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Thema: Abschied

  1. #16
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    Liebe Liara,
    ich meine, dass nur etwas verwehen kann, was schon da ist.
    Also nicht, bevor es existiert.
    Daher mein Vorschlag:

    "doch die Liebe verweht,
    wie das Wasser verrinnt..."

    Nur ein flüchtiger "Gast"!

    LG, Cara

  2. #17
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    neene, cara1963, liara hat da meh rim sinn, denke ich.
    aber "das licht entspringt"? mannomann, was ist denn das für ein prosasatz von einem, der die lyrik gegen prosasätze wappnen will?
    darum noch ein weiterer vorschlag:

    nach dort, wo hinter schatten
    der tag beginnt.

    0bwohl ich der meinung bin, dass dieser dreifache reim weniger poetisch als affektiert wirkt. aber naja, mein egschmack scheint hier quer zu liegen.

    hast du, liara, dir mal überlegt, wie es mit fliehen und objekten dazu steht? für meinen geschmack (schon wieder) ist da ein echter hund begraben.

    mit 0815
    w27

  3. #18
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    liebe cara, lieber wilma,

    hier geht es um die gedanken - also nicht wirklich objekte oder (ich stelle mir gedanken wie kräfte vor, die in schwingungen -hier als flügel- wie licht(strahlen) ihren gelenkten weg machen) - die fliehen und die verwehende liebe mitnehmen
    mMn sind bis hier doch alle verben korrekt verbraten

    und jetzt kommt das ziel, wo sie hin sollen: hinter die schatten der trauer (über die jetztige sicht/lage der dinge hinaus) in eine neue bessere zeit (ins licht) und die fängt direkt hinterm schatten an.

    bei deinem vorschlag, liebe cara, versuchst du in der zweiten strophe das beginnt auszumerzen, von daher keine schlecht idee, aber dann hat das gedicht nicht mehr die gleiche aussage, meine ich

    okay: entspringt ist es also auch nicht und kein dreifachreim - gutgut damit kann ich leben,

    aber dein vorschlag:

    wo hinter schatten
    der tag beginnt

    und mein ursprungsgedicht:

    wo hinter schatten
    das licht beginnt

    ob tag oder licht ist, glaube ich, nicht das ganz große problem

    aber dann habe ich wieder den dreifachreim und ein doppeltes beginnt

    jetzt schwirrt mir ganz die gedankenwelt in kreis. das wird doch noch hinzukriegen sein. so ein popliges, kleines gedicht und so schwierig im abgang. ich hatte schon mal so ein gedicht "oje", an dem wir ewig rumgedocktert haben, aber ganz am ende stand plötzlich eine super lösung da. ich hab noch hoffnung.

    ich danke euch herzlich
    und grüße aus der sonne in BW
    liara
    Geändert von Liara (15.08.2017 um 09:28 Uhr)
    "Mancher findet nur darum ein Haar in der Suppe, weil er das eigene Haupt schüttelt, solange er ißt." (Ch.F.Hebbel 1813-63)
    - wenn das auge nicht sehen will, hilft auch kein licht -
    ist auch das herz blind, erkennt man die dinge nicht mehr, wie sie wirklich sind

  4. #19
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    cara hat dir doch eine möglichkeit gezeigt für den reim in der zweiten strophe...
    richtig, tag könnte licht ersetzen. nur gott und edison dachten nicht an tag, als sie sprachen "es werde licht".

  5. #20
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    Vorschlag:
    "wo hinter Schatten
    Beginn und Hoffnung sind.."

    "Sie entfliehen der Trauer..."

    LG, Cara

  6. #21
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    Abschied

    ich lass meinen gedanken
    flügel wachsen
    sie fliegen federleicht
    auch gegen den wind

    sie bringen dir
    einen hauch erinnerung
    einer liebe, die kaum erwacht
    gleich wieder verweht

    sie fliehen der traurer
    mit silbernen schwingen
    nach dort - wo hinter schatten
    das licht beginnt
    "Mancher findet nur darum ein Haar in der Suppe, weil er das eigene Haupt schüttelt, solange er ißt." (Ch.F.Hebbel 1813-63)
    - wenn das auge nicht sehen will, hilft auch kein licht -
    ist auch das herz blind, erkennt man die dinge nicht mehr, wie sie wirklich sind

  7. #22
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    Will ja nicht nörgeln, aber:
    "sie fliehen der trauer " hört sich für mich falsch an,
    statt "verweht " hätte ich "vergeht" genommen!
    Na ja,

    LG, Cara

  8. #23
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    kaum erwacht, gleich wieder eingeschlafen - das klänge für mich normal.
    was fliehen angeht, habe ich schon eine ganze menge geschrieben.
    reicht es nicht, wenn gedanken leicht fleiegn, muss es gleich federleicht sein?

    es gibt ein schönes lied, das heisst: Kommt ein Vogel geflogen, setzt sich nieder auf mein' Fuss.
    das kommt ohne federleicht aus, ohne silberne schwingen, ohne gegen den wind, ohne die zollabfertigungsformulare (sie bringen dir).

    es gab mal eine andere fassung dieses textes in diesem forum. ich denke, du solltest die wieder hervorkramen, einstellen udn allenfalls daran weiter arbeiten. das da oben ist (ich sag's nur ganz leise....).

