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Thema: Krambambuli

  1. #1
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    Krambambuli

    Wenn Sie jetzt mit mir kommen, bitte, werd ich ein
    Sonett auf Sie verfassen, das ham sie noch nie
    gehört. Ich könnte, klar doch, auch zu Ihrem Knie
    was dichten, aber, ehrlich, erst mal fand ich dei-

    ne Haare, als ich dich von hinten sah, gemein
    betörend. Die, dacht ich, wird mein Krambambuli.
    Egal! Und sei's drum, wenn jetzt auch ihr vis a vis
    der Lockenpracht entspricht, dann schick ich mich darein.

    Und es entsprach. So komm nun mit, ich werd dich füttern
    mit Versen über jedes Teil von dir. Erschüttern,
    vertrau mir, wird dich, was ich dir an dir entdecke

    und gleich auch Hymne wird. Zu keinem andren Zwecke
    entblättre dich vor mir, weil ich dich nicht bloß necke,
    vielmehr dich fei're. Verse werden niemals schütter.


    Albaas Variante der beiden Terzette:

    Und es entsprach. So komm zu mir und lass dich nähren
    mit Versen auf die Schönheit deines Körpers. Begehren,
    vertraue mir, wirst du, was ich an dir entdecke,

    wenn es in Hymnen fließt. Ich will dich nicht verschrecken,
    doch deine Sinnlichkeit kann Schöpferkräfte wecken:
    Drum zieh dich aus, und lass dich feiern und verehren!
    Geändert von Michael Domas (27.09.2017 um 02:09 Uhr)
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    poetry trifft Poesie, der Slammer NO LIMIT als mein Gast "Zum Goldenen Bock", Köln, Do., 12.4.18, 19.30 Uhr

  2. #2
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    Hey Michael,

    also wirklich! Was du hier beschreibst ist kein Foto-Modell sondern ein Lyrik-Modell. Ob es dafür Frauen gibt? Nennen sie sich Musen? Sie wirken ja so inspirierend ... wenn man jemanden so bezaubernd findet, dass man Gedichte auf all seine Körperteile verfassen kann. Da werden ja Erinnerungen an Titanic wach, den Film, in dem "er" "sie" nackt malt.

    Mir fällt grade beim vermehrten Lesen auf: du schreibst erst von "Sie" -> "Ihrem" und dann "deine". Das finde ich seltsam.

    "Zu keinem andren Zwecke
    entblättre dich vor mir, weil ich dich nicht bloß necke,
    vielmehr dich fei're."
    die Zeilen finde ich sehr gelungen Michael. Was ich dagegen gar nicht gelungen finde ist der Schluss, weil hier sich Schüttern mit Schüttern reimt und durch das Weglassen der Worte zwar mein Gedanke gewachsen ist, ich aber dachte "Verse werden niemals schüttern?" Schüttern wie: schüttere Haare? Erschüttern - wie: jemanden erschüttern, aus den Angeln heben?
    Du erwartest noch eine Antwort von mir auf zwei Texte, die schicke ich dir bald!
    Was mir dein Gedicht gegeben hat: das man die Sätze über die Zeilen hinaus sehr interessant verbinden kann und Satzinhalte weglassen darf, damit sie gedacht werden.

    Liebe Grüße

  3. #3
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    Also, lieber Michael, irgendwie könnte das süß werden - selbst nach den anfänglichen Förmlichkeiten - aber erotisch?

    Krambambuli war eine ziemlich traurige Geschichte um einen treuen Hund und einen Jäger, oder? Ich weiß nicht, ob es für die Verführung förderlich ist, wenn man einer Frau sagt, sie löse Assoziationen zu hündischer Treue aus!

    Das ist ein ziemlich sonderbares Gedicht. (besonders alle Verse auf -üttern, Aber die Idee, dass er seiner Liebsten Verse schreibt über alles (obgleich "jedes Teil" nun eher technisch - nach Autobausatz klingt), was er an ihr liebt, könnte ein weibliches Herz durchaus in Schwingungen versetzen.

    Aber das hier .. Was bedeutet: "Und sei's drum, wenn jetzt auch ihr vis a vis
    der Lockenpracht entspricht, dann schick ich mich darein." ???

    Fazit: Ziiiemlich seltsam und sperrig (sprachlich wie rhythmisch)! Was hat dich da geritten? Ich bin gespannt auf deine Erklärung.

    Lieben Gruß
    albaa
    Geändert von albaa (18.09.2017 um 21:01 Uhr)

  4. #4
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    Liebe albaa, lieber MK,

    Frauen zu Musen zu erklären, gilt, befürchte ich, inzwischen als sexistisch, Ihr kennst die Auseinandersetzungen um das Eugen-Gomringer-Gedicht an der Alice Salomon Hochschule in Berlin? Nun mögen „Erinnerungen an Titanic" vielleicht ja beruhigen, der "Film, in dem "er" "sie" nackt malt". Akte malen wird, galueb ich, eher akzeptiert als sie schreiben. Den Rest besorgt hoffentlich die Ironie, mit der hier z.B. (auotobausatztechnisch?) von „jedes Teil“ die Rede ist. „Geritten“, albaa, hat mich die Erfahrung, dass man (Mann?), wenn man eine Frau, überhaupt eine Person von hinten sieht, sich manchmal vorzustellen versucht, wie sie wohl von vorne aussieht. Hier führt diese Beschäftigung zu einiger gedachten Annäherung, wie sie, MiauKuh, sich dann im Wechsel von „Sie“ auf „Du“ ausdrückt.
    Auch, dass das Gedicht „seltsam und sperrig (sprachlich wie rhythmisch)“ klingt, albaa, ist wohl Ironie, so eine Art von Kratzfüßchen. Die Enjambements, MK, aber scheinen mir selbst gelungen, sie sind ja im Übrigen auch ein Mittel gegen's Leiern
    Bleiben die „-üttern“-Reime. So viele gibt’s ja nicht, und es ist gemein, dass „schüttern“ (wie Haare) und „erschüttern“ äquivok sind. Wie wäre es (statt „Verse werden niemals schüttern“) mit „Lyrisch werd ich dich betüttern“?
    Die Erzählung „Krambambuli“ ist heftig, albaa, ja. Aber es ist dort von der Treue ja nicht nur der Hund, sondern auch Jäger Hopp schwer gebeutelt. So gewärtigt hier das LI also, sich in einiges schicken zu müssen, wenn auch die Vorderansicht es betören sollte.

    „Ein weibliches Herz in Schwingungen versetzen“? Ach, ach

    Michael
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  5. #5
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    Die Erzählung „Krambambuli“ ist heftig, albaa, ja. Aber es ist dort von der Treue ja nicht nur der Hund, sondern auch Jäger Hopp schwer gebeutelt. So gewärtigt hier das LI also, sich in einiges schicken zu müssen, wenn auch die Vorderansicht es betören sollte.
    Der Text ist weder erotisch noch interessant, lieber Michael, sondern dient lediglich als Platzhalter, der von irgendwelchen Trolls bedient wird. Kein Wunder, dass sich hier niemand mehr zu schreiben traut.

    Sabiene
    Ich schreibe klar aus mir selbst heraus

  6. #6
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    Das hat zwar jetzt nur indirekt mit dem Gedicht zu tun, aber ich rätsle:
    Was "traut sich hier niemand mehr zu schreiben"? "Platzhalter" wofür? Wie bedient man die? Und was sind Trolls?
    LG
    albaa

  7. #7
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    Liebe Sabiene,

    mir geht’s wie albaa, ich hab das auch nicht verstanden. Was "traut sich hier niemand mehr zu schreiben"? Explizites, so wie Du es ja immerhin tust?
    Oben schrieb ich, Akte zu malen werde vielleicht eher eher akzeptiert als sie schreiben. Gestern las ich in einem Interview der ZEIT mit Neo Rauch zum Tode von Arno Rink:


    Rauch: Er war ja ein großer Freund der Frauen. Das ist eine Haltung, die ihm jetzt zunehmend Probleme bereiten würde. In einer Zeit, in der es verboten scheint, der weiblichen Schönheit Huldigungen darzubringen. Da sind heute die gendersensiblen Jünglinge gleich mit dem Fallbeil zur Hand. Es ist sofort Sexismus, fast Rassismus, wenn man sich zur Schönheit der Frau bekennt und sie auf seinen Leinwänden einschränkungslos feiert. Unter Berücksichtigung sogar bestimmter Körperregionen, die sich unterhalb des Rückens anschließen. Darauf war Arno Rink spezialisiert, geradezu versessen. Er hat es in der malerischen Darstellung dieser hocherotischen Zone zu großer Meisterschaft gebracht.
    ZEIT: Sie meinen wirklich, dass ein junger Maler heute nicht mehr arbeiten könnte wie Rink, weil er sich dann einer Sexismus-Debatte ausgesetzt sähe?
    Rauch: Ja, natürlich. Heute dominiert der Typus des gendersensiblen Bücklings, der sich nicht ins Leben hineinwagt, weil dort zu viele Gefahren lauern. Und weil man zu viel falsch machen kann in dem Versuch, sich auszurichten an den Meinungs- und Haltungsvorgaben des inquisitorischen Umfeldes. Ich wünschte mir manchmal, dass ein Kerl wie Arno Rink durch die Ateliers der Kunststudenten gehen würde, um die jungen Männer zu ermuntern, dass es doch nicht schlimm ist, wenn man sich von weiblichen Körperformen angeregt fühlt. Man muss sich nicht nur angeregt fühlen von Blockseminaren zum gendersensiblen Sprachgebrauch. Das Leben ist schön, genieße es, möchte Arno Rink den Studenten dann zurufen. Seine Bilder weisen den Weg des genussfähigen Mannes weit in die Zukunft hinein. Heute werden Minderheiten zu Mehrheiten stilisiert, an deren Bedürfnislagen wir uns auszurichten haben, sofern wir nicht mit der Brandmarke des Sexismus oder Chauvinismus ausgestattet werden wollen. Das ist ein Zustand, der nicht hinnehmbar ist auf Dauer, und gar nicht für die Kunst. Für den Arno Rink nur Verachtung übrig hatte.
    ZEIT: Fühlen Sie sich von ihm nun alleingelassen?
    Rauch: Wir alle sollten uns von ihm alleingelassen fühlen, weil es Männer seines Schlages kaum mehr gibt, da wächst nichts nach. Der Hedonismus unserer Studienzeit wäre heute undenkbar.

    Ach, ach

    Michael

    Noch eins, liebe albaa, wie fändest Du denn die neue Schlusszeile

    … „vielmehr dich fei're. Lyrisch werd ich dich betüttern“?
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  8. #8
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    Lieber Michael,

    "betüttern" gefällt mir! Überhaupt mag ich die freche natürliche Sprache hier mehr als die kleinen Schwülstigkeiten dazwischen. Ich mach sie mal blau:


    Wenn Sie jetzt mit mir kommen, bitte, werd ich ein
    Sonett auf Sie verfassen, das ham sie noch nie
    gehört. Ich könnte, klar doch, auch zu Ihrem Knie
    was dichten, aber, ehrlich, erst mal fand ich dei-

    ne Haare, als ich dich von hinten sah, gemein
    betörend. Die, dacht ich, wird mein Krambambuli.
    Egal! Und sei's drum, wenn jetzt auch ihr vis a vis
    der Lockenpracht entspricht, dann schick ich mich darein.

    Und es entsprach. So komm nun mit, ich werd dich füttern
    mit Versen über jedes Teil von dir. Erschüttern,
    vertrau mir, wird dich, was ich dir an dir entdecke

    und gleich auch Hymne wird. Zu keinem andren Zwecke
    entblättre dich vor mir, weil ich dich nicht bloß necke,
    vielmehr dich fei're. Verse werden niemals schüttern.


    Ist natürlich Geschmackssache. Für mich dürfte das gerne noch etwas frischer klingen. Dann kämen für mich auch die metrischen Schlenker besser zur Wirkung, und damit meine ich nicht zuletzt die erotische.

    LG Claudi
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  9. #9
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    Hey Michael,

    ich hatte glatt vergessen dir hier zu antworten, und nachdem ich nun auch weiß was betüttern heißt, finde ich: eine gute Wahl! (Deine letzte Zeile).
    Claudias Punkt ist mir auch verständlich, sie stört der Mix der Spracharten. Mich stört das aber gar nicht es ist ein bisschen wie ein Auf und Ab in der Stimmungsebene. Was solls! Liebe Grüße, MK

  10. #10
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    tja, wenn wir die gute alte ddr noch hätten...

  11. #11
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    Ist natürlich Geschmackssache. Für mich dürfte das gerne noch etwas frischer klingen. Dann kämen für mich auch die metrischen Schlenker besser zur Wirkung, und damit meine ich nicht zuletzt die erotische.
    Sehe ich ähnlich. Michael hat schon viele Bücher veröffentlicht und ist eine Größe im Literaturbetrieb - aber trotzdem, auch wenn ihr mich alle für doof haltet, spüre ich hier nur Füllung statt Erotik.
    Ich schreibe klar aus mir selbst heraus

  12. #12
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    Lieber w27,

    DäDäRä ja, nur war Neo Rauchs und Arno Rinks Hochschule dort eine „Insel mitten in der Diktatur“; „wie ein U-Boot auf Feindfahrt, in brüderlicher Gemeinschaft aneinandergeschweißt“ (so wie unser Forum in lyrikfernen Zeiten).

    Liebe Claudi,

    „kleine Schwülstigkeiten dazwischen“ passieren mir ja immer wieder, scheint ein Kennzeichen von mir, wahrscheinlich ein Ventil für meinen Hang zum Kitsch. Sie in „freche natürliche Sprache“ einzubetten ist der Versuch, cool zu sein. „schick ich mich darein“ und „[zum] Zwecke“ sind prätentiös, ja. Auch „was ich dir an dir entdecke“, aber das ist auch wunderbar kurz. Und „sei's drum“, „So komm nun mit“ – das ist doch Umgangssprache. „vis a vis“ eigentlich auch, jedenfalls im Rheinland, und drückt hier exakt aus, worum es geht. Kommt hinzu, dass ich wegen des strengen Reimschemas [abba abba ccd ddc] wenig Bewegungsfreiheit habe. (Was natürlich keine Entschuldigung aber halt so ist.)
    Die „metrischen Schlenker“ schließlich ordnen sich eigentlich ausnahmslos in den Jambus, auch wenn Satzbau und Enjambements an manchen Stellen ein zweites Lesen nötig machen könnten – aber auch das Leiern verhindern.

    Während nun Dir, lieber MK, das „Auf und Ab in der Stimmungsebene“ gefallen, ist Dir, liebe Sabiene, vielleicht eben das der Grund, hier nur „Füllung statt Erotik“ zu spüren. Jedoch, hier geht’s ja noch um die Anbahnung, das ist ja nur die Anmache, das LD solle sich entblättern. In anderen Gedichten habe ich das so formuliert: „Zieh dich aus!“ Das ist hier immerhin ein wenig charmanter verpackt.

    Michael

    Übrigens, Sabiene, bin ich tatsächlich berühmt! Es weiß nur leider keiner.
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  13. #13
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    hallo michael domas
    das hast du sehr schön beschrieben. diese zitate sagen mehr als worte.
    eins allerdings bleibt offen:
    vergleichst du das forum mit der ddr und dich mit einer insel darin? oder stellt das forum für dich eine insel der hedonistischen brüderlichkeit dar?
    wie auch immer, als literaturpapst solltest du stärker darauf achten, dass man dich irgendwann in der "zeit" zitieren wird.
    w27

    p.s. das bisschen selbstironie, welches möglich wird, wenn kein politisches ethos den blick versteinert, ist doch auch was schönes... aber wie kommt einer so weit, der offensichtlich einen kampf gegen die frauenfreunden feindlich gesinnte "nachfolge-ddr" auszufechten gewillt ist?
    Geändert von kaspar praetorius (22.09.2017 um 08:22 Uhr)

  14. #14
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    Lieber Michael,

    Ich kann deine Frage noch nicht beantworten, weil ich nämlich keine Ahnung habe, was "betüttern" bedeutet, das muss ich erst googlen und melde mich dann wieder, jetzt muss ich los.
    Aber klingen tuts jedenfalls völlig unerotisch, sogar irgendwie lächerlich.

    Lieben Gruß
    albaa

  15. #15
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    Lieber w27,

    „sehr schön beschrieben“ habe dann also nicht ich, sondern haben es meine Zitate. In deren Kontext (und nur dort!) würde den DäDäRä-Vergleich unser „hedonistisch brüderliches“ Forum treffen. Das würde ich aber niemals laut sagen.

    Liebe albaa,

    ja, mit dem "betüttern" habe ich mich schwer getan und ebenso wie Du befürchtet, es könne „völlig unerotisch, sogar irgendwie lächerlich“ klingen. So habe ich mich zwischen „Verse werden niemals schüttern“ und „Lyrisch werd ich dich betüttern“ nicht entschieden sondern „betüttern“ so reingesetzt, dass es sich in den zwischen Ironie und Anmache schwebenden Ton einordnet – hoffe ich. Der Gleichklang von „schüttern“ (Miaukuhs Einwand) würde dadurch auch ein wenig verdünnt

    Jetzt also:

    vielmehr dich fei're. Gut, ich werd dich auch betüttern,
    was zählt jedoch ist: Sonette werden niemals schüttern.


    Was meinst Du?

    Michael
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