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Thema: Am See IV

  1. #16
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    Lieber kaspar,

    doch, doch, #6, „cunnilingus“. Aber ansonsten stimme ich Dir zu: „gute lyrik ist guter kitsch. so einfach ist das.“

    Und das ist das Problem,

    liebe albaa,

    ob man etwas als Kitsch empfindet oder nicht, lässt sich schwer argumentieren, bei Deinem wollte ich keinen Spam abliefern.

    Guter Sex kann durchaus Kitsch sein, z.B. wenn Tränen der Rührung fließen, nur stellt keiner die Frage.

    Sind schöne Sonnenuntergänge Kitsch? Schöne Landschaften?

    Kitsch as Kitsch can

    Michael
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    poetry trifft Poesie, der Slammer Christian Gottschalk als mein Gast "Zum Goldenen Bock", Köln, Do., 25.1.18, 19.30 Uhr

  2. #17
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    ich glaub, mich knutscht ein kitsch-elch!
    das ominöse wort, das dich, michael domas, inspiriert oder irritiert, habe ich angeführt, weil der kollege festival aus männlicher sicht seine verse nicht an einem schwanz lecken liess, sondern an einer möse, bzw. reifen feige. der vergleich von festivals feige und albaas capuccino wäre extrem interessant im licht der von dir genaustens beobachteten genderdebatte. und ich erinnere mich auch daran, wie damals die userin farbkreis mit schlägen aus der lesben- und transenecke eingedckt wude, als sie ihr schwanzgedicht eingestellt hatte. naja, sie war wohl weniger der zimt-typ.
    ohne anlass viele worte, nur weil ich michw iederum falsch zitiert fühle...
    mit knatsch statt kitsch
    kaspar
    Geändert von kaspar praetorius (16.11.2017 um 11:25 Uhr)

  3. #18
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    Hallo, ihr Kitsch-Experten,

    ich hatte einst auch mal eine Meinung zum Kitsch, die sich aber mit meiner Berufsausübung kaum noch sinnvoll vereinbaren ließ. Eure Diskussion ließ mich wiedermal googeln. Und so kam ich auf nachfolgenden Artikel. Also adeln wir oder tadeln wir hier?

    lg

    Link für den Browser: googelt mal nach "Achtung, sehr süß" - Artikel in der ZEIT

    Geändert von Artname (16.11.2017 um 13:41 Uhr)
    Wortfüsse, wohin ich auch seh!

  4. #19
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    Hallo ihr lieben Kitschsexperten,

    Nun, bis auf das Lächeln ist hier nicht wirklich was "süß" (Kaffee, Zimt, Milch, Mandeln?). kaspar hat im Beitrag #9 die Fäden wahrgenommen, die auf der Rückseite verlaufen. Ja, bei einer oberflächlichen Betrachtung ist es natürlich irgendwie rührend, wie das LD verwöhnt wird oder mit welcher Hingabe es Kaffe kocht - hoffentlich auch einen für das LI - , aber man muss sich vielleicht einmal die einzig mögliche Position des LI in dieser Szene vor Augen führen und dazu noch das Wort "dirigieren" bemerken ... also, ob das alles wirklich so "superschön" ist? ... mag sein, mag aber auch nicht sein ... das kann nur der Leser/die Leserin "ausfüllen". Also es kann Kitsch sein, je nach LeserIn, würde ich sagen.

    LG
    albaa
    Geändert von Albaa (16.11.2017 um 18:21 Uhr)

  5. #20
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    Lieber kaspar,

    dann ist ja nun eindeutig, worauf sich Dein „ominöses Wort“ in #6 bezog. Um zum Gedicht zurückzukehren: Gleichwohl finde ich interessant, woran eigentlich zu erkennen ist, ob es sich hier um eine Fellatio oder einen Cunnilingus handelt.

    Liebe albaa,

    ein „Kitschexperte“ (so wie Hanno Rautenberg in dem lesenswerten ZEIT-Artikel, danke, Artname, für die Quelle) bin ich nun nicht und habe den Begriff hier ja auch nur zögerlich gebraucht, man gerät allzu leicht in einen Streit um Worte. Mehr interessiert mich, welchen Realismusgehalt Dein Gedicht beansprucht. Du hast kaspars Bild von den „Fäden, die auf der Rückseite verlaufen“ aufgegriffen, stimmst Du auch seiner Bemerkung zu „man kann die entstehende szene nicht mit realen figuren nachspielen, dazu ist alles zu irreal: die zeitabfolge (dramaturgie), die örtlichkeit, die handlung, die requisiten“?

    Das Wort "dirigieren" habe ich ja durchaus bemerkt, wäre aber nicht auf die Idee gekommen, dass es das offensichtliche Wohlbefinden des LI relativiert, mündet es doch im „frühlingslächeln“, das wahrzunehmen das LI, trotz der Hand auf dem Hinterkopf, noch in der Lage ist.

    Kommt ja zu allem hinzu, dass auch ich das Gedicht schön finde

    Michael
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  6. #21
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    Lieber Michael,

    Ja sicher, das Geschlecht der Protagonisten und die Rollenverteilung ist ja nicht unbedingt klar (außer die großen Handflächen, gibt es wenig Anhaltspunkte)

    Ich will kaspar nicht widersprechen, wenn es das so sieht und ich will nichts mehr weiter "erklären" - ich hoffe, du verstehst das ( und es würde mich auch sehr wundern, wenn du dazu nicht bereits eine sehr klare Meinung hättest.): Lyrik führt ihr Eigenleben im Auge des Betrachters (zB ist "dirgiert zu werden" für sexismusgeschädigte oder -sensible Frauen vielleicht negativ besetzt, hingegen für unvorbelastete Frauen und Männer gar nicht; lässt sie vielleicht eher an schöne Musik denken).

    Danke für dein nochmaliges Vorbeischauen und deine Gedanken

    LG
    albaa
    Geändert von Albaa (18.11.2017 um 19:40 Uhr)

  7. #22
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    was sieht kaspar wie??? wer erklärt kaspar, worum es geht?
    Kinder, jetzt gilt's ernst!
    Sie quatschen im Cybertalk
    über Cybersex.

    (StadtHaiku)

  8. #23
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    Zitat Zitat von kaspar praetorius Beitrag anzeigen
    was sieht kaspar wie??? wer erklärt kaspar, worum es geht?
    Um das gehts:

    Zitat Zitat von Michael Domas
    Du hast kaspars Bild von den „Fäden, die auf der Rückseite verlaufen“ aufgegriffen, stimmst Du auch seiner Bemerkung zu „man kann die entstehende szene nicht mit realen figuren nachspielen, dazu ist alles zu irreal: die zeitabfolge (dramaturgie), die örtlichkeit, die handlung, die requisiten“?

  9. #24
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    danke für deine mühe
    k.

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