    0815-gruss
    w27

  9. #24
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    Ohh, mein Gott .......

    Original:

    Abschied

    Wenn meinen Gedanken Flügel wachsen,
    fliegen sie federleicht, auch gegen den Wind.
    Vögel, die der Traurigkeit fliehen, fliegen
    dorthin, wo hinter Schatten das Licht beginnt.

    Kommen sie dann an deinem Garten vorüber,
    und einer vielleicht eine Weile dort bleibt,
    hör auf sein Lied, das er leise dir singt,
    zarte Töne, die ein Abschied nur schreibt.

    Bleibt einen Augenblick dann alles still,
    ein Hauch Erinnerung in deine Seele dringt,
    ein Lächeln, ganz allein nur dir gedacht,
    doch wieder verweht, noch bevor es beginnt.

    Schon fliegt er weiter mit silbernen Schwingen,
    der kleine Vogel, der dein Herz berührt,
    bis er sich nur noch als winziger Punkt
    aus deinen Augen und Gedanken verliert.


    Ist dir neuerdings das 0815 anhängig, Wilma? Nicht, dass es noch abfärbt!

    Gruß euch beiden
    Liara
    "Mancher findet nur darum ein Haar in der Suppe, weil er das eigene Haupt schüttelt, solange er ißt." (Ch.F.Hebbel 1813-63)
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  10. #25
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    danke für das original. das ist allerdings eine unschöne wunde. die zu verbinden wird nicht leicht gewesen sein. aber du hattest damit gut begonnen, ich habe wohl immer nur den verband gesehen.
    Kinder, jetzt gilt's ernst!
    Sie quatschen im Cybertalk
    über Cybersex.

    (StadtHaiku)

  11. #26
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    hey wilma,

    entschuldige, dass ich erst heute antworte.
    du hast mich nun doch überrascht, diese antwort hatte ich mal überhaupt nicht erwartet. danke dafür.
    nun, weiß ich allerdings nicht genau, worauf sich "du hattest gut damit begonnen" bezieht.

    michael domas hatte mir angedroht , (sorry michael) mein original in der luft zu zerreißen, deshalb versuchte ich eine andere version zu kreieren.

    liebe grüße
    liara
    "Mancher findet nur darum ein Haar in der Suppe, weil er das eigene Haupt schüttelt, solange er ißt." (Ch.F.Hebbel 1813-63)
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  12. #27
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    Liebe Liara,
    ich möchte gern ein,zwei Fragen zu Deinen inhaltlichen Ausgangspunkten hier einstellen, weil sie anscheinend auch der Ausgangspunkt sprachlicher Komplikationen sind.
    Abschnitt 2
    Ist eine nicht begonnene "Liebe" überhaupt eine Liebe? Meiner Meinung nach nicht...es gibt dann schlichtweg keine....Eventuell meinst Du eine "Liebesbeziehung" bei der ein Partner / oder beide sich lieben - aber es gibt Hinderungsgründe diese Beziehung auch auszuleben.
    Diese "Unschärfen" sind es, die in der Lyrik häufig Formulierungsprobleme mit sich bringen...denn es ist nicht genau bestimmbar was wie zu sagen zutreffend ist - weil der Bezugspunkt nicht genau und klar ist.

    Desweiteren
    Meiner Meinung nach hast Du genug Fantasie und Sprachliebe um Dir eigene poetische Bilder auszudenken - und deshalb sind Rückgriffe auf in der Lyrik schon so oft bemühte sprachliche Bilder wie:
    "ich lass meinen gedanken flügel wachsen / fliegen"
    "der hauch der erinnerung" (Z5/6)
    die verwehte liebe / und das hinter schatten alles besser wird..

    Da diese poetischen Bilder dermaßen oft benutzt wurden und werden gelten sie Viellesern von Lyrik schon als Klischee...mal abgesehen davon, ob sie denn punktgenau treffen, was eine erwachsene Frau zu einem deratigen Abschied zu sagen hätte...

    Meiner Meinung nach ist nicht das doppelte "beginnt" das Problem im Text.
    Bleib dem auf der Spur was Du sagen willst...Genauigkeit ist anstrengend...führt Dich aber auch zu schönen Ideen.
    Soweit ein etwas anderer Leseeindruck
    Grüße aus Deutschlands bergiger Mitte
    gitano
    "Die Deutlichkeit ist die Höflichkeit in der Kritik."
    feiner Satz von M. Reich-Ranicki

  13. #28
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    hey gitano,

    ja, hier geht es tatsächlich um zwei menschen, die sich innig liebten, aber ..... siehe "es waren zwei königskinder ...." - inzwischen ist einer davon ein sternchen am firmament und die andere plagt sich mit klischees rum.

    ich habe verstanden, was du meinst und werde in einer stillen stunde meinen text nochmal überdenken, bzw. beide texte.

    liebe grüße
    liara

    nachtrag: ich fand das wahnsinnig romantisch und unendlich traurig!
    Geändert von Liara (20.08.2017 um 15:04 Uhr)
    "Mancher findet nur darum ein Haar in der Suppe, weil er das eigene Haupt schüttelt, solange er ißt." (Ch.F.Hebbel 1813-63)
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