Thema: Welle 7

  1. #1
    Registriert seit
    Feb 2017
    Beiträge
    1.527

    Welle 7

    Den Text dazu findet ihr hier:

    https://www.gedichte.com/showthread.php/205686-Welle-7

    Melodie: Waves of the Danube (Ion Ivanovici)
    Text, Bild, Klavier und Stimme: gugol
    Angehängte Grafiken Angehängte Grafiken  
    Angehängte Dateien Angehängte Dateien
    Geändert von Gugol (06.08.2017 um 20:24 Uhr)

  2. #2
    Registriert seit
    Feb 2017
    Ort
    Im dritten Nistkasten von Links.
    Beiträge
    499
    Guten Abend Gugol,

    ein schönes Gedicht, ein wunderschönes Bild (ich staune über deine Rundumtalente - super) und zusammen mit der Musik fehlen mir die richtigen Worte um wiederzugeben, welchen Genuß ich dabei gerade empfand. Großartig - mehr fällt mir einfach nicht ein.

    Liebe Grüße
    Liara
    Geändert von Liara (07.08.2017 um 09:24 Uhr)

  3. #3
    Registriert seit
    Feb 2017
    Beiträge
    1.527
    Liebe Liara, danke für dein Lob! Ich finde es recht schwierig, ein Sonett mit Musik zu unterlegen, da die Zeilen fünfhebig sind und die Strophen mit 2x4 und 2x3 Zeilen eigentlich auf fast kein Schema eines gängigen Musikstücks passen, wo man oft 4x8 Takte oder ähnliches hat. Erst war ich mir sehr unsicher, ob das mit einem Stück im 3/4-Takt überhaupt hinkommen kann, aber so langsam gespielt fand ich dann auch, dass es passt. Wo wurde zum Gedicht viel gesagt? Meines Wissens gibt es dazu gerade mal einen Kommentar, der besagt, dass es ja wohl so kommen musste wie es kam. Oder meinst du zum Thema der 7. Welle allgemein?
    E liebe Gruess, gugol
    Geändert von Gugol (07.08.2017 um 08:48 Uhr)

  4. #4
    hebo&hibo Guest
    Welle 7

    Die Welle kam, es war die Siebte heute,
    als früh am Morgen ich den Strand betrat.
    Ich sah von Weitem ihre Missetat:
    Sie holte sich gar lustvoll ihre Beute.

    Die Erste bis zur Sechsten waren milde:
    Sie warfen ein paar Muscheln auf den Strand
    und gleissten hell im Sonnenlichtgewand.
    Die Siebte erst zerschlug mein Sandgebilde.

    Ich hatte es mir sorgsam aufgebaut.
    In jedem Sandkorn steckte meine Liebe,
    doch Welle Sieben brach es mir entzwei.

    Nun ist's vorbei mit meiner Schwärmerei.
    Es fühlt sich an wie sieben Seitenhiebe.
    Sie hat mir meinen schönsten Traum geklaut.




    Hallo Gugol,

    du siehst mich stark beeindruckt.
    Ich finde die Vereinigung dreier Medien bewundernswert, insbesondere was den musikalischen Teil anbelangt - das könnte ich nämlich nie!

    Das melancholische Sonett gefällt mir sehr, kann doch die zerstörte Sandburg für ein ganzes Leben stehen, einen Einbruch in geliebte Gewohnheiten, in beruflichen Erfolge in vormals gelungene Beziehungen. - Die Ebene der verlorenen Liebe steht für mich im Vordergrund. - Deine Zeichnung spiegelt all dies wieder.

    Die Sieben gilt ja gemeinhin als Unglückszahl, nicht aber den Kabbalisten. Insofern bleibt für dein Lyrich durchaus Hoffnung auf Neues, Schöneres und Beständigeres,

    ahnen
    h&h

  5. #5
    Registriert seit
    Feb 2017
    Beiträge
    1.527
    Hallo h&h, vielen Dank für deinen wunderbaren Kommentar. Als ich das Gedicht schrieb, war ich überzeugt, es hat nichts mit all dem zu tun, was du hier aufzählst. Heute, mit etwas Abstand, weiss ich: Es war genau das Zusammenspiel der von dir genannten Aspekte, die mitten im Urlaub nach so einem Gedicht verlangten. Und ja, ganz viel Hoffnung auf Neues, so wie die Kinder am Strand ihre Burgen immer und immer wieder aufbauen und allein schon beim Tun an sich glücklich sind.
    Das Klavierstück ist sehr sehr leicht zu spielen, ich fand aber auch, es habe gerade in seiner Einfachheit eine besondere Wirkung. Da kämpfte ich mit dem Graphitstift deutlich mehr als mit den Tasten
    E liebe Gruess, gugol

  6. #6
    Registriert seit
    Jul 2011
    Ort
    Irgendwo am Niederrhein
    Beiträge
    1.282
    Hallo gugol,

    ich habe dein Gedicht in dem anderen Faden offensichtlich zu flüchtig gelesen. Erst hier, mit der eindrucksvollen Untermalung durch Klavier und Stimme, habe ich es richtig würdigen können. Peinlich, peinlich.

    Die Sandburg steht für mich auch für menschliches Handeln, das keine wirklich feste Grundlage hat oder oberflächlich ist. Das könnte in der Beziehung, der Familie oder dem Beruf sein. Die ersten sechs Wellen wären demnach Mahnungen, endlich aufzuwachen und das Richtige zu tun. Die siebte Welle hätten wir dann uns selbst zuzuschreiben, weil wir nicht zur Vernunft gekommen sind.

    Du hast es anders gemeint und das kann ich bestens nachvollziehen. Deine Zeichnung ist voller Dynamik und unterstreicht dein Gedicht auf eine ganz besondere Art.

    Ein Glück, dass ich auch einmal in diese Rubrik geschaut habe.

    Liebe Abendgrüße
    Sidgrani
    Dichten und dichten lassen

  7. #7
    Registriert seit
    Feb 2017
    Beiträge
    1.527
    Hallo sidgrani, schon im neuen Testament werden die Menschen gewarnt, nicht auf Sand zu bauen. Ich denke, das klingt in dem Gedicht durchaus mit an. Schwärmereien und Träume dürften jedoch auf Fels nicht besonders gut gedeihen. Da fragt sich dann: Wollen wir darauf verzichten, um nicht erleben zu müssen, was den Sandburgen am Strand unweigerlich blüht, oder sollten wir den traurigen Moment des Verlusts von Zeit zu Zeit einfach aushalten lernen? Ich meine, es braucht beides, Beziehungen und Lebensumstände auf sicherem Grund als auch die Träume.
    Liebe Gruess, gugol

Was dich vielleicht auch interessieren könnte:

  1. Welle 7
    Von Gugol im Forum Trauer und Düsteres
    Antworten: 5
    Letzter Beitrag: 12.08.2017, 18:22
  2. Die Welle
    Von Bookmark im Forum Nachdenkliches und Philosophisches
    Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 28.05.2009, 17:21
  3. Die Welle
    Von rainyDay im Forum Liebe und Romantik
    Antworten: 1
    Letzter Beitrag: 17.03.2007, 13:31
  4. Die Welle
    Von badico im Forum Nachdenkliches und Philosophisches
    Antworten: 2
    Letzter Beitrag: 22.11.2006, 17:08
  5. Die Welle
    Von JuLii im Forum Liebe und Romantik
    Antworten: 7
    Letzter Beitrag: 15.08.2006, 14:22

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •  

Anmelden

Anmelden