1. #1
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    Rettung der Welt

    Ihr habt den Mut zu einem Glauben zu stehn,
    nicht der Mode, jedem Trend nachzugehn, zu widerstehn.
    Ihr habt gewählt, Euch bekehrt und entschieden,
    in der Prüfung zu bestehen und das Böse zu besiegen.

    Es fällt mir auf, Ihr stellt keine Fragen,
    Ihr wollt nur mal sagen (und das darf man ja wohl),
    dass Werte verfallen, Traditionen verhallen,
    Eure Gedanken verpesten und Gefühle sich entsetzen.

    Ihr könnt Euch nicht leisten, über etwas zu zweifeln,
    Eure Bedeutung zu riskieren, mit Deutungen zu spielen,
    mit Beliebigkeit zu tricksen,
    wollt Ihr wirklich sein: Fundamentalisten?

    Ihr kennt und nennt das Problem!
    Und wenn wir keins hätten, dann würde ich wetten,
    dass Ihr uns eins schafft, mit beirrender Kraft,
    dessen Lösung Ihr habt.

    Wo wollt Ihr hin, wenn Euch irgendwann quält,
    dass Euch Eure Liebe nicht mehr gefällt,
    Ihr auf andere schaut, dem Leben nicht vertraut,
    Euer tägliches Erleben in Kontrast steht zu dem Streben?

    Und nach Jahren in der Tat drehen wir am Rad,
    in der Tat drehen wir am Rad
    des Geschäftsmodells „Rettung der Welt“.

    überarbeitet Oktober 2017
    Geändert von Mossa (22.10.2017 um 21:40 Uhr)

  2. #2
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    Hallo Mossa und willkommen hier auf gedichte.com
    Mir scheint, du bist an einen Fundi geraten, der das Missionieren auf eine nicht besonders kluge Weise betreibt. Dir hat das einen dicken Hals gemacht und du wolltest dir in einem Gedicht Luft verschaffen. So jedenfalls kommt dieser Text bei mir an, der zunächst etwas halbgar gereimt auftritt und dann irgendwie in Beliebigkeit zerfleddert, je aufgebrachter gegen die Fundis gewettert wird. Zum Ende hin tauchen dann wieder ein paar Paarreime auf, werden gar die Sätze um des Reims willen verdreht. Um mich richtig zu verstehen: Ein Gedicht braucht keine Reime, aber wenn mal welche da sind und mal nicht, erscheint das alles ziemlich zufällig.

    Ich würde dir raten, das Gedicht stark zu kürzen, indem du dir einen Aspekt rauspickst. Dies hier scheint mir für Fundamentalisten typisch:
    Es fällt mir oft auf, Ihr stellt keine Fragen,
    Ihr wollt nur mal sagen (und das darf man ja wohl),

    Hier könntest du ein paar Kritikpunkte drum rum gruppieren, immer bezogen auf dieses doch spezielle Selbstbewusstsein und die (Schein?)Sicherheit, die Wahrheit zu kennen.
    Ob ich mit deinen Aussagen persönlich etwas anfangen kann oder nicht, ist ein anderes Thema und lasse ich jetzt mal offen. Beste Grüsse, gugol
    ausgezogen
    um die welt zu sehen - der versuchung zu entgehen - und sich selber zu verstehen
    lebenslinien wie mäander - führten beide zueinander - wurden voneinander
    angezogen

  3. #3
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    Hallo gugol, danke für das Feedback. Ich werde es mir noch mal anschauen, ob es verdichtet werden kann.
    Grüße

  4. #4
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    Hi Mossa,

    es gibt für mich zwei Methoden, eine Text-Kritik zu beginnen. ich kann etwas zu seiner Form sagen. Oder zu seinem Inhalt. Je nachdem, wo ich hängen bleibe. und ich bleibe hier zunächst bei der Form hängen. Es strengt mich nämlich an, dieses recht lange Gedicht bis zum Ende zu lesen. Es liest sich mir nicht flüssig genug. Das hat meiner Meinung u.a. nach etwas mit dem Versmaß zu tun.

    Zitat Zitat von Mossa;g969693

    Ihr habt den Mut zu einem Glauben zu stehn,
    nicht der Mode, jedem Trend nachzugehn, zu widerstehn.
    Ihr habt gewählt, Euch bekehrt und entschieden,
    in der Prüfung zu bestehen und das se zu besiegen.

    Es fällt mir auf, Ihr stellt keine Fragen,
    Ihr wollt nur mal sagen (und das darf man ja wohl),
    dass Werte verfallen, Traditionen verhallen,
    Eure Gedanken verpesten und Gefühle sich entsetzen.

    Ihr könnt Euch nicht leisten, über etwas zu zweifeln,
    Eure Bedeutung zu riskieren, mit Deutungen zu spielen,
    mit Beliebigkeit zu tricksen,
    wollt Ihr wirklich sein: Fundamentalisten?

    Ihr kennt und nennt das Problem!
    Und wenn wir keins hätten, dann würde ich wetten,
    dass Ihr uns eins schafft, mit beirrender Kraft,
    dessen Lösung Ihr habt.

    Wo wollt Ihr hin, wenn Euch irgendwann quält,
    dass Euch Eure Liebe nicht mehr gefällt,
    Ihr auf andere schaut, dem Leben nicht vertraut,
    Euer tägliches Erleben in Kontrast steht zu dem Streben?

    Und nach Jahren in der Tat drehen wir am Rad,
    in der Tat drehen wir am Rad
    des Geschäftsmodells „Rettung der Welt“.

    überarbeitet Oktober 2017
    Wie du siehst, habe ich bald damit aufgehört, die Betonungen zu zählen. Denn ich habe keine Regelmäßigkeit gefunden, an der ich mich orientieren konnte. Gleiches kann ich auch über das Reimschema sagen. Es gibt kein erkennbares für mich. Warum aber soll ich mich mit einem Inhalt beschäftigen, dessen Form mich beim Lesen anstrengend? Erwartet man nicht gerade von einem Gedichte besondere sprachliche Finesse?

    Zur Form gehören weiterhin auch der Syntax und die verwendeten Wörter. Ich überblicke sehr schnell, dass das Gedicht ausschließlich abstrakte Substantiven benutzt. Ich habe also keine Story aus dem Leben vor mir, sondern ein Gedanken-Gedicht, welches sich für mich schwer liest. Es liest sich für mich wie ein Leitartikel. Ich bin aber nicht hier, um Leitartikel zu lesen. Ich möchte die Gedanken – und Gefühlswelt eines Dichters etwas näher kennen lernen. Ich möchte dabei weniger seine Meinung kennen lernen, sondern eher seine Geschichte. Seine Geschichten.

    So lieber Mossa, ich fürchte, das klingt für dich etwas härter, als ich es tatsächlich meine. Wie ich an anderer Stelle heut schon mal schrieb, stehen derartige Notizen auch hinter meine eigenen Gedichtentwürfe. Außerdem weiß ich, dass ich hier nichts weiter schreibe, als meine unmaßgebliche, eigene Meinung.


    Liebe Grüße
    Geändert von Artname (25.10.2017 um 13:47 Uhr)
    Wortfüsse, wohin ich auch seh!

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