wildes Wühlen mit Händen und Füßen
blindes, verzweifeltes Wüten

das Brüllen, der brennende Atem
die glühende Angst zu fallen

die rohe Gewalt, das Auge des Zorns
verschwommen, vergessen, verlorn

Ich kann meine Hände nicht fühlen!
Sie brennen in beißender Kälte
mein Puls schlägt wilde Trommelwirbel
und hämmert an zitternde Wände!

weiter und weiter drängen die Fluten
reißen an offenen Wunden

die Schwäche erstarkt, tiefer Nebel
senkt sich schwer auf das Geschehen

halbbewusst denk ich noch: 'Endlich vorbei!'
schlafe im Gedränge still ein

Auf einer Wiese, in meinem Traum!
Ich höre dich feierlich singen
du trägst jeden Ton wie ein Kleinod
und lässt sie so königlich klingen!

so dunkel der Durst, mein Herzschlag erlischt
die Szene verläuft und verwischt

der Atem stockt und verstummt leise
hier bin ich und bleibe alleine

den letzten Gedanken sende ich dir
singst du mir vielleicht noch ein Lied?