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  1. #1
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    frühe Kindheit im Sommer

    Ich kannte jedes Schaf, bestaunte schöne Wolken.
    Zu Haus war meine Welt, der Mittelpunkt vom All!
    So sollt es immer sein, ich träumte voller Wonnen,
    ich kannte keine Angst und keinen Sündenfall!

    Mir gab ein alter Baum beschützend kühlen Schatten,
    die Vögel sangen mir, ich pfiff vergnügt hinzu.
    Ich lauschte langem Gras und wollte mit ihm wachsen,
    die Blätter spielten sanft ein frohes Lied dazu.

    Die Welt war mir Magie, ein Zauber bunter Pflanzen.
    Ich sprang so frei herum und fragte nicht nach Sinn,
    ich war im Äther toll, mit Göttern wollt ich tanzen!

    Ich tat es nie! Und doch: ich werde weiterhin,
    wie damals schon als Kind, bösen Geistern trotzen!
    Ich dichte mir den Reim und schöpf daraus Gewinn.
    Geändert von Butenlänner (10.11.2017 um 17:43 Uhr)

  2. #2
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    Hallo Butenlänner,

    ich muss mal etwas an der Interpunktion rummäkeln.

    1. Du solltest statt "Welt-" und "Gras-" "Welt -" und "Gras -" schreiben. Das verwirrt sont im ersten Moment, da man denkt, hier sei kein Gedankenstrich gemeint, sondern das Wort würde wieder aufgegriffen werden.
    2. Und nun wird's auch inhaltlich: Du schreibst in S2V1 "Mir gab ein alter Baum, beschützend kühlen Schatten,". Damit drückst du aus, dass der Baum den kühlen Schatten beschützte und dir etwas gab. Es ist möglich, dass du das aussagen wolltest - zumindest theoretisch kann ein Baum durch seine Blätter ja nicht nur Schatten produzieren, sondern auch vor der Sonne schützen. Da wäre die Frage, was das Normale ist: Licht oder Schatten. - In diesem Fall würde allerdings fehlen, was der Baum dir gibt. Deshalb denke ich, das Komma muss weg und du wolltest eigentlich schreiben: "Mir gab ein alter Baum beschützend kühlen Schatten,".
    3. Solltest du, aber musst du aus künstlerischer Freiheit nicht, ein weggelassenes -e durch einen Apostroph ersetzen. Welche Stelle mir allerdings gar nicht gefällt ist "es gab kein Sündefall." Apokopen schön und gut, aber ein -en ganz rauszuwerfen, das klingt dann doch nicht sehr gekonnt.
    4. In S2V4 kann das Komma raus. In S3V2 würde ich überlegen, das Komma durch ein "und" zu ersetzen. Damit klänge die Strophe flüssiger. Andererseits übernimmst du das Aufeinandertreffen zweier betonter Silben auch in S4V2 und willst vermutlich parallel arbeiten... Ich würde S3V2 dennoch flüssiger machen, denn dann prallen die Silben nur noch in S4V2 aufeinander, was die Wucht aus meiner Sicht erhöht.

    Tschüss,

    Malte Dadschun

  3. #3
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    Zitat Zitat von Malte Dadschun Beitrag anzeigen
    Hallo Butenlänner,

    ich muss mal etwas an der Interpunktion rummäkeln.

    1. Du solltest statt "Welt-" und "Gras-" "Welt -" und "Gras -" schreiben. Das verwirrt sont im ersten Moment, da man denkt, hier sei kein Gedankenstrich gemeint, sondern das Wort würde wieder aufgegriffen werden. Auch das Komma in S2V1 flog raus.

    2. Und nun wird's auch inhaltlich: Du schreibst in S2V1 "Mir gab ein alter Baum, beschützend kühlen Schatten,". Damit drückst du aus, dass der Baum den kühlen Schatten beschützte und dir etwas gab. Es ist möglich, dass du das aussagen wolltest - zumindest theoretisch kann ein Baum durch seine Blätter ja nicht nur Schatten produzieren, sondern auch vor der Sonne schützen. Da wäre die Frage, was das Normale ist: Licht oder Schatten. - In diesem Fall würde allerdings fehlen, was der Baum dir gibt. Deshalb denke ich, das Komma muss weg und du wolltest eigentlich schreiben: "Mir gab ein alter Baum beschützend kühlen Schatten,".
    3. Solltest du, aber musst du aus künstlerischer Freiheit nicht, ein weggelassenes -e durch einen Apostroph ersetzen. Welche Stelle mir allerdings gar nicht gefällt ist "es gab kein Sündefall." Apokopen schön und gut, aber ein -en ganz rauszuwerfen, das klingt dann doch nicht sehr gekonnt.
    4. In S2V4 kann das Komma raus. In S3V2 würde ich überlegen, das Komma durch ein "und" zu ersetzen. Damit klänge die Strophe flüssiger. Andererseits übernimmst du das Aufeinandertreffen zweier betonter Silben auch in S4V2 und willst vermutlich parallel arbeiten... Ich würde S3V2 dennoch flüssiger machen, denn dann prallen die Silben nur noch in S4V2 aufeinander, was die Wucht aus meiner Sicht erhöht.

    Tschüss,

    Malte Dadschun
    Moin Malte,
    stell dir vor, ich wollte es melodisch eigentlich auch so präsentieren, wie du es jetzt angesetzt hast. Jetzt ist der Hebungsprall ausschließlich in S4V3. Die Kommata in S2V1 & S2V4 hatte ich zuviel, danke für diese Korrektur. >schöpf´< hat ein Apostroph bekommen.
    S1V4: >>ich kannte keine Angst, es gab kein Sündenfall!<<
    Sündefall hatte ich nicht geschrieben Nun gut, ich denke auch, jetzt läuft es flüssiger.
    Bleibt noch die Preisfrage, ist es ein Alexandriner? Ich meine nicht, oder? Eher ein Fietjeiner

    Gruß
    fietje

  4. #4
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    Nacht Butenlänner,

    ein Jietjeiner, ganz ohne Frage. Zum Alexandriner müsste es "wie damals schon als Kind den bösen Geistern trotzen!" heißen, aber deine Variante ist besser. Ironischerweise kann die entschärfte Variante ("Ich sprang so frei herum und fragte nicht nach Sinn") als der berühmte Hebungsprall-Alexandriner durchgehen.

    "Sündefall" ist tatsächlich ein Schreibfehler von mir... Was mich störte war eigentlich das "kein" in "kein Sündenfall", was ordentlich ja "keinen Sündenfall" heißen müsste.

    Freut mich, dass dir meine Anmerkungen in einigen Punkten nützlich sein konnten.

    Tschüss,

    Malte Dadschun

  5. #5
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    Zitat Zitat von Malte Dadschun Beitrag anzeigen
    Nacht Butenlänner,

    ein Jietjeiner, ganz ohne Frage. Zum Alexandriner müsste es "wie damals schon als Kind den bösen Geistern trotzen!" heißen, aber deine Variante ist besser. Ironischerweise kann die entschärfte Variante ("Ich sprang so frei herum und fragte nicht nach Sinn") als der berühmte Hebungsprall-Alexandriner durchgehen.

    "Sündefall" ist tatsächlich ein Schreibfehler von mir... Was mich störte war eigentlich das "kein" in "kein Sündenfall", was ordentlich ja "keinen Sündenfall" heißen müsste.

    Freut mich, dass dir meine Anmerkungen in einigen Punkten nützlich sein konnten.

    Tschüss,

    Malte Dadschun
    Nächtle Malte,
    jetzt verstehe ich, Bingo! da machen wir doch ein Apostroph dran, fertig!
    dafür ist solch ein Apostroph ja da, sonst wäre es ja arbeitslos.
    Fietjeiner also. Nun gut, irgendwann schaffe ich vielleicht mal einen Alexandriner.

    Vielen Dank für deine Hilfe.

    Fietje

  6. #6
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    Hallo Butenlänner,

    ich kann mir deine unbeschwerte und fantasievolle Kindheit gut vorstellen, hast du gut beschrieben. Zum Sündenfall:

    Zitat Zitat von Butenlänner
    ich kannte keine Angst, es gab kein´ Sündenfall!
    Der Apostroph ist nur eine Verschlimmbesserung, vielleicht ginge es so:

    "ich kannte keine Angst und keinen Sündenfall!"

    Viel Erfolg beim gewinnbringenden Reimen.

    Liebe Grüße
    Sidgrani
    Dichten und dichten lassen

  7. #7
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    Zitat Zitat von Sidgrani Beitrag anzeigen
    Hallo Butenlänner,

    ich kann mir deine unbeschwerte und fantasievolle Kindheit gut vorstellen, hast du gut beschrieben. Zum Sündenfall:



    Der Apostroph ist nur eine Verschlimmbesserung, vielleicht ginge es so:

    "ich kannte keine Angst und keinen Sündenfall!"

    Viel Erfolg beim gewinnbringenden Reimen.

    Liebe Grüße
    Sidgrani
    hi,
    da ist er ja, mein Gewinn.
    Ich kannte keine Angst// und keinen Sündenfall
    xXxXxX//xXxXxX

    Thanx Sid!

    fietje

  8. #8
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    Hi fietje,

    Ich muss das hier einmal in kleiner Schrift einstellen

    Ich kannte jedes Schaf, bestaunte schöne Wolken.
    Zu Haus war meine Welt, der Mittelpunkt vom All!
    So sollt es immer sein, ich träumte voller Wonnen,
    ich kannte keine Angst und keinen Sündenfall!

    Mir gab ein alter Baum beschützend kühlen Schatten,
    die Vögel sangen mir, ich pfiff vergnügt hinzu.
    Ich lauschte langem Gras und wollte mit ihm wachsen,
    die Blätter spielten sanft ein frohes Lied dazu.

    Die Welt war mir Magie, ein Zauber bunter Pflanzen.
    Ich sprang so frei herum und fragte nicht nach Sinn,
    ich war im Äther toll, mit Göttern wollt ich tanzen!

    Ich tat es nie! Und doch: ich werde weiterhin,
    wie damals schon als Kind, bösen Geistern trotzen!
    Ich dichte mir den Reim und schöpf daraus Gewinn.
    Ein schönes Gedicht. Ist es bewusst gegen die "Vanitas" angeschrieben. Alexandriner-Sonette sind typisch für Gryphius. Es ist jedenfalls an diese Form angelehnt, denke ich? Dem vorletzten Vers fehlt noch eine Senkung nach der Zäsur. Ich weiß nicht, auch wenn das hier gut geschrieben ist, ich mag Alexandriner nicht wirklich, das klingt immer so stechschrittmäßig wegen der deutlichen und immer gleichen Zäsur, die Verse brechen irgendwie in zwei Teile, überhaupt wenn/wo Konjunktionen gesetzt werden. Dieses Leiern schläfert irgendwie ein und lenkt dadurch vom Inhalt ab.

    Lieben Gruß
    albaa

  9. #9
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    Hi albaa,

    danke für die Wiedervorlage dieses Gedichts, danke Fietje für das Gedicht.

    In diesem Fall, vor allem in den Terzetten, kommt der Text gegen die einschläfernde innere Uniformität der alexandrinischen Form an - erfreulicherweise.

    Es ist bereichernd, es zu lesen.

    Gruß Lé.
    Die Leute die den Reim für das Wichtigste in der Poesie halten, betrachten die Verse wie Ochsen-Käufer von hinten.
    Georg Christoph Lichtenberg

  10. #10
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    Das ist großartig wärmendes Pathos ohne alexandrinische Verstiegenheit. Der feierliche Alexandriner schafft vielmehr eine Art Heiligsprechung der Kindlichen Lebenswelt und des darin versunkenen und levitierten Lyrischen Ichs.
    Marginal: Albaa hat schon die mögliche Senkung, z.B. " den bösen Geistern trotzen " erwähnt.
    greetse
    ww
    alis nil gravius, o nycticorax

  11. #11
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    hi dot & com,
    natürlich, in T2V2 einen bewussten Hebungsprall eingepflanzt, ja, der war mir wichtig.

    ich tat es nie! Und doch: ich werde weiterhin,
    wie damals schon als Kind, bösen Geistern trotzen!
    xXxXxX,XxXxXx
    Ich dichte mir den Reim und schöpf daraus Gewinn.

    @aalba & comis, ja, die Alexandriner wirken oft abgehakt,
    diDAMdiDAMdiDAM-diDAMdiDAMdiDAM
    diDAMdiDAMdiDAM-diDAMdiDAMdiDAMdi
    diDAMdiDAMdiDAM-diDAMdiDAMdiDAM
    diDAMdiDAMdiDAM-diDAMdiDAMdiDAMdi

    mit den Kadenzen lässt sich aber spielen, meine ich:
    diDAMdiDAMdiDAM-diDAMdiDAMdiDAMdi
    diDAMdiDAMdiDAM-diDAMdiDAMdiDAM
    diDAMdiDAMdiDAM-diDAMdiDAMdiDAM
    diDAMdiDAMdiDAM-diDAMdiDAMdiDAMdi

    nun, wie auch immer. Ich würde mir diese Optionen jedenfalls ungern nehmen lassen wollen. Ob es ein strenges Alexandriner-Regelwerk gibt, gäbe, weiß ich nicht recht.
    Und natürlich auch mal Extravaganzen, eben eine Friktion, why not?

    vlt:
    diDAMdiDAMdiDAM-DAMdiDAMdiDAM
    diDAMdiDAMdiDAM-diDAMdiDAMdiDAMdi

    Und natürlich Interessant die Frage, wieviel Sinngehalt kann ein Vers tragen, darf, soll, könnte ein Vers tragen.

    lg
    .

    . . .
    Fietje

  12. #12
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    Das Gedicht ist sehr schön. Es hat mich zum Kindheit zurück gebracht.
    Frühe Kindheit zu hause war mein Welt.
    Wir lesen uns
    Roro

  13. #13
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    Ich danke dir .R o r o .
    Gab es in deiner Kindzeit auch Amseln? Kennst du Amseln? Drosseln? Finken, Stare? Andere Vögel aus deiner Kindheit?
    lg
    fietje
    Geändert von Butenlänner (09.06.2020 um 23:53 Uhr)

  14. #14
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    İch hatte sehr schöne zwei Schwarze Tauben. Die Augen waren hell gefärbt, ihre Schnabel waren weiss. Eines Abends sind sie nie wieder nach Hause gekommen.Meine Eltern haben die weggegeben, da sie die Blumen von den Nachbarin kaputt gemacht hat. Die ganze Geschichte habe ich erst viele Jahren später erfahren. Ich bin heute noch sauer auf meine Eltern.
    Geändert von Roro (09.06.2020 um 12:59 Uhr)

  15. #15
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    hi roro, ja doch, ich kenne diesen Vogel, majestätisch ist er, er kann sehr alt werden, vlt trefft ihr euch wieder? Sei deinen Eltern nicht böse, die Versöhnung ist das größte Heil. Deine Eltern hatten die beiden schwarzen Tauben ja weggegeben, und die Vögel können fliegen, beide!
    Matthäus 6,26:
    25 Dorüm segg ick jug: Makt jug kein unnödig' Sorgen nich tim jug' Lewen, wat ji woll eten un drinken stillen. Un ok nich tim jugen Liw, wat ji woll antrecken stillen. Is nich dat Lewen mihr as dei Lewensnohrung? Un dei Liw mihr as dei Kleedung? 26 Kikt jug dei Voegel unner 'n Hewen an: Sei seien nich un meihen nich un führen ok nicks in dei Schün, un jug' Vadder in 'n Himmel giwt ehr liker ehr Fauder. Sünd ji nich so veel mihr as dei?
    Text nach der 3. durchgesehenen Auflage der Ausgabe Wien 1960, In der Übertragung von Ernst Voß (1886-1936)
    deutsch in etwa:
    25 Deshalb sage ich euch: Seid nicht besorgt für euer Leben, was ihr essen und was ihr trinken sollt, noch für euren Leib, was ihr anziehen sollt! Ist nicht das Leben mehr als die Speise und der Leib mehr als die Kleidung? 26 Seht hin auf die Vögel des Himmels, dass sie weder säen noch ernten noch in Scheunen sammeln, und euer himmlischer Vater ernährt sie doch. Seid ihr nicht viel wertvoller als sie?
    Aktuelle Elberfelder Bibelausgabe


    Kennst du auch Amseln aus deiner Kindheit? Die können ja singen wie die Weltmeister.

    lg

    .

    . . .
    fietje
    Geändert von Butenlänner (01.07.2020 um 23:26 Uhr)

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