alles, das was der getan hat, ist richtig und bleibt richtig.
    Jede Bitte und oder Ver-Besserungsvorschlag wäre ein Sakrileg und Unglaube.
    Nur das ist wahrer Glaube und nur so ist er möglich.

    Vom wahren Glauben durch seine wohl mehr als weniger vollkommenen Unmöglichkeit beeindruckt, mit liebem Gruß, wenigviel
    wenigviel


    Es kann sein, alles ist anders als wir es wahrnehmen und erkennen und doch müssen wir es uns glauben.

  6. #6
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    Ich erkenne wenigviel,

    was und wie du es meinst, nur frag ich mich nun, wieso denn der Glaube bisher nichts als Unheil gebracht hat. (Kreuzzüge/IS usw.) klar sind es die Fehler der Menschen selbst und nicht die des Gottes, trotzdem frag ich mich warum man dann bei diesem Glauben bleibt, denn auch wenn du nicht auf alle Gläubigen diese Taten projizieren kannst (denn nicht alle Pfarrer vergewaltigen Kinder usw.) sind es doch Taten, die dem Ansehen schaden und dem Vertrauen an den Glauben. Ich glaube ich bin für das Thema zu sehr Philosoph und zu wenig Gläubiger, denn ich glaube an das, was sich belegen lässt.

    MfG Herr Snyder
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  7. #7
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    Hallo Herr_Snyder;

    Herr_Snyder:
    was und wie du es meinst, nur frag ich mich nun, wieso denn der Glaube bisher nichts als Unheil gebracht hat.
    Es ist nicht wahrer Glaube der "Unheil" bringt, sondern, dass wahrer Glaube wohl eine Ausnahme bis Unwahrscheinlichkeit ist und das was (auch) fest als Glaube angesehen wird und als solcher durchgeht, mit Glaube soviel Ähnlichkeit und zu tun hat, wie der Tag mit der Nacht.

    Der Tag, der keinen Morgen hatte, ist Nacht.
    Mit sonnenlosem lieb scheinendem Gruß, wenigviel
    wenigviel


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  8. #8
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    Als glaubst du an einen Gott, aber an keine "Schrift Gottes" bzw an keine der Religionen? Das finde ich interessant und dasselbe mach ich ja auch, nur dass ich an die Natur als "Übermacht" glaube.

    MfG Herr Snyder
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  9. #9
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    Hallo wenigviel
    Wenn wir Gott sagen sollten/könnten/müssten, was er besser machen soll, dann gehen wir davon aus, dass er sowohl gut, weise und allmächtig ist - also dass er um das Gute weiss, das Gute will und es auch herbeiführen kann. Da haben wir aber ein Problem, weil hier auf unserer Welt ja nicht alles so rund läuft wie es könnte. Da ich mich also von einem Attribut Gottes verabschieden muss, scheint mir die Allmacht am ehesten dafür geeignet, weil wir ja als Menschen weitgehend autonom sind (jedenfalls glaube ich nicht an Praedestination). Wenn Gott also weiss, was das Gute ist und das Gute will, dann KANN er es manchmal nicht tun, weil er uns den freien Willen gelassen hat. Insofern könnten wir Gott höchstens vorhalten, dass er etwas falsch gemacht hat, als er uns einen freien Willen gab.
    Nachdenkliche Grüsse, gugol

  10. #10
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    Hallo Herr_Snyder,

    Herr_Snyder:
    Als glaubst du an einen Gott, aber an keine "Schrift Gottes" bzw an keine der Religionen?
    Am festesten glaube ich daran, dass ich daran glauben muss, ich hätte einen FREIEN WILLEN, doch ich weiß, dass ich nicht daran glauben kann.
    Was meinen zweifelsfreien Glauben an Gott angeht, da denke ich, dass ich dafür zu schwach bin, doch wenn es Gott gibt, dann tue ich nur das, was er festgelegt hat und ich könnte, so ich glauben könnte, vollkommen ruhig sein.

    So glaubend mit geglaubt liebem Gruß, wenigviel

    Hallo Gugol,

    während ich meine Antwort von 14:45 an Herrn_Snyder schrieb und abschickte, ist Deine Antwort von 14:38 hier von mir unbemerkt eingetroffen. Hier meine dadurch nachgeholte Antwort.
    Gugol:
    Da ich mich also von einem Attribut Gottes verabschieden muss,
    Was zwingt Dich dazu außer Deinem Wunsch und rechtfertigt der Gottes Handeln in Frage zu stellen?
    Gugol:
    Wenn Gott also weiss, was das Gute ist und das Gute will, dann KANN er es manchmal nicht tun, weil er uns den freien Willen gelassen hat.
    Würde mich stärkstens interessieren woher Du das sicher weißt und vor allem das besonders, dass es das gibt, das Gott etwas will, aber nicht kann?
    Gugol:
    Insofern könnten wir Gott höchstens vorhalten, dass er etwas falsch gemacht hat, als er uns einen freien Willen gab.
    Erstaunlich, was Du alles zu wissen glaubst. Bist Du Dir sicher, dass Gott, diese Deine Bevormundung, überlebt.
    Sollte er oder kann er das, dann hast Du mMn den/einen Light-Gott gefunden.

