Thema: Gockelgeil

  1. #1
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    Gockelgeil

    Ein junger Hahn hat’s schlimm getrieben,
    er wollte nicht wie üblich lieben.
    Die Wollust hat ihn nur gepackt
    beim wilden Sado-Maso-Akt.

    Er ließ sich gern vom Geißbock rammen,
    nur so bekam er einen Strammen.
    Er tat’s auch nicht mit Hühnerfraun,
    er stand auf Sex am Weidezaun,

    genoss die stromgepeitschten Wogen,
    solange bis die Federn flogen.
    Gern reizte er des Bauern Hund
    und war entzückt, biss der ihn wund.

    Der Hahn stand grad in voller Blüte,
    da fand er eine Plastiktüte.
    Drin lechzte er entrückt nach Luft,
    ein Hochgenuss, so nah der Gruft.

    Ihm wurde flau und immer flauer,
    doch da entdeckte ihn der Bauer.
    Der Gockel sah das Hackebeil
    und krächzte lüstern: "Oh wie geil!“
    Geändert von Sidgrani (Gestern um 11:29 Uhr)

  2. #2
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    Lang und sorgfältig vorbereitete Pointe.
    Der regelmässige Wechsel der Kadenzen passt.
    Nur die "Böcke" sind etwas zu zweideutig hier für meinen Geschmack.
    Ginge nicht ein Traktor sattdessen?
    "Er liess sich gern vom Traktor rammen".
    Ach, fast hätte ich's vergessen: "Scheisse!"

    w27

  3. #3
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    Hallo Sidgrani,

    wirklich witzig!
    Macht aber auch ein bisschen nachdenklich. Wie schnell so etwas lächerlich wird, wenn man vom Menschen wegdenkt...

    LG
    Okotadia

  4. #4
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    Ja, wie lächerlich der Mensch in seinen vielen Neu- Psy- Et - und Hysterosen eigentlich ist,
    kommt durch dies Gedicht deutlich raus.
    (Krankheitsbilder frei erfunden , ich darf das , denn ich bin diplomierte Extronin)

    Der Gockel da oben erinnert mich an den Narzissten im Ballsaal.
    Vllt. sollten die sich mal ineinander spiegeln oder zumindest beieinander spicken gehen.

    Eselsohr
    Die Steinzeit, in der unsere Herzen so warm waren, ist vorbei. Seit es nur noch das Plus und die Nullen sind, weiß ich, dass die Schwere des Steins wichtig war. Was sind alle elektrischen Ladungen dieser Unterwelt gegen das Gewicht eines Kiesels, der es über den Fluss geschafft hatte bis ans andere Ufer? (Zonkeye aus Poetry)

  5. #5
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    Hallo Sidgrani,
    ich finde dieses gedicht gut gelungen, leider nichts zum kritisieren.

    lg vom GE-wicht
    Wer rückwärts sieht
    gibt sich verloren,
    wer lebt und leben will
    muss vorwärts sehen!
    -Ricarda Huch-

  6. #6
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    Zitat Zitat von wilma27
    Nur die "Böcke" sind etwas zu zweideutig hier für meinen Geschmack.
    Stimmt.

    Zitat Zitat von wilma27
    Ach, fast hätte ich's vergessen: "Scheisse!"
    Geht doch!



    Hallo Okotadia,

    Zitat Zitat von Okotadia
    Wie schnell so etwas lächerlich wird, wenn man vom Menschen wegdenkt...
    jawohl, so sollte es auch rüberkommen.

    Danke und liebe Grüße
    Sidgrani


    Hallo Eselsohr,

    irgendeine "Ose" haben wir bestimmt alle, nur fallen sie manchmal nicht bzw. nur ganz wenig auf.

    Zitat Zitat von Eselsohr
    Der Gockel da oben erinnert mich an den Narzissten im Ballsaal.
    Sind aber zwei völlig unterschiedliche Typen.

    Liebe Grüße
    Sidgrani


    Hallo Ge-wicht,

    Zitat Zitat von Ge-wicht
    leider nichts zum kritisieren.
    Zum Glück!

    Danke und liebe Grüße
    Sidgrani

  7. #7
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    Hey Sid,

    also SM ist ja sowas von gar nicht meins, und ich lese entsprechende Gedichte nur in den seltesten Fällen, aber bei deinem Wortgepeitsche standen mir auch die Lachtränen in den Augen und meine Kiefernmuskeln schmerzten vom Dauergrinsen.

    Köstlichst. Affengeil, nee Gockelgeil das. Was sind wir Menschen doch gelegentlich für ein lächerliches Volk.

    Liebe Grüße
    Liara
    Geändert von Liara (Gestern um 10:11 Uhr)
    "Mancher findet nur darum ein Haar in der Suppe, weil er das eigene Haupt schüttelt, solange er ißt." (Ch.F.Hebbel 1813-63)
    - wenn das auge nicht sehen will, hilft auch kein licht -
    ist auch das herz blind, erkennt man die dinge nicht mehr, wie sie wirklich sind

  8. #8
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    Lieber Sidgrani,

    Ohm ist Widerstand und Strom ist Strom
    zur Vermeidung von Er/ er Zeile 7 und 8
    Vorschlag:

    S2Z4
    und zuckte gern am Weidezaun,

    genoss die stromgepeitschten Wogen

    geiles Gedicht L.G.A.

  9. #9
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    Liebe Liara,

    sorry, Schmerzen wollte ich dir keine bereiten. Geht's denn wieder?

    Danke für deine Zeilen.
    Liebe Grüße
    Sid



    Lieber Anjulaenga,

    deinen "Stromvorschlag" habe ich gern übernommen, zweimal "er" soll in diesem Fall situationsverstärkend wirken.

    Danke und liebe Grüße
    Sidrani

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