Thema: Titellos

  1. #1
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    Titellos

    Unzählig viele Wesen streben
    Im grauen Wald dort wo sie leben
    Obwohl so dunkel dieser Wald
    Durch jede Straße Licht erstrahlt

    Menschenströme umgeben dich
    Du suchst den Weg als bunter Stricht
    Zu deinem Glück für alle Zeit
    Nun bis zum Ziel ist's nicht mehr weit

    Die Stadt von der die Rede ist
    Der Ort wo du zuhause bist
    Romantisch kann sie sogar sein
    Doch sperrt sie manchmal dich auch ein

    Im Lärm, im Stress, im Allerlei
    Fühlst du dich manchmal nicht so frei
    Obwohl umgeben von so vielen
    Musst du so oft alleine spielen

    Will doch die Laune nicht verderben
    Man kann die Stadt sich bunt auch färben
    Mit Rot und Grün und Gelb und Blau
    Mit Mensch und Lieb' und ohne Grau

  2. #2
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    Hallo Thimbletack
    Als in der Stadt arbeitendes Landküken kann ich die ambivalente Haltung dem städtischen Leben gegenüber gut nachvollziehen. Allerdings hatte ich Mühe aus dem grauen Wald (= Häuserwald oder Naturwald?) in die 2. Strophe einzubiegen.
    Grammatikalisch hat es in deinem Gedicht ein paar Unstimmigkeiten:
    S1:
    Unzählig viele Wesen streben
    Im grauen Wald dort wo sie leben
    Man strebt nicht "in" etwas, sondern etwas entgegen bzw. "nach". "Im grauen Wald streben" heisst demnach eigentlich nichts. Ich würde auch "Häuserwald" statt "grauer Wald" schreiben, damit klar wird, es geht um eine Stadt.

    S2:
    Menschenströme umgeben dich
    Du suchst den Weg als bunter Stricht
    Hier muss es heissen "du suchst den Weg als bunten Strich" (Akkusativ!) Inhaltlich würde ich "hellen Strich" wählen, weil du in S1 vom Licht sprichst, das die Strasse erhellt.

    S3:
    Die Stadt von der die Rede ist
    Der Ort wo du zuhause bist
    Romantisch kann sie sogar sein
    Doch sperrt sie manchmal dich auch ein
    Etwas pingelig, aber genau genommen bezieht sich das "sie" in Z3 auf das letzte Nomen und das war in Z2 "der Ort", also müsste es "er" heissen.
    In Z4 würde ich auf den Satzverdreher verzichten:
    "Doch manchmal sperrt sie (oder eben "er") dich auch ein"

    S4: Da setzt du auf einmal ein Komma, nein gleich zwei. Konsequenterweise müsstest du das dann in den anderen Strophen auch machen.

    S5 letzte Zeile, das ist Geschmacksache, aber ich würde auf das Apostroph verzichten und einfach "mit Mensch und Liebe ohne Grau" schreiben.

    Beste Grüsse, gugol
    ausgezogen
    um die welt zu sehen - der versuchung zu entgehen - und sich selber zu verstehen
    lebenslinien wie mäander - führten beide zueinander - wurden voneinander
    angezogen

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