    Mit liebem Noch-Zweifel-Gruß, wenigviel
    Geändert von wenigviel (07.05.2017 um 15:32 Uhr) Grund: Antwortteil an Gugol

  11. #11
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    Ich finde es erstaunlich wie schnell eine gute Diskussion stattfinden kann und freue mich auf viele weitere Ideen und Weltanschauungen. Ich verstehe was du meinst Gugol, ich frage mich dann nur, ob man dadurch nicht auch seine Unfehlbarkeit anzweifeln und deshalb auch gleichzeitig alles andere hinterfragen müsste.

    MfG Herr Snyder

  12. #12
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    Hallo Herr_Snyder
    Je nachdem, wie man Unfehlbarkeit definiert wohl schon. Aber ist es ein "Fehler", dass wir unser Leben - mit allen Fehlern die wir begehen und die leider auch anderen schaden können - selber gestalten dürfen?
    Zweifel finde ich in Glaubensfragen eigentlich etwas ganz Gesundes. Ich glaube nicht, dass Gott sich daran stört, im Gegenteil (sofern man ihm überhaupt so "menschliche" Attribute" zuschreiben kann).

    Und daraus @ wenigviel: Ich WEISS das nicht, es ist im Moment meine einzige Möglichkeit, die Welt zu erklären ohne dabei Gott als Versager zu sehen. Aber es gibt bestimmt andere Sichtweisen, die ich nicht kenne und die mir genauso einleuchten könnten. Insofern zweifle ich nicht nur manchmal an fremden Gottesvorstellungen, sondern auch an meinen eigenen.
    Liebe Gruess, gugol

  13. #13
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    Hallo Gugol,
    Gugol:
    Zweifel finde ich in Glaubensfragen eigentlich etwas ganz Gesundes. Ich glaube nicht, dass Gott sich daran stört, im Gegenteil (sofern man ihm überhaupt so "menschliche" Attribute" zuschreiben kann).

    Und daraus @ wenigviel: Ich WEISS das nicht, es ist im Moment meine einzige Möglichkeit, die Welt zu erklären ohne dabei Gott als Versager zu sehen. Aber es gibt bestimmt andere Sichtweisen, die ich nicht kenne und die mir genauso einleuchten könnten. Insofern zweifle ich nicht nur manchmal an fremden Gottesvorstellungen, sondern auch an meinen eigenen.
    Dieser gesunde Glaube mit und durch Zweifel, müsste, wie Du es beschreibst, eine und damit auch die erstrebenswerte Zielvorstellung beim Glauben sein?

    Mit stärkerem Zweifel, versucht zweifellos lieb zu grüßen, wenigviel
    wenigviel


    Es kann sein, alles ist anders als wir es wahrnehmen und erkennen und doch müssen wir es uns glauben.

  14. #14
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    Nur ein schwacher Gott fürchtet sich vor Zweiflern. Ich bin lieber ein ehrlicher Zweifler als ein verlogener Glaubender, aber wenn es einen gangbaren Mittelweg gibt, bin ich dafür offen.
    Mit gesundzweifelndem Gruss, gugol

  15. #15
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    Hallo Gugol,

    Gugol:
    Nur ein schwacher Gott fürchtet sich vor Zweiflern. Ich bin lieber ein ehrlicher Zweifler als ein verlogener Glaubender, aber wenn es einen gangbaren Mittelweg gibt, bin ich dafür offen.
    Nun sind wir an der für jeden "Glaubenden" notwendigen Stelle angelangt, wo Gott, die für den Glaubenden individuell notwendige Änderung/Anpassung zu dessen Self-made-Gott erhält, damit der Glaubende besser oder überhaupt erst an ihn glauben kann. D.h. Gott wird/ muss auf persönliche Bedürfnisse angepasst//werden. Es gibt/muss also soviel verschiedene Gotte von ein und demselben Gott/geben, wie es an ihn Glaubende gibt.
    Dabei wird er vermenschlicht, weil er menschliche Eigenschaften benötigt bzw. erhält bzw. annehmen muss.

    Mit individuellem menschlich liebem Gruß, wenigviel
    wenigviel


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