Thema: Komm...

  1. #1
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    Komm...

    Komm, lass uns dem Jetzt die Augen verbinden,
    flieg mit mir zurück, an den Anfang der Zeit,
    um dort unser wir - das verlor'ne - zu finden,
    bevor es erfriert, wenn es Traurigkeit schneit.

    Komm, lass uns noch einmal den Horizont streifen -
    dort wo sich Gestirne und Erde berühr'n,
    lass uns das Gestern, das Heute begreifen -
    und dich in ein anderes Morgen entführ'n...

  2. #2
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    Das ist wie ein Besuch in Haft. Man weiß wie furchtbar alles ist aber durch den Gegensatz der Gefühle ist Raum für so etwas was du schreibst. Ich bin sehr beeindruckt von Stil, Wortwahl Themenvermeidung und Zärtlichkeit mit der ein Horizont sich in Ölfarben um uns ausbreitet aus dem dann selbst Stahlgewitter unseren verbundenen Augen wie die Dreifaltigkeit der Zeit aus Gestern, Heute und Morgen erscheint.

    Vielen Dank + MFG!
    Der Roman: "Verballistik"
    Die Gedichte: "Auf dem Silbertablett"

  3. #3
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    Hallo Jonny,

    ein schöne Traumvorstellung, doch leider lässt sich die Zeit nicht zurückdrehen.
    Konstruktiv sind mir die Bilder etwas zu "groß etc." angelegt:

    "an den Anfang der Zeit" -> gemeint ist wohl "unserer Zeit."

    "wo sich Gestirn und Erde berühr'n" -> das scheint nur so

    Zugegeben im Traum ist alles möglich, ich denke,
    die Sehnsucht lässt sich auch mit etwas mehr Realitätsnähe ausdrücken.

    LG
    Perry

  4. #4
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    Lieber Jonny,

    ein Gedicht, das berührt - mich jedenfalls sehr. Die Metaphern finde ich großartig. Auf den Spuren einer verlorenen Liebe …

    um dort unser wir - das verlor'ne - zu finden,
    bevor es erfriert, wenn es Traurigkeit schneit.
    Sehr emotional und poetisch ...

    Ich finde, dass gerade ein sehnsuchtsvolles Liebesgedicht durch Poesie verzaubert.

    Sehr gerne gelesen und geträumt.

    Liebe Grüße
    Dabschi
    Man trägt das vergangene Schöne wie ein kostbares Geschenk in sich.
    (Dietrich Bonhoeffer)

  5. #5
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    @Jonny



    Moin.

    Der Rhythmus leidet manchmal.

    Vorschläge:
    flieg mit mir zurück, zum Anfang der Zeit,
    ehe es erfriert, wenn Traurigkeit still schneit


    Metaphern und phantasiemäßig gut.


    Tschüss.
    der Gedankenspringer